Therese Bichsel Catherine von Wattenwyl

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Inhaltsangabe zu „Catherine von Wattenwyl“ von Therese Bichsel

Catherine von Wattenwyl. Eine Frau, die nicht das Leben leben kann, das ihren Anlagen und ihrem innersten Wesen entspricht. Weil sie sich über die Regeln ihres Geschlechts und ihrer Zeit hinwegsetzt, muss sie scheitern. Aufwühlend und berührend, dieses grossartige Epochengemälde, in seiner dichten, bilderreichen Sprache. «In der hochrhythmischen, ja musikalischen Sprache der Autorin Therese Bichsel wird der Alltag eines entlegenen Jahrhunderts greifbar.»

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  • Rezension zu "Catherine von Wattenwyl" von Therese Bichsel

    Catherine von Wattenwyl
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. August 2009 um 14:51

    Klappentext: "So unverdächtig, wie Catherine meint, ist sie nicht. Man bemerkt ihr Kommen und Gehen, nimmt zur Kenntnis, wer ihre Freunde sind und hält überhaupt ein Auge auf diese Frau, die Bern schon mehrmals vor den Kopf stiess. War es nicht diese Catherine von Wattenwyl, die sich einst duellierte? Bei einem Reiterkunststück die Männer ausstach? Als junge Dame Hof hielt wie eine Königin? Gibt es nicht ein Porträt von ihr mit wallendem Haar, den Oberkörper in Männerrüstung gepresst, die Hand keck in die Seite gestützt? Und mehr als das. Man erzählt sich Dinge hinter vorgehaltener Hand, so schreckliche Dinge, dass man sie Catherine nicht zutraut. Sollten diese Gerüchte wahr sein, dann Gnade Gott, Catherine, diesmal wirst du nicht schlüpfen..." Meine Meinung: Eine gut und sehr lebendig geschriebene Biografie. Die kurzen Beschreibungen der Ortschaften, so wie sie heute anzutreffen sind, hat mir gefallen – und für „Unkundige“ ist es vielleicht sogar hilfreich. Catherine von Wattenwyl ist eine faszinierende, eigenwillige und äusserst mutige Frau, dabei auch eine liebende Mutter. Sie war ihrer Zeit voraus, hat Zusammenhänge gesehen, die anderen noch verborgen geblieben sind. Entsprechend nutzte sie dieses Wissen und betätigte sich in nachrichtendienstlicher Funktion für Frankreich. Die Zeiten, als die Schweiz und Frankreich stark verbandelt waren, neigten sich dem Ende zu. Die vielen Hugenottenflüchtlinge, die nach Bern strömten, drehten die Stimmung zu Frankreich. Catherine, als Waise, wurde in der Verwandtschaft herumgereicht, an sich ein „normales“ Vorgehen zur damaligen Zeit. Weil sie der Familie zu „skandalös“ war – besonders nachdem sie sich duellierte und vorwiegend wie ein Mann durch die Gegend ritt – war es Zeit, sie unter die Haube zu bringen. Erstaunlich gelassen nahm sie diese Forderung der Familie zur Kenntnis. Verändert hat sie sich jedoch nicht. Das kriegerische Gemäde auf dem Buchcover stammt aus ihrer Zeit als brave Pfarresrfrau. Nach kurzer Witwenschaft wurde sie wieder verheiratet und teilte mit ihrem zweiten Mann eine grosse Leidenschaft: der Sonnenkönig hatte es ihnen angetan. In diese Zeit fiel auch die Verhaftung, Folterung und schliesslich der Freispruch. Im Anhang sind die Lebensdaten von Catherine von Wattenwyl aufgelistet, was einen guten Überblick über die Familienverhältnisse gibt. Das Glossar erklärt zudem die wichtigsten Begriffe, solche, die man heute kaum noch hört oder wenn, dann die Bedeutung nicht mehr kennt. Ein sehr empfehlenswertes Buch, das über lokale Geschichte in globalem Zusammenhang erzählt. Zusätzlich spannend war es, weil ich einige der (wichtigen) Orte in unmittelbarer Umgebung habe: Bern, Murten, Valangin; andere schon besuchte, aber damals noch nichts von Catherine von Wattenwyl wusste. Nachdenklich stimmt mich bei Biografien jeweils die Stellung der Frauen, egal zu welcher Zeit. Wo stehen wir Frauen heute; hier und in anderen Ländern? Dürfen Frauen aus der „Norm“ fallen? Was ist die „Norm“? Oder sollen/müssen wir uns nach dem richten, was andere meinen?

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