Theresia Enzensberger Blaupause

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 1 Rezensionen
(3)
(0)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Blaupause“ von Theresia Enzensberger

Luise Schilling ist jung, wissbegierig und voller Zukunft. Anfang der brodelnden zwanziger Jahre kommt sie an das Weimarer Bauhaus. Sie studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Epoche. Zwischen Technik und Kunst, Kommunismus und Avantgarde, Populismus und Jugendbewegung lernt Luise gesellschaftliche Utopien kennen, die uns bis heute prägen. Rasant und äußerst gegenwärtig erzählt Theresia Enzensberger von einer jungen Frau in den Wirren ihres Lebens: von den Konflikten zwischen Rechts und Links bis zum Sprung eines jungen Liebespaares in einen nächtlichen Fluss.

Das Bauhaus-Jubiläum steht bevor. Der Roman kann schon mal darauf einstimmen.

— bigpanda
bigpanda

Zurück in die Vergangenheit, auf den Campus der Bauhaus-Studenten, zu Rausch und Abstinenz, Liebe und Verrat.Mein Lesehighlight des Sommers!

— Poesiesoso
Poesiesoso

Stöbern in Romane

Heimkehren

Intensiver Roman, der eine Familie über mehrere Generationen hinweg verfolgt

lizlemon

Durch alle Zeiten

Sehr spannend und bewegend

silvia1981

Dann schlaf auch du

Wem kann man seine Kinder anvertrauen?

silvia1981

Wie man es vermasselt

Frisch, jung und intelligent... ein absolutes Wahnsinns-Buch!

Tigerkatzi

Und jetzt auch noch Liebe

Turbulente Liebeskomödie mit sehr skurrilen Charakteren, um eine junge Frau, die durch eine ungewollte Schwangerschaft erwachsen wird.

schnaeppchenjaegerin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Sprache hat mich etwas enttäuscht.

    Blaupause
    bigpanda

    bigpanda

    29. August 2017 um 23:00

    Nachdem die Frauen des Bauhauses lange in der Geschichtsschreibung eher etwas vernachlässigt worden sind brachten vor einigen Jahren mehrere wissenschafltichen Publikationen das Bild der emanzipierten, modernen Frau, das mit dem mit dem modernen Bauhaus verbunden wurde zum schwanken und zeigten auf, dass die Emanzipation auch am Bauhaus nicht ganz so modern war wie angenommen. Das bevorstehende Jubiläum der Gründung des Bauhauses 2019 bietet sich an, das Thema auch erzählerisch aufzugreifen. Theresia Enzensberger greift dieses Thema nun belletristisch auf und der Leser begleitet in ihrem Roman die Protagonistin in ihren Studienjahren erst am Weimarer Bauhaus und später in Dessau und erhält so Einblick in verschiedenen Studiengänge und Bereiche der berühmten Schule. Und hier kommen auch schon zwei Schwächen des Buches zum Vorschein. Erstens wirkt der ganze Plott etwas sehr konstruiert, so dass alle relevanten Bereiche und Studiengänge aufgezeigt werden. Die Autorin scheint zu oft dazu verleitet worden zu sein alle Rechercheergebnisse miteinzubauen auch wenn sie für die Handlung belanglos sind. Zweitens erscheint einem die Ich-Erzählerin nicht aus den 1920er Jahren. Eher aus der Sicht und der Sprache einer heute Zwanzigjährigen wird der Roman erzählt und das passt nicht immer. Redewendungen wie "Es richt nach Plastik" oder auch die selbstverständliche Benutzung des Begriffs "Transvestit" scheinen unpassend für die 1920er Jahre und zeugen von einer nicht reflektierten Sprache bzw. einer zu oberflächlichen Recherche. Einerseits ist das schade, denn ansich bietet das Setting wie auch der Plott guten Stoff für einen Roman und andererseits hat es zwischenzeitlich auch etwas für sich, da durch diese Sprache man sich mit Luise Schilling so gut identifizieren kann, die Geschichte so nah und aktuell wirkt. Das Entwickeln einer eigenen Persönlichkeit in diesen Jahren des Studiums wird einfühlsam geschildert. Der Roman scheint aus einem feministischen Impetus heraus geschrieben und zeigt die Hürden auf, die die Erzählerin überwinden muss um die gleichen Möglichkeiten wie ihre männlichen Kollegen zu erhalten. Schade ist, dass gerade die einzige Frau, Gunta Stölzl, die es am Bauhaus geschafft hat sich eine Professoren-Position zu erarbeiten, nämlich als Meisterin der Weberei nicht mit richtigem Namen genannt wird während alle männlichen Professoren des Bauhauses wie Itten, Gropius, Klee, Kandinsky, etc. ihre richtigen Namen tragen. Dass die Leiterin der Weberei bei Enzensberger einen anderen Namen trägt ist sicher der Handlung des Buches geschuldet, schade ist aber, dass damit die historische Figur Gunta Stölzl mal wieder vor den bekannten Herren Gropius, Itten Schlemmer, Klee, etc. zurückstecken musste.

    Mehr