Theresa Révay An den Ufern des Bosporus

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Inhaltsangabe zu „An den Ufern des Bosporus“ von Theresa Révay

Istanbul 1918. Nach Ende des 1. Weltkriegs ist die Stadt von den Siegermächten besetzt, das einst glanzvolle Osmanische Reich scheint dem Untergang geweiht. Als Frau des Sekretärs von Sultan Mehmed VI. lebt Leyla mit ihrer Familie in der Pracht eines traditionellen Harems – doch um sich herum verspürt die junge Frau den Anbruch einer neuen Epoche, die Faszination der modernen Zeit. Mit ihrem Bruder engagiert sie sich im Widerstand und begegnet so ihrer großen Liebe: Hans, einem deutschem Archäologen und Revolutionär. Hans und Leyla wissen, dass sie füreinander bestimmt sind, auch wenn ihre Liebe nicht sein darf. Und doch kreuzen sich ihre Wege immer wieder unter schicksalhaften Umständen.

Ein sehr beeindruckender Roman, über eine große Liebe und den totalen Umbruch eines ganzen Landes.

— Klusi

Eine Reise in die Türkei nach dem 1. Weltkrieg. Theresa Révay hat einen ganz besonderen Roman verfasst.

— Michelle1965

Eine spannende Reise in die Türkei um 1918...

— nicigirl85

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  • Langatmig und langweilig, da wäre mehr drin gewesen!

    An den Ufern des Bosporus

    jenny_wen

    Inhalt: Dies war ein Roman, der mich vom Cover her angesprochen hatte, und auch von der Zusammenfassung des Buchinhaltes. Anfangs dachte ich noch, die Autorin möchte mich als Leserin den politischen Hintergründen der Türkei näher bringen. Doch fand ich es mehr als langatmig. Anfangs kamen keine Gespräche zwischen den Figuren zustande. Wenn sie doch mal da waren, wurden diese gleich wieder mit Geschichte, Politik, etc. unterbrochen, so dass für mich der Lesefluss nicht gegeben war. Ich habe mich sehr sehr schwer getan mit diesem Buch, denn ich konnte zu keiner einzigen Figur wirklich eine richtige "Beziehung" aufbauen, da sie mir alle unnahbar erschienen, schwarz-weiß eben. Völlig oberflächlich. Diverse Fragen stellten sich mir, die ich hier aber nicht näher erläutern möchte, da ich sonst spoilern müsste. Mein Fazit: Der Klappentext hatte mehr versprochen. Schade, ich bin sehr enttäuscht gewesen. Es war langatmig, so dass ich mehrmals kurz davor stand, dass Buch abzubrechen. Die Autorin hätte mehr aus der Geschichte herausholen können und weniger Politik mit einweben können. Politik kann sehr schnell sehr trocken werden. 1 Stern.....

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  • Leider in der Mitte sehr langatmig

    An den Ufern des Bosporus

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. April 2016 um 09:50

    Ich habe das Buch vor einiger Zeit geschenkt bekommen, ich persönlich hätte es mir wahrscheinlich nicht gekauft, da ich kein großer Fan von dieser Art von Büchern bin. Der Klappentext klingt "kitschig" und dramatisch, eine Liebe die nicht sein darf. Ich habe mir aber gedacht, ich lasse mich davon nicht abschrecken und lese es trotzdem, es war nicht so schlecht wie ich gedacht habe, aber auch nicht besonders gut.Der Schreibstil war sehr positiv, die Autorin schreibt sehr bildlich und detailreich, die Charakter werden sehr umfangreich beschrieben, sodass man sie eigentlich gleich ins Herz schließen könnte. Man wird in die Geschichte hineingezogen und befindet sich nun in der Türkei in den 20er Jahren. Es hat Spaß gemacht einen Einblick in die Geschichte zu bekommen. Ich war auf den ersten 80-100 Seiten wirklich begeistert aber danach ging es leider stetig bergab.Das Buch wurde langatmig, ich hatte das Gefühl auf der Stelle zu stehen, die Handlung hat sich kaum noch entwickelt und auch die Charakter blieben etwas farblos. Genau wegen solchen Büchern wollte ich damals nicht in die historischen Bereiche reinschnuppern. Die Geschichte hat eigentlich viel Potenzial und auch die Charaktere ist aber meiner Meinung nach, nicht so gut umgesetzt worden, wie erhofft. Erst gegen Ende des Buches wurde es noch mal spannender, da hatte ich jedoch das Gefühl, alles läuft zu schnell ab, das was mir im mittleren Teil gefehlt hat wurde jetzt auf ungefähr 50 Seiten ausgetragen und das fand ich dann doch etwas schade.Fazit:Keine schlechte Geschichte, der Anfang war doch vielversprechend, danach wurde das Buch aber schwächer, ich schätze hier spielt viel Geschmackssache mit rein. Wer über 200 Seiten einfach lesen will, wie sich die Charaktere immer wieder in einander verlieben obwohl sie es nicht dürfen und mit ihrem Gewissen hadern, der darf das Buch gerne lesen, für mich war es leider nichts. 

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  • Mitreißende und dramatische Geschichte über eine verbotene Liebe

    An den Ufern des Bosporus

    Alyana83

    13. October 2015 um 13:31

    Inhalt: Wir schreiben das Jahr 1918.  Istanbul ist nach dem 1. Weltkrieg von den Siegermächten besetzt und die orientalische Welt befindet sich im Umbruch. Mittendrin Leyla, die Frau von Selim, dem Sekretär des Sultans. In ihrem Haus wird noch viel Wert auf Traditionen gesetzt, doch Leyla ist innerlich zerrissen. Einerseits schätzt sie dieses, andererseits ist sie eine Frau mit einem starken Willen, die sich aus der Rolle der typischen türkischen Frau befreien will. Als sie dann dem deutschen Archäologen Hans begegnet ändert sich alles im Leben der jungen Frau. Leyla fühlt sich stark hingezogen zu Hans, doch weiß sie auch, dass dies nicht sein darf und es in ihrer Situation keinen Ausweg gibt. Doch Leyla und Hans können sich nicht ewig gegen ihre Gefühle wehren... Persönliche Meinung: Wenn ihr eine magische, bezaubernde und gleichzeitig sehr bewegende Geschichte lesen möchtet, dann müsst ihr zu diesem Buch greifen. Auf über 460 Seiten bekommen wir hier die geballte Ladung Liebe und Tragik gepaart mit vielen geschichtlichen Fakten, die nicht weniger tragisch sind. Wir begeben uns hier nach Istanbul in das Jahr 1918. Der 1. Weltkrieg ist vorbei und das Land ist besetzt von den Siegermächten Frankreich, England, Russland und Italien. Für die Türken beginnt ein völlig neues Leben. Nicht nur die Niederlage im Krieg macht zu schaffen, denn auch der westliche Lebensstil hält immer weiter Einzug in das Land und rüttelt das Leben der Menschen durcheinander. Unsere Protagonistin Leyla lebt mit ihrem Mann Selim, den Kindern Perihan und Ahmet, der Schwiegermutter und anderen Familienmitgliedern sowie einigen Angestellten in Istanbul. Die Familie hat Dank Selims Stellung mehr Geld und kommt daher mit der Situation besser klar als manch andere Familien. Leyla ist eine starke Frau. Sie ist nicht so lieb und unterwürfig, wie es damals noch gern gesehen wurde bei den Frauen. Doch ihr Mann schätzt diese Eigenschaft an ihr sehr und so führen die beiden eine recht freundschaftliche Ehe. Als allerdings der französische Kommandant Louis Gardelle bei der türkischen Familie einzieht, ändert sich das Leben sehr stark. Obwohl Louis ein netter und höflicher Mensch ist, fühlt sich Leyla nicht mehr ganz wohl in ihrem Heim. Als dann noch ihr Bruder Orhan zu Besuch kommt, der sich gern in Schwierigkeiten bringt, wird alles noch riskanter. Denn Orhan gehört einer Gruppe an, die gegen die Siegermächte angeht und die Freiheit für seine Heimat erkämpfen will. So lernt Leyla auch den deutschen Hans kennen, der seit Kindertagen Anatolien als seine Heimat ansieht.  Leyla und Hans bemerken starke Gefühle zueinander und vor allem Leyla ist mit der Situation überfordert. Denn sie muss bei ihrem Mann und ihren Kindern bleiben. Auch eine Scheidung war damals unter Muslimen nicht gern gesehen und auch nicht einfach, wenn der Mann nicht einverstanden war. Leyla hat mich von Anfang an sehr begeistern können. Sie ist eine tolle Frau und ich habe sie stets bewundert für ihre Stärke. Sie kämpft immer und immer wieder und trotz vieler Schicksalsschläge im Laufe der Geschichte hält sie den Kopf oben und gibt nicht auf. Doch auch ihren Mann Selim mochte ich. Er hat Leyla im Grunde sehr viele Freiheiten gegeben und ich denke sie hätte es schlechter treffen können. Seine Geschichte nimmt auch einen tragischen Lauf und ich war an manchen Stellen tief berührt. Der Kommandant Louis, der mit seiner Familie auch einen großen Teil der Geschichte einnimmt, ist auch ein sympathischer Mann. Auch, wenn er nicht immer das richtige tut. Aber wer tut das schon? Der deutsche Hans erschien mir fast zu wenig. Denn er spielt ja eine sehr große Rolle in Leylas Leben und dafür finde ich, ist er mit zu wenig Tiefe in die Geschichte eingeflossen. Dennoch mochte ich auch ihn gern. Zugegeben, das Buch hat seine Längen. Denn obwohl es hier eine Liebesgeschichte und viel Drama gibt, spielt die Geschichte und die Politik der damaligen Zeit eine wirklich sehr große Rolle. Und auf manchen Seiten tat ich mich damit unglaublich schwer. Dennoch war es interessant zu lesen und vieles davon war mir auch nicht bekannt. Mir war auch vorher nicht bewusst, wie tragisch das damals eigentlich alles war, als das Osmanische Reich unter ging. Der Einblick in die türkische Welt und Kultur hat mich sehr begeistert und so kam ich trotz allem die meiste Zeit gut und flüssig und vor allem mit viel Lesefreude durch die Geschichte. Die Stadt Istanbul wird in der Geschichte so unglaublich detailreich beschrieben, dass man oft das Gefühl hat, selbst gerade dort zu stehen und auf den Bosporus zu schauen. Die Autorin hat es geschafft die Atmosphäre und Stimmung dieser Zeit so gut rüber zu bringen, dass man immer wieder mit den Charakteren bangt und mit fühlt und denkt, dass man gerade selbst neben diesen sitzt und sie am liebsten trösten würde. Ich kann auch nur sagen, dass mich der Ausgang des Buches sehr tief berührt hat. Da mir die Charaktere, vor allem Leyla, so ans Herz gewachsen sind, musste ich an der ein oder anderen Stelle auch ein Tränchen verdrücken, was mir wirklich nicht sehr oft passiert. Autorin: Theresa Révay ist eine französische Autorin und wurde 1965 in Paris geboren. Sie studierte französische Literatur und veröffentlichte mit Anfang 20 ihren ersten Roman.  Sie arbeitete außerdem als Gutachterin und Übersetzerin für verschiedenen französische Verlage. (Quelle: Wikipedia) Fazit und Bewertung: Dieser Roman hatte für mich alles, was man auch nur erwarten kann. Die Atmosphäre ist unglaublich, die Charaktere gingen mir ans Herz und die Geschichte ist von Anfang bis Ende dramatisch und sehr bewegend. Eine absolute Empfehlung, trotz der vielen Politik. Doch hier muss es einfach dabei sein, damit sich noch besser vorstellen kann, was in den Menschen vorgeht und wie tragisch es damals war.

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  • An den Ufern des Bosporus

    An den Ufern des Bosporus

    Klusi

    01. October 2015 um 10:56

    Leylas Situation steht beispielhaft für die vieler türkischer Frauen der damaligen Zeit. Einerseits noch den alten Traditionen verhaftet, aber auch aufgeschlossen für das neue Denken, das mit den Allierten aus Europa kommt, fühlt sich die junge Frau bei all ihren Entscheidungen zerrissen. Sie ist gefangen in einer arrangierten Ehe mit Selim, dem Sekretär des Sultans, aber in dem deutschen Archäologen Hans hat sie ihre Liebe gefunden. Ihr Lebensweg ist mit vielen tragischen Erfahrungen gepflastert. Zwischen den alten Sitten des osmanischen Reiches und der neuen Gesellschaftsordnung, die gerade im Entstehen ist, wirkt sie teilweise etwas verloren, aber sie beweist immer wieder enorme Stärke, wenn es darum geht, Schicksalsschläge wegzustecken und das Neue und Fremde, das sich ihr in den Weg stellt, anzunehmen. Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht sehr viel über die türkische Geschichte wusste. Dass das Land nach dem 1. Weltkrieg von den Aliierten besetzt wurde, welche Machtkämpfe dort ausgefochten wurden und welche Folgen die Ereignisse für die Kultur und das ganze Volk hatten, war mir nicht in diesem Ausmaß bekannt. Was damals dort geschah, war nicht nur einfach eine Änderung des Machtgefüges, sondern der Untergang des osmanischen Reiches, dessen Sitten und Traditionen ausgedient hatten. Es folgte eine Zeit des totalen Umbruchs für Politik, Kultur und Gesellschaft. Sehr deutlich werden die Unterschiede zwischen Orient und Okzident aus dem Blickwinkel von Rose Gardell, die mit ihrem Mann Louis, einem Offizier, im Haus von Selim und seiner Familie untergebracht ist. Die Lebensweise in einem Haremlik ist der Französin fremd und nicht geheuer, und Charaktere, wie Selims Mutter, die schöne und eigenwillige Gülbahar oder der Eunuch Ali Aga wirken für die europäische Frau wie aus der Zeit gefallen. Es wird ein langwieriger Prozess sein, die Kluft zwischen den Kulturen zu überbrücken. Egal was Theresa Révay schildert, ob das Alltagsleben einer türkischen Familie, ob die Einrichtung eines traditionellen osmanischen Haushalts oder die Kleidung der Damen im Haremlik, ob sie von den politischen Ereignissen im Sultanspalast oder von den Gefechten und Aktionen der Freiheitskämpfer berichtet, alles wirkt sehr gründlich recherchiert, und die fiktive Geschichte ist perfekt mit der Historie vernetzt. Der Schreibstil ist angenehm eingängig und der damaligen Zeit angemessen. Auch dieser Roman hat wieder dieses Besondere, die unverkennbare Handschrift der Autorin, die sich nicht mit schönen Fassaden begnügt, sondern sehr intensiv auf die Empfindungswelt ihrer Protagonisten eingeht und sehr glaubhafte Charaktere in ihrer Geschichte agieren lässt, denn mit ihren Fehlern und Schwächen wirken sie authentisch, und man kann sich in jeden von ihnen hineinversetzen. Es gibt nicht die Guten oder die Bösen, kein Schwarz oder Weiß, sondern hier sind einfach nur Menschen beschrieben, deren Reaktionen und Handlungen, egal ob richtig oder falsch, man gut nachvollziehen kann. In erster Linie ist dies Leylas Geschichte, und man erlebt die starke Entwicklung mit, die sie durchmacht, von der weltabgewandten Osmanin, deren Leben sich größtenteils innerhalb der Grenzen eines orientalischen Harems abspielt zur modernen, selbstbestimmten Frau, Rebellin und Schriftstellerin, die ihrer Liebe folgt und sich für ihr Land stark macht. Aber letztendlich ist es die Geschichte eines ganzen Landes, dessen Werdegang vom osmanischen Reich zur türkischen Republik man im Verlauf der Handlung verfolgen kann. Im Gesamtbild ist es ein Roman, der sehr intensiv von den realen historischen Ereignissen geprägt ist und der mich mit seinen ausdrucksstarken Charakteren und plastischen Schilderungen nachhaltig beeindruckt hat.

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  • Auch andere Länder hatten unter Besatzungsmächten zu leiden

    An den Ufern des Bosporus

    Michelle1965

    10. August 2015 um 18:04

    Klappentext: Eine dramatische Liebesgeschichte zwischen Orient und Okzident – Istambul , 1918. Die Stadt ist nach Ende des 1. Weltkriegs von den Siegermächten besetzt, das einst glanzvolle Reich scheint dem Untergang geweiht. In diesen unruhigen Zeiten versucht die kluge Leyla ihren Platz in der rasant ändernden Gesellschaft zu finden. Leyla ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in einem traditionellen Harem. Die moderne Welt fasziniert und irritiert sie zugleich. Mit ihrem Bruder engagiert sie sich im Widerstand und begegnet ihres großen Liebe: Hans, ein deutscher Archäologe und Revolotionär. Hans und Leyla wissen, dass sie füreinander bestimmt sind, ihre Liebe aber nicht sein darf. Und doch kreuzen sich ihre Wege immer wieder unter schicksalhaften Umständen. Kann es für ihre Liebe eine Zukunft geben? Leyla und Selim führen eine glückliche Ehe mit ihren zwei Kindern Ahmet und Perihan. Das das gar nicht so ist, erfährt Leyla während ihr Mann im Ausland an Gesprächen teilnimmt. Leyla lernt Hans kennen, indem er verwundet von ihrem Bruder Orhan ins Haus gebracht wird. Sie ist ihrem Bruder erst sehr böse, dass er sie mit dieser Aktion in Gefahr bringt. Doch zum Vorteil ist, das ihr Mann in diplomatischer Mission ausser Landes ist. Leyla lebt mit ihrer Schwiegermutter, Gülbahar, zusammen und sie ist nicht sehr begeistert, diese mit einzubeziehen. Doch die Schwiegermutter verspricht ihrer Schwiegertochter was im Haremlik passiert, erfährt der Sohn nicht. Ihre Schwiegermutter hält Wort, was Leyla erst nicht glauben wollte! Doch gleichzeitig haben Leyla und ihre Familie, Besatzer in einem Teil ihres Hauses. Der Kaptän Luis Gardelle holt seine Frau Rose und seine Tochter Marie nach Istambul.Doch Rose misstraut Leyla, und hat den Verdacht, das ihr Mann sie mit der Türkin betrügt. Rose Verdacht ist nicht unbegründet, doch sie hat die Falsche im Visier.Das Leben von Leyla verändert sich. Sie wird mutiger und fängt an öffentlich zu kämpfen. Dabei wird die Zeit sehr leidvoll für die junge Frau werden. Doch auch Louis muss einen schweren Schlag verarbeiten, seine Frau stirbt während Unruhen im Land herrschen. Meine Meinung: Es ist sehr informativ, das nicht nur Deutschland unter Besatzern zu leiden hatteTheresa Révay beschreibt ihre Figuren so anschaulich, das der Leser nach ein paar Seiten das Gefühl bekommt, selbst in der Türkei Anfang der zwanziger Jahre zu sein. Dabei ist die Geschichte berührend und traurig zugleich. Das ist bereits der vierte Roman, den ich von Theresa Révay lesen durfe und ich bin begeistert wie anschaulich Theresa die Orte und Nebenpersonen beschreibt.

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  • Der Untergang des Osmanischen Reichs

    An den Ufern des Bosporus

    winter-chill

    09. August 2015 um 18:02

    1918 – der 1. Weltkrieg ist zu Ende und Europa jubelt. In der Türkei jedoch ist der Schrecken noch nicht vorbei. Das Land gehört zu den Besiegten und Istanbul wird von den Siegermächten belagert, die die Stadt untereinander aufteilen. Das Osmanische Reich scheint dem Untergang geweiht. Dieser wechselvollen, aufrührenden Zeit widmet sich Theresa Révay in ihrem Roman „An den Ufern des Bosporus“. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Leyla. Sie ist die Frau von Selim Bey, dem Sekretär von Sultan Mehmed VI. und lebt behütet mit ihren Kindern und ihrer Schwiegermutter in einem traditionellen Harem. Doch dann wird das prächtige Stadthaus der Familie von den Siegermächten beschlagnahmt und Selim wird gezwungen, einen französischen Offizier aufzunehmen. Derweil engagiert sich Leylas Bruder Orhan im Widerstand und bringt eines Tages einen verwundeten Kameraden ins Haus seines Schwagers, den Leyla heimlich gesund pflegen soll. Eine dramatische Liebegeschichte bahnt sich an und plötzlich findet sich Leyla selbst mitten im Widerstand. Révay erzählt die Geschichte des Osmanischen Reichs nach dem 1. Weltkrieg und die grundlegenden Veränderungen für die Menschen sehr detailliert und eindringlich. Sie schildert, wie die verschiedenen Kulturen in Istanbul aufeinanderprallen, erzählt von den ersten Revolten, die aufflammen, bis hin zur Abschaffung des Sultanats 1922 und der Entstehung der heutigen Türkei. Auch die Lebensweise der Türken und ihre strengen Traditionen werden gut erklärt. Man merkt einfach, dass Révay wahnsinnig gut recherchiert hat. Mit Leyla haben wir eine starke Protagonistin, die zwar noch die alten Traditionen ihres Landes lebt, aber auch vom Anbruch der neuen Epoche fasziniert ist und sich von einem modernen Zeitgeist mitreißen lässt. Révay schreibt sehr flüssig, lebendig und bildhaft. Die Schauplätze – wie Istanbul oder die Landschaft Anatoliens – werden so bunt beschrieben, dass man glaubt, selbst dort zu sein. Weil Révay allerdings sehr viele historische Fakten in die Geschichte einbindet, wird der Lesefluss dadurch manchmal ein wenig gehemmt und auch die Schicksale der Protagonisten - so facettenreich und dramatisch sie auch sind - rutschen manchmal etwas arg in den Hintergrund. Nichts desto trotz ist „An den Ufern des Bosporus“ aber ein interessanter historischer Roman, bei dem man noch einiges dazulernt. Auf jeden Fall kann ich den Roman allen empfehlen, die sich für türkische Geschichte interessieren. Alle, die den Fokus des Romans auf der Liebesgeschichte erwarten – das suggerieren Klappentext und Cover nämlich – werden wohl eher enttäuscht sein.

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  • Eine Liebe, die nicht sein darf...,

    An den Ufern des Bosporus

    nicigirl85

    19. July 2015 um 14:46

    Als Leserin von historischen Romanen bevorzuge ich vor allem die Zeit der Weltkriege und freute mich sehr über die Entdeckung dieses Buches, welches um 1918 spielt und dann noch im magischen Istanbul. Es war mein erstes Buch der Autorin. Die Autorin entführt uns in die Türkei nach dem ersten Weltkrieg. Hier ist das Leben nicht von der Freude über das Ende des Krieges geprägt, denn das Land zählt zu den Verlierern. So ergeben sich auch Leyla und ihr Mann dem Schicksal und nehmen in ihrem prächtigen Haus die Besatzer auf. Welche Veränderungen wird das Land durchlaufen und wie wird es Leyla ergehen? Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich einen historischen Roman, der ausschließlich in der damaligen Zeit ab 1918 spielt. Es ist in drei Teile gegliedert und sobald ein Orts- oder Jahreswechsel stattfindet, ist dieser über dem jeweiligen Kapitel vermerkt, was unheimlich hilft beim Verständnis ist. Zudem bekommt man als Leser eine Karte (zu Beginn des Buches) und ein Glossar (am Ende) geboten. Anders als in anderen Romanen zu dem Thema, stehen der verlorene Krieg und die politischen Umwälzungen mit an erster Stelle, was mir sehr gut gefallen hat. Erst danach schmiegt sich das Schicksal von Leyla an die Ereignisse an. Von den handelnden Personen werden vor allem Leyla und Hans beleuchtet. Mir hat ganz besonders Leyla mit ihrer offenen und aufgeweckten Art gefallen. Obwohl sie aus gutem Hause stammt, ist sie sich nicht zu schade für eine Sache einzustehen und sich für andere einzusetzen. Das Hin und Her zwischen ihr und Hans wurde spannend dargestellt und es ist gewiss keine leicht daher erzählte Liebesgeschichte. Besonders hervorheben möchte ich den sehr verspielten und detaillierten Schreibstil der Autorin, der mir die Bilder vor die Augen gemalt hat, Geräusche in den Ohren zum Erklingen brachte und Gerüche in der Nase entstehen ließ. Ich konnte mir alles problemlos vorstellen. Bisher hatte ich mich noch nicht mit der Rolle der Türkei im ersten Weltkrieg befasst, daher konnte ich durch diesen Roman einiges dazu lernen. Fazit: Ein toller Schmöker, der Geschichte zum Anfassen beschreibt und für Wissenszuwachs sorgt. Ich kann den Roman daher nur empfehlen. Klasse!

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