Thierry Cohen

 3.7 Sterne bei 44 Bewertungen

Alle Bücher von Thierry Cohen

Ich hätte es vorgezogen zu leben

Ich hätte es vorgezogen zu leben

 (41)
Erschienen am 03.12.2009
Still with Me

Still with Me

 (1)
Erschienen am 11.12.2012
Si un jour la vie t'arrache à moi

Si un jour la vie t'arrache à moi

 (0)
Erschienen am 03.06.2013

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ChristianWickleins avatar

Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

Mehr als lesenswert!
ChristianWickleinvor einem Jahr

"Ich hätte es vorgezogen zu leben" beschreibt die Geschichte eines jungen Mannes, der aufgrund von starkem Liebeskummer an seinem Geburtstag Selbstmord begeht. Danach wacht er immer wieder an seinem Geburtstag auf, Jahre später, und erinnert sich nicht mehr an die vergangenen Jahre.
Ein Buch, dass man lesen MUSS. Aber vorsichtig: Wenn man es einmal begonnen hat, fällt es einem schwer es wieder aus der Hand zu legen. Jedes Kapitel umschreibt einen Geburtstag und man will immer wissen, wie es weiter geht.
Eines meiner Lieblingsbücher - KAUFEN!

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BeaSwissgirls avatar

Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

Ich hätte es vorgezogen zu leben
BeaSwissgirlvor 2 Jahren


Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Durch die begeisterte Rezi einer lieben Bloggerin bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und ich kann sagen ich habe es nicht bereut, es gelesen zu haben....

Den Schreibstil empfand ich beim Lesen des ersten Kapitels zuerst als total nüchtern, etwas abgehackt mit vielen kurzen, knappen Sätzen, wahrscheinlich war dies aber gewollt. Später wurde das Ganze nämlich viel flüssiger, runder und auch emotionaler ohne in den Kitsch abzudriften.
Erzählt wird aus der ICH- Perspektive von Jeremy und dem Autor ist es gelungen, dass ich wahnsinnig mitgelitten habe, obwohl ich mich ansonsten nicht gut in männliche Protagonisten hineinversetzten kann.

Für mich war die Geschichte sehr fesselnd, spannend, berührend  aufwühlend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Vor allem weil mich die Frage nach dem Warum und Wieso nur so durch die Seiten rasen liess. Ich war am rätseln, zog eigene Schlüsse und war extrem neugierig auf die Auflösung.
Diese enthält ganz klar eine religöse Botschaft, da ich persönlich aber keine Probleme damit habe störte es mich auch nicht.
Im Gegenteil mich hat es zum nachdenken angeregt.....

" Du hast immer nur einen Tag für dein ganzes Leben und deine Liebe- nutze sie gut"

Ich vergebe hier 4,5 Sterne

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kleinfriedelchens avatar

Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

Geniale und mysteriöse Geschichte über zweite Chancen
kleinfriedelchenvor 2 Jahren

"Diese Art von Problem musste lösbar sein. Für ihn. Aber was war mit dem anderen Jeremy? Er fühlte einen Hass auf dieses andere Ich in sich aufsteigen, auf diesen Doppelgänger, der sein Leben ruinierte. Wie konnte er dieses Risiko eingehen, alles zu verlieren? Wie konnte er Victoria weh tun?" (S. 73/74)


An seinem 20. Geburtstag begeht Jeremy Selbstmord, da ihn seine geliebte Victoria verschmäht hat. Doch wie groß ist sein Schock, als er plötzlich wieder aufwacht, und Victoria liegt an seiner Seite und wünscht ihm einen schönen 21. Geburtstag. Was ist passiert? Hat er seinen Selbstmord doch überlebt? Und wieso erinnert er sich nicht an das letzte Jahr? Als Jeremy das nächste Mal aufwacht, sind plötzlich 2 Jahre vergangen! Und er muss erkennen, dass er sich zu einem vollkommen anderen Menschen entwickelt hat, der langsam nicht nur die Liebe zu Victoria, sondern sein ganzes Leben ruiniert. Jeremy beschließt, das nicht hinzunehmen und nimmt den Kampf gegen sich selbst auf. Doch ihm bleibt immer nur ein Tag Zeit...

Ich bin sooo froh, dass ich zu diesem Buch gegriffen habe, denn damit habe ich mal wieder eine kleine Perle aus meinem Buchregal gefischt, die ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Die Idee hinter der Geschichte fand ich einfach unheimlich faszinierend, weshalb ich sie auch innerhalb kürzester Zeit verschlungen hatte. Und noch nach Beendigung des Buches habe ich lange über Jeremys Geschichte nachdenken müssen.

Es ist eine Geschichte über zweite Chancen und darüber, was für ein Geschenk das Leben ist. Zu Beginn des Buches ist Jeremy sein Leben zunächst allerdings nichts mehr wert, als er erfährt, dass Victoria seine Liebe nicht erwidert. Doch im Verlauf der Geschichte, in der ihm immer nur ein Tag zum Leben bleibt, wird ihm schmerzlich klar, wie sehr er eigentlich am Leben hängt. Damit hat das Buch eine ziemlich eindeutige religiöse Botschaft, und die Religion spielt auch immer wieder eine Rolle im Buch, allerdings nicht auf nervig belehrende Art und ohne erhobenen moralischen Zeigefinger. Sie ist nur eine von zwei Antwortmöglichkeiten auf die Frage, was eigentlich mit Jeremy vorgeht. Ist er tatsächlich tot und dieses bruchstückhafte Leben nun seine persönliche Hölle? Oder leidet er unter einer psychischen Störung, die für die gravierenden Gedächtnislücken verantwortlich ist? Diese große Frage hat mich sehr ans Buch gefesselt, auch wenn man darüber natürlich lange Zeit im Dunkeln gelassen wird.

Jeremy war mir, nachdem er sein naives zwanzigjähriges Ich hinter sich gelassen hat, sehr sympathisch und sein verzweifelter Versuch, wiedergutzumachen, was sein anderes Ich in seiner Abwesenheit angerichtet hat, hat mich sehr mitgenommen. Es war für mich furchtbar traurig zu sehen, wie der andere Jeremy seinem Umfeld schadet, sowohl Victoria als auch seinen Kindern, die ihren eigenen Vater nicht leiden können. Dadurch war die Geschichte oft melancholisch und vereinzelt geradezu tragisch. Trotzdem war das Buch auch unheimlich spannend und fesselnd und der wunderbare Schreibstil sorgt dafür, dass die Geschichte nie schwermütig wirkt.

Dieses Buch hatte ein bisschen was von allem: eine traurige Liebes- und eine ungewöhnliche Familiengeschichte, eine Portion Mystery und sogar einen Hauch Verbrechen. Die Mischung war einfach genial, absolut packend und ungewöhnlich und so ist dieses Buch zu Recht eines meiner Highlights in diesem Jahr, welches ich euch unbedingt ans Herz legen will. Lest es!

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