Therese Bichsel Catherine von Wattenwyl

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Catherine von Wattenwyl“ von Therese Bichsel

Catherine von Wattenwyl. Eine Frau, die nicht das Leben leben kann, das ihren Anlagen und ihrem innersten Wesen entspricht. Weil sie sich über die Regeln ihres Geschlechts und ihrer Zeit hinwegsetzt, muss sie scheitern. Aufwühlend und berührend, dieses grossartige Epochengemälde, in seiner dichten, bilderreichen Sprache.

«In der hochrhythmischen, ja musikalischen Sprache der Autorin Therese Bichsel wird der Alltag eines entlegenen Jahrhunderts greifbar.»

Stöbern in Biografie

How to Murder Your Life

Bis ungefähr Seite 200 ist es ganz gut zu lesen, aber es wird immer langweiliger und das Ende ist die schlimmste Heuchelei!

ju_theTrue

Die Magnolienfrau

Der große Preis der Freiheit

voeglein

MUTIG

Total offen und ehrlich, voll auf die 12, polarisiert auch in mir, doch das mag ich sehr, dass es auch nach dem Lesen nachwirkt. Toll!

MeiLingArt

Wir hier draußen

Spannend und lebendig erzählt. Manches in dem Bericht hat mich irritiert!

wandablue

Wir sind dann wohl die Angehörigen

Wow, tiefgründig und kaum vorstellbar wie schrecklich diese Zeit für Johann Scheerer gewesen sein muss.

Sassenach123

Penguin Bloom

sehr beeindruckend und gefühlvoll

EOS

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Catherine von Wattenwyl" von Therese Bichsel

    Catherine von Wattenwyl

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. August 2009 um 14:51

    Klappentext: "So unverdächtig, wie Catherine meint, ist sie nicht. Man bemerkt ihr Kommen und Gehen, nimmt zur Kenntnis, wer ihre Freunde sind und hält überhaupt ein Auge auf diese Frau, die Bern schon mehrmals vor den Kopf stiess. War es nicht diese Catherine von Wattenwyl, die sich einst duellierte? Bei einem Reiterkunststück die Männer ausstach? Als junge Dame Hof hielt wie eine Königin? Gibt es nicht ein Porträt von ihr mit wallendem Haar, den Oberkörper in Männerrüstung gepresst, die Hand keck in die Seite gestützt? Und mehr als das. Man erzählt sich Dinge hinter vorgehaltener Hand, so schreckliche Dinge, dass man sie Catherine nicht zutraut. Sollten diese Gerüchte wahr sein, dann Gnade Gott, Catherine, diesmal wirst du nicht schlüpfen..." Meine Meinung: Eine gut und sehr lebendig geschriebene Biografie. Die kurzen Beschreibungen der Ortschaften, so wie sie heute anzutreffen sind, hat mir gefallen – und für „Unkundige“ ist es vielleicht sogar hilfreich. Catherine von Wattenwyl ist eine faszinierende, eigenwillige und äusserst mutige Frau, dabei auch eine liebende Mutter. Sie war ihrer Zeit voraus, hat Zusammenhänge gesehen, die anderen noch verborgen geblieben sind. Entsprechend nutzte sie dieses Wissen und betätigte sich in nachrichtendienstlicher Funktion für Frankreich. Die Zeiten, als die Schweiz und Frankreich stark verbandelt waren, neigten sich dem Ende zu. Die vielen Hugenottenflüchtlinge, die nach Bern strömten, drehten die Stimmung zu Frankreich. Catherine, als Waise, wurde in der Verwandtschaft herumgereicht, an sich ein „normales“ Vorgehen zur damaligen Zeit. Weil sie der Familie zu „skandalös“ war – besonders nachdem sie sich duellierte und vorwiegend wie ein Mann durch die Gegend ritt – war es Zeit, sie unter die Haube zu bringen. Erstaunlich gelassen nahm sie diese Forderung der Familie zur Kenntnis. Verändert hat sie sich jedoch nicht. Das kriegerische Gemäde auf dem Buchcover stammt aus ihrer Zeit als brave Pfarresrfrau. Nach kurzer Witwenschaft wurde sie wieder verheiratet und teilte mit ihrem zweiten Mann eine grosse Leidenschaft: der Sonnenkönig hatte es ihnen angetan. In diese Zeit fiel auch die Verhaftung, Folterung und schliesslich der Freispruch. Im Anhang sind die Lebensdaten von Catherine von Wattenwyl aufgelistet, was einen guten Überblick über die Familienverhältnisse gibt. Das Glossar erklärt zudem die wichtigsten Begriffe, solche, die man heute kaum noch hört oder wenn, dann die Bedeutung nicht mehr kennt. Ein sehr empfehlenswertes Buch, das über lokale Geschichte in globalem Zusammenhang erzählt. Zusätzlich spannend war es, weil ich einige der (wichtigen) Orte in unmittelbarer Umgebung habe: Bern, Murten, Valangin; andere schon besuchte, aber damals noch nichts von Catherine von Wattenwyl wusste. Nachdenklich stimmt mich bei Biografien jeweils die Stellung der Frauen, egal zu welcher Zeit. Wo stehen wir Frauen heute; hier und in anderen Ländern? Dürfen Frauen aus der „Norm“ fallen? Was ist die „Norm“? Oder sollen/müssen wir uns nach dem richten, was andere meinen?

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks