Thilo Scheurer Quadriga

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Inhaltsangabe zu „Quadriga“ von Thilo Scheurer

Zum Jahresende 1806 verschleppen Napoléons Truppen die Quadriga vom Brandenburger Tor. Die Kriegsbeute aus Berlin landet in Paris, verschwindet dann aber spurlos im Chaos von Anordnungen und Zuständigkeiten. Sieben Jahre später, als sich Napoléons Niederlage abzeichnet, rücken alliierte Truppen in Frankreich ein. Leopold Berend und Carl von Starnenberg, zwei junge Agenten der preußischen Geheimpolizei, begleiten eine Vorausabteilung Kosaken. Die Truppe hat den Auftrag, Napoléons Telegrafenlinie zu zerstören. Leopolds und Carls geheime Mission ist jedoch eine andere: Sie sollen die Quadriga finden. Obwohl die Grande Armée nur noch ein Schatten ihrer selbst ist, zeigt sich der Krieg von seiner grausamsten Seite. Noch ist in der französischen Hauptstadt nichts von der bevorstehenden Katastrophe zu spüren. Doch Baronesse Isabelle de Rousselot, die Tochter eines französischen Generals, weiß um die Bedrohung, die in großen Schritten auf die Stadt zukommt. Die tragische Begegnung mit den beiden preußischen Agenten verändert jäh das Leben aller Beteiligten. Und damit verschwimmen auch die Grenzen zwischen Gut und Böse. Wer ist Täter, wer ist Opfer? Einer der Agenten meint, die Antwort zu kennen. Er muss in Paris eine persönliche Rechnung begleichen.

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    Quadriga
    wampy

    wampy

    03. April 2015 um 17:13

    „Quadriga“ ist ein Roman von Thilo Scheurer, der 2013 im Bookspot Verlag als Hardcover erschienen ist. Der Roman spielt zur Zeit der napoleonischen Kriege zwischen Frankfurt und Paris. Hauptpersonen sind zwei preußische Agenten, ein russischer Soldat, eine französische Generalsfamilie sowie ein Biest. Dieses Biest hatte als französischer Soldat auf dem Rückzug aus Russland in Berlin die Schwester eines der beiden Agenten vergewaltigt und psychisch zerstört zurückgelassen. In seinem Roman befasst sich der Autor mit der Frage von Schuld und Sühne. Er unternimmt dies an Hand mehrerer Episoden, in denen problematische Vorfälle beschrieben werden. Zur Beleuchtung der Frage von Schuld und Sühne scheinen mir die Beispiele gut gewählt zu sein, allein gelingt es dem Autor nicht, diese im Rahmen einer zusammenhängenden Geschichte zu stellen. Auch die titelgebende Quadriga taucht nur am Rande auf. Durch die vielen kleinen Geschichten bleibt die Charakterisierung meist oberflächlich. In einigen Szenen blitzt das erzählerische Talent des Autors auf, doch insgesamt fehlt die Bindung. Meine Wertung 70/100            

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  • Zwei Agenten in der Zeit von Napoleon 1813

    Quadriga
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    20. August 2013 um 10:31

    Dezember 1813: Napoleon wird nach dem mißlungenen Rußlandfeldzug und der Völkerschlacht bei Leipzig von den alliierten Truppen immer weiter nach Paris zurückgedrängt. Die beiden preussischen Lieutnants Leopold Berend und Carl von Starnenberg bekommen den Auftrag, die französische Telegraphenlinie zwischen Mainz und Metz zu sabotieren, damit die Nachrichtenübermittlung der Franzosen unterbrochen wird. Anschließend sollen die beiden Agenten in Paris nach der verschwundenen Quadriga des Brandenburger Tors suchen, die 1806 von den Franzosen entwendet wurde. Für Leopold Berend gibt es aber noch einen persönlichen Auftrag, den er in Paris erledigen will. Dieses Buch ist mein erster Roman, der in der Zeit von Napoleons Niedergang spielt. Die historischen Fakten zu diesem Buch sind gut recherchiert und werden stellenweise sehr detailliert geschildert. Manche Textstellen, wie z.B. das Laden einer Waffe können dadurch zwar auf den ersten Blick etwas lang erscheinen, aber machen dafür umso deutlicher, wie zeitaufwendig diese Handlung eben damals war und welche Probleme sich daraus später in brenzligen Situationen ergeben können. Die Handlung selbst ist spannnend beschrieben und flüssig zu lesen. Sehr gut gefallen haben mir die  detaillierten Beschreibungen der Handlungsorte, so daß ich die Örtlichkeiten bildlich vor mir hatte. Obwohl der Titel des Buches einen Schwerpunkt auf die Suche nach der Quadriga vermuten läßt, kam  mir diese Suche eher nebensächlich vor. Für mich lag die Haupthandlung des Buches vielmehr auf der Beschreibung der Kriegszustände sowie der damit verbunden Schicksale der betroffenen Menschen, die der Autor gekonnt breitgefächert vor dem Leser ausbreitet. Ein weiterer Schwerpunkt der Handlung ist die persönliche Rache von Leopold Berend, deren Befriedigung er in Paris sieht. Bei der Beschreibung der Charaktere hätte ich mir bei einigen Personen, die mit Leopold eng in Verbindung stehen, noch etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht, so wie das bei Leopold der Fall war. Gut gelungen fand ich die Entwicklung und die Zweifel der Protagonisten während ihres Auftrags: diese fand ich sehr glaubhaft und nachvollziehbar. Die romantischen Szenen fand ich etwas zu kitschig, außerdem entwickeln sie sich für meinen Geschmack viel zu schnell und zu glatt, da sie aber nur einen winzigen Teil der Handlung ausmachen, fand ich das nicht allzu störend. „Quadriga“ ist mein erster Roman von Thilo Scheurer, welcher mir gut gefallen hat. Ich bin gespannt auf seine zukünftigen Bücher.

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  • Schöner historischer Roman

    Quadriga
    loewe

    loewe

    14. May 2013 um 20:04

    Verlagsinfo, Klappentext “Frankfurt 1813: Nach Napoléons Niederlage bei der Völkerschlacht von Leipzig werden die preußischen Agenten Leopold Berend und Carl von Starnenberg mit der Zerstörung der französischen Telegrafenlinie beauftragt. Ihr geheimer Zusatzbefehl lautet: Findet die Quadriga! Denn das Wahrzeichen des Brandenburger Tors wurde 1806 von den Franzosen als Kriegsbeute beschlagnahmt. Die Operation hinter den feindlichen Linien entwickelt sich schnell zu einem tödlichen Unterfangen. Auf tragische Weise kreuzt sich der Weg der Preußen mit dem der Tochter eines französischen Generals. Die junge Frau gewährt den fremden Soldaten Zuflucht. Doch Gut und Böse sind schon lange nicht mehr zu unterscheiden …” ISBN 978-3-937357-72-0 Bookspot Verlag Mein Buchgefühl Zurück ins Jahr 1813/14 führt uns Thilo Scheurer in seinem historischen Roman “Quadriga”. Wir blicken in die Leben von Leopold Berend, Carl von Starnenberg und Portanjov, dem Leutenanten der Kosaken . Sie sollen als eine Art Geheimtruppe nach Frankreich ziehen. Ihr Ziel ist es die Telegraphenlinie von Mainz nach Metz zu zerstören. Desweiteren sollen sie nach der Quadriga suchen die von den Franzosen einst nach Paris verschleppt wurde. Während Carl sehr gespannt auf seinen Einsatz ist, steht für Leo eigentlich ein viel privaterer Sinn im Vordergrund. Er will sich in Paris an der “Bestie” rächen. Der Mann der damals seine Familie ins Unglück getrieben hat. Als 1806 die Französische Armee einmarschierte kam es nicht nur zu Plünderungen, es wurden auch vielen Frauen Furchtbares angetan. Einer der Soldaten hat sich an Leos Schwester vergangen und sie beinahe getötet. Nun vegetiert sie sprachlos und vor sich hin, ihre Seele wurde zerbrochen. Der zweite Handlungsstrang ist das Leben der französischen Adeligen Isabelle, für sie war der Krieg immer weit weg, doch auch ihr Leben wird beeinflusst. Wir erleben auf der einen Seite die Gräuel der Kriegswirren und auf der anderen Seite die Lebenssituation der Adligen. Zur Feier ihres 21. Geburtstages erwartet sie ihren Vater zurück, doch es sieht so aus als ob der Krieg dies nicht zulässt. Als er dann doch nach Hause kommt, ist er schwer verwundet und lange nicht in der Lage mit seiner Familie zu kommunizieren. Im weiteren Verlauf der Handlung begibt es sich, dass sich die Wege von Isabelle und ihrer Familie mit denen von Leo und Carl kreuzen. Nun geht das weitere Geschehen leider etwas zügig von statten, da hätte ich vielleicht gerne noch weitere 50 Seiten gelesen, in denen hätte der Autor die Handlung dann doch etwas weiter ausbauen können. Leider kam auch die Suche nach der Quadriga ein wenig zu kurz und hätte durchaus  mehr Raum einnehmen können. Dies ist aber für mich  kein Punkt für negative Kritik. Sehr eindringlich und ausführlich berichtet der Autor über die damaligen Waffen und ihre Funktionsweisen. Auch die damalige Bekleidung wird gründlich beschrieben. Für mich war dies sehr spannend zu lesen. Der Schreibstil ist wirklich flüssig und sehr gut lesbar. Ich vergebe 5 Sterne

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  • Der Titel ist irreführend

    Quadriga
    Spatzi79

    Spatzi79

    12. May 2013 um 12:20

    1806 marschieren die Franzosen nach den Schlachten bei Jena und Auerstedt und dem Sieg über die preußische Armee in Berlin ein. Es kommt zu furchtbaren Gräueltaten wie der Vergewaltigung einer jungen Frau, deren Namen wir erst einmal nicht erfahren. Doch schnell wird klar, dass ihr Schicksal eine wichtige Rolle für den weiteren Verlauf des Romans spielt, als zwei junge preußische Agenten den Geheimauftrag erhalten, die Telegrafenlinie Metz – Paris zu zerstören und, in Paris angekommen, nach dem Verbleib der vom Brandenburger Tor geraubten Quadriga zu forschen. Während der kampftechnisch noch recht unerfahrene Carl von Starnenberg den Auftrag als Ehre im Dienst des Vaterlandes ansieht, hat sein Kamerad Leopold Berendt vor allem das Ziel, die verhasste sogenannte „Bestie“ zu finden. Gemeinsam mit einem Trupp Kosaken machen sich die beiden Offiziere auf den gefährlichen Weg. Parallel zum blutigen Kriegsgeschehen werden immer wieder Kapitel aus Sicht einer jungen französischen Frau eingestreut, die zum einen die Sichtweise der anderen Seite zeigen, aber auch einen Gegenpol zu den oft grausamen Ereignissen rund um den kleinen Reitertrupp bilden. Dem Autor gelingt es, den Schrecken und Wahnsinn des Krieges der damaligen Zeit sehr eindrucksvoll und realistisch zu schildern. Einige Beschreibungen fand ich ein wenig langatmig, aber gerade die seitenlange Darstellung, wie ein Gewehr damals geladen werden musste, führt dem Leser die damaligen Verhältnisse plastisch vor Augen. In eher nüchternem und unaufgeregten Schreibstil werden unbeschreibliche Grausamkeiten geschildert, die in Kriegszeiten leider an der Tagesordnung waren. Die beiden Hauptfiguren Carl und Leopold bilden durch ihre unterschiedlichen gesellschaftlichen Hintergründe hier einen interessanten zweifachen Blickwinkel auf die Ereignisse. Die Suche nach der titelgebenden Quadriga kam mir in der Handlung etwas zu kurz, das Hauptaugenmerk liegt auf anderen Ereignissen. Auch nicht so ganz überzeugen konnte mich die eingeflochtene Liebesgeschichte, die wirkte auf mich recht aufgesetzt und eher unglaubwürdig. Auf diese Fügungen am Ende hätte ich auch ganz verzichten können, da hätte mir als Leser nichts gefehlt. Insgesamt ein recht spannender historischer Roman, bei dem ich eine etwas andere Handlung erwartet hatte, der mich aber dennoch gut unterhalten hat.

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  • Schuld und Sühne

    Quadriga
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    10. May 2013 um 23:59

    Inhalt: Napoleonische Kriege, 1813: Die preußischen Agenten Leopold Berend und Carl von Starnenberg bekommen den Auftrag, die Telegraphenlinie Mainz – Metz durch Zerstörung einiger Telegraphen zu unterbrechen und damit den napoleonischen Truppen eine wichtige Informationsquelle zu nehmen. Als Geheimauftrag sollen sie dann in Paris die von den Franzosen entwendete Quadriga aufspüren. Unterstützt werden sie dabei von einer Einheit Kosaken, deren Anführer sie mit seiner Erfahrung durch einige brenzlige Situationen führt. Was Leopold aber am meisten antreibt, ist die Suche nach der französischen „Bestie“, die vor Jahren seine Familie ins Unglück gestürzt hat. Diesen Mann zu finden und sich an ihm zu rächen ist sein Ziel. Doch die großen und kleinen Schlachtfelder des Krieges fordern viel von der kleinen Gruppe und auch die junge französische Adlige Isabelle, für die der Krieg bisher immer weit weg war, bekommt dessen Grausamkeit zu spüren.  Meine Meinung: Mit Quadriga bietet der Autor Thilo Scheurer einen interessanten und recht spannenden  Roman zur Zeit der Niederlage Napoleons, der einige historische Ereignisse mit dem Schicksal seiner Protagonisten verbindet. Viele detailliert recherchierte Beschreibungen lassen dabei nicht nur die damaligen  Geschehnisse und die Umgebung, sondern auch die Bekleidung und besonders den Gebrauch der Waffen vor Augen entstehen. Teilweise wirkte dies auch mal etwas langatmig und nahm etwas das Tempo aus der Geschichte, doch größtenteils gefiel mir dies gut, denn gerade diese kleinen Details versetzten einen sehr gut z. B. in eine unheimliche Stimmung bei der gefährlichen Überquerung eines Flusses oder mitten in die sorglose Völlerei einer vornehmen Gesellschaft. Oder eben auch auf ein totes Schlachtfeld, dessen eindringliches Bild sich mir fest eingeprägt hat. Häufig wurde  die Handhabung der Waffen genau erklärt, was vielleicht den ein oder anderen zum Überlesen reizen könnte, aber andererseits  gerade auch sehr gut zeigte, wie aus heutiger Sicht umständlich und langwierig der Umgang damit war.  Die Personen waren sympathisch dargestellt, wobei der Schwerpunkt auf Leopold lag. Ihn konnte ich  am besten kennenlernen, denn aus seiner Sicht bzw. seine Gedanken wurden am ausführlichsten erzählt. So spürte ich gut seine Verbissenheit und seine Rachegedanken, aber auch manchmal seine Zerrissenheit, wenn ihn die Kriegsgräuel unterwegs einholten. Doch trotzdem konnte ich auch gut mit seinem  Kollegen Carl, der in der Realität der Kämpfe schnell seine Kriegseuphorie verlor, und dem Kosakenführer Portjanow, der einfach nur seine Leute lebend aus dem Krieg heimbringen wollte, mitfühlen. Von der Französin Isabelle hätte ich gerne etwas mehr gelesen, denn ihr frisches und oft kritisches Nachdenken über die Leute ihres eigenen Standes hat mir gut gefallen. Für eine tiefere Ausarbeitung der Figuren hätte ich mir auf jeden Fall einige Seiten mehr gewünscht, denn ich mochte die Figuren und es wäre schön gewesen, etwas länger mit ihnen zu verweilen. So blieb für mich z. T. einiges an der Oberfläche und insgesamt ging es mir am Ende etwas zu schnell. Auch die Suche nach der Quadriga nahm weniger Platz ein, als es der Buchtitel vermuten ließ. Wichtiger als die Suche nach der Quadriga erschien mir hier aber die Auseinandersetzung der Figuren mit Gut und Böse, Schuld und Rache und mit den Auswirkungen eines grausamen Krieges und was dieser aus einzelnen Menschen macht und wie er sie verändert. Das fand ich gut gelungen. 3,5 Sterne

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  • Historischer Roman aus dem Napoleonischen Krieg

    Quadriga
    irismaria

    irismaria

    05. May 2013 um 11:28

    „Quadriga“ von Thilo Scheurer ist ein historischer Roman, der um 1813 in Frankreich und Deutschland spielt. Napoleons Truppen sind auf dem Rückzug und preußische und russische Truppen ziehen gegen Frankreich.  Im Mittelpunkt der Handlung stehen einerseits die zwei preußischen Agenten Leopold Berend und Carl von Starnenberg, zum anderen die junge adlige Französin Isabelle. Während die beiden Preußen mit einer Vorausabteilung Kosaken versuchen, die Telegrafenlinie von Mainz nach Metz und damit die französische Kommunikationsmöglichkeiten zu zerstören, geht Isabelle in die Tanzschule und Kleider und Bälle stehen im Mittelpunkt ihres Denkens. Diese Gleichzeitigkeit von Krieg und Zerstörung und sorglosem Leben der Oberschicht wird als starker Kontrast deutlich. Doch letztlich holt der Krieg alle ein. Für mich stand in dieser Geschichte nicht die titelgebende Berliner Quadriga im Mittelpunkt, die 1806 von den Franzosen verschleppt und von Leopold und Carl gesucht wird, sondern die Schrecken des Krieges und was er mit den Menschen macht. Das hat der Autor Thilo Scheurer gut dargestellt. Die Geschichte ist spannend und die Personen gut gezeichnet. Mein Fazit: ein empfehlenswerter historischer Roman aus einer Zeit, über die ich noch kein Buch gelesen habe.  

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  • Das Grauen des Krieges

    Quadriga
    starone

    starone

    03. May 2013 um 11:44

    Zum Inhalt: Die beiden Soldaten Leopold Berend und Carl von Starnenberg bekommen im Jahre 1813 den Auftrag die französische Telegrafenlinie von Mainz bis nach Metz lahm zu legen. Ihnen ihr Seite gestellt wird noch ein Trupp Kosaken unter der Führung des Lieutenant Portjanow. Als Zusatz gibt es zu dem auch noch einen Geheimbefehl in Paris soll "Die Quadriga" wiedergefunden und zurück nach Berlin gebracht werden, die 1806 in die Hände der Franzosen gefallen ist. Außerdem scheint es in Leo Leben ein dunkles  Geheimnis zu geben, welches auch möglicherweise in Paris gelöst werden kann. Meine Meinung:  Eine spannend Geschichte, die uns Lesern gut die Zeit, das Leben eines Soldaten, Werte, Gefühle und Vorstellungen vor Augen führt. An Hand der Schicksale von Leo, Carl und dem Lieutenanten der Kosaken Portjanow. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, manchmal etwas sehr ins Detail gehend, aber letztendlich sehr wichtig für  der Geschichte, damit man als Leser begreift, dass viel kleine Dinge in dieses Zeit was zum Beispiel die Waffe betrifft für das weiter/überleben von entscheidender Bedeutung sein kann/könnten gewesen sein. Schade das die Suche nach der Quadriga eigentlich in der  ganzen Schicksalsgeschichte um die Soldaten  und dem Kriegsgeschehen etwas untergegangen ist.  Kurz zum Schluss wird auch noch eine Liebesgeschichte mit eingebaut. Die mir persönlich, aber etwas zu schnell von statten ging. Wenn man Ort/Zeit und die Personen gedankt. Aber gut, vielleicht zeigt es auch das der Krieg auch etwas gutes mit sich bringen kann. Eine neue Liebe zwischen Menschen, die im Krieg eigentlich Feinde sind/waren.

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  • Die Schrecken des Krieges

    Quadriga
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    01. May 2013 um 21:24

    Frankfurt 1813: Die preußischen Agenten Leopold Berend und Carl von Starnenberg bekommen den Auftrag, die französische Telegrafenlinie zu zerstören. Doch zusätzlich zu diesem offiziellen Auftrag bekommen sie noch einen Geheimbefehl. Sie sollen die Quadriga finden, die 1806 von den Franzosen beschlagnahmt wurde. Ihr Auftrag führt die beiden Agenten nach Paris, wo Leopold noch eine ganz private Rechnung begleichen möchte. ** Meine Meinung ** Zunächst habe ich mich ein wenig gewundert, denn die Suche nach der Quadriga, die dem Buch ja immerhin ihren Namen gegeben hat, spielt eher eine hintergründige Rolle. Im Vordergrund stehen die Schrecken des Krieges und das Elend, das der Krieg verursacht. Es wird zum Teil sehr detailliert beschrieben, dabei aber eher sachlich statt emotional. Trotzdem entsteht beim Lesen ein Kopfkino, und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Manchmal habe ich mir allerdings etwas mehr Handlung nebenbei gewünscht, und nicht so viel Kriegshandlung. Aber das ist Geschmackssache. Das Buch ist sehr gut recherchiert, und der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Ich kann "Quadriga" allen Lesern empfehlen, die gerne gut recherchierte Historische Romane lesen und sich von viel Kriegsschauplatz nicht abschrecken lassen.

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  • Keine Gnade!

    Quadriga
    baronessa

    baronessa

    21. April 2013 um 16:24

    Leopold Berend stammt aus bürgerlichen Verhältnissen. Carl von Starnenberg dagegen aus adligen Verhältnissen und doch hatten beide etwas gemeinsam – sie waren Offiziere. Ihre neue Aufgabe bestand darin, die französische Telegrafenlinie unschädlich zu machen, noch bevor die Armee dort ankommt. Dazu hatten sie die geheime Order, in Paris die Quadriga zu finden. Eine Gruppe Kosaken sollte sie begleiten und ihre Aufgaben erleichtern. Carl hatte jedoch nicht die geringste Ahnung, auf was er sich da einlässt, denn er hatte noch nie auf einen Menschen geschossen. Leopold jedoch hatte mit seinen Erfahrungen als Soldat zu kämpfen, denn er kannte die blutige Seite des Krieges. Außerdem machte ihm sein verletzter Arm zu schaffen, der nie mehr heilen würde. Also zog die kleine Gruppe los, um ihre Aufgaben gerecht zu werden. Die Vernichtung der Telegrafenlinie war eine Sache, die blutigen Auseinandersetzungen mit den französischen Soldaten, eine andere. Carl hatte nicht damit gerechnet, dass ihm das Töten so schwer fiel. Auch der unsagbare Hass der Bevölkerung auf die Besatzer und deren Rache blieb ihnen im Gedächtnis. Die Unbeschwertheit, mit der Carl seine Aufgaben angenommen hatte, war bald verschwunden. Bald stellte sich die Frage „Warum wird man Soldat?“ Leopold braucht dafür nicht zu überlegen, denn ihn trieb der Hass vorwärts – er hatte eine Rechnung offen. Paris, da lauerte die Bestie, die er töten würde. Als sie Paris endlich erreichten, waren sie nur noch ein paar Soldaten. Ein Häuflein, das in Paris in einen Hinterhalt gerät. Portjanow getötet, Leopold verletzt und ausgerechnet bei einer Französin finden sie Unterschlupf. Paris ist bald in deutscher Hand und die Kampfhandlungen enden. Streunende Soldaten überfallen den französischen Landsitz. Leopold konnte noch eingreifen, bevor die junge Französin vergewaltigt wurde. Die Erinnerungen an seine Schwester werden wach und es kommt ihm zu Bewusstsein, dass er endlich die Bestie aus der Vergangenheit töten muss. Der Vater des Mädchens hilft ihm und er steht der Bestie gegenüber, der soviel Leid über seine Familie und Kindheit gebracht hat. Inzwischen ist dieser Mann verheiratet und selbst Vater. Leopold ist so voller Hass, dass er zwischen Gut und Böse nicht unterscheiden kann.   Ihr wollt wissen, wie es weiter geht? Dann müsst ihr das Buch lesen. Das Buch hat 428 Seiten, aber sie sind schnell gelesen. Mann merkt, dass das Buch ein Mann geschrieben hat, denn er hat die blutigen Seiten des Krieges genau beschrieben. Die Ideale eines Mannes, wenn er in den Krieg zieht und wie er aus dem Gleichgewicht gerät, wenn Vaterlandsliebe nicht die Gräuel des Krieges widerspiegeln. Töten oder getötet werden, Hass und Vergebung, Gut oder Böse, schwarz oder weiß – der Krieg vereinnahmt beide Seiten. Eine Trennlinie gibt es nicht. So fällt es auch Leopold schwer, Vergebung zu geben. Jeder möchte seine Familie glücklich sehen. Barmherzigkeit, Anteilnahme, Mitgefühl, Erbarmen gegenüber dem angeblichen Feind – kennt man nicht. Und doch haben beide Seiten mit den Auswirkungen des Krieges zu kämpfen. Ob Freund oder Feind – beide haben Verluste, beide haben die Konsequenzen des Krieges kennengelernt. Sehr gut beschrieben! Es sind verschiedene Einzelgeschichten, die in diesem Buch zusammenkommen. Jede hat eine andere Sichtweise und doch sind sie mit dem Schicksal des Krieges verbunden. Der Autor hat sich viel Mühe gemacht, auch Kleinigkeiten, wie Uniform, Waffen usw. zu beschreiben. Die Quadriga ist nicht der Aufhänger des Buches, sondern nur das Ziel des Weges. Im Innenteil des Buches gibt es eine Übersichtskarte der Telegrafenlinie und der Plan von Paris. Das Cover passt auch zur Geschichte. Mit hat das Buch gut gefallen, denn es regt zum Nachdenken an. Die Geschichte könnte in jedem Krieg spielen.

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