Lockvogel

von Therese Kersten 
4,3 Sterne bei4 Bewertungen
Lockvogel
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Auf jeden Fall sehr lesenswert : )

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Fakten-los.

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Inhaltsangabe zu "Lockvogel"

Manche Frauen wollen, dass Therese ihre Männer in einer Bar anspricht. Andere buchen lieber einen
SMS-Test, um zu sehen, wie ihr Auserwählter auf Verführungen reagiert. Mit ihrer Agentur „Die Treuetester“ lässt sie sich seit
sieben Jahren von eifersüchtigen Frauen und Männern engagieren. Für sie ist das ein ganz normaler Job. Doch wenn sie davon erzählt, löst sie regelmäßig entsetztes Staunen und ungläubiges Gelächter aus.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783990012369
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:edition a
Erscheinungsdatum:03.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Phine_Radkevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Auf jeden Fall sehr lesenswert : )
    Abgründe in Beziehungen

    Ich wurde über einen Fernsehbeitrag auf das Buch aufmerksam und dachte mir gleich, dass ich es mirt auf jeden Fall kaufen muss. Gesagt, getan und kurze Zeit später hatte ich das Buch schon in den Händen. Habe natürlich sofort angefangen das Buch zu lesen und habe dies auch nicht bereut.
    Am Anfang war ich etwas verwirrt von der ganzen Geschichte, bis ich bemerkt habe, dass es zunächst darum geht, warum Therese Kersten die Agentur gegründet hat und was sie selbst schon alles erlebt hat. Nachdem mir dies klar wurde, konnte ich dem Buch auch super folgen.
    Mir haben die einzelnen Kurzgeschichten sehr gefallen und ich hätte gerne noch weitere davon gelesen. Ich war teilweise einfach sprachlos von dem Verlauf der Geschichten, dass ich als Single echt den Glaube an einer festen Partnerschaft verloren hätte. Teilweise taten sich Abgründe in den Beziehungen auf, die man gar nicht in Worte fassen kann. Zudem hätte mich bei einigen Geschichten auch interessierten, ob die Paare nach dem Treuetest auch zusammengeblieben sind. Leider hat man dies nicht bei allen erfahren.
    Alles im allem fand ich das Buch echt super und ich habe es auch in einem Rutsch durchgelesen. Ich würde mir sehr ein weiteres Buch mit weitere Geschichten wünschen.

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    EvyHearts avatar
    EvyHeartvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Fakten-los.
    Fakten-los. (Rezi-Ex.)

    Ich habe schon verschiedene Bücher zum Thema gelesen und auch den Begriff "Treuetest-Agentur" habe ich bereits in den Medien gehört. Wie sieht das Leben als Treutesterin aus? Wie ändert sich dadurch die Meinung zum Fremdgehen? Welche Facetten gibt es? Und wie legal ist es, jemanden so zu überwachen? Welche Menschen arbeiten für die Agentur? Vieles davon habe ich erwartet - und vieles wurde nicht erzählt. Ich denke, Therese Kersten erzählt viel Interessantes und ich halte sie für kompetent. Aber ein Buch (dieses Buch?) ist nicht das richtige Medium.


    Inhalt/Struktur


    Das Buch beginnt mit einer Anektdote, in der die Treuetesterin mit einer Freundin/Mitarbeiterin in eine Disco geht und die Treue eines Mannes testet. Eine prägnante Szene, die mir im Gedächtnis geblieben ist, weil sie das Thema toll auf den Punkt bringt.

    Danach erzählt Therese, wie sie aus Sachsen-Anhalt nach Berlin und schließlich nach Wien kam. Stets präsent ist der Durst nach Leben, nach neuen Erfahrungen. Therese ist eine Frau, die ihr Leben gern selbst in die Hand nimmt. Den Ausschlag für die Treuetest-Agentur gab ein Mann, der mich an einen Narzisten erinnerte, und der Therese in Wien mit Geld und Geschenken ruhigstellt, sie aber mit zahlreichen Frauen betrügt. Sie spionierte ihm hinterher und machte daraus die erste Treuetest-Agentur Wiens. Leider ist dann breits das erste Drittel des Buches vorbei. Außerdem sind die Passage sehr flott geschildert und es fiel mir schwer, ein Gefühl für "Therese" als Figur und Erzählerin zu bekommen.

    Danach werden zahlreichen Anekdoten geschildert. Die Kapitel sind kurz, ca. 15 Seiten lang. Sie decken viele Fascetten von Menschen ab: Leute, die standhaft treu bleiben, Klienten, die ihren Partner UNBEDINGT des Treuebruchs überführen wollen und die Erzählerin mit Päckchen und Anrufen nerven. Und viele Männer, die bereitwillig auf Aufmerksamkeit und eine schöne Frau anspringen. Leider werden die Geschichten nur wenig reflektiert. Mir fehlten viele Gedanken dazu. Stattdessen spürte ich Abneigung gegenüber vielen Fremdgehern, aber auch Klienten. Und Sensationslust. Denn die Texte werden oft mit "Und im nächsten Kapitel erfahren wir ..." übergeleitet. Das kann Humor sein. Das kann Leserbindung sein. Ich fand das unnötig.

    Im letzten Abschnitt berichtet die Autorin von einem sehr hässlichen Erlebnis und wie sie ihren Verlobten fand.

    Ich finde das Buch überwiegend oberflächlich. Dass eine Autorin, die öffentlich in Erscheinung tritt, nicht zuviel über ihr persönliches Leben erzählen will, verstehe ich. Aber über die Treuetest-Agentur erfährt man wenig. Immerhin gibt es keine Werbung.

    Schreibstil


    Im ersten Drittel nutzt die Autorin einen Gedankenstrom, dem ich nicht immer leicht folgen konnte, der aber nicht zu trocken war. Vielleicht sollte sich die Autorin an Belltristik versuchen - ich denke, das könnte passen.

    Danach wird das Buch ein bisschen erzählerischer, sachlicher, aber locker. Die Erzählerin ist sehr präsent und lässt das Beschriebene nur selten wirken. Das fand ich schade.

    Stellenweise sind die Sätze sehr lang und ich hatte Probleme zu folgen. Erstmals haben mich in einem Buch Austrizismen gestört. Denn es werden Worte verwendet, die ich mir schwer durch den Kontext oder andere Sprachen herleiten konnte z.B. "Die Klientin urgierte" (Sie drängte zur Eile.). Da das Buch bei einem österreichischen Verlag erschienen ist, wären Fußnoten ein Kompromiss?

    Fazit


    Ich habe in diesem Buch gelernt, dass Männer leicht zu manipulieren sind und ich mag das Cover sehr. Es sind interessante Fakten und Gedanken enthalten. Aber das Buch hat zuviele Fragen offen gelassen und war oft nicht tief genug.

    Das Thema spricht sicher viele Leser an und wer auf eine leichte Lektüre steht und lachen will, für den ist das Buch vielleicht richtig. Ich war ziemlich enttäuscht.

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    angi_stumpfs avatar
    angi_stumpfvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Emotional, spannend, humorvoll, eben richtig aus dem wahren Leben ... sehr lesenswert!
    Besser als ein Krimi!

    Wenngleich ich gerade Single bin, hat mich dieses Buch sofort angesprochen. Das Thema „Treue“ ist schließlich in vielen Beziehungen irgendwie das A und O. Wobei dieser Begriff aber auch von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich ausgelegt wird: so ist es für einen schon zu viel, wenn der Partner mit anderen Leuten chattet, bei anderen beginnt Untreue mit einem Kuss und wieder für andere erst beim Sex.
     Wahrscheinlich ist es auch so, dass man die Grenze bei sich selbst sogar etwas lockerer sieht, während man beim Partner schon früh misstrauisch wird. Schließlich weiß man ja selbst, was man tut und glaubt, es unter Kontrolle zu haben. Treue ist ein unglaublich komplexes Thema mit so vielen Facetten, dass man darüber wohl unendliche Diskussionen führen könnte – oder man kann ein Buch drüber schreiben, so wie es Therese Kersten hier getan hat.

    Therese gewährt uns einen sehr intimen Einblick in ihre Vergangenheit und erzählt, wie es überhaupt dazu kam, dass sie eine Treuetester-Agentur gegründet hat. Schon diese Kapitel haben mich sehr in ihren Bann gezogen, denn es liest sich wesentlich spannender als so mancher Krimi.
     Geboren und aufgewachsen ist sie in einer ruhigen Kleinstadt, die ihr aber immer schon zu spießig war und in der sie keine Zukunft sah. Zwei Jahre in Berlin haben ihr gezeigt, was sie eigentlich will: Abenteuer, Freiheit, Unabhängigkeit. All das bietet ihr schließlich der deutlich ältere Stefan, dem sie als 19-jährige nach Wien folgt. Mit ihm lernt sie am eigenen Leib, wie es sich anfühlt, belogen und betrogen zu werden und sie entwickelt Strategien, um die Wahrheit zu erfahren und sich selbst möglichst zu schützen. Gerne hätte sie in dieser Zeit selbst Hilfe von außen in Anspruch genommen, doch damals gab es noch keine passenden Dienstleistungen in Österreich – die Geschäftsidee war geboren.

    In den restlichen Kapiteln plaudert Therese aus dem Nähkästchen und schildert wahre Fälle aus ihrer langjährigen Erfahrung als Treuetesterin. Hier wechseln sich Krimi, Drama und Komödie in einer bunten Mischung ab. Geschichten, die nur das Leben selbst schreiben kann, denn die Realität ist doch immer noch ein Quäntchen unglaublicher als es die menschliche Fantasie je sein könnte.
     Auch an diesen Beispielen wird wieder sehr deutlich, wie unterschiedlich „Treue“ definiert werden kann, wo die Menschen ihre persönliche Grenze ziehen und dass es sogar sein kann, dass einem ein Seitensprung praktisch auch irgendwie aufgezwungen werden kann. Es gibt Leute, deren Eifersucht schon an Besessenheit grenzt, die mit ihrer Hartnäckigkeit „schlafende Hunde“ wecken. Und es gibt diejenigen, für die trotz aller eindeutigen Anzeichen nach erhaltener Bestätigung eine Welt zusammenbricht.

    Besonders schön fand ich Thereses persönliches Happy End, für das ich ihr wünsche, dass sie niemals Treuezweifel haben muss.
     Ein sehr berührendes, interessantes Buch, das mich allerbestens unterhalten hat: emotional, humorvoll, fesselnd und lehrreich. Ich kann es nur weiterempfehlen!

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    Sumsi1990s avatar
    Sumsi1990vor 6 Monaten

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