Thilo Bock Senatsreserve

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Inhaltsangabe zu „Senatsreserve“ von Thilo Bock

Reinickendorf, nördlicher Stadtrand von Westberlin, ein knappes Jahr vor dem Mauerfall: Karsten Grube ist 20 Jahre alt, in die Mutter seiner Freundin verliebt und seit kurzem Praktikant des abgerissenen Lokalreporters und Kettenrauchers Martin Horn, der im Alleingang ein Anzeigenblättchen für das Märkische Viertel erstellt. Gelangweilt von ihrem journalistischen Alltag stoßen die beiden auf den skandalträchtigen Fall des von den Bewohnern der Trabantensiedlung so sehnsüchtig erwarteten Ausbaus der U-Bahnlinie 8. Bei ihren Recherchen geraten Horn und Grube in das zwielichtige Herz der Halbstadt. Dabei verheddern sie sich in einem Netz aus Versuchung und Verbrechen. Der Ausweg könnte tief unter der Erde liegen – im geheimen Bergwerk von Westberlin. Eine Pulpgroteske, ein humorvoller Entwicklungsroman und Krimi mit angezogener Handbremse!

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  • Rezension zu "Senatsreserve" von Thilo Bock

    Senatsreserve
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    11. December 2011 um 16:22

    Wir befinden uns in Westberlin, ein Jahr vor dem Mauerfall, mit dem hier noch keiner rechnet. Noch ist Berlin eine Insel, hoch subventioniert und mit vielen Möglichkeiten, sich zu bereichern. Noch ist die Stadt nicht arm, aber trotzdem sexy. Und noch sorgt der Berliner Senat gut für die Berliner: Er hortet Lebensmittel und sonstige Güter in der Senatsreserve, um bei einer eventuellen erneuten Blockade die Einwohner Berlins mit allem Notwendigen versorgen zu können. In regelmäßigen Abständen müssen die Lebensmittel erneuert werden, und so ist das günstige Dosenfleisch eine beliebte Mahlzeit der Berliner. Der 20jährige Karsten, dessen Vater für die Senatsreserve verantwortlich ist, bewirbt sich für ein unbezahltes Praktikum beim MV Kurier, dem Lokalblättchen des Märkischen Viertels, einer Trabantenstadt im Norden Berlins. Irgendwo muss man ja anfangen, wenn man Journalist werden will. So schlecht hat Karsten es damit gar nicht getroffen, denn sein Chef Martin Horn nimmt ihn gleich zu allen möglichen Terminen mit. Gemeinsam kommen sie dem Geheimnis der nie fertig gebauten U-Bahnlinie 8 auf die Spur. Schon seit 20 Jahren warten die Bewohner des Märkische Viertels auf den versprochenen U-Bahn-Anschluss. (Der übrigens bis heute nicht gebaut und nicht einmal mehr in der Planung ist!). Die endlich gebaute teilweise Verlängerung der U8 macht einen unsinnigen Bogen, statt einfach geradeaus ins Märkische Viertel zu führen. Warum? Wessen Interessen stecken dahinter? Karsten und Martin machen sich auf in die Berliner Abgründe und decken ein fast vergessenes Kapitel der Berliner Geschichte auf. Das Buch fängt die Atmosphäre Berlins Ende der 80er Jahre sehr gut ein und bietet einen hautnahen Einblick in die damalige politische und gesellschaftliche Situation. Dabei ist es auch flüssig und spannend geschrieben. Lediglich die Art Karstens, mit Frauen umzugehen, fand ich fürchterlich. Dieser fesselnde Roman ist besonders geeignet für alle, die noch einmal in die damalige Zeit eintauchen oder sie nachempfinden wollen.

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