Thierry Cohen Ich hätte es vorgezogen zu leben

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Inhaltsangabe zu „Ich hätte es vorgezogen zu leben“ von Thierry Cohen

„Und täglich grüßt das Murmeltier“: gefangen in der Zeitschleife einer großen Liebe An seinem 20. Geburtstag bringt Jeremy sich um, weil ihn seine große Liebe Viktoria nicht erhört hat. Seitdem ist er dazu verdammt, immer wieder für einen Tag auf sein Leben zu blicken, wie es hätte sein können: vereint mit Viktoria und den gemeinsamen Kindern, ein Paradies auf Erden. Und jedes Mal muss er zusehen, wie ein anderer, der ihm gar nicht so unähnlich ist, diesen Traum zerstört …

Ein fantastisches Buch!

— ChristianWicklein
ChristianWicklein

Überraschenderweise ein sehr emotionales letztes Drittel, welches meine Meinung noch einmal komplett herumreißen konnte. LESEN!

— NussCookie
NussCookie

Ein mitreißender Roman über die Vergänglichkeit des Lebens, über große Fehler, Verzweiflung und Liebe. Großartig!

— Enni
Enni

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    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    ChristianWicklein

    ChristianWicklein

    29. July 2017 um 10:39

    "Ich hätte es vorgezogen zu leben" beschreibt die Geschichte eines jungen Mannes, der aufgrund von starkem Liebeskummer an seinem Geburtstag Selbstmord begeht. Danach wacht er immer wieder an seinem Geburtstag auf, Jahre später, und erinnert sich nicht mehr an die vergangenen Jahre.Ein Buch, dass man lesen MUSS. Aber vorsichtig: Wenn man es einmal begonnen hat, fällt es einem schwer es wieder aus der Hand zu legen. Jedes Kapitel umschreibt einen Geburtstag und man will immer wissen, wie es weiter geht.Eines meiner Lieblingsbücher - KAUFEN!

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  • Ich hätte es vorgezogen zu leben

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    BeaSwissgirl

    BeaSwissgirl

    24. July 2016 um 08:04

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)Durch die begeisterte Rezi einer lieben Bloggerin bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und ich kann sagen ich habe es nicht bereut, es gelesen zu haben....Den Schreibstil empfand ich beim Lesen des ersten Kapitels zuerst als total nüchtern, etwas abgehackt mit vielen kurzen, knappen Sätzen, wahrscheinlich war dies aber gewollt. Später wurde das Ganze nämlich viel flüssiger, runder und auch emotionaler ohne in den Kitsch abzudriften.Erzählt wird aus der ICH- Perspektive von Jeremy und dem Autor ist es gelungen, dass ich wahnsinnig mitgelitten habe, obwohl ich mich ansonsten nicht gut in männliche Protagonisten hineinversetzten kann.Für mich war die Geschichte sehr fesselnd, spannend, berührend  aufwühlend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.Vor allem weil mich die Frage nach dem Warum und Wieso nur so durch die Seiten rasen liess. Ich war am rätseln, zog eigene Schlüsse und war extrem neugierig auf die Auflösung.Diese enthält ganz klar eine religöse Botschaft, da ich persönlich aber keine Probleme damit habe störte es mich auch nicht.Im Gegenteil mich hat es zum nachdenken angeregt....." Du hast immer nur einen Tag für dein ganzes Leben und deine Liebe- nutze sie gut" Ich vergebe hier 4,5 Sterne

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  • Geniale und mysteriöse Geschichte über zweite Chancen

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    15. July 2016 um 12:39

    "Diese Art von Problem musste lösbar sein. Für ihn. Aber was war mit dem anderen Jeremy? Er fühlte einen Hass auf dieses andere Ich in sich aufsteigen, auf diesen Doppelgänger, der sein Leben ruinierte. Wie konnte er dieses Risiko eingehen, alles zu verlieren? Wie konnte er Victoria weh tun?" (S. 73/74)An seinem 20. Geburtstag begeht Jeremy Selbstmord, da ihn seine geliebte Victoria verschmäht hat. Doch wie groß ist sein Schock, als er plötzlich wieder aufwacht, und Victoria liegt an seiner Seite und wünscht ihm einen schönen 21. Geburtstag. Was ist passiert? Hat er seinen Selbstmord doch überlebt? Und wieso erinnert er sich nicht an das letzte Jahr? Als Jeremy das nächste Mal aufwacht, sind plötzlich 2 Jahre vergangen! Und er muss erkennen, dass er sich zu einem vollkommen anderen Menschen entwickelt hat, der langsam nicht nur die Liebe zu Victoria, sondern sein ganzes Leben ruiniert. Jeremy beschließt, das nicht hinzunehmen und nimmt den Kampf gegen sich selbst auf. Doch ihm bleibt immer nur ein Tag Zeit...Ich bin sooo froh, dass ich zu diesem Buch gegriffen habe, denn damit habe ich mal wieder eine kleine Perle aus meinem Buchregal gefischt, die ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Die Idee hinter der Geschichte fand ich einfach unheimlich faszinierend, weshalb ich sie auch innerhalb kürzester Zeit verschlungen hatte. Und noch nach Beendigung des Buches habe ich lange über Jeremys Geschichte nachdenken müssen.Es ist eine Geschichte über zweite Chancen und darüber, was für ein Geschenk das Leben ist. Zu Beginn des Buches ist Jeremy sein Leben zunächst allerdings nichts mehr wert, als er erfährt, dass Victoria seine Liebe nicht erwidert. Doch im Verlauf der Geschichte, in der ihm immer nur ein Tag zum Leben bleibt, wird ihm schmerzlich klar, wie sehr er eigentlich am Leben hängt. Damit hat das Buch eine ziemlich eindeutige religiöse Botschaft, und die Religion spielt auch immer wieder eine Rolle im Buch, allerdings nicht auf nervig belehrende Art und ohne erhobenen moralischen Zeigefinger. Sie ist nur eine von zwei Antwortmöglichkeiten auf die Frage, was eigentlich mit Jeremy vorgeht. Ist er tatsächlich tot und dieses bruchstückhafte Leben nun seine persönliche Hölle? Oder leidet er unter einer psychischen Störung, die für die gravierenden Gedächtnislücken verantwortlich ist? Diese große Frage hat mich sehr ans Buch gefesselt, auch wenn man darüber natürlich lange Zeit im Dunkeln gelassen wird. Jeremy war mir, nachdem er sein naives zwanzigjähriges Ich hinter sich gelassen hat, sehr sympathisch und sein verzweifelter Versuch, wiedergutzumachen, was sein anderes Ich in seiner Abwesenheit angerichtet hat, hat mich sehr mitgenommen. Es war für mich furchtbar traurig zu sehen, wie der andere Jeremy seinem Umfeld schadet, sowohl Victoria als auch seinen Kindern, die ihren eigenen Vater nicht leiden können. Dadurch war die Geschichte oft melancholisch und vereinzelt geradezu tragisch. Trotzdem war das Buch auch unheimlich spannend und fesselnd und der wunderbare Schreibstil sorgt dafür, dass die Geschichte nie schwermütig wirkt.Dieses Buch hatte ein bisschen was von allem: eine traurige Liebes- und eine ungewöhnliche Familiengeschichte, eine Portion Mystery und sogar einen Hauch Verbrechen. Die Mischung war einfach genial, absolut packend und ungewöhnlich und so ist dieses Buch zu Recht eines meiner Highlights in diesem Jahr, welches ich euch unbedingt ans Herz legen will. Lest es!

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  • Und täglich grüßt das Murmeltier

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    rallus

    rallus

    24. April 2013 um 08:58

    Unser Leben leben wir nur einmal. Es freiwillig wegzuwerfen ist egoistisch und hat Konsequenzen auf alle Menschen in der unmittelbaren Umgebung. An seinem 20.Geburtstag steht Jeremy vor dieser Entscheidung. Victoria liebt ihn nicht, er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben und schickt seine Rachgeschwüre gegen Gott. Dann nimmt er seine Tabletten und legt sich hin zum Sterben. Doch Gott ist manchmal eben nicht der sanftmütige und seine Antwort ist recht kreativ und grausam. Jeremy überlebt, aber ein anderer lebt sein Leben, in unregelmäßigen Abständen "erwacht" er an seinem Geburtstag und stellt mit Entsetzen fest was sein Doppelgänger inzwischen angerichtet hat. Er hat einen Tag Zeit um die Situation zu verstehen und Maßnahmen gegen sein ekelhaftes anderes Ich zu treffen. Eine interessante Version des "Täglich grüßt das Murmeltier" mit anderen Vorraussetzungen. Es ist nicht derselbe Tag den der gestorbenen Jeremy erlebt, er durchzieht in 9 Tagen bis zu seinem Tod das, was von seinem Leben übrigbleibt. Ein packendes und berührendes Buch was nie sentimental wird und mit einfachen Worten die Liebe zum Leben beschreibt. Wegen der guten Idee gerne mit 4 Sternen versehen.

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  • Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    Sarah_O

    Sarah_O

    29. August 2012 um 12:51

    "Ich hätte es vorgezogen zu leben" ist ein sehr emotionaler Roman aus der Feder des französischen Autors Thierry Cohen, der mir insgesamt sehr gut gefallen hat. Inhalt: Jeremy begeht am Abend seines 20. Geburtstags Selbstmord, da seine große Liebe Victoria seine Gefühle nicht erwidert. In einem hitzigen Streitgespräch mit Gott verabschiedet sich Jeremy von der Welt, doch ein Jahr später, am Morgen seines 21. Geburtstags wacht er wieder auf. An seiner Seite liegt Victoria, die ihm liebevoll zum Geburtstag gratuliert. Offenbar sind die beiden doch noch ein Paar geworden, nur Jeremy kann sich an nichts erinnern. Der Verdacht auf einen vorübergehenden Gedächtnisverlust bewahrheitet sich nicht, denn, als Jeremy das nächste Mal erwacht, hat er erneut Geburtstag - dieses Mal sind Jahre vergangen. Mit Entsetzen stellt er fest, dass sein Leben ganz anders verläuft, als gedacht, und er sich in dem Jeremy, der dieses Leben abgesehen von seinen wenigen wachen Stunden an seinen Geburtstagen führt, gar nicht wieder erkennt. In der kurzen Zeit, die ihm bleibt, versucht er den Schaden in Grenzen zu halten, doch wird er damit sein gemeinsames Leben mit Victoria retten können? "Ich hätte es vorgezogen zu leben" ist ein emotional mitreißender Roman mit überzeugendem Hauptprotagonisten. Jeremy befindet sich oft am Rande der Verzweiflung, während er hilflos mit ansehen muss, wie ein anderer - sein anderes Ich, an das er keine Erinnerung hat - sein Leben zerstört. Mit allen und teilweise sehr drastischen Mitteln versucht er zu retten, was noch zu retten ist, und muss doch zusehen, wie sein Leben innerhalb weniger Stunden an ihm vorbeizieht, wie er jedes Mal in einem älteren Körper erwacht, ohne zu wissen, wie viele Jahre ihm dieses Mal fehlen werden, und wie Freunde und Familie sich von ihm abwenden. Die Informationen darüber, was in den vergangenen Jahren passiert ist, streut der Autor sehr geschickt ein, ohne seine Protagonisten allzu unrealistisch reflektieren zu lassen. Stattdessen klaubt Jeremy sich alles aus Andeutungen und Fundstücken zusammen, die für ihn oft kaum Sinn ergeben. Auch der Leser tappt zusammen mit dem Protagonisten im Dunkeln und das Buch bleibt bis zum Ende fesselnd, sehr emotional, rührend und spannend. Insgesamt hat die Geschichte einen ausgeprägten religiösen Hintergrund, was mich als unreligiöse Leserin aber nicht abschreckte. Der Roman wird schlüssig erzählt und vor allem hat dieses Buch, die zu Tränen rührende Aufforderung, das Leben zu nutzen, das man zur Verfügung hat, eine Aussage, die es nicht nur lesenswert macht, sondern es auch lange im Gedächtnis bleiben lässt. Fazit: Ein wundervoller, emotionaler Roman, der mir Tränen in die Augen steigen ließ. Sehr lesenswert. 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    Sarlascht

    Sarlascht

    16. February 2012 um 12:49

    Klappentext: Und irgendwann wachst du auf und freust dich, weil du mit der Frau zusammen bist, wegen der du dich umgebracht hast… . Und irgendwann wachst du auf und wunderst dich, weil jemand Anderer dein Leben auf eine Weise führt, die dir nicht gefällt… . Und irgendwann wachst du auf und merkst, wer dieser Andere ist: dein größter Feind – du selbst! . Du hast immer nur einen Tag für dein ganzes Leben und deine Liebe – nutze ihn gut! . Meine Meinung: Die Geschichte beginnt mit dem Selbstmord des 20-jährigen Jeremy, man folgt seinen Gedanken und begleitet ihn bei der Tat, auch erfährt der Leser, warum er es tut. Victoria, seine große Liebe, hat einen Freund und ihn bekundet, dass zwischen ihnen nie mehr als Freundschaft sein könnte. Aus Liebeskummer entschließt er sich zu der Handlung, da er sich ein Leben ohne seine große Liebe nicht vorstellen kann. . An seinem 21. Geburtstag wacht er auf, ist mit Victoria zusammen und hat keinerlei Erinnerungen an das vergangene Jahr. Da er kurz vor seinen 21. Geburtstag einen Schlag auf den Kopf bekommen hat, glaubt er an eine Amnesie, lauscht Victorias Erzählung, warum und wieso sie jetzt doch zusammen sind und ist einfach nur glücklich. Am Ende des Tages geht er schlafen, doch als er am nächsten Morgen aufwacht, ist es nicht der nächste Morgen, nein es ist sein 23. Geburtstag. Langsam an seinen Verstand zweifelnd erfährt er, dass er sich sehr geändert hat, dass er in den Jahren, an die er sich nicht erinnern kann, scheinbar ein ekelhafter und grausamer Mensch ist. An seinem Geburtstag versucht er die Fehler des „anderen“ Jeremy auszugleichen, doch scheint es nahezu unmöglich, hat er doch nur einen Tag. Die Abstände zwischen, sich erinnern und nicht erinnern werden immer länger, Jeremy erkennt, dass er einen beinahe aussichtslosen Kampf gegen sich selbst führt. . Vor ein paar Jahren habe ich das Buch schon einmal angefangen zu lesen, es allerdings schnell abgebrochen, zu absurd und kitschig schien mir die Geschichte. Jetzt habe ich einen erneuten Versuch gewagt und bin wirklich froh darüber. Natürlich ist die Geschichte absurd, schwer vorstellbar, aber sobald man sich auf das Buch einlässt, nimmt es einen gefangen. Man fühlt mit Jeremy mit, wenn er jeweils immer nur zu seinem Geburtstag zu sich kommt und betrachten muss, welche Verletzungen sein anderes Ich, seiner Umwelt zugefügt hat. Sein Unverständnis geht auf dem Leser über, aber auch der Wille von seiner Seite, die Menschen zu schützen, die er am meisten liebt, lassen einen nicht kalt. . Gebannt liest man das Buch und wartet sehnsüchtig auf das Ende, damit man endlich erfährt, was nun Realität und was Fiktion ist, aber womöglich lassen sich diese beiden Dinge gar nicht trennen, gehören zusammen. . Was mich ein wenig gestört hat, weil ich selbst keinen Zugang zu diesem Thema habe, war der starke religiöse Einfluss im letzten Viertel des Buches. Mir wäre ein rational erklärbarer Schluss lieber gewesen, weil es für mich plausibler und glaubwürdiger gewesen wäre, aber gut, Glauben und Religion seien letztlich jeden selbst überlassen. . Fazit: “Ich hätte es vorgezogen zu leben“ ist ein großartiges Buch, denn wenn man es ehrlich zugibt, ist man selbst sehr oft sein größter Feind.

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  • Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    Tialda

    Tialda

    08. February 2012 um 21:23

    x Autor: Thierry Cohen x Titel: Ich hätte es vorgezogen zu leben x Originaltitel: J’aurais préféré vivre x Genre: Roman x Erscheinungsdatum: 10. März 2008 x 224 Seiten x btb Verlag x ISBN: 3442752051 x Erste Sätze: 8. Mai 2001. Die Tabletten, der Whisky, das Gras. Hinlegen. Ich weiß, was ich tue. Nur an das Wie denken. Nur an den Vorgang denken. Nur an mich denken, hier, im Wohnzimmer, an die Flasche, an die Tabletten. Nur an mich. Der Flaschenverschluss. Das Tablettenröhrchen. Mund aufmachen, Tabletten auf die Zunge legen, die Flasche zum Mund führen. Schlucken. Nur an das Wie denken. Nichts anderes. Nicht an Papa, nicht an Mama. Bloß nicht. An meine Demütigung. Allein, hier. Ich und meine Demütigung. Ich weiß, was ich tue. Papa und Mama werden es verstehen. Vielleicht. Ist mir auch egal, ob sie es verstehen! Nein … Nicht daran denken. An niemanden Denken. Heute bin ich es, der entscheidet! Ich will dieses Leben nicht mehr. Es ist eine Tortur, eine Beleidigung. Klappentext: Und irgendwann wachst du auf und freust dich, weil du mit der Frau zusammen bist, wegen der du dich umgebracht hast … Und irgendwann wachst du auf und wunderst dich, weil jemand Anderer dein Leben auf eine Weise führt, die dir nicht gefällt … Und irgendwann wachst du auf und merkst, wer dieser Andere ist: dein größter Feind – du selbst! Du hast immer nur einen Tag für dein ganzes Leben und deine Liebe – nutze ihn gut! Worum geht es? An seinem 20. Geburtstag bringt sich Jeremy um, weil seine große Liebe Victoria seine Gefühle nicht erwidert. Aber er wacht wieder auf, genauer gesagt an seinem 21. Geburtstag, ist plötzlich mit Victoria zusammen und kann sich nicht mehr an das vergangene Jahr erinnern. Als er das nächste Mal erwacht, sind zwei Jahre vergangen und danach werden diese Aufwach-Abstände immer länger und er stellt fest, dass das Ich, das in der Zwischenzeit sein Leben lebt ein durch und durch schlechter Mensch und dabei ist, seine Beziehung zu Victoria zu zerstören. Jeremy beschließt den Kampf gegen sein böses Ich aufzunehmen, doch dies erweist sich als nicht sehr einfach, wenn man nur hin und wieder einen einzigen Tag Zeit dafür hat. Rezension: Bei „Ich hätte es vorgezogen zu leben“ von Thierry Cohen handelte es sich bei mir um einen Spontankauf, da mich der ungewöhnliche Titel und der Klappentext neugierig machten. Der Satz auf dem Buchrücken, „Du hast immer nur einen Tag für dein ganzes Leben und deine Liebe – nutze ihn gut!“, erinnerte mich sehr an den Spruch „Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter“ und so war ich auf die Geschichte sehr gespannt. Das Buch startet mit Jeremys Suizid. In diesem ersten Kapitel liest man fast nur seine Gedanken, die ihm durch den Kopf gehen, während er die Tabletten, den Whisky und die Drogen zu sich nimmt. Erst als er zu Boden geht wechselt der Erzählstil in die dritte Person, was den Rest des Buches so bleibt, sich aber genauso gut lesen lässt, wie die rasenden, abgehakten und spürbar hektischen Gedankengänge Jeremys. Insgesamt hat „Ich hätte es vorgezogen zu leben“ 10 Kapitel, von denen es im ersten, wie schon erwähnt, um den Vorgang des Suizids geht. Die folgenden 8 Kapitel sind sich ähnlich. Jeremy wacht jeweils an einem seiner Geburtstage auf. Erst ist nur ein Jahr nach dem Selbstmord vergangen, dann schon 3 und schließlich mehr als 6. Die Abstände werden immer länger und jedes Mal wird er von einer neuen Umgebung überrascht, von einer neuen Situation, welche sich von Mal zu Mal verschlimmert, weil der Teil seines Ichs, der außerhalb dieser „hellen“ Momente sein Leben lebt, nur auf den eigenen Genuss und Vorteil aus ist. Man kann sich als Leser sehr gut in Jeremy hineinversetzen. Die Verzweiflung geht auf einen selbst über und man wird immer hoffnungsloser und trauriger, wenn man miterlebt, wie das Leben, das er sich gewünscht hat – nämlich eines mit Victoria – den Bach hinunter geht. Er will dieses Leben retten, doch die Zeit ist gegen ihn, denn die Abstände in denen er zu sich kommt werden immer länger und er wird immer älter, bis er sich schließlich bewusst wird, dass sein letzter Tag angebrochen ist. Ich hatte am Ende mit den Tränen zu kämpfen, weil ich mit der Art des Ausgangs niemals gerechnet hätte. Es steckt viel mehr dahinter, als man am Anfang erwartet und das kurze Zwiegespräch mit Gott, das in Kapitel 1 geführt wird, ist nicht das letzte im Buch. Aus einer leicht verwirrenden Geschichte wird eine Story mit tieferem Sinn und einer Botschaft: Wirf dein Leben nicht weg! Niemals! Ich glaube, dass dieses Buch vielen Menschen, die sehr unglücklich sind oder gar über einen ‘Abbruch’ nachdenken, neuen Mut oder zumindest einen Denkanstoß geben kann. Nämlich den, dass man trotz aller Umstände aus seinem Leben etwas herausholen kann und vor allem sollte. Selbstverständlich ist „Ich hätte es vorgezogen zu leben“ nicht nur für ‘Lebensmüde’ eine Empfehlung – denn neben der Botschaft wird man regelrecht mitgerissen von den Geschehnissen. Fazit: Spannend, bewegend und mit einer klaren Botschaft versehen – das Leben zu ehren.

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  • Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das schlechste Buch, das ich jemals gelesen habe ... es war sogar so schlecht, dass ich schon nach wenigen Seiten aufgehört habe, es zu lesen!

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  • Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    Bücherwahnsinn

    Bücherwahnsinn

    13. September 2010 um 14:05

    Zum Buch --------------- Jeremy ist unglücklich, unglücklich verliebt. So sehr das er beschliesst seinem Leben, das wohl ohne die grosse Liebe, keinen Sinn mehr ergibt. Er will Gott bestrafen weil er ihm nicht das zugesteht was er verdient, er redet es sich schön das die anderen besser dran sind ohne ihn und er sucht sich einen für ihn passende Victotr Zeitpunkt dafür aus, nämlich seinen 20. Geburtstag. . Aber wie es scheint hat es nicht geklappt denn als er aufwacht ist alles anders. Er liegt mit seiner grossen Liebe im Bett, mit Victoria. Er hat mit ihr eine gemeinsame Wohnung, sie lieben sich, seit einem Jahr! Doch, er kann sich nicht an das vergangene Jahr erinnern? Alles ist weg... Was ist bloss los mit ihm? Hat er durch seinen Selbstmordversuch sein Hirn beschädigt? Oder ist er psychisch krank? Was ist der Auslöser seiner Amnesie? . Bis er dem Rätsel auf die Spur kommt muss er durch die Hölle, er muss mit werleben wie Er, oder ein anderes Ich seinen Traum lebt, ihn aber auch zerrtstört. Kann er das alles aufhalten? Was muss er tun um aus der grausamen Spirale raus zu kommen? . . Der erste Satz: . .....Die Tabletten, der Whisky, das Glas. . . . Meine Meinung --------------------- Das Thema Freitod ist ja ein sehr heisses Eisen. Nicht nur was jeder Einzelne dazu denkt sondern auch aus religiöser Sicht. Selbstmord ist eine Sünde, vor Gott die grösste die man überhaupt begehen kann. Es ist eine Beleidigung gegen Gott. Der Autor widmet sich der religiösen Seite zu diesem Thema. Was bewirkt es wenn ein Mensch sich selbst das Leben nimmt? . Die Verzweiflung von Jeremy ist fast am eigenen Leib zu spüren, man hoff das er es schafft raus zu finden was mit ihm nach dem einnehmen der Tabletten geschehen ist. Man hoff das er sein Gedächnis wieder findet und das er alles wieder richten kann was zu zerfallen droht. . Als ich so das Buch gelesen habe kam mir der Film, "Und täglich grüsst das Murmetier" in den Sinn, auch wenn das Buch anders aufgebaut ist, ist die Idee doch ne ähnliche. Was mich aber etwas wundert ist, das man das Cover so sehr verändert hat. Denn dieses passt wirklich nicht, denn so einen friedlichen und schönen Eindruck wie dieses vermittelt ist die Geschichte nun wirklich nicht! . Das Buch ist gut nicht grade dick aber für diese Geschichte reicht es völlig aus. . . Mein Fazit: Eine Geschichte um die Liebe, das Leben und die Verzweiflung und das alles was wir tun oder auch nicht Konsequenzen hat.

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  • Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    dreamer

    dreamer

    09. February 2010 um 22:14

    "Du hast immer nur einen Tag für dein ganzes Leben und deine Liebe - nutze ihn gut" beschreibt die Geschichte des jungen Jeremy. Zu seinem 20ten Geburtstag nimmt er sich das Leben, den Grund dafür sieht er in der unerwidertern Liebe von Victoria. Tabletten, Alkohol und Drogen begleiten ihn auf den Weg in das Unbekannte..doch wer hätte gedacht das er aufwacht, scheinbar im Himmel, zusammen mit der Liebe seines Lebens.....doch etwas ist anders...ein Jahr ist seit dem Selbstmordversuch vergangen und er kann sich an nichts in diesem Jahr mehr erinnern. Schon bald findet er heraus das ihm immer bloß sein Geburtstag bleibt, um mitanzusehen was in der Zwischenzeit von seinem "anderen Ich" angerichtet wurde....und der Himmel nimmt schnell Gestalt einer wahren Hölle an... ---------------------------------------------------------------------- FAZIT: Ein Buch über das Leben, die Liebe und der Tatsache das jede unserer Taten Konsequenzen hat. Ein Buch das einem die Chance gibt über das Leben und unsere Entscheidungen nachzudenken ...Die Message schien mir das man sich selbst die beste Hölle auferlegen kann ....Lesenswert und wert einige Tränen zu vergießen :)

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  • Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. May 2009 um 20:33

    Fängt schleppend an, wird dann richtig gut, aber der moralische Zeigefinger am Ende zerstört das komplette Leseerlebnis.

  • Rezension zu "Ich hätte es vorgezogen zu leben" von Thierry Cohen

    Ich hätte es vorgezogen zu leben
    Dysnomia

    Dysnomia

    04. September 2008 um 16:54

    „Du hast immer nur einen Tag für dein ganzes Leben und deine Liebe – nutze ihn gut!“ (Thierry Cohen) Dies umfasst grob recht gut die Aussage des Buches. Jeremy Delègue begeht Selbstmord – eine Tat der Verzweiflung, da er die Frau, die er liebt für ihn für immer verloren und nicht an seiner Seite sieht. Am nächsten Morgen erwacht er neben ihr und sein Traum scheint auf unerklärliche Weise erfüllt. Der Tag geht vorüber und sein nächstes bewusstes Erwachen findet erst Jahre später statt; die Zeit dazwischen scheint wie ausgelöscht und für ihn nicht erreichbar -so wird Jeremy immer weiter in die Zukunft versetzt. Bewusst erlebt er nur diese vereinzelten Tag des Erwachens - er weiß nichts über die Jahre dazwischen und der Mensch, der er dort zu sein scheint, ist ihm unbekannt … Erwartet habe ich einen etwas seichten Roman über die Liebe und verpasste Chancen und eine interessante Umsetzung dessen. Cohens Werk beginnt auch durchaus vielversprechend - emotional mitreißend scheint es ein gutes Konzept und eine nette Idee zu sein. Die sich steigernde und immer absurder werdende Dramatik übersteigt jedoch bald die Grenze und droht ins Lächerliche und Übertriebene zu kippen. Die zunehmenden religiösen Bezüge und überspitzten Moralansprüche- die sich gegen Ende komplett entladen - nehmen dem Buch, meiner Ansicht nach, zusätzlich seine positiven Eigenschaften und zehren an den Nerven des Lesers, sodass ich nach Beendigung der letzten Wort das Buch nur noch stirnrunzelnd zuklappen konnte.

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