Thilo Scheurer Leonhardsviertel

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Inhaltsangabe zu „Leonhardsviertel“ von Thilo Scheurer

Herbst 1995: Ein Bankierssohn wird im Stuttgarter Rotlichtviertel erschossen aufgefunden. Schon nach kurzer Zeit und ohne einen Verdächtigen werden die Ermittlungen eingestellt. Zwanzig Jahre später liegen die Akten beim neu gegründeten LKA-Dezernat für ungeklärte Mordfälle. Ehe sie sich’s versehen, stecken Hauptkommissarin Marga Kronthaler und ihr neunmalkluger Assistent Sebastian Franck in einem Sumpf aus Kunstdiebstahl, Geldwäsche und Geheimdiensten. Als die Spuren in die höchsten Kreise der Politik führen, wird es für das ungleiche Duo gefährlich.

Ein guter Start in eine neue regionale KrimiReihe.

— wattwurm18

toller Regionalkrimi, klasse Ermittlungsteam

— Booky-72

Neues Ermittlerteam mit Ecken und Kanten wirbelt Staub auf!

— Leserin71

Leonhardsviertel

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein klasse Krimi mit vielen Facetten. Sehr lesenswert!

— Schalkefan

wahnsinnig spannend und faszinierend - richtig gut!

— Wildpony

Ein spannender Cold Case, super Ermittlerteam und ein fesselnder Schreibstil.

— janaka

Cold Cases sind ein spannendes Thema, dieser Krimi besticht durch interessante Ermittler.

— Bellis-Perennis

Geld verdirbt den Charakter.

— Archimedes

Der erste Fall einer neu gegründeten Cold Case Abteilung überzeugt. Hoffentlich folgen weitere!

— Matzbach

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  • Ohne viel Worte - einfach nur genial!

    Leonhardsviertel

    MissWatson76

    14. August 2016 um 19:11

    Beim Lesen dieses Buch hat man das Gefühl, als wäre hier ein Drehbuchschreiber am Werk gewesen und die Geschichte und das Buch liest sich ein wenig als würde man einen Film sehen. Ich bin ja anfangs ein wenig skeptisch beim Lesen von Regionalkrimis, aber hier kann ich nur sagen, war ein Profi am Werk und hat uns einen fantastischen Krimi geschenkt. Ich kann nur sagen, ich bin absolut begeistert. Die Figuren, zuerst die Ermittler Sebastian und Marga sind vielleicht ein wenig sehr außergewöhnlich, aber das passt doch sehr gut in den Krimi und macht dadurch gerade sehr viel Freude. Sowohl Sebastian als auch Marga haben ihre Eigenarten und auch wenn beide ja altersmäßig weit auseinander liegen, sind beide doch eher ähnlich und haben ihre eigene private Geschichte zu verarbeiten, die für mich fast spannender waren als der Fall selbst. Der Cold-Case-Fall ist dabei ein guter Anfang für beide Ermittler und sie finden hierdurch nach und nach einen Weg zueinander und zusammen zu ermitteln. Beide sind direkt und dickköpfig und ehrlich zueinander und längst nicht nett und höflich, aber dadurch haben wir oft unseren Spaß. Und dennoch ist zu merken, dass sich beide in eine neue interessante Richtung entwickeln und ganz sicher irgendwann ein tolles Team abgeben.  Der alte Mordfall selbst scheint anfangs ein wenig normal und vorhersehbar, aber das ist dann doch nicht der Fall. Es entwickelt sich anders als erwartet und die Auflösung hätte ich dann auch so nicht erwartet. Alles in allem hat der Autor uns hier einen rundherum tollen Krimi mit sympathischen, interessanten Ermittlern geboten und einem ersten guten Fall. Und ich hoffe doch sehr, dass hier noch viel mehr folgen wird und ich bin sehr gespannt auf die nächste Geschichte. 

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    • 3
  • Leonhardsviertel

    Leonhardsviertel

    Booky-72

    17. June 2016 um 22:40

    Ungeklärte Fälle sollen endlich Aufklärung finden, dafür gibt es ein neues Team. Spannend zusammengestellt mit Sebastian Franck (mit ck – bitte beachten!) und Marga Kronthaler, Hauptkommissarin, die strafversetzt wurde. Sebastian ist einer, der sich verbissen in seine Arbeit hängt und Marga steht unter Beobachtung von ganz oben, da war ja die Sache mit den unterschlagenen Drogen, und wartet mit jeder Menge privaten Problemen auf, die sogar mit in den ersten gemeinsamen Fall reinspielen. Dazu ihre „Gehilfen“, die glatt aus einer Fernsehserie entsprungen sein könnten – passt perfekt. Der Fall: ein jahrelang zurückliegender ungeklärter Mord an einem Bankierssohn im berüchtigten Stuttgarter Leonardsviertel. Die Spuren führen in sämtliche zwielichtige Bereiche, Korruption, Geldwäsche, Rotlichtmilleu. Bis in die oberen politischen Kreise führt die äußerst spannende und vor allem gefährliche Mördersuche. Doch hier zeigt sich dann auch das perfekte Zusammenspiel des neuen Teams, von dem man hoffentlich noch weitere Fälle erleben darf. Angenehmer und flüssiger Schreibstil, 5 Sterne für diesen perfekten Regionalkrimi nach meinem Geschmack.

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  • Rezension zu "Leonhardsviertel" von Thilo Scheurer

    Leonhardsviertel

    dorli

    13. June 2016 um 21:04

    Stuttgart. Sebastian Franck soll das Team des Dezernats T.O.M. (Tote ohne Mörder) - ein neu gegründetes Ressort für ungeklärte Mordfälle des LKAs - ergänzen. Gleich an seinem ersten Arbeitstag bringt der junge Oberkommissar Schwung in einen der vor sich hin staubenden Fälle, als er in der Akte eines Mordfalls aus dem Jahr 1995 dass Foto eines wahrscheinlich einzigartigen Porsches entdeckt. Der Wagen des vor 20 Jahren erschossenen Bankierssohn Anselm Friedmann galt bisher als verschwunden, doch der autobegeisterte Sebastian weiß, dass eben dieses seltene Modell vor kurzem im Internet versteigert wurde…In „Leonhardsviertel“ schickt Thilo Scheurer ein Team ins Rennen, das mich von Anfang an begeistert hat. Das Quartett des Dezernats T.O.M. gleicht einem bunt gemischten Haufen:Geleitet wird die Truppe von der 52-jährigen Marga Kronthaler. Marga wurde im Zuge eines Disziplinarverfahrens gegen sich in die Abteilung T.O.M. strafversetzt. Die Kettenraucherin hat neben familiären Schwierigkeiten mit einem großen Schuldenberg zu kämpfen. Doch die Hauptkommissarin gibt sich trotz ihrer Probleme überlegen und selbstsicher – es sind vor allen Dingen ihre brummige Art und ihr dreistes Mundwerk, die Marga echt und glaubwürdig wirken lassen und sie in meinen Augen sehr sympathisch machen.Sebastian Franck ist gebildet und kommt aus gutem Hause. Der Oberkommissar hat sich aus persönlichen Gründen in das Team beordern lassen und geht dementsprechend mit einer großen Portion Energie zu Werke. Sebastian hat mich mit seiner Fähigkeit, sich in vergangene Ereignisse hineinzuversetzen und sich diese bildlich vorstellen zu können, besonders fasziniert. Komplettiert wird das Team durch den leidenschaftlichen Elvis-Fan Cem Akay, der sich das Büro mit der flippigen Black-Metal-Liebhaberin Franziska Hegel teilt. Franzi befindet sich in ihrem letzten Praxisjahr und entpuppt sich im Verlauf der Handlung als hervorragendes Recherche-Talent.Trotz aller gegensätzlichen Eigenarten oder vielleicht auch gerade deswegen klappt die Zusammenarbeit der Akteure ausgesprochen gut. Das Stochern in den längst vergangenen Ereignissen bringt die Kommissare nicht nur auf die Spur des Mörders von Anselm Friedmann, sondern lässt sie auch geheime Machenschaften rund um Kunstdiebstähle und Geldwäsche aufdecken – ein interessanter Fall, der den Leser zum Mitfiebern und Miträtseln einlädt.Das Lesen hat mir großen Spaß gemacht - „Leonhardsviertel“ ist ein spannender, sehr unterhaltsamer Krimi mit äußerst sympathischen Ermittlern – bitte mehr davon.

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  • Ein tolles Team kümmert sich um die Cold Cases

    Leonhardsviertel

    Maddinliest

    11. June 2016 um 12:25

    Ein spannender und sehr lebendig geschriebener Regionalkrimi aus Stuttgart, bei dem es um die Lösung alter unaufgeklärter Fälle geht.Sebastian Franck mit ck taucht in seiner neuen Dienststelle auf und sein erster Eindruck seines neuen Teams könnte nicht schlimmer sein. Der penible, extrem auf Hygiene und Ordnung fixierte Kommissar trifft auf eine Chefin mit Drogen-, Finanz- und Beziehungsproblem, einer Assistentin, die vehementer Fan der Black-Metal-Musik ist und einem zurückgezogenen "Quotentürken", wie seine Chefin ihn nennt. Dieses offensichtlich unpassende Team hat die Aufgabe, lang zurückliegende und nicht aufgeklärte Fälle zu lösen. Sebastian Franck stößt gleich beim Blick in die erste Akte auf ein Detail, was ihn stutzig macht und beginnt die Recherche. Es handelt sich um den Mord an einen Bankierssohn, der mittlerweile bereits 20 Jahre zurückliegt. Gelingt es dem Team neue Spuren und Beweise aufzutreiben, um den Fall zu lösen?Thilo Scheurer erschafft in Leonhardsviertel ein tolles Team, bei dem es Spaß macht, ihm bei ihren Ermittlungsarbeiten über die Schulter zu schauen. Hervorragend herausgearbeitete Charaktere die unpassender eigentlich nicht sein können, aber jeweils mit hervorragenden Fähigkeiten ausgestattet sind und sich zu einem starken Team ergänzen. Der lebendige Schreibstil ist temporeich und flüssig zu lesen. Thilo Scheurer baut die Spannung nach und nach immer mehr auf, führt den Leser bei den Recherchen immer wieder in neue Richtungen, so dass er eigene Überlegungen anstellen kann und überrascht den Leser am Ende mit einem unerwartetem Finale. Meine Begeisterung ist groß und ich hoffe, dass sich noch viele Fälle anschließen werden, die Regale in den Büros waren jedenfalls noch voll mit Ordnern ungelöster Fälle. Die Auflösung sogenannter Cold Cases stellt aus meiner Sicht immer eine besondere Herausforderung dar, da es sich meist als sehr schwierig erweist neue Spuren und Beweise nach so langer Zeit hervorzubringen. Aber auch in der Realität führen neue Ermittlungs-techniken zu erstaunlichen Erfolgen. Thilo Scheurer beschreibt in seinem Kriminalroman glaubhaft und nachvollziehbar, dass mit einer Kombination aus guter Ermittlungsarbeit und neuen Techniken alte Fälle aufgelöst werden können."Leonhardsviertel" ist ein ein toller und spannender Kriminalroman mit starken Protagonisten, den ich sehr gerne und mit voller Überzeugung weiterempfehle und mit 5 von 5 Sternen bewerte!!! 

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  • Einfach ein toller, komplexer und spannender Krimi

    Leonhardsviertel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Herbst 1995: Ein Bankierssohn wird im Stuttgarter Rotlichtviertel erschossen aufgefunden. Schon nach kurzer Zeit und ohne einen Verdächtigen werden die Ermittlungen eingestellt. Zwanzig Jahre später liegen die Akten beim neu gegründeten LKA-Dezernat für ungeklärte Mordfälle. Ehe sie sich’s versehen, stecken Hauptkommissarin Marga Kronthaler und ihr neunmalkluger Assistent Sebastian Franck in einem Sumpf aus Kunstdiebstahl, Geldwäsche und Geheimdiensten. Als die Spuren in die höchsten Kreise der Politik führen, wird es für das ungleiche Duo gefährlich. Sebastian Franck (mit ck) tritt seine neue Stelle beim LKA, der neu gegründeten Abteilung TOM (Tote ohne Mörder) an. Seine neue Chefin Marga ist anfangs eine genervte, kettenrauchende Frau, die mehr private Probleme hat, und sich nicht wirklich auf die neue Abteilung und ihre neuen Kollegen einlassen will. Außerdem sind noch Cem und Franziska im neuen Team dabei, Cem, der nur Rock’n Roll hört und Franziska, die in schrägen Klamotten rumläuft und sich dunkel schminkt und dabei sofort an Abby von Navy CIS erinnert. Sebastian erhascht sofort einen Fall, da ein seltenes Auto verkauft wurde und dieses mit dem Mord an einem Bankierssohn 1995 zusammenhängt. Sebastian und Franziska finden schnell Spuren und sie merken schnell, dass damals nicht richtig ermittelt wurde und vieles nicht in der Akte erscheint, wie z.B. wichtige Zeugenaussagen. Somit entwickelt sich in Kürze eine interessante Ermittlung, in der es nicht mehr nur um Mord, sondern auch um Kunstraub, Geldwäsche und Korruption geht. Alte DNA-Spuren werden dank neuester Technik neu untersucht und es wird auch ein Verdächtiger gefunden, der eine homosexuelle Beziehung zu einem wichtigen Politiker unterhält. Es wird immer brisanter und heikler in diesem Fall, so dass sogar Marga, die Chefin, von ihren Vorgesetzten unter Druck gesetzt wird. Die Ermittlungen nehmen rasante Fahrt auf. Die Charaktere der Protagonisten sind teilweise schrullig aber überaus sympathisch dargestellt. Jeder hat einen kleinen Spleen, doch genau damit kommen sie gut rüber. Sebastian, der Pedant, der es immer ganz genau nimmt und so pingelig ist, dass man sich teilweise kaputtlachen muss. Franziska die Havy- Metall liebende Vampirbraut, die verrückte Klamotten trägt und Sebastian mit nach Wacken schleppen möchte. Und die super Arbeit bei der Zusammenarbeit mit Sebastian macht. Und Marga, die Chefin, die anfangs mit ihren neuen Mitarbeitern hadert, meint dass sie alle verrückt sind und ihre privaten Probleme ihr über den Kopf wachsen. Aber sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte doch als kompetente Chefin mit Rückgrat. Der Schreibstil ist klar und flüssig und mit einer Prise Humor gespickt, so dass man zwischendurch immer mal wieder schmunzeln oder herzhaft lachen kann. Die privaten Probleme von Marga und ihre Nikotinsucht sind gut in die Geschichte eingearbeitet, so dass man auch diesen Part mit Spannung verfolgte, wie sie wohl ihre Probleme lösen wird. Die jeweils relativ kurz gehaltenen Kapitel fand ich sehr gut. Ein überaus spannender, komplexer und toll geschriebener Krimi, der mich gefesselt hat. Es wurden so viele falsche Fährten gelegt, dass man bis zum Schluss nicht wusste, wer der Täter war. Hinzu kam, dass es ein Cold-Case-Fall war, was für mich in einem Krimi auch neu war, und dies mich noch neugieriger auf diesen Krimi machte. Ein perfekter Krimi, in dem nichts gefehlt und der mich gefesselt und begeistert hat. Ich hoffe sehr, dass es bald weitere Fälle mit diesem tollen Team geben wird.

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    • 2

    Floh

    06. June 2016 um 09:19
  • Toller Regionalkrimi mit sympathischen Ermittlern

    Leonhardsviertel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. June 2016 um 20:36

    Im Jahre 1995 wurde der junge Bankerssohn Anselm Friedmann im Vergnügungsviertel von Stuttgart ermordet. Der Fall wurde bis heute nicht aufgeklärt, bis er auf dem Tisch der neu gegründeten Sonderkommission TOM (Tote ohne Mörder) des LKAs landet, wo gerade der "Neue", der hochmotivierte, überkorrekte und in seiner Schrulligkeit trotzdem sympathische Sebastian Franck anfängt. Seine vom Leben desillusionierte Chefin Marga Kronthaler ist da weniger ambitioniert. Sie kämpft mit privaten Problemen und will eher ihre Ruhe. Sie glaubt nicht daran, jemals einen der vielen Fälle in den Aktenstapeln lösen zu können. Doch so schnell gibt Franck nicht auf. Zusammen mit dem Goth Girl Franziska Hegel und dem "Quotentürken" (wie Marga zynisch bemerkt) Cem Akay ermitteln die Vier schließlich und fördern dunkle Geheimnisse zu Tage. Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe etwas schrullige Charaktere in Büchern, daher war ich hier genau richtig. Die Hauptfiguren sind dabei sehr liebenswert und sympathisch, so dass es einfach Spaß gemacht hat, mit ihnen "zu ermitteln". Der Erzählstil ist gut zu lesen, dem Inhalt angemessen und das Erzähltempo genau richtig für einen Regionalkrimi (nicht atemlose Action, sondern eine ausgewogene Mischung aus Ermittlungen, Spannung, Beschreibungen der Umgebung, Menschen und Rätseln). Mein Fazit: Absolut gelungen und von mir eine klare Weiterempfehlung. Ich bin auf etwaige Nachfolger sehr gespannt.

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  • klasse Start einer neuen Reihe

    Leonhardsviertel

    irismaria

    30. May 2016 um 19:28

    Ich kenne und schätze von Thilo Scheurer die Neckarkrimireihe. "Leonhardsviertel" ist der erste Fall einer neuen Reihe, Cold Case Stuttgart, in der sich ein ungewöhnliches Ermittlerteam mit alten ungeklärten Fällen befasst. Da ist zum einen der hochgebildete, übergenaue Sebastian Franck, die Hauptkommissarin Marga Kronthaler mit Geldsorgen und einem Disziplinarverfahren am Hals und die schräge Franziska Hegel, die ein Recherche-Ass ist. Sie rollen einen Mordfall aus dem Jahr 1995 auf, ein Bankierssohn wurde im Stuttgarter Rotlichtviertel erschossen aufgefunden. Es stellen sich erste Ergebnisse ein und das seitdem verschwundene Auto des Toten taucht auf, aber das Team trifft auch auf Widerstand aus der Familie und von möglicherweise beteiligten Prominenten. Die Geschichte ist durchweg spannend und voller Überraschungen. Neben den Ermittlungen erfährt man auch etwas über polische Hintergründe und das Privatleben des Teams und es wird ein guter Anfang einer neuen Krimireihe gelegt. Ich freue mich schon auf weitere Fälle.

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  • Das neue Team von T.O.M. ermittelt in einem 20 Jahre altem Fall

    Leonhardsviertel

    janaka

    30. May 2016 um 19:20

    Kriminaloberkommissar Sebastian Franck entdeckt gleich an seinem ersten Tag auf der neuen Dienststelle T.O.M. (Tote ohne Mörder) ein entscheidendes Detail zu einem Cold Case. Er erkennt auf einem Foto das Auto eines Mordopfers, es wurde vor kurzem bei einer Online-Auktion für sehr viel Geld verkauft. Dieser gehörte Anselm Friedmann, einem Bankierssohn, der 1995 in Stuttgarter Rotlichtviertel ermordet aufgefunden wurde. Mit Hilfe seiner Chefin Marga Kronthaler und seinen beiden neuen Kollegen Franziska Hegel und Cem Akay stoßen sie bei ihren Recherchen auf Kunstdiebstähle, Geldwäsche und Geheimdiensten. "Leonhardsviertel" von Thilo Scheurer ist ein sehr spannender Krimi, indem es um die Aufklärung eines alten Falles geht. Der fesselnde Schreibstil, die interessante Geschichte und die mörderisch gute Spannung lassen mich nur so durchs Buch fliegen.Die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein, da ist die etwas chaotische Marga, die es als absolute Strafe empfindet, in dieser Abteilung zu arbeiten. Sie ist eine alleinerziehende Mutter eines fast erwachsenen Sohnes, der nicht immer leicht zu händeln ist, sie raucht extrem viel und hat gerade ein Disziplinarverfahren am Hals. Also nicht unbedingt ein Sympathieträger und trotz allem, arbeitet sie gut mit ihrem Team. Die Gothic-Lady Franziska habe ich gleich ins Herz geschlossen, sie ist sehr engagiert und voller Elan. Sebastian ist zwar ein kleiner Klugscheißer, aber auch er hat sein Herz am rechten Fleck und will einfach nur den Fall lösen. Einzig allein Cem hat fast nur im Hintergrund gearbeitet, er ist ziemlich blass geblieben. Das könnte sich vielleicht bei einem nächsten Fall ändern. Zusammen sind sie ein gutes Team, von dem es ruhig mehr Fälle geben kann.Die verschiedenen Handlungsstränge werden zum Ende hin gut zusammengeführt und fast alle Fragen werden beantwortet.Fazit:Diesen spannenden Krimi kann ich nur jeden Fan von Cold Cases empfehlen, ein ungewöhnliches Ermittlerteam wächst zusammen und bekommt hoffentlich noch mehr Fälle.

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  • Rezension zu "Leonhardsviertel" von Thilo Scheurer

    Leonhardsviertel

    tigerbea

    30. May 2016 um 16:32

    1995: Im Leonhardsviertel, dem Stuttgarter Rotlichtviertel, wird ein Bankierssohn erschossen aufgefunden. Nach kurzer Zeit werden die Ermittlungen ohne Grund eingestellt. 2015: Die neu gegründete Abteilung TOM des LKA Stuttgart nimmt sich des Falles erneut an. Chefin Marga Kronthaler und ihr Assistent Sebastian Franck kommen bei ihren Ermittlungen mit Kunstdiebstahl, Geldwäsche und Geheimdiensten in Berührung. Und auch ihnen wird es schwer gemacht, den Täter zu überführen. Doch sie ermitteln weiter und begeben sich in höchsten Kreisen der Politik auf dünnes Eis.... Auch das neue Ermittlerteam, das Thilo Scheurer geschaffen hat, ist unheimlich sympathisch. Die Charaktere sind einfach einzigartig. Vor allem der selbstherrliche Sebastian hat es mir angetan. Trotz seiner Eigenarten ist auch er ein Sympathieträger. So unterschiedlich die Charaktere sind - sie funktionieren zusammen unheimlich gut und ergänzen sich. Es ist unheimlich schön zu verfolgen, wie dies zusammengewürfelte Team im Laufe der Handlung zusammenwächst und zusammenhält. Thilo Scheurer hat es auch hier mit seinem grandiosen Schreibstil geschafft, mich an das Buch, die Handlung und die Charaktere zu fesseln. Was besonders schön ist, jedenfalls meiner Meinung nach, sind die kurzen Kapitel. So kann man immer mal zwischendurch weiterlesen - denn man kann gar nicht lange ohne dies tolle Buch sein. Man muß ständig wissen, wie es weitergeht. Der Spannungsbogen ist bereits mit dem Prolog sehr hoch, denn man fragt sich, wer das Opfer war und warum. Während der Handlung wird man immer wieder auf falsche Fährten gelockt, ist davon überzeugt die Lösung zu kennen und - liegt falsch. Mit dem wahren Ende rechnet wohl niemand.... Das Stuttgarter Team braucht sich in keinster Weise hinter den Rottweiler Ermittlern verstecken. Ich hoffe sehr, daß beide Serien fortgeführt werden.

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  • Neues Ermittlerteam mit Ecken und Kanten wirbelt Staub auf!

    Leonhardsviertel

    Leserin71

    30. May 2016 um 11:16

    Im "Leonhardsviertel" spielt der erste Fall von Hauptkommissarin Mara Kronthaler und ihrem bunt zusammengewürfeltem Team mit dem korrekten Sebastian Franck "mit ck", der außergewöhnlichen Franziska Hegel und dem "Quotentürken" Cem Akay.So hatte sich Sebastian Franck seinen ersten Arbeitstag bei dem neu gegründeten LKA-Dezernat nicht vorgestellt: Nachdem ihm bei Busfahren der Geldbeutel gestohlen wurde, wird er von seiner neuen Chefin recht zurückhaltend empfangen. Doch dann hat er einen Glückstreffer und kann der ersten Spur in einem Fall aufnehmen, der seit Herbst 1995 ungeklärt ist. Damals wurde ein Bankierssohn im Stuttgarter Rotlichtviertel erschossen aufgefunden. Nach relativ kurzer Zeit wurde der Fall ad acta gelegt. Schnell wird dem Ermittlerteam klar, wer Interesse hat, dass manche Geheimnisse lieber geheim bleiben sollen.Meine Meinung:Der Fall an sich ist sehr gut konstruiert. Ich konnte gut mitfiebern. Der Autor legt viele Fährten - welche, die richtige ist, stellt sich erst am Schluss heraus. Ein bisschen haben mich die Ermittler an das Team von Jussi Adler-Olsson erinnert.Die beiden Protagonisten haben beide Ecken und Kanten. Marga lebt getrennt und muss sich um ihren pubertierenden Sohn kümmern, der anscheinend falsche Freunde hat. Ein Disziplinarverfahren hat sie auch am Hals und dann will die Bank auch noch die Kreditraten für das Haus. Sebastian ist aus anderen Gründen in die Abteilung gewechselt und ist hochmotiviert. Er und Marga ergänzen sich vortrefflich. Marga hat Erfahrung, Sebastian den Ehrgeiz. Dass die beiden sich immer wieder kabbeln, ist wie das Salz in der Suppe, richtig dosiert.Ein bisschen Lokalkolorit darf auch sein, Nicht-Schwaben dürften keine Probleme haben.Ich gebe für diesen verwickelten, witzigen, spannenden, nachdenklichen Krimi 5 Sterne.

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  • Leonhardsviertel

    Leonhardsviertel

    CanYouSeeMe

    25. May 2016 um 14:48

    Herbst 1995: Ein Bankierssohn wird im Stuttgarter Rotlichtviertel erschossen aufgefunden. Schon nach kurzer Zeit und ohne einen Verdächtigen werden die Ermittlungen eingestellt. Zwanzig Jahre später liegen die Akten beim neu gegründeten LKA-Dezernat für ungeklärte Mordfälle. Ehe sie sich’s versehen, stecken Hauptkommissarin Marga Kronthaler und ihr neunmalkluger Assistent Sebastian Franck in einem Sumpf aus Kunstdiebstahl, Geldwäsche und Geheimdiensten. Als die Spuren in die höchsten Kreise der Politik führen, wird es für das ungleiche Duo gefährlich. Ich habe einige Kapitel gebraucht, um mit dem Krimi ‚Leonhardsviertel‘ von Thilo Scheurer warm zu werden. Die Charaktere, allem voran Marga und Sebastian sind sehr eigene Persönlichkeiten mit einigen Macken und Eigenheiten. Diese sind sehr authentisch und feinfühlig dargestellt. Auch die Nebencharaktere sind oft tiefergehend charakterisiert und wirken lebensnah. Das ungleiche Team des TOM war mir zu Beginn jedoch etwas zu ungleich, ich musste mich erst an diese zusammengewürfelte Mischung gewöhnen. Als ich mich an das Ermittler-Duo gewöhnt hatte, nahm auch die Handlung an Fahrt auf. Der Spannungsbogen des Buches ist ausgezeichnet und immer, wenn man denkt eine Lösung gefunden zu haben, kommt eine unerwartete Wendung in das Geschehen. Die Handlung bleibt bis zum Schluss spannend und ist nicht zu vorhersehbar und damit auch noch mit echten Überraschungen für den Leser verbunden. Auch der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Insgesamt ist dieser Krimi ein sehr solides und überraschendes Buch, das Lust auf weiter Fälle des Teams macht!

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  • Wer erschoss den Bankierssohn?

    Leonhardsviertel

    Schalkefan

    23. May 2016 um 11:26

    Mit dem Stuttgarter Regionalkrimi Leonhardsviertel habe ich einen richtig spannenden Krimi des Autos Thilo Scheurer aus dem Emons-Verlag gelesen. Von Anfang an war die Spannung hautnah greifbar und auch das doch sehr bunt gewürfelte Team hat sich in der Ermittlung des um bereits 20 Jahre zurück liegenden Tötungsfall sehr gut zusammen gerauft. Sind die Protagonisten des Ermittlerteams doch so verschieden. Die "Chefin" Marga hat einen Hals voller Probleme, der neue Untergebene Sebastian Francke (mit ck!) scheint aus persönlichen Gründen zur Polizei gegangen zu sein um den Tod seines Bruders in einer Bank zu hinterfragen und weitere Morde zu verhindern. Er ist sehr aktiv und ein klein wenig schräg. Vor allem scheint er alles besser zu wissen und nervt öfters vor allem Marga. Die Mitarbeiterin Franziska, genannt Franzi, gehört zu der Gothic Szene und hat aber ein Händchen für Nachforschungen aller Art. In einer sympathischen Art und Weise hilft sie Sebastian und arbeitet ihm zu. Sie hat jedoch einen etwas sehr gewöhnungsbedürftigen Musikgeschmack der nicht wirklich mit ihrem Kollegen Cem harmoniert. Das Team gerät in Verstrickungen während der Ermittlungen und plötzlich  werden sie mir Dingen wie Homosexualität des Opfers, Korruption, Kunstdiebstahl und Hehlerei sowie Unterschlagung konfrontiert. Ein gutes schlüssiges Ende rundet den spannenden Krimi ab und ich denke das wir von dem Team bestimmt noch mehr zu lesen bekommen. 5 Sterne für einen sehr guten Regionalkrimi!

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  • Cold Case Stuttgart - Mord verjährt nie

    Leonhardsviertel

    bookgirl

    23. May 2016 um 11:24

    Inhalt In Stuttgart wird ein LKA-Dezernat für ungeklärte Mordfälle gegründet. In diesem gehen Hauptkommissarin Marga Kronthaler und ihr neuer Assistent Sebastian Franck auch gleich einem Fall nach, der bei näherer Betrachtung mit Kunstraub, Geldwäsche und Geheimdiensten zusammenhängt. Je tiefer die beiden in ihre Ermittlungen eintauchen, umso schneller begeben sie sich in Gefahr, denn die Spuren führen sogar in die höchsten politischen Kreise. Meine Meinung Thilo Scheurer hat mit seinem ungewöhnlichen Duo oder vielmehr Quartett in dem ersten Teil der Reihe um Sebastian Franck und Marga Kronthaler ein wunderbares Team zusammengestellt. Sei es der "Quoten-Türke" Cem, der ein großer Elvis-Fan ist, gerne Karo-Hemden trägt und sonst eher zu den ruhigen Zeitgenossen gehört oder aber auch seine Kollegin Franzi, die ganz das Gegenteil von ihm ist. Ein Recherche-Talent, welches jedoch erst mal durch ihr Äußeres gegenteiliges vermuten lässt. Denn Franz ist Gothik-Liebhaberin, was sie auch durch ihre Kleidung ausdrückt. Vergessen darf man natürlich nicht die zwei Hauptpersonen. Sebastian Franck mit ck, was er nicht müde wird ständig zu erwähnen und Marga Kronthaler, die mehr Probleme hat, als ein Mensch alleine bewältigen kann. Sebastian ist eine neunmalkluge zu einer Nervensäge neigende Person, die sehr detailliert und sorgfältig seiner Arbeit nachgeht. Marga hingegen ist eine toughe Frau, die privat wie auch beruflich einen Haufen Sorgen hat und sich eigentlich lieber auf die Bewältigung ihrer Probleme und weniger um den Fall kümmern würde. Doch nicht nur die Figuren sind perfekt gezeichnet, auch die Geschichte bietet alles, was ein guter Krimi braucht. Eine fesselnde Handlung, die Fragen aufwirft und den Leser an das Geschehen bannt. Man rätselt mit und kann das Buch nicht aus der Hand legen und nicht nur das, gelingt es dem Autor auch noch eine gute Portion Humor in die Geschichte mit einzuflechten, die den Leser immer wieder schmunzeln lässt. So ging es zumindest mir mit "Leonhardviertel", welches ein sehr gelungener Einstieg für die Serie um das neue Ermittler-Team ist, von dem ich gerne noch viel mehr lesen möchte. Fazit "Leonhardsviertel" ist der gelungene Auftakt der Krimi-Reihe um das Ermittler-Team Sebastian Franck und Marga Kronthaler. Ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.

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  • Aufkärung eines Mordes nach 20 Jahren

    Leonhardsviertel

    Wildpony

    23. May 2016 um 08:51

    Leonhardsviertel  -   Thilo Scheurer Kurzbeschreibung Amazon: Herbst 1995: Ein Bankierssohn wird im Stuttgarter Rotlichtviertel erschossen aufgefunden. Schon nach kurzer Zeit und ohne einen Verdächtigen werden die Ermittlungen eingestellt. Zwanzig Jahre später liegen die Akten beim neu gegründeten LKA-Dezernat für ungeklärte Mordfälle. Ehe sie sich’s versehen, stecken Hauptkommissarin Marga Kronthaler und ihr neunmalkluger Assistent Sebastian Franck in einem Sumpf aus Kunstdiebstahl, Geldwäsche und Geheimdiensten. Als die Spuren in die höchsten Kreise der Politik führen, wird es für das ungleiche Duo gefährlich. Mein Leseeindruck: Ein richtig gut und spannend geschriebener Krimi der sich hauptsächlich auf die Ermittlungsmethoden bezieht. Ich hatte das Gefühl mich direkt in einem CSI-Film zu befinden - nur ist das beim lesen noch viel aufregender. Das Ermittlungsteam ist bunt zusammengewürfelt und wie im wahren Leben sind die einzelnen Protagonisten mit sehr unterschiedlichen Eigenarten behaftet. In der "Chefin" Marga sah ich ein wenig eine Person, die neben der Arbeit mit ihrem Privatleben ein wenig überfordert ist. Ob mit ihrem getrennten Ehemann, dem noch nicht abbezahlten Haus sowie einem pupertierenden Sohn, der ihr zu entgleiten droht. Dann hat sie auch noch eine beamtenrechtliche Ermittlung am Hals und wurde eigentlich an diese Stelle "strafversetzt". Der neue Kollege und Untergebene Sebastian Franck (mit ck wie er immer betont) ist anfänglich ein Besserwisser, der sie ständig korrigiert und auch sonst eine etwas komische Art hat. Irgendwie erinnert er mich an eine Mischung als Monk und Columbo. Vor allem wenn er sich an einem Fall festgebissen hat. Die Kollegin Franzi ist in der Gothic Szene und ich hatte sofort Abby von CSI Vegas im Kopf. Ansonsten ist sie eine sehr taffe und vor allem fleißige Mitarbeiterin. Und der Türke Cem mit seinem Rock´n´Roll Faible bleibt für mich ein wenig farblos. Gemeinsam ermitteln sie den Tod des Bankierssohn Friedmann und stoßen auf Korruption, Kunstdiebstahl und Handel, einen homosexuellen Staatssekretär und Geldwäsche. Und ihr dürft mir glauben, das Buch ist wirklich mega spannend. Ich habe richtig mit gefiebert bis zum Ende. Das hat mir gut gefallen und ist auch schlüssig. Fazit: Ein Kriminalroman den ich nur wärmsten empfehlen kann. Ich kenne den Autor Thilo Scheurer schon von seinen Neckar-Krimis und war immer absolut begeistert! Daher 5 wohlverdiente Sterne für Leonshardsviertel! *****

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  • "Dafür gibt es einen Grund. Es gibt immer einen Grund"

    Leonhardsviertel

    Bellis-Perennis

    21. May 2016 um 11:49

    Der Einstieg in diesen Krimi erfolgt durch einen fesselnden Prolog, der den Lesern die Ereignisse der Vergangenheit näher bringt, nämlich den Mord an Anselm Friedmann, einem Bankierssohn. Zwanzig Jahre später zieht der Newcomer im Team des T.O.M., Sebastian Franck, Franck mit „ck“, die alte verstaubte Akte aus dem Regal. Leiterin des neu gegründeten Dezernates, T.O.M. ist die Abkürzung für „Tote ohne Mörder“, also das Pendant zu „Cold Cases“, ist Marga Kronthaler, eine gestandene Fünfzigerin, Kette rauchend und strafversetzt. Ihr stehen mehrere interessante Charaktere zur Seite: zum einem der als Quotentürke beschriebene Cem Akay und zum anderen Franziska „Franzi“ Hegel. Marga und Sebastian sind so verschieden wie Tag und Nacht. Sie fährt einen alten Campingbus und er, der Sohn aus reichem Hause, einen Mercedes Roadster SL. Sebastian ist mit Kunst- und Hausverstand ausgestattet, hat jedoch eine Bakterienphobie und einem ausgeprägten Hang zu Besserwisserei. Sein Interesse an allem was teuer ist und vier Räder hat, bringt die Ermittler nun auf die Spur des mysteriösen Mordes. Was oder wer steckt wirklich hinter dem ungeklärten Fall? Erzählstil und Spannung: Geschickt verwebt Autor Thilo Scheuer verschiedene Handlungsstränge. Kaum sieht sich der Leser auf einer Erfolg versprechenden Fährte, wird ein Haken geschlagen und die Spur erkaltet. Der Krimi liest sich flott und flüssig. Die vielen Wortspielereien bringen eine humoristische Note in den Alltag der Ermittler. Wegen des Schauplatzes Stuttgart, darf auch in Schwäbischem Dialekt gesprochen werden (da hätte ich mir mehr gewünscht). Köstlich, die pingeligen Verbesserungen Sebastians an den von Marga teilweise falsch zitierten Sprichwörtern. Charaktere: Herrlich die Beschreibung und Charakterzüge von Marga Kronthaler. Ich mag sie einfach. Ein Mensch wie du und ich, mit Fehlern, Ecken und Kanten. Super, wie sie den Psychologen mehr oder weniger austrickst. Der Rucksack an Problemen, den sie mit sich herumschleppt ist ja nicht ohne: geschieden, allein erziehende Mutter eines Sohnes, der in krumme Geschäfte verwickelt ist, ständig in Geldnöten und das Diszi. Kein Honiglecken! Doch auch Besserwisser Sebastian Franck (mit ck) hat schwer an seiner Vergangenheit zu tragen. Gibt er sich doch die Schuld am Tod seines Bruders. Aus Hannover nach Stuttgart „geflüchtet“, muss er sich erst an den Stil von Marga und seinen anderen Teamkollegen Franzi und Cem gewöhnen. Als Newcomer schreckt er auch vor unkonventioneller Beschaffung von Beweismitteln nicht zurück, was ihm Achtung von Marga einbringt. Franziska „Franzi“ Hegel ist eine junge Frau, die durch ihre liebenswerte Art schnell die Herzen der Leser gewinnt. Gepierct, mit schrägem Outfit ist sie ebenso wie Marga ein krasser Gegensatz zum Krawatte tragenden Sebastian. Die Fahrt mit Franzis pinkem Auto wird Franck (mit ck) vermutlich lange im Gedächtnis bleiben. Cem Aky, der Quotentürke, erscheint noch ein wenig blass, doch könnte der passionierte Elvis-Fan in einer Fortsetzung eine größere Rolle spielen. Potential dazu hätte er. Fazit: Ein durchaus anspruchsvoller Krimi, der sich mit einem Nebenthema in der Krimilandschaft befasst: mit den Toten ohne Mörder, also T.O.M.. Der Cliffhänger auf der letzten Seite lässt auf eine spannende Fortsetzung schließen. Ja, bitte, unbedingt.

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