Thierry Murat

 4.1 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Der Mörder weinte, Der alte Mann und das Meer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Thierry Murat

Der Mörder weinte

Der Mörder weinte

 (17)
Erschienen am 01.07.2011
Der alte Mann und das Meer

Der alte Mann und das Meer

 (7)
Erschienen am 14.03.2016

Neue Rezensionen zu Thierry Murat

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katzenminzes avatar

Rezension zu "Der alte Mann und das Meer" von Thierry Murat

Hübsch aber nicht ganz rund
katzenminzevor 7 Monaten

Hübsch aber nicht ganz rund

Direkt nachdem ich Hemingways Original gelesen hatte, griff ich zu Thierry Murats Graphic Novel über den Roman. Der direkte Vergleich war sehr schön, so fiel mir auf, dass Murat teilweise mit originalen Zitaten aus der Romanvorlage gearbeitet hat und teilweise eigene Sätze in die Geschichte einfügte. Murat lässt hier den Jungen erzählen, was ok war, aber letztlich keinen großen Unterschied gemacht hat.

Eine Geschichte bildlich umzusetzen, in der nicht viel mehr passiert, als dass ein Mann von einem Fisch durchs Meer gezogen wird, ist sicher keine leichte Aufgabe gewesen. Murat hat das gut gelöst und es geschafft, mit seinen Bildern nicht zu langweilen. So bieten ja das Meer, Sonnenauf- und Sonnenuntergänge beste Voraussetzungen für farbenprächtige Bilder. Dass er der Abwechslung halber einmal einen Regenschauer eingeführt hat, den es im Roman nicht gab, ist geschenkt. Die Bilder begeistern vor allem mit ihren intensiven Farben, den schönen Farbverläufen und den Strukturen, die Murat eingefügt hat. Manchmal sieht es aus, als habe er auf Sand gemalt oder auf Beton. Manchmal als habe er mit Stempeln gearbeitet.

Leider will hier, trotz der gelungenen Bilder, einfach nicht die gleiche Stimmung aufkommen, die ich beim lesen des Romans so geliebt habe. Die Sätze, die aus dem Roman übernommen wurden sind nach wie vor schön. Aber da die Novel mit sehr wenig Text auskommt und dementsprechend die Handlung gestrafft wurde, scheint einfach etwas zu fehlen. Es wirkt nicht mehr rund. Die Sätze, die aus Murats Feder stammen wirken teilweise platt und belanglos.

Für Hemingway-Fans ist die Novel sicher ein interessantes Gimmick, mich konnte sie leider nicht ganz überzeugen.

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Buchraettins avatar

Rezension zu "Der alte Mann und das Meer" von Thierry Murat

Eindrucksvolle Zeichnungen voller Emotionen – eine genial tolles Graphic Novell.
Buchraettinvor 2 Jahren

Anfangs erzählt der Junge, der es liebt den alten Mann zum Fischen zu begleiten. Als der alte Mann eines Morgens im Dunkel allein aufs Meer fährt, bleibt der Junge zurück. Nun wechselt die Szene und er erzählt einem anderen Mann die Geschichte des alten Mannes. Als Leser blieb mir anfangs unklar, wer dieser Mann ist. Ich fand es war eine gelungen Überraschung und eine sehr originelle Idee.

Da ich weder das Buch noch den Film bisher kenne, konnte ich mich ganz auf dieses Graphic Novell einlassen.

Auf den ersten Blick wirken die Zeichnungen sehr dunkel. Doch die Geschichte ja auch nachts spielt, ist das auch dadurch sehr gut ausgedrückt. Besonders gelungen habe ich die Zeichnungen wo die Sonne auftaucht, empfunden. Da strahlen mir als Leser und Betrachter diese Sonnenstrahlen förmlich in die Augen und die Bilder leuchten einen an.

Es gibt wenige bis keine Details in den Zeichnungen, wie ich finde. Der Text verteilt sich in oder um die Bilder.

Ich konnte nur anhand der Bilder die starken Gefühle des alten Mannes und des Fisches spüren. Die Kraft, der starke Wille, der Kampf ums Überleben. Das waren wirklich eindrucksvolle Zeichnungen, die schon für sich sprechen auch ohne den Text.

Auch die Selbstgespräche, die der alte Mann anfangs mit sich selbst führt. Das Bedauern, den Jungen nicht mitgenommen zu haben und dann auch bei ihm der starke Wille diesen einen besonderen Fisch zu fangen, das war genial.

Diese Graphic Novell war auf jeden Fall ein Anreiz das Buch von Ernest Hemingway noch zu lesen.

Eindrucksvolle Zeichnungen voller Emotionen – eine genial tolles Graphic Novell.

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Havenys avatar

Rezension zu "Der Mörder weinte" von Thierry Murat

Wunderschöne Graphic Novel ♥
Havenyvor 4 Jahren

Inhalt:

Paolo führt mit seinen Eltern ein Leben im einsamen Süden Chiles mit seinen Eltern. Nur selten kommen andere Menschen in diese Gegend und so leben Paolo und seine Eltern vor sich hin. Bis eines Tages ein Mann zu ihnen kommt. Der gesuchte Mörder Angel Allegria. Er tötet Paolos Eltern und will sich fortan in deren Haus vor der Polizei verbergen. Doch er bringt es nicht übers Herz auch Paolo kaltblütig umzubringen, weshalb er ihn am Leben lässt ...


Meine Meinung:

Bereits das Cover hat mir unglaublich gut gefallen, denn es ist ein absoluter Blickfang. Dadurch, dass der Großteil der Vorderseite schwarz ist, sticht das Orange der Zeichnung noch mehr hervor und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. In einer Buchhandlung hätte ich aus diesem Grund auch sicher danach gegriffen, denn man wird einfach neugierig, was es mit diesem kleinen Jungen, der vor einem Steinhaufen sitzt, auf sich hat.


Nüchtern wird Paolos und Angels gemeinsame Geschichte erzählt und doch wirkt die Geschichte weder trocken, noch langweilig, da sie einen einfach tief im Herzen berührt. Denn mir tat der kleine Paolo einfach nur leid. Schlimm genug, dass er "nur ein Produkt der elterlichen Ehe-Routine" ist und keine besonders starke Liebe von seinen Eltern erfährt und dann tötet Angel auch noch seine Eltern. Schlimmer kann das Leben für einen kleinen Jungen doch gar nicht werden und doch erfährt er durch Angel Allegria etwas ganz Besonderes.


Diese Graphic Novel kommt wirklich nahezu ohne Text aus, da die Zeichnungen des Autors einfach so perfekt das Geschehen transportieren, dass Worte oftmals unwichtig werden. Die Zeichnungen selbst sind schlicht und häufig nicht bis ins kleinste Detail gezeichnet, doch gerade diese Schlichtheit zusammen mit der gelungen Farbgebung hat mich völlig überzeugt und verzaubert. Das gesamte Buch ist auch in recht dunklen Farben gehalten und besonders Angels Miene verbirgt sich oft in der Dunkelheit. All dies lässt eine traurige und irgendwie auch bedrückende Stimmung aufsteigen, die einen über das ganze Buch hinweg begleitet.


In dieser Graphic Novel sieht man wunderschön, dass auch der kaltblütige Mörder Angel Allegria nicht nur böse ist, sondern auch unter seiner Schale ein weicher Kern steckt. Diese "weichere" Seite Angels tritt allerdings nur in Paolos Gegenwart  in Erscheinung, denn Angel verändert sich dank Paolo zum Besseren. Er ist deswegen zwar immer noch nicht gut, aber er verhält sich gegenüber Fremden nicht mehr so aggressiv. Paolo und Angel wachsen zusammen, weshalb einen das Ende umso trauriger stimmte.


Mein Fazit:

Diese Graphic Novel behandelt viele Themen, wie Verlust, Trauer, Verrat, aber auch Freundschaft. Bereits das Cover zog mich absolut in seinen Bann und auch die Storyline tat meiner Begeisterung keinen Abbruch.Wenn man dann noch die tollen Zeichnungen betrachtet, kann man gar nicht anders als diese Graphic Novel zu mögen, weshalb sie 5 Sterne von mir erhält.

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Gespräche aus der Community

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SchreiberUndLeser_Verlags avatar

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