Thilo Corzilius Lang lebe die Nacht

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Inhaltsangabe zu „Lang lebe die Nacht“ von Thilo Corzilius

Europa im Jahre des Herrn 1818: Napoleon ist besiegt, der Krieg ein für alle Mal vorbei, doch das Land liegt in Trümmern. Zu allem Übel werden die gebeutelten Menschen von beängstigenden Wesen heimgesucht.
In Preussen verdingen sich der ehemalige Soldat Lucien, der blutjunge Adlige Hagen und der geheimnisvolle Salandar damit, diese grauenvollen Wesen zu jagen und zur Strecke zu bringen.
Die drei haben gerade erst ihren aktuellen Auftrag erledigt, als sie ein Hilfegesuch aus Leyen erreicht. In der Gegend um das abgelegene Städtchen hat es mehrere Todesfälle gegeben, und der dort herrschende Graf ist der festen Überzeugung, dass diese nicht natürlichen Ursprungs sind.
Während ihrer Untersuchungen finden die Männer nach und nach heraus, dass es in der Grafschaft noch weitere übernatürliche Phänomene gibt. Sie müssen feststellen, dass das, was zunächst wie ein einzelnes Verbrechen aussah, Teil etwas viel Größeren und Gefährlicheren ist.

durchaus lohnenswerte, alternativhistorie, die mal nicht in den üblichen, ausgetretenen Pfaden der sonstigen Fantasy-Literatur wandelt.

— Orakel

schön düster und spannend so wie ich es gerne mag....

— eulenmama

Kurzweilige Begegnung mit dem Übernatürlichen

— Huschdegutzel

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  • Der 30 Jährige krieg wird von Magiern unterwandert.

    Lang lebe die Nacht

    Orakel

    "Fantasy geht immer." heißt es ja gerade was die phantastische Literatur in Deutschland anbelangt. Was dabei allerdings ein wenig untergeht, ist der Umstand, dass dieser Satz ein wenig relativiert werden muss. (Zumindest solange wir uns an den örtlichen Buchladen halten: Entweder handelt es sich um die zigte Abhandlung von EDO-Fantasy im Mittelaltergewand - wobei Elf, Dwarfs and Orks hier auch ausgeklammert werden können und stattdessen das Mittelalter regiert) oder aber es handelt sich im weitesten Sinne um Urban Fantasy mit Werwölfen, Vampire, Engeln, Meerjungfrauen und sonstigem, übernatürlichem Viehzeug... das dafür dann mit einer übernatürlich ausgeprägten Libido ausgeprägt ist und mit übernatürlich großen, primären Geschlechtsorganen männlicher Natur im dauererigierten Zustand nur darauf wartet über die nächste frigide Jungfrau in Nöten herzufallen und sie von den primären Nöten - dem Flachgelegt werden müssen - zu befreien.)  Die Frage, die sich jetzt stellt ist also: Würde phantastische Literatur jenseits dieser beiden großen Margen überhaupt funktionieren? Zumindest scheint sich diese Frage Thilo Corzilius gestellt zu haben und hat eine Geschichte geschrieben, die jenseits dieser beiden genannten Extremen stattfindet: Im Deutschland des Jahres 1818.  Ausganslage der ganze Erzählung, die 254 Seiten umfasst, ist ein Moment, wo sich ein geistig scheinbar zermürbter, alter Mann an einem Teich hockend mit einem Schwan unterhält.  Und im Anschluss springt die gesamte Erzählung auf die drei Protagonisten Lucien, Hagen und Salander. Diese drei haben, jeder für sich betrachtet, spezielle Gründe, um sich in diesem chaotischen Preußen, das in der Zeit nach den Napoleonischen Kriegen wieder zur Ordnung zurückzufinden versucht, gegen das Übernatǘrliche zu kämpfen.  Zu dem Zeitpunkt der Handlung ruft sie ein Hilferuf des örtlichen Grafens von Eulenbach nach Leyen, wo seltsame Todesfälle sich in der letzten Zeit häuften, ohne das eine natürliche Erklärung dafür gefunden werden konnte.  Was die drei Vorfinden, sind aber nicht nur Tote, sondern vielmehr ist die Ortschaft Leyen das Zentrum einer Menge seltsamer Ereignisse, die dazu führen, dass sich hier sprechende Tiere, Gestaltwandler und die Echos nur allzu menschlicher, finsterer Regungen zu einem Sturm zusammenbrauen, welcher nichts als Chaos und Vernichtung zu hinterlassen droht.  Was also bietet diese Geschichte. Zuerst einmal, das sollte offensichtich sein, ein etwas anderes Setting, als das gewohnte. Prinzipiell geht dabei natürlich der Umstand, dass das unerwartete einen verstörenden Faktor für sich bietet, bei dem der Leser zumeist deutlich kritischer nach nicht überzeugenden Faktoren sucht... hier aber natürlich  nicht finden kann. Corzilius als Autor hat insofern zumidnest seine Hausaufgaben gemacht, dass er kein übermäßiges Auftreten von übernatürlichen Ereignissen schafft. Magie wird zwar als funktional vorhanden aufgestellt, aber: Ihr auftreten, das noch durch einen, wenn auch schon lange nicht mehr so stark vorhandenen, Aberglauben geprägt ist, wird als ungewöhnliches Ereigniss, denn als alltäglich auftretendes Moment beschrieben. Insofern ist der Schock und Terror, der sich hinter einem Todesgeiger verbergen kann, zumindest erklärbar. Und das Ungewöhnliche hinter einem derartigen Autreten bleibt erhalten. Und in diesem Sinne sind auch die jeweiligen Figuren zu deuten, solange man ihre jeweiligen Berührpunkte mit dem Übernatürlichen deutet. Jeder hat eine einmalige Geschichte zu erzählen, welche ihn mit entsprechenden Ereignisse in Kontakt gebracht hatte, die dafür sorgten, dass die drei in der erzählten Gegenwart ihrem Tätigkeitsfeld nachgehen. Gerade weil keiner von ihnen im Bereich der übernatürlichen Kontakte eine gewaltarme Erfahrung gemacht hatte.  Würde man die Geschichte allerdings unter den stilistischen Mitteln bewerten wollen, so muss man hier von einem übernatürlichem Abenteuerroman reden. Die Figuren erinnern flüchtig in ihren Antriebsmotiven und Handlungsmethoden den einschlägigen Vorbildern, welche in diesem Genre anzutreffen waren. Ich meine damit nicht das in alten Abenteuerromanen all zu viel übernatürliches anzutreffen war. Viel mehr geht es mir hierbei darum, dass hier drei Eingeweihte mit speziellen Fähigkeiten und den dazugehörigem Hintergrundwissen in Ereignisse hineingeraten und Ziele verfolgen, die in ein jeweils positives Ende für alle beteiligten hinauslaufen wird. (Inklusive finsterer Geheimnisse, die aus einer dunklen Vergangenheit zu stammen scheinen.) In diesem Sinne fühlt man sich entfernt an die Erzählungen eines Alexander Dumas erinnert. (Nicht vollständig, aber die Anspekte sind da.)  Fazit  Funktioniert die Geschichte? Das ist ja gerade bei einem derartigen "alternate History with Goo"-Experiment immer sehr zentral zu betrachten.  Das Problem bleibt auf jeden Fall bestehen: Wir haben hier mit einer, für den konventionellen Leser unvertraute Hintergrundwelt. Die klassische Leserschaft von mittelalterfantasy wir hier mit einem gewissen Maß an bürgerlichkeit Konfrontiert, das nicht zuletzt auch von dem bereits Verbreiteten Schießpulver geprägt ist. Insofern fehlt eine gewisse, romantisierte Betrachtung an Hygienemangel und Hungersnöten. (Ach ja: Und der Mangel an Pestausbrüchen darf natürlich auch nicht vergessen werden.) Insofern fehlt innerhalb dieses Szenarios natürlich der Ansatz zu den üblichen, gewohnten Klischees, welche fast schon so lieb gewonne zu sein scheinen. Diesen Tatsachen muss man sich als Leser bewusst sein, ehe man auf ein solche Buch zurückgreift.  Wenn man aber mit klassischen Abenteuergeschichten etwas anfangen kann und sich eventuell für diese historische Phase interessiert, so bekommt man auf dem Weg die Möglichkeit, sich mit ein paar phantastischen Ansätzen einer anderen Art von Phatasie anzunähern, die eher in Richtung der urban Phantasie geht, aber nicht gleich auf Detektivstorys aufbaut. (Ich sage, dass es in die Richtung der urban Phantasie geht, weil hier deutlich mit dem zivilisatorischen Ansatz experimentiert wird, den die nicht pornografischen Geschichten dieses kontemporären Genres auszuloten versuchen, ohne direkt in der Gegenwart verwurzelt zu sein.)  Dieser Punkt macht meiner Ansicht nach den Reiz der Geschichte aus. Der Versuch, die bereits bekannten Motive der phantastischen Subgenres in einem bisher nicht direkt damit verbundenen Zeitrahmen zu setzen, sorgt natürlich in seinem ungewohnten Ramen dafür, verschiedene Details neu und eventuell anders zu betrachten. Das Problem dabei ist aber auch, dass die entsprechenden Elemente zum Teil eben dermaßen vertraut sind, das man sie in dem neuen Ramen gerade weil er anders ist, als störend erachtet. (Und bekanntlich ist Geschmack das, was auf ewig zum Streit führen wird.)  In diesem Sinne ist diese Geschichte einen Blick wert, jedoch müssen sich betroffene Leser der Tatsache stellen, dass sie eben nicht in ihrer Zeitsetting sich aufhalten.

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    • 2
  • Lang, lang lebe die Nacht...

    Lang lebe die Nacht

    Blackfairy71

    Lang, lang lebe die Nacht, wie sie aus Traum und Legende erdacht, wohin sie in all ihrer Düsternis Pracht die Suche nach Leben und Licht hat gebracht. Sieh, was sie dereinst aus mir hat gemacht! Lang, lang lebe die Nacht! Preußen 1818. Napoleon ist besiegt, der Krieg vorbei, doch die Welt liegt in Schutt und Asche.  Drei junge Männer, durch ihr jeweiliges Schicksal miteinander verbunden, verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Jagd auf ungewöhnliche Dinge, übernatürliche Wesen wie Geister, Vampire und Werwölfe. Heute würde man sie Geisterjäger nennen. Lucien und seine Freunde Hagen und Salandar haben bereits viel gesehen und wissen, dass es in der Welt weit mehr gibt, als die Wissenschaft erklären kann. Ihr nächster Auftrag führt sie ins Weserbergland in den Ort Leyen. Der Graf von Eulenbach persönlich beordert die drei Männer dorthin, denn es geschehen merkwürdige Dinge. Bereits drei ungeklärte Todesfälle haben sich geeignet und die Opfer scheinen buchstäblich vor Schreck gestorben zu sein. Wer oder was treibt sein Unwesen in dem friedlichen Städtchen? Und hängen die anderen Geschehnisse damit zusammen? Wieso kann ein Kater sprechen und warum spielt der Geist des Müllers immer noch in seiner Mühle auf dem Akkordeon? Vielleicht hilft ihnen das Gedicht eines ortsansässigen Schriftstellers. Lucien ahnt, dass da weit mehr im Gange ist, als sie bisher ahnen und die drei ahnen, dass sie diesmal all ihr Wissen und ihre Erfahrungen zusammenbringen müssen, um die Bewohner von Leyen von dem Bösen, das sie offensichtlich heimgesucht hat, zu befreien. Historische Fantasy oder fantastische History, beides passt. Flüssig erzählt, mit interessanten Ideen und einem eingängigen Schreibstil. Mit 256 Seiten bietet das Buch kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch mit sympathischen Charakteren. Es würde mich freuen, mehr von Lucien & Co. zu lesen.

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    • 7

    Blackfairy71

    26. April 2014 um 21:36
  • Magie meets History

    Lang lebe die Nacht

    progue

    Das Jahr: 1818 Gegend: Weserbergland Protagonisten: 3 Geisterjäger, Werwölfe, Vampire, sprechende Katzen, Hexen, mörderische Geister, die Bevölkerung des deutschen Reiches nach dem Krieg gegen Napoleon Klingt interessant? Ist es auch. Wer sich darauf einlässt, bekommt ein kurzweiliges Lesevergnügen präsentiert, das uns in die Anfänge des 19. Jahrhunderts katapultiert und erfreulich mit historischen Begebenheiten und Übernatürlichem spielt. Der Plot: Nachdem Lucien, Hagen und Salandar soeben einen Werwolf erledigt haben, erhalten sie einen Hilferuf aus dem Weserbergland. Der Graf von Eulenbach persönlich wünscht ihre Anwesenheit, weil es in letzter Zeit zu einigen unerklärlichen Morden gekommen  ist. Unerklärlich nicht deshalb, weil sich der Täter von den hiesigen Polizisten nicht finden lässt, sondern weil der Graf stark übernatürliche Wesen und Motive dahinter vermutet. Die drei Jäger lassen sich nicht lange bitten - wer kann schon dem Ruf eines Grafen widerstehen? Das verspricht Geld, Ruhm und Ehre. Doch was die drei Männer erhalten, vermag möglicherweise nicht nur über ihre Kräfte gehen, sondern sie auch ihr Leben kosten. In Eulenbach ist der Teufel los und das nicht nur sprichwörtlich. Es ist nicht ganz der Teufel, der umgeht, aber eine Macht, die der seinen nicht sehr nachsteht. Die Geisterjäger werden mit durchdrehenden Geistern konfrontiert, sprechenden Tieren, Gestaltwandlern und Morden, von denen einer grausiger als der andere erscheint. Das Ende ist nah - doch für wen? Der Autor hat es geschafft, die Atmosphäre des frühen 19. Jahrhunderts mit Wort und Handlung einzufangen, ohne verstaubt zu wirken. Er schreibt angenehm flüssig, wenn man sich daran gewöhnt hat, dass Lucien, der Erzähler, eben ein Kind dieser Zeit ist und auch gelegentlich ausschweifend wird (nicht langatmig!). Die Kapitel selbst sind noch einmal in kurze Abschnitte unterteilt und lassen sich zügig weglesen und nur ungern legt man das Buch aus der Hand, um sich dem real life zu widmen. Fazit: Eine empfehlenswerte Geschichte, die durchaus Potenzial für einen Nachfolger hat.

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    • 2

    lord-byron

    25. April 2014 um 22:13
  • Leserunde zu "Lang lebe die Nacht" von Thilo Corzilius

    Lang lebe die Nacht

    ThiloCorzilius

    Lang, lang lebe die Nacht, wie sie aus Traum und Legende erdacht.... ================================================== Liebe Leser und Leserinnen, was wäre, wenn das 19. Jahrhundert eine düstere Zeit voller Geister und Mythen gewesen wäre? Im September ist bei Feder & Schwert mein Roman "Lang lebe die Nacht" erschienen. Er erzählt vom Jahr 1818 und von drei jungen Männern. Lucien, Hagen und Salandar machen nach Napoleons Fall Jagd auf Werwölfe, Geister und andere unheimliche Wesen. Eines Tages bekommen sie ein Schreiben aus dem abgelegenen Städtchen Leyen. Der dort ansässige Graf bittet sie um Hilfe bei der Aufklärung einer Reihe mysteriöser Mordfälle. Natürlich sagen sie zu und geraten so ungewollt tief hinein in eine Kette von Ereignissen in einem wundersam schönen, aber auch schaurig kalten Herbst... Ich lade Euch ganz herzlich zu dieser Leserunde ein! Der Verlag Feder & Schwert stellt freundlicherweise 5 Freiexemplare des Buches zur Verfügung, die ich bis Sonntag unter allen Interessierten verlosen werde. Ich freue mich auf die Runde und darauf, Euch in ein magisches Jahr 1818 zu begleiten. Euer Thilo Corzilius ================================================== PS: Hier noch einige schnelle Infos... Wer sich noch unschlüssig ist wegen des Buches, der findet hier eine Leseprobe. Wer noch etwas über mich (den Autor) erfahren möchte, der schaut sich entweder auf meiner Homepage oder auf Facebook um.

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    • 94
  • Geisterjagd durch Eulenbach...

    Lang lebe die Nacht

    Deirdre

    03. January 2014 um 19:31

    Im Jahr 1808 reisen drei junge Männer durch das Land auf der Jagd nach Geistern, Werwölfen, Vampiren und anderen beängstigenden Wesen. Lucien, Hagen und Salander haben schon einige erfolgreiche Aufträge hinter sich, als sie ein Hilfegesuch aus Leyen erhalten. Der Graf von Eulenbach höchstpersönlich bittet um Hilfe bei der Klärung einiger mysteriöser Mordfälle. Die drei Geisterjäger machen sich unverzüglich auf die Reise um die Fälle zu untersuchen. Doch die Ermittlungen bringen mehr ans Licht als ihnen lieb ist. Der Autor führt uns  durch das von Magie erfüllte Eulenbach, und zusammen mit den drei sympathischen Hauptakteuren kommt man von einem Abenteuer ins andere auf der Suche nach den Ursachen für die ungewöhnlichen Ereignisse und damit auch dem  Mörder auf die Spur. Zum Ende hin kommt es dann zu einem hollywoodreifen Showdown… Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, die Handlung spannend und fantasievoll. Besonders gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Orte, in denen die Handlung spielt. Neben der Hauptgeschichte erfährt man auch einiges über die Vergangenheit der drei Helden, was (fast) genauso interessant ist, wie die Geschichte selbst.  Hierbei hätte ich mir aber gewünscht, dass Salander’s Vergangenheit etwas ausführlicher behandelt worden wäre. Andererseits bietet meiner Meinung nach gerade der Charakter Salander viel Stoff für eine Fortsetzung. Insgesamt hat mir die historisch-fantasievolle Mischung sehr gut gefallen und mir somit ein paar besondere Lesestunden bereitet. Dafür gibt es von mir 5 Sterne!

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  • Spannende und schaurige Elemente, leider ein paar zu viele übernatürliche Vorkommnisse

    Lang lebe die Nacht

    Anneblogt

    25. December 2013 um 15:35

    Erster Satz: Die klare Luft versprach einen kalten Herbst. Inhalt: Nach dem Krieg gegen Napoleon im Jahr 1818 werden die geschwächten Menschen von unheimlichen Wesen heimgesucht. Der ehemalige Soldat Lucien, der junge Adlige Hagen und der geheimnisvolle Salander haben sich zusammengeschlossen, um diese Kreaturen zu jagen. Als sie ein Hilfegesuch des Grafen von Eulenbach erreicht, brechen sie sofort auf. Dort gab es mehrere mysteriöse Morde, die keinesfalls natürlichen oder menschlichen Ursprungs waren, so grausam wie die Leichen zugerichtet waren. Während sie den Fall untersuchen, stoßen sie auf viele weitere übernatürliche Wesen und geraten oftmals in Lebensgefahr. Unterstützung erhalten sie von verschiedenen Seiten, doch auch diese scheinen Geheimnisse zu verbergen. Schließlich erkennen sie den Zusammenhang zwischen den seltsamen Vorkommnissen und es kommt zum gefährlichen Showdown in Schloss Eulenbach. Meine Meinung Handlung: Die Geschichte baut sich auf einem Gedicht auf, das auch öfters wiederholt wird. Dies fand ich super und man taucht schnell in eine magische und gefährliche Weltvoller mysteriöser Kreaturen ein. Zwar hat mich das erste Kapitel, das sehr an Schwanensee erinnert, erst mal eine viel märchenhaftere Geschichte erwarten lassen, jedoch war schnell klar, dass es eher eine grausame und horrormäßige ist. Positiv ist mir aufgefallen, dass die Vergangenheit von Hagen, Lucien und Salander nicht auf einmal erzählt wurde, sodass man Stück für Stück mehr über sie erfahren hat. Dies hat eine ziemliche Spannung aufgebaut. Die einzelnen Abenteuer, besonders die merkwürdigen Todesfälle, haben dazu ebenfalls beigetragen. Leider waren es zu viele Abenteuer und parallel laufende Handlungen, die eher wenig detailliert beschrieben wurden und deren Zusammenhang ich eher schlecht erschließen konnte. Dazu kommen dann noch die vielen unterschiedlichen Personen. Zwar fand ich es gut, dass aus fast jeder Perspektive einmal geschrieben wurde, leider war es hier aber eher verwirrend. Außerdem laufen die Ermittlungen eher zäh und es ist teilweise etwas spannungslos. Das Ende hat mir als Happy End-Liebhaberin richtig gut gefallen Nach einem grandiosen Showdown ist der Böse besiegt, Eulenbach wird dadurch so gut wie von allen beängstigen Wesen befreit und die Helden können mit ihren Geliebten zusammenkommen. Dies hat mich sehr gefreut, ebenso sind keine Fragen offen geblieben. Allerdings habe ich mich gefragt, wo der böse Magier auf einmal herkam, schließlich wurde er vorher glaube ich nur einmal kurz erwähnt. Trotzdem für die Handlung mit vielen interessanten und verschiedenen Kreaturen 4 von 5 Punkten. Charaktere: Hagen, Lucien und Salander sind die drei Helden der Geschichte. Die meiste Zeit wird aus Luciens Sicht geschildert. Dieser war früher Soldat und ist als erstes auf die Jagd nach beängstigen Kreaturen gegangen. Dann hat er Salander, einen Magier kennengelernt, und später ist der sehr junge Adlige Hagen zu dem Duo dazu gestoßen. Nach und nach erfährt man aus ihrer Vergangenheit, die bei allen dreien nicht wirklich positiv und fröhlich war. Allerdings hätte ich gerne noch etwas mehr über sie und ihre aktuellen Gefühle und Gedanken erfahren, ebenso bei den meisten anderen Charakteren. Graf von Eulenbach hat die drei in das kleine Dorf geholt, um sie ermitteln zu lassen, jedoch birgt er selbst Geheimnisse (wie die meisten in Eulenbach). Seine Offenbarung am Ende fand ich etwas aus der Luft gegriffen, vorher gab es noch keine Hinweise dafür, außer vielleicht dem Wetter, aber auf die Idee muss man dann auch erst mal kommen. Seine Tochter ist mir eher unheimlich, schließlich weiß sie, dass sie eine Geige aus Menschenknochen besitzt und ich würde nie im Leben freiwillig auf einer Geige aus Knochen spielen! Maria war mir sehr sympathisch, sie ist mutig und forsch und lässt niemanden über sich bestimmen. Ebenso fand ich Mathilda Hauser, die Hexe, eine sehr interessante Persönlichkeit. Die beiden Frauen waren mir von den ganzen Charakteren am sympathischsten, obwohl Mathilda eher rüde ist. Leider fand ich die Hagen, Salander und Lucien weniger sympathisch. Die anderen Charaktere waren leider nur oberflächlich beschrieben, ich hätte gerne mehr über sie erfahren, und es waren einfach zu viele Namen. Sehr gut fand ich aber den sprechenden Kater Marius Teilweise war halt doch etwas Märchenhaftes in der Geschichte vorhanden;) Deshalb ebenfalls 4 von 5 Punkten. Schreibstil: Der Schreibstil ist ziemlich der damaligen Zeit angepasst, was ich anfangs ziemlich schwierig zu lesen und zu verstehen fand. Oft bin ich über den Satzaufbau gestolpert. Ebenso wusste ich nach manchen Kapitelanfängen erst gar nicht, wer erzählt, und auch bei der Handlung ist mir oft der rote Faden verloren gegangen, da es sehr viele parallel laufende Handlungsstränge gibt und viel gesprungen wird. Leider nur 3 von 5 Punkten. Cover: Das Cover mit der Menschenknochengeige und dem Skelett finde ich sehr unheimlich. Es passt damit super zum Buch, allerdings sticht es unter mehreren Büchern liegend nicht unbedingt ins Auge. 4 von 5 Punkten. Fazit: Eine klasse Idee, schön schaurige Elemente, aber nicht ganz überzeugen. Trotzdem kann ich das Buch jedem Fantasyliebhaber empfehlen, es bietet gute Unterhaltung und neue gute Aspekte 4 von 5 Punkten insgesamt.

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  • Ghostbusters in der Zeit nach Napoleon

    Lang lebe die Nacht

    Huschdegutzel

    05. December 2013 um 18:51

    Europa im Jahre des Herrn 1818: Napoleon ist besiegt, der Krieg ein für alle Mal vorbei, doch das Land liegt in Trümmern. Zu allem Übel werden die gebeutelten Menschen von beängstigenden Wesen heimgesucht. In Preussen verdingen sich der ehemalige Soldat Lucien, der blutjunge Adlige Hagen und der geheimnisvolle Salandar damit, diese grauenvollen Wesen zu jagen und zur Strecke zu bringen. Die drei haben gerade erst ihren aktuellen Auftrag erledigt, als sie ein Hilfegesuch aus Leyen erreicht. In der Gegend um das abgelegene Städtchen hat es mehrere Todesfälle gegeben, und der dort herrschende Graf ist der festen Überzeugung, dass diese nicht natürlichen Ursprungs sind. Während ihrer Untersuchungen finden die Männer nach und nach heraus, dass es in der Grafschaft noch weitere übernatürliche Phänomene gibt. Sie müssen feststellen, dass das, was zunächst wie ein einzelnes Verbrechen aussah, Teil etwas viel Größeren und Gefährlicheren ist..... Zu Beginn des Buches fand ich mich urplötzlich im Märchen der "Schwanenprinzessin" wieder - und damit vollkommen auf der falschen Fährte! Thilo Corzilius entführte mich in eine dauerverregnete Welt der Mythen, Legenden, Gruselgeschichten und Märchen. Gepaart mit aus Geschichtsbüchern bekannten Fakten würzt er das Ganze noch mit wirklich wunderschöner Sprache und einer überaus unterhaltsamen Erzählweise. Die Hauptfiguren nahmen mich sofort für sich ein, die Nebenfiguren genauso - angefangen bei einer fahrenden Roma, einem überaus gewitzten Kater bis zu tanzenden Feenkindern und verzweifelnden Geistern. In einem Film wären Steven Spielberg und John Carpenter die Regisseure - ich glaube, dies verdeutlicht am Besten die Qualität dieses Buches. Und auch, dass ich mich mit einer Einordnung in ein bestimmtes Genre extrem schwer tue. Die Geschichte ist ein bißchen Liebesroman ( aber in sehr erträglichen Grenzen ), ein bißchen Märchen ( auch, wenn die damit eigentlich nichts zu tun haben ), ein bißchen Horror ( eher etwas mehr, wenn man viel Fantasie besitzt ), ein bißchen zeitgenössische Studie ( ohne belehrend zu sein ) - kurzum eine rundum gelungene Mischung mit einem ebenso  furiosen wie überraschendem Finale! Das Buch ist verzaubernd und begeisternd im allerbesten Sinne der Worte! Bei diesem Buch bleibt nur ein Wunsch offen: der nach einer Fortsetzung!

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