Evangelisch?

von Thomas A. Seidel 
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Gibt es eine einheitliche Antwort auf die eingangs gestellte Frage?

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Inhaltsangabe zu "Evangelisch?"

"Was bedeutet für Sie evangelisch'?"§"Keine Angst mehr", "Widerspruch wagen" oder auch "Weit wie das Meer" so lauten einige der§Antworten von 95 Prominenten und Nichtprominenten, darunter Torsten Albig, Dieter Falk, Gundula§Gause, Ludwig Güttler, Nina Hagen, Peter Hahne, Margot Käßmann, Christine Lieberknecht, Friedhelm§Loh, Andreas Malessa, Ulrich Parzany, Frauke Petry oder Bodo Ramelow. Ihre kurzen und sehr§persönlichen Beiträge zeigen uns die faszinierende Vielfalt des Glaubens auf.§Überraschende Perspektiven vermitteln auch die für diesen farbigen Bildband eigens erstellten§Fotografien von Jürgen M. Pietsch.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783775156073
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:SCM Hänssler
Erscheinungsdatum:05.03.2015

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    peedees avatar
    peedeevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gibt es eine einheitliche Antwort auf die eingangs gestellte Frage?
    Eine neue Chance

    In diesem Buch werden Antworten auf die Frage „Was ist evangelisch?“ zusammengetragen. Dafür wurden 95 Menschen porträtiert, darunter Ältere und Jüngere, Prominente und Nicht-Prominente, kirchliche Profis und theologische Laien. Gibt es eine einheitliche Antwort auf diese Frage?

    Erster Eindruck: Ein schönes Cover in Rottönen mit vielen kleinen Fotos. Im Untertitel steht „95 Antworten – 95 Porträts“. Das Buch hat jeweils auf der linken Seite ein Foto des/der Porträtierten und rechts eine kurze Beschreibung seines/ihres Werdegangs und die Antwort auf die Frage.

    Was ist evangelisch? Das ist eine sehr gute Frage, die ich mir bis zu diesem Buch tatsächlich noch nie gestellt habe. Für mich war „evangelisch“ einfach ein Teil meiner Konfession, mit der ich aufgewachsen bin, nämlich evangelisch-reformiert. In meiner Kindheit gab es für mich nur Kontakt mit zwei Konfessionen, römisch-katholisch (mütterlicherseits) und evangelisch-reformiert (väterlicherseits). In meinem Heimatort war der Grossteil evangelisch-reformiert. Ich habe das Schulfach Religion immer sehr gerne gemocht und habe auch mit grosser Freude die Sonntagsschule besucht.

    In diesem Buch habe ich sehr viele interessante Denkanstösse gefunden, hier ein paar Beispiele:
    - „Es gibt bei uns keine Heiligen, sondern nur Menschen, die nach dem richtigen Weg suchen.“ (Dr. Günther Beckstein, geb. 1943, seit 2009 Vizepräses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland)
    - „Dass gelebte Kirche etwas anderes ist als schwere und erdrückende Gebote, dass sie befreit und annimmt […].“ (Sabine Bublitz, geb. 1986, Pfarrfrau und Leiterin des Kirchenchores)
    - „Was mir im Direktvergleich bis heute an der evangelischen Kirche gefällt, ist die kritische, auch selbstkritische Gesprächskultur: ganz im Sinne des Wortsynonyms ‚protestantisch‘.“ (Dieter Falk, geb. 1959, Musikprofessor und Komponist)

    Am meisten gefallen hat mir die Geschichte von Helmut Matthies (geb. 1950, seit 1978 Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur idea e.V.): Er ist in der siebten Klasse von der Oberschule geflogen, weil er einfach zu faul war. Der Rektor begleitete den Schüler nach Hause, damit sein Vater ihn nicht zu sehr verprügelte. Und was passierte? Nichts von dem, was die Mutter, der Rektor und wohl auch Helmut selbst befürchtet hatten. Der Vater nahm den Sohn in den Arm und sagte nur „Junge, das schaffen wir schon wieder.“ Dieses Erlebnis „Ich bekam eine neue Chance“ führte dazu, dass Helmut Matthies fleissig lernte, das Abitur nachholte und sodann Theologie studierte!

    Gibt es nun eine einheitliche Antwort auf die eingangs gestellte Frage? Nein. Jede/r hat für sich eine eigene, persönliche Definition, was ich auch als richtig erachte. Mir haben die Porträts sehr gut gefallen; das Buch eignet sich sehr gut, zwischendurch wieder ein paar Seiten/Geschichten zu lesen. Was ich jedoch schade fand, war Folgendes: Die Porträtierten konnten sich in einem selbst gewählten Umfeld fotografieren lassen, was ich sehr schön fand, nur sind die Menschen auf den Fotos unterschiedlich nah aufgenommen worden, so dass vom gewählten Umfeld eigentlich nichts zu sehen ist.

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