Thierry Murat , Anne-Laure Bondoux Der Mörder weinte

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Inhaltsangabe zu „Der Mörder weinte“ von Thierry Murat

Im tiefen Süden Chiles ist das Leben der Menschen hart und karg, wie der Boden. Nur selten verirrt sich jemand zu dem Haus am Ende der Zivilisation, in dem Paolo mit seinen Eltern lebt. Eines Tages kommt ein Mann - der Mörder Angel Allegria...

Wunderschöne Zeichnungen, vielfältige Themen und ein ganz besonderer Stil machen diese Graphic Novel nicht nur zu einer Augenweide :)

— Haveny

Eine Atmosphäre voller Einsamkeit & Lieblosigkeit. Und dann kommt Angel, Mörder wie Begleiter - eine sehr gute Umsetzung als GraphicNovel!

— elane_eodain

Schöner Graphic Novel. Minimalistisch, karg, anders.

— Orisha

Zeichnungen sind schön, teilweise war die Handlung ein bisschen stumpf. Schriftart war in Ordnung. Gelungen, jedoch nicht ganz mein Ding.

— Meteorit

gut gezeichnet, etwas düster - traurig...

— Booky-72

Eine wunderschöne aber zugleich traurige und anrührende Reise durch eine mit fantastischen Bildern gestaltete Graphic Novel.

— Kerstin_KeJasBlog

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  • Wunderschöne Graphic Novel ♥

    Der Mörder weinte

    Haveny

    24. January 2015 um 23:28

    Inhalt: Paolo führt mit seinen Eltern ein Leben im einsamen Süden Chiles mit seinen Eltern. Nur selten kommen andere Menschen in diese Gegend und so leben Paolo und seine Eltern vor sich hin. Bis eines Tages ein Mann zu ihnen kommt. Der gesuchte Mörder Angel Allegria. Er tötet Paolos Eltern und will sich fortan in deren Haus vor der Polizei verbergen. Doch er bringt es nicht übers Herz auch Paolo kaltblütig umzubringen, weshalb er ihn am Leben lässt ... Meine Meinung: Bereits das Cover hat mir unglaublich gut gefallen, denn es ist ein absoluter Blickfang. Dadurch, dass der Großteil der Vorderseite schwarz ist, sticht das Orange der Zeichnung noch mehr hervor und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. In einer Buchhandlung hätte ich aus diesem Grund auch sicher danach gegriffen, denn man wird einfach neugierig, was es mit diesem kleinen Jungen, der vor einem Steinhaufen sitzt, auf sich hat. Nüchtern wird Paolos und Angels gemeinsame Geschichte erzählt und doch wirkt die Geschichte weder trocken, noch langweilig, da sie einen einfach tief im Herzen berührt. Denn mir tat der kleine Paolo einfach nur leid. Schlimm genug, dass er "nur ein Produkt der elterlichen Ehe-Routine" ist und keine besonders starke Liebe von seinen Eltern erfährt und dann tötet Angel auch noch seine Eltern. Schlimmer kann das Leben für einen kleinen Jungen doch gar nicht werden und doch erfährt er durch Angel Allegria etwas ganz Besonderes. Diese Graphic Novel kommt wirklich nahezu ohne Text aus, da die Zeichnungen des Autors einfach so perfekt das Geschehen transportieren, dass Worte oftmals unwichtig werden. Die Zeichnungen selbst sind schlicht und häufig nicht bis ins kleinste Detail gezeichnet, doch gerade diese Schlichtheit zusammen mit der gelungen Farbgebung hat mich völlig überzeugt und verzaubert. Das gesamte Buch ist auch in recht dunklen Farben gehalten und besonders Angels Miene verbirgt sich oft in der Dunkelheit. All dies lässt eine traurige und irgendwie auch bedrückende Stimmung aufsteigen, die einen über das ganze Buch hinweg begleitet. In dieser Graphic Novel sieht man wunderschön, dass auch der kaltblütige Mörder Angel Allegria nicht nur böse ist, sondern auch unter seiner Schale ein weicher Kern steckt. Diese "weichere" Seite Angels tritt allerdings nur in Paolos Gegenwart  in Erscheinung, denn Angel verändert sich dank Paolo zum Besseren. Er ist deswegen zwar immer noch nicht gut, aber er verhält sich gegenüber Fremden nicht mehr so aggressiv. Paolo und Angel wachsen zusammen, weshalb einen das Ende umso trauriger stimmte. Mein Fazit:Diese Graphic Novel behandelt viele Themen, wie Verlust, Trauer, Verrat, aber auch Freundschaft. Bereits das Cover zog mich absolut in seinen Bann und auch die Storyline tat meiner Begeisterung keinen Abbruch.Wenn man dann noch die tollen Zeichnungen betrachtet, kann man gar nicht anders als diese Graphic Novel zu mögen, weshalb sie 5 Sterne von mir erhält.

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  • Rezension zu "Der Mörder weinte" von Thierry Murat

    Der Mörder weinte

    elane_eodain

    09. January 2015 um 00:22

    >> Hierher kam niemand per Zufall. Denn dies ist das Ende der Welt, der äußerste Süden von Chile, wo die Berge ihre Zehen ins kalte Wasser des Pazifiks halten. In diesem Windgepeitschten Land sehen sogar die Steine aus, als ginge es ihnen schlecht ... << (die ersten Sätze aus "Der Mörder weinte" von T. Murat) INHALT: Paolo, ein kleiner Junge, wächst lieblos mit seinen Eltern in der Einsamkeit Patagoniens auf. Selten kommen Fremde vorbei, und wenn doch, dann bleiben sie nicht lang. Aber dann kommt Angel Allegria und mit ihm einschneidende Veränderungen in Paolos Leben. GEDANKEN: Die Graphic Novel von Thierry Murat bassiert auf dem gleichnamigen (Jugend-)Roman von Anne-Laure Bondoux. Die Texte sind teilweise eins zu eins übernommen, aber sie werden auf besondere Weise von den Bildern untermalt. Großflächig und düster, sanft gezeichnet, mit viel Schatten, meist in Grau- oder Gelbtönen gehalten. Die Zeichnungen fangen die Atmosphäre der Einsamkeit, des kargen Landes, der Lieb- und Trostlosigkeit wie sie in den ersten Sätzen beschrieben werden knallhart ein. Man sieht den Wind über die Ebene wehen, Regenwolken heraufziehen und den kleinen Jungen, der den ganzen Tag Schlangen nachjagt ... Das Ansehen der Bilder verlangsamt die Geschichte, das Lesen des Textes ist nur noch Begleitung beim Betrachten und Wirkenlassen der Bilder. Über den Fortgang der Geschichte möchte ich nicht mehr viele Worte verlieren, denn ich möchte nichts vorweg nehmen. Nur so viel noch: Paolo erzählt seine Geschichte und seine Beziehung zu Angel Allegria selbst, so wie er die Ereignisse als kleiner Junge wahrgenommen hat. Dadurch rücken die Motive anderer beteiligten Personen in den Hintergrund und lassen Interpretationsspielraum, der manchen unzufrieden zurücklassen könnte, andererseits regt genau das aber zum Interpretieren an und zum Lesen der Mimik durch nochmaliges und noch genaueres Betrachten der Bilder. Die Buchvorlage ist als Jugendroman deklariert, die Graphic Novel hingegen würde ich nicht mehr dieser Zielgruppe zuordnen, sondern eher dem erwachsenen Leser und "Anschauer" ans Herz legen. FAZIT: Die Umsetzung dieser Graphic Novel gefällt mir sehr. Die Geschichte ist eigen und Tierry Murats Zeichnungen sind beeindruckend!

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  • Leserunde zu "Der Mörder weinte" von Thierry Murat

    Der Mörder weinte

    SchreiberUndLeser_Verlag


    Liebe Leser, 
    zu dieser bewegenden Graphic Novel würden wir gern eure Meinungen hören. Bitte bewerbt euch und sagt uns, warum ihr an einem gezeichneten Roman interessiert seid.

    Euer Verlag Schreiber & Leser

    • 217
  • Dichte Atmosphäre. Sehr gelungen.

    Der Mörder weinte

    Mina - Das Irrlicht

    22. December 2014 um 11:46

    Wie in dem allgemeineren Beitrag zum Thema Graphic Novel erwähnt, habe ich zuletzt die GN aus dem Schreiber & Leser Verlag “Der Mörder weinte” gelesen. Erzählt wird die Geschichte des jungen Paolo, der seine Familie verliert und mit einem Mörder zusammenlebt. Die Geschichte spielt in Chile und beginnt an einem Ort, wo es nichts gibt, außer Erde und Wind. Später dann brechen Paolo, der Möder Angel Alegria und der inzwischen hinzugestoßene Luis in die Stadt auf, um dem Hungertod und der Dürre zu entkommen. Doch dort holt jeden seine eigene Geschichte wieder ein und das Schicksal nimmt seinen Lauf… Die Zeichnungen in dieser GN sind wirklich besonders. Alles ist in wenigen Farben bearbeitet und es gibt nur einige Details zu erkennen. Durch die Farbwahl entsteht eine düstere Atmosphäre, die mich sofort für die GN einnahm (am Ende der GN schlief ich ein und träumte recht eindrücklich). Auch die Geschichte fand ich in sich schlüssig und ausreichend mit Worten begleitet. Eine wirklich empfehlenswerte Graphic Novel!

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  • Graphic novel

    Der Mörder weinte

    michaela_sanders

    20. December 2014 um 21:30

    Ein für mich bisher neue Art der Buch Gestaltung, als Graphic novel. Es geht um einen Jungen der am äußersten Südende von Chile lebt und seiner Beziehung zu einem gesuchten Mörder, der zufällig Zuflucht in der Gegend sucht. Der Stil ist ungewohnt, für mich ganz neu. Es sind sehr düstere, minimalistisches Bilder, die jedoch hervorragend zum Thema passen. Es verstärkt den Gesamteindruck eines tristen, kargen Lebens, in dem keine Platz für Schnörkel, überflüssiges oder Genuss und Freude ist. Die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden, ist sehr verkürzt, und deswegen natürlich auch überspitzt, aber auch sehr deutlich und treffend dargestellt. Sehr nachvollziehbar. Die Gefühle und die Beklemmung und Tristesse der Geschichte ist durch die Bilder deutlich spürbar und für mich ein ungewöhnlicher, aber durchaus beeindruckender lesegenuss.

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  • Düster...

    Der Mörder weinte

    Alinardus

    20. December 2014 um 13:37

    ...wirkt das Cover der Graphic Novel zum Roman von Anne-Laure Bondoux beim ersten hinsehen. Liest man sie dann, bleibt es düster denn Gut und Böse vermsichen sich zu einem Grau welches sich als Schleier über die Gedanken des Lesers legt.   Der Klapptext gibt folgende Kurzbeschreibung der Geschichte: Im tiefen Süden Chiles ist das Leben der Menschen hart und karg, wie der Boden. Nur selten verirrt sich jemand zu dem Haus am Ende der Zivilisation, in dem Paolo mit seinen Eltern lebt. Eines Tages kommt ein Mann – der Mörder Angel Allegria... Zeichnungen: Die Zeichnungen sind auf das wesentliche beschränkt und lassen den Leser in die karge Welt des süden Chiles um 1930 eintauchen. Der Text ist nicht so wie bei den meisten anderen Graphic Novels/Comics nicht in den Bildern verarbeitet, sondern als Bild Über- und Unterschriften die die Zeichnungen nicht beeinträchtigen. Storyline: Die Geschichte ist sehr geradlinig und hat wenige bis keine Wendungen, dass tut der Geschichte aber keineswegs schlecht, sondern lässt den Leser eher mit den Hintergründen im Kopf alleine. Umfang: Mit 136 Seiten ist der "Der Mörder weinte" recht kurz, die Zeichnungen von Thierry Murat machen die kürze aber wieder wett. Meine Meinung: Ich war direkt beim ersten Anfassen des Buches begeistert, es fühlte sich hochwertig an und die Zeichnung auf dem Cover und der Buchrückseite fand ich großartig. Beim Lesen hielt die Begeisterung an, die Zeichnungen, die Atmosphäre und die Geschichte haben mich begeistert. Lesenswert und 5 Sterne wert.

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  • An dem Tag als Angel kam, begann Paolos Leben

    Der Mörder weinte

    Susanni-and-the-books

    "Der Mörder weinte" ist eine Graphic Novel von Thierry Murat, erschienen 2011 im schreiber&leser Verlag nach einem Roman Anne-Laure Bondoux. Die Hauptperson der Geschichte ist Paolo Poloverdo, der sie auch Jahre nach den Geschehnissen niederschreibt, um sie zu verarbeiten. Paolo ist, passend zur Bildgestaltung, ein schlichter Charaktär, der in der kargen Einöde Chiles wohnt, mehr oder friedlich mit seinen lieblosen Eltern zusammen - bis eines Tages, der sich auf der Flucht befindende, Mörder namens Angel als scheinbarer Reisender erscheint. Um es auf den Punkt zu bringen; er bringt Paolos Eltern um und lebt dann mit dem Jungen zusammen. Was auf den ersten Blick unfassbar erscheint, wird jedoch sehr bewegend erzählt. Von Anfang an stimmt die Chemie bei den beiden. Angel und Paolo entwickeln eine fast liebevolle Beziehung, in der Angel auch um Paolos Aufmerksamkeit buhlen muss. Da dies meine erste Graphic Novel war, wusste ich nicht genau, worauf ich mich einlasse. Doch ich bin positiv überrascht worden. Obwohl mir tiefgründige Dialoge fehlen und die Geschichte -besonders deren Ende- mich nicht begeistert, kann man gerne einen oder zwei Blicke in das Buch werfen. Die Bilder waren sehr ausdrucksstark und die Farbwahl vermittelte einen umwerfenden Eindruck. Ein Lob an dieser Stelle an Thierry Murat! Mein Fazit: Geschichte ist nicht schlecht; Bilder sind top; kann man kaufen, muss man aber nicht

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    • 2
  • etwas traurig und düster, aber gut geschrieben

    Der Mörder weinte

    Booky-72

    15. December 2014 um 14:23

    Aus der Inhaltsangabe: Im tiefen Süden Chiles ist das Leben der Menschen hart und karg, wie der Boden. Nur selten verirrt sich jemand zu dem Haus am Ende der Zivilisation, in dem Paolo mit seinen Eltern lebt. Eines Tages kommt ein Mann - der Mörder Angel Allegria... Als Angel Allegria eines Tages an ihre Tür klopft, ahnt Familie Poloverdo nicht, dass sie ihren Mörder einlassen. Nur der Sohn wird verschont. Angel nimmt sich seiner an - Luis, ein Weltreisender stößt zu ihnen - fortan leben sie gemeinsam in dem Haus am Ende der Zivilisation. Eines Tages beschließen sie, in die Stadt zu ziehen, um neues Vieh zu kaufen. Luis verliebt sich und setzt seine Weltreise fort. Angel wird verraten und flüchtet mit Paolo, wird aber doch geschnappt, eingesperrt und zum Tode verurteilt. Ernstes Thema, gut umgesetzt, die Zeichnungen sind düster aber beeindruckend und passend. 4 Sterne von mir...  

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  • Beeindruckend

    Der Mörder weinte

    helena33

    Eine toll gestaltete Graphic Novel nach dem gleichnamigen Roman von Anne-Laure Bondoux. Im Zentrum stehen der ca. 6jährige Paolo, der sich auf der Flucht befindende Dieb und Mörder Angel sowie Luis aus einer begüterten Bildungsfamilie, der eigentlich eine Weltreise antreten soll. Diese sehr unterschiedlichen Personen treffen in der südlichen Einöde Chiles im Elternhaus Paolos aufeinander und entwickeln ein spannendes, widerspruchsvolles und gefahrvolles Beziehungsgefüge. Die oft sehr großen Bilder sind unwahrscheinlich wirkkräftig und man taucht wunderbar ein in die Atmosphäre der kargen Landschaft Südchiles und in die rauen Charaktere des Buches. Die Wahl der Farben ist sehr stimmig und manche Hell- Dunkel Kontraste sind wahrlich eindrucksvoll. Von den Bildern bin ich wirklich sehr positiv beeindruckt, hier konnte ich lange verweilen. Die Wahl der Schriftart macht die Geschichte zudem wunderbar rund. Die Story ist durchgehend spannend, überraschend, an vielen Stellen berührend und aufwühlend, aber auch mit humorvollen Sequenzen durchzogen. Die Grundstimmung ist etwas düster, bedrohlich und auch traurig – aber in keiner Weise für den Leser herunter ziehend. Die Protagonisten der Erzählung sind psychologisch tief gezeichnet. Sie werfen Fragen auf und regen zum Nachdenken an. Hier wird vieles gezeigt – die Erklärung für die Verhaltensweisen und Entscheidungen der Figuren muss - und kann - der Leser selbst finden. Trotzdem einen halben Punkt Abzug, da ich mir an einigen wenigen Stellen doch ein paar Szenen mehr gewünscht hätte. Fazit: Eine atmosphärisch dichte, sehr eindrückliche Geschichte mit tollen ausdrucksstarken Bildern und psychologischer Tiefe. Für Leser geeignet, die gern auch zwischen den Zeilen lesen. 4,5 Sterne

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    • 2

    Haveny

    14. December 2014 um 22:13
  • Minimalistische Mörder-Opfer-Beziehung

    Der Mörder weinte

    Orisha

    Das Ende der Welt, in einer der rauhesten Gegenden Chiles. Als Angel Allegria an die Tür der Familie Poloverdos klopft, ahnen sie nicht, wen sie vor sich haben. Der Mörder und Dieb ist auf der Flucht und fackelt nicht lange und bringt Mutter und Vater Poloverdo um. Der Sohn Paolo wird zum Ziehsohn Angels. Als Luis, ein junger Mann aus wohlhabenden Hause, auf die beiden trifft, beginnen sie zu dritt ihr Leben in der kargen Steppe Chiles zu meistern, bis im folgenden Jahr ihr Vieh stirbt und alle drei in die Stadt müssen. Das Graphic Novel von Thierry Murat, nach einem Roman von Anne-Laure Bondoux, schildert die Geschichte der Beziehung von Angel und Paolo. Die karge Landschaft Chiles wurde in minimalistischen, sepia-farbenen Bildern eingefangen, die perfekt zur Geschichte und zur rauen Steppe Chiles passen. Auch die kargen Beschreibungen und Dialoge unterstreichen die Geschichte wunderbar. Als Manko sehe ich die wenigen Einblicke, in die Gedankenwelt Angels. Die Geschichte wird vor allem von Paolo getragen, aus dessen Sicht berichtet wird. Dabei gehen aber eben die Gedankengänge Angels unter und man erhält als Leser keinen Einblick in seine Intentionen. Dennoch lohnt sich der Graphic Novel wegen seiner bildgewaltigen Aufmachung und der zum Nachdenken anregenden Geschichte. Fazit: Schöner Graphic Novel. Minimalistisch, karg, anders.

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    • 2

    Haveny

    14. December 2014 um 22:12
  • Wie ein Stummfilm als Buch - ganz großes Kino!

    Der Mörder weinte

    Kerstin_KeJasBlog

    Die als Graphic Novel von Thierry Murat gestaltet Geschichte "Der Mörder weinte" basiert auf dem gleichnamigen Buch von Anne-Laure Bondoux und ist im Verlag Schreiber und Leser erschienen.  Zur Geschichte: Am äußersten Ende von Chile steht das Haus von Paolo und seinen Eltern.  Kaum jemand verirrt sich in diese karge Gegend. Bis eines Tages der Dieb und Mörder Angel auftaucht, nichts Gutes im Sinn bemächtigt er sich des Hauses und Paolos Leben. Mein Eindrücke:  Dieses Buch hat mich sehr bewegt, mitgerissen, erstaunt und begeistert.  Zwar kenne ich einige Graphic Novels, doch habe ich noch nie eine mit so ernstem Thema gelesen, oder besser gesagt 'bestaunt'. Viele Bilder, wenig Text, dennoch ausreichend genug um eine ganze Geschichte zu erzählen. Die Zeichnungen sind recht einfach und doch detailliert genug, farbig aber nicht zu bunt. Trotz der düsteren Geschichte und Atmosphäre sind hier und da sehr prägnante Farben eingesetzt, sei es das Blutrot oder der leuchtend gelbe Schein einer Laterne. Der kurz gefasste Text unter den Bildern, bzw. die gesprochenen Sätze sind aussagekräftig und voller Interpretationsmöglichkeiten. ".... in diesem Moment hielt Angel das ganze Universum in den Armen..." oder "....als ich dich sah, bin ich zur Welt gekommen..." sind die Sätze die mich am meisten bewegt haben. Ein wundervolles Kunstwerk, dass alles andere als ein Comic für Erwachsene und junge Leser darstellt, sondern einen tiefgründigen Sinn über Moral, Reue, Einsamkeit und Vertrauen schenkt.  Eigentlich eine bitterböse Geschichte,  die mir jedoch sehr zu Herzen ging. Gerne vergebe ich 5 von 5 Sterne dafür, denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte. c)K.B.

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    • 4

    Kerstin_KeJasBlog

    12. December 2014 um 06:58
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