Thomas A. Vierich Blutgasse

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Inhaltsangabe zu „Blutgasse“ von Thomas A. Vierich

Barbara, die kapriziöse Tochter eines bekannten Wiener Baulöwen, wird verfolgt und bedroht. Sie überredet den Journalisten und Lebemann Alfred Brinkmann, sie als eine Art Leibwächter zu begleiten. Dann wird Barbaras Vater tot aufgefunden, eingegossen in Beton. Und Alfred gerät in ein Netz erotischer Versuchungen, tödlicher Intrigen im Baumilieu und dunkler Familiengeheimnisse, in dem Lüge und Vergessen, Sex und Business, Mord und Totschlag nah beieinander liegen ...

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  • Frage zu "Das Hotel New Hampshire" von John Irving

    Das Hotel New Hampshire
    abfallkorb

    abfallkorb

    Ich fahre demnächst nach Wien und suche Literatur dazu. Allerdings keine Reiseführer, sondern Beletristik. Habt ihr Vorschläge für Krimis, historische Romane oder andere Romane, die in Wien spielen und die Stadt auch mit einbeziehen?

    Was ich bereits gelesen habe, um mal ein Beispiel zu nennen, ist "Hotel New Hampshire" von John Irving.

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  • Rezension zu "Blutgasse" von Thomas A. Vierich

    Blutgasse
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. October 2010 um 15:45

    Wieder ein Krimi aus Österreich, wieder vom Feinsten und wieder von edelster Machart. Doch eingangs ein Hinweis an alle, die sofort einen mit Leichen gepflasterten Weg erwarten. Entäuscht wären diese vielleicht, denn Mord und Totschlag nähern sich hier auf sehr leisen Sohlen. In "Blutgasse" braut sich das Unheil langsam zusammen. Dafür aber unaufhörlich und wenn es soweit ist, schlägt es erbarmungslos zu! "Wolferl! Wolferl!" ruft jemand am Ende der Blutgasse vor dem Mozarthaus. "Viva Mozart!" gröhlt eine Gruppe Touristen als Antwort. Der Verfolger ist für einen Moment abgelenkt und das potentielle Opfer kann in den nächsten Hauseingang flüchten. Sie ist froh, dem unheimlichen Mann vorerst entkommen zu sein. Sie versteckt sich zwischen Müllcontainern, was in ihrem Aufzug nicht ganz unproblematisch ist. Auf Stöckelschuhen hinter einem "Mistkübel" auszuharren, ist nicht nur unbequem, sondern in höchstem Maße unappetitlich. Es stellt sich die bange Frage, ob er sie entdecken würde. Die alte Frau, die ihren Müll entsorgt, will sie nicht zu Tode erschrecken und verharrt deshalb in ihrer Position. Die Nacht ist schwarz, der Nebel wird immer dichter und der Akku vom Handy ist selbstverständlich leer. Gibt es eine Chance, dem Ledermantelmann zu entkommen? Plötzlich hört sie Schritte, und diesmal ist es keine Hausbewohnerin, die ihren Unrat entsorgen will ... Es ist kurz nach drei. Sie erschreckt sich zu Tode und ist plötzlich hellwach. Da ist ein Geräusch im Wohnzimmer. Wahrscheinlich Sigi, der Kater. Kurz darauf wieder etwas, doch diesmal muss es ein schwerer Gegenstand gewesen sein. Zu schwer für Sigi. Also verlässt Barbara ihr Schlafzimmer und macht sich vorsichtig auf den Weg nach unten. Vielleicht sollte sie sich bei Gelegenheit doch eine Alarmanlage einbauen lassen und einen Revolver besorgen. Die Schranktür neben dem Fernseher ist offen und ein schwerer Aschenbecher ist vom Wohnzimmertisch gefallen. Jetzt macht sie überall Licht, weil sie dem Eindringling nicht im Dunkeln gegenübertreten will ... Barbara Baric ist die Tochter des Wiener Baulöwen Wilhelm "Beton-Willy" Baric, dem "König der Billigbauweise". Er ist 65 Jahre alt und seine Tochter fühlt sich in der Lage, demnächst in seine Fußstapfen treten zu können. Ihr Vater sieht die Dinge jedoch ganz anders, zumal er mit seinem künftigen Schwiegersohn Ferdinand "Ferdl" Wagner, dem "Shootingstar der Avantgarde", auf Kriegsfuß steht. Zusätzliche Brisanz kommt ins Spiel, da Ferdl mit Barbara vor einigen Monaten die "Frischbau" gegründet hat, welche in Konkurrenz zu Baric Bau treten könnte! Alfred Brinkmann, Journalist und "Lebemann" aus Berlin, liiert mit Cordula Pokorny, einer Freundin von Barbara, lässt sich von ebendieser überreden, sie als eine Art Leibwächter zu begleiten. Die Bedrohungen von Leib und Leben erreichen einen vorläufigen Höhepunkt, als sie in ihrem Wagen verunglückt. Die Bremsleitungen enthalten fast kein Öl mehr. Die weiteren Ereignisse geraten aus den Fugen, als man Barbaras Vater ermordet vorfindet. In einer frisch ausgegossenen Betonfläche! Lange hat es gedauert, doch jetzt nimmt der Krimi richtig Fahrt auf. Aufgrund der langen Vorgeschichte scheint es keine Frage zu sein, wer für die Tat verantwortlich ist. Selbstverständlich bleiben aber faustdicke Überraschungen nicht aus. Thomas Askan Vierich, Redakteur, Magazinmacher und Literaturkritiker hat nach seinem kulinarischen Roman-Debut "Tödliche Delicatessen" (2006) mit seinem zweiten Buch einen Kriminalroman geschrieben, der schonungslose Einblicke in und ums Wiener Baumilieu gewährt. Hier tut sich der eine oder andere Abgrund auf (wobei es gar nicht mal so ausgeschlossen ist, dass sich die skizzierte Vetternwirtschaft und Korruption mühelos auch auf hiesige Verhältnisse übertragen lassen). Doch der Autor geht insofern einen Schritt weiter, indem er so unterschiedliche Themenbereiche wie die Wiener Küche ganz nebenbei einfügt sowie ein überaus bekanntes Rätsel-Zeichenspiel für Kinder, welches im Rahmen dieser Geschichte eine sehr zentrale Rolle spielt! Über eine außerordentlich unterhaltsame Nachhilfestunde in Sachen Wiener Sprachlehre sowie Aufklärung über die Feinheiten des Wiener Straßennetzes dürfen wir uns ebenso freuen. Auch etwas städtebaulicher Geschichtsunterricht fehlt nicht sowie das (ebenfalls) in die Handlung verwobene, bitterböse Kapitel der Situation der einst in Wien lebenden Juden zur Zeit des Nationalsozialismus. Eine der Hauptfiguren - Alfred Brinkmann - hat eine "tiefsitzende Aversion" gegen "umständliche Sprachverwendung". Es mag kein Zufall sein, dass sein Schöpfer diese Eigenschaft mit ihm teilt. So findet man in "Blutgasse" keine verschachtelten Satzkonstruktionen, denen eine ausführliche Selbstdarstellung wichtiger ist als die weiteren Ereignisse auf der Handlungsebene. Präzision in Ausdruck und Sprache sind hier die Zauberwörter, was dem einen oder anderen vielleicht etwas nüchtern vorkommen mag. Doch genau hinter ebensolchen Fassaden treiben Neid und Missgunst des Macht- und Geldadels, oft und lange unerkannt, ihr schauriges Spiel ... © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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  • Rezension zu "Blutgasse" von Thomas A. Vierich

    Blutgasse
    liebelein

    liebelein

    22. November 2009 um 01:09

    Der österreichische Krimi “Blutgasse“ von Thomas Askan Vierich spielt im Baumilieu in Wien. Barbara, verwöhnte und extravertierte Tochter des bekanntesten Bau-Riesen Baric – auch als „Beton- Willi“ bekannt, fühlt sich verfolgt und bedroht, kann den Täter jedoch nicht zuordnen. Alfred Brinkmann, Ex-Berliner Journalist und Mann ihrer Freundin Cordula, soll als Leibwächter fungieren, nachdem in Barbaras Wohnung eingebrochen wird und ein seltsamer Zettel mit Linien zurückbleibt. Eine Drohung oder ein Hinweis? Durch die Begleitung von Barbara und seinem eigenen Schwiegervater, der in die Immobilienbranche verstrickt ist, gerät Alfred in seiner Rolle immer mehr eine Geschichte, die sich aus Familienstreitigkeiten, nationalsozialistische Vergangenheit der Familie und Korruption im Baugewerbe zusammensetzt. Doch erst als Willi Baric selbst in einer frisch gegossenen Betonplatte tot aufgefunden wird, beginnt die Polizei sich für den Fall und leider auch für Alfred Brinkmann zu interessieren. Und Brinkmann selbst erhält auch einen dieser seltsamen Zettel aus Linien, die er nicht definieren kann. Wer oder was steckt hinter dieser Sache? Die verworrenen Zusammenhänge in der Familie und Firma Baric werden aus Alfreds Sicht erzählt. Daher erhält man als Leser auch nur die Informationen aus seiner Sicht und versucht sich einen Reim aus dieser zu machen. Man wird auf verschiedene „Verdächtige“ gelenkt, die sich jedoch meist bis zum Ende des Buches als unschuldig herausstellen. Nach seinem für den Glauser-Preis nominierten Debütroman “Tödliche Delikatessen“ versucht sich Thomas Askan Vierich hier an seinem zweiten Buch. Als Krimi ein gelungenes Werk, ein paar kleine Längen sind mir persönlich aufgefallen, die dem gesamten aber nicht schaden. Dafür steigt die Spannung zum Ende des Buches wieder rasch an, und das Ende erwies sich mir fast überraschend. Durch ein bisschen „Wiener Schmäh“ muss ich mich als Nicht-Kenner zwar erst einmal in die Story einfinden, welches mir aber nicht sehr schwer gefallen ist. Daher mein Fazit: ein sehr solider Kriminalroman, der sich gut in die Stadt Wien einfügt und Einblicke in die Machenschaften des Baugewerbes gibt. Gut flüssig lesbar und zudem ein schönes Buchformat!

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  • Rezension zu "Blutgasse" von Thomas A. Vierich

    Blutgasse
    Solifera

    Solifera

    30. September 2009 um 20:32

    Der Autor wartet mit allerlei auf: Es gibt Bestechungsversuche, Mord und Totschlag, auch kommen Konflikte zwischen den Generationen und den Geschlechtern nicht zu kurz. Dennoch: Wer einen Hochspannungs-Krimi erwartet ist - in meinem Augen - ein wenig fehl am Platz. Die Handlung ist leider nicht durchgehend typisch "krimihaft", sondern driftet teilweise in Richtung geschichtlicher Roman rund um Nazi-Zeit und Antisemitismus in Österreich ab, was das Buch aber dadurch nicht minder lesenswert macht. Der Spannungsbogen wird zu Beginn des Buches weit gespannt, fällt dann in der Mitte leider ab, so dass das Buch ein bisschen vor sich hin "plätschert". Gegen Ende dann, als alles aufgeklärt scheint und doch nicht ist, wird es dann doch noch ein bisschen spannender. Wenn man das Buch nicht rein unter dem Aspekt Krimi liest, sondern "nur" solide Unterhaltung sucht, der wird damit gut beraten sein.

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  • Rezension zu "Blutgasse" von Thomas A. Vierich

    Blutgasse
    BeateW

    BeateW

    21. September 2009 um 19:31

    Welche Methode wird ein Mörder wählen, der einen Baulöwen mit dem Spitznamen "Beton-Willy" umbringen will? Ganz klar! Getreu dem Motto "Nomen est omen", gießt er sein Opfer in Beton ein. Und genau dieses Schicksal erleidet Willy Baric, der sich durch seine Billigbauweise bekannt und durch seine Schiebungen und Bestechungen unbeliebt gemacht hat. Auch Tochter Barbara, die mit einem Kontrahenten Willys verlobt ist und mit diesem eine Konkurrenz-Baufirma gegründet hat, fühlt sich bedroht und verfolgt. Sie wendet sich Hilfe suchend an Alfred Brinkmann, den Ehemann ihrer Freundin Cordula, die -genau wie Barbara- auf dem Parkett der Wiener Bussi-Gesellschaft zu Hause ist. Alfred fungiert als Barbaras Leibwächter und ist ständig an ihrer Seite. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Nachdem Willy tot aufgefunden wurde, ist auch Barbaras Leben ernsthaft in Gefahr und Alfred bekommt nicht nur Probleme mit seiner Frau, sondern auch mit der Polizei. Fieberhaft ist er um die Aufklärung des Falles bemüht und steigt dabei ein in eine verfilzte, korrupte Wiener Gesellschaft. Die Ermittlungen gehen zurück bis in die Nazi-Zeit und den finsteren Teil der Geschichte Österreichs. Romane, die mit viel Lokalkolorit einhergehen, können mich nur schwer begeistern, vor allem, wenn ich die Örtlichkeiten nicht kenne. Aber der in Wien lebende Autor schafft es, auch ohne Ortskenntnis ein konkretes und buntes Bild der Hauptstadt Österreichs entstehen zu lassen. Die Krimihandlung ist durchgehend fesselnd und als ich kurz vor dem Ende des Romans sicher war, den Mörder zu kennen, sorgte eine überraschende Wendung für Spannung bis zur letzten Seite. Fazit: Ein lesenswerter Kriminalroman

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  • Rezension zu "Blutgasse" von Thomas A. Vierich

    Blutgasse
    Kiara

    Kiara

    14. September 2009 um 18:49

    Zum Inhalt: Alfred Brinkmann, gebürtiger Deutscher, lebt nun schon seit einigen Jahren mit seiner aus vornehmen Hause stammenden Frau Cordula in Wien. Eines Tages bittet ihn Barbara Baric, eine Freundin von Cordula und Tochter des bekannten Wiener Baulöwen Willy Baric, sie als eine Art Bodyguard zu beschützen, da sie sich bedroht und verfolgt fühlt. Als kurz darauf Barbaras Vater ermordet wird, gerät Alfred durch seine Verbindung zu Barabara selbst unter Mordverdacht und beginnt auf eigene Faust in einem Netz aus Intrigen, Lügen und dunklen Familiengeheimnissen zu ermitteln. Meine Meinung: Das Buch beginnt recht rasant mit einer Verfolgungsszene in der sogenannten Blutgasse Wiens, schaltet danach aber erst einmal ein paar Gänge runter um fortan in der Handlung eher etwas dahinzuplätschern. Das ändert sich jedoch mit dem Mord an Willy Baric. Denn ab dem Punkt gewinnt die Geschichte wieder an Fahrt um zum Finale noch mit einigen unerwarteten Wendungen aufzuwarten! Abgesehen von einem fesselnden Kriminalfall bietet dieser Roman aber noch einiges mehr: So widmet sich Thomas Askan Vierich der österreichischen, nationalsozialistischen Vergangenheit und dem Unrecht, das auch noch nach dem Ende des 2. Weltkrieges den überlebenden Opfern des Nationalsozialismus widerfahren ist. Zudem gelingt es dem Autor sehr gut die Stadt Wien zu beschreiben und ihr mit seinen Schilderungen Leben einzuhauchen. Mir jedenfalls hat er Wien als nächstes mögliches Reiseziel sehr schmackhaft gemacht. Fazit: "Blutgasse" verdanke ich einige gemütliche Stunden auf dem Sofa, in denen ich auf Mörderjagd gehen konnte und nebenbei noch einige geschichtliche Hintergrundinfos zu Österreich im Allgemeinen und Wien im Besonderen erhalten habe. ... Ich vergebe deshalb vier von fünf Sternen! Über den Autor: Thomas Askan Vierich wurde 1964 geboren und lebt in Wien, Zürich und Berlin. Er arbeitet als Redakteuer, Magazinmacher und Literaturkritiker. Sein erster Roman "Tödliche Delicatessen" wurde mit dem Bloody-Cover-Award ausgezeichnet.

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  • Rezension zu "Blutgasse" von Thomas A. Vierich

    Blutgasse
    Natasha

    Natasha

    31. August 2009 um 20:31

    Barbara Baric, die Tochter eines Wiener Baulöwen, fühlt sich verfolgt und fürchtet um ihr Leben. Sie bittet Alfred Brinkmann (schon bekannt aus „Tödliche Delicatessen“), den Mann ihrer besten Freundin Cordula, um Hilfe. Er soll sie als eine Art Bodyguard begleiten und außerdem herausfinden, wer ihr Böses will. Eher widerstrebend nimmt Alfred den Auftrag an, gerät dann, nachdem Barbaras Vater auf verdächtige Weise ums Leben kommt, aber in eine Menge Verwicklungen rund um blinden Ehrgeiz, Korruption, Bestechung, die österreichische Vergangenheit und ihre Auswirkungen bis heute. Thomas Askan Vierich zeichnet in seinem zweiten Buch um Alfred Brinkmann äußerst scharfzüngig ein Bild von Wien und seiner Gesellschaft, das seinesgleichen sucht. Präzise deckt er auf, was im Verborgenen bleiben soll und legt den Finger insbesondere in die Wunde, die die Rolle Österreichs im Zweiten Weltkrieg gerissen hat. Dabei ist das Ganze geschickt in eine Krimihandlung verpackt, die zwar eher langsam beginnt, aber sich zum Ende hin kontinuierlich steigert. Zunächst werden in aller Gemütsruhe die einzelnen Charaktere eingeführt, ihre Beziehungen untereinander dargestellt und so erst der Überblick für den Leser ermöglicht. Teilweise äußerst ironisch geht er mit seinen Figuren um, lässt an vielen kein gutes Haar und schafft es doch, sie alle menschlich und - zumindest bedingt - sympathisch wirken zu lassen. Gerade zu Anfang hätte eine etwas stringentere Erzählweise die Krimihandlung sicher nach vorne gebracht, aber im Verlauf des Buches kompensiert Thomas Askan Vierich dies mit einer Auflösung, die sicher nicht jeden zufrieden stellen wird, aber äußerst realistisch daherkommt. Und eine Menge Wiener Atmosphäre wird dem Leser noch gratis dazu geboten…

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  • Rezension zu "Blutgasse" von Thomas A. Vierich

    Blutgasse
    schlumeline

    schlumeline

    31. August 2009 um 15:33

    Alfred Brinkmann, gebürtiger Deutscher aus Berlin, und von Berufswegen eigentlich Journalist, hat Cordula Pokorny, Tochter aus reichem Wiener Hause, geheiratet. Nun kümmert er sich in Wien um die Immobiliengeschäfte seines Schwiegervaters. Cordulas beste Freundin, Barbara Baric, Tochter eines bekannten Wiener Baulöwen, fühlt sich bedroht und so kommt es, dass sich Albert als deren Leibwächter betätigt. Er ist von diesem Moment an viel mit Barbara zusammen, geht mit ihr Essen, bekocht sie und kümmert sich um ihre Ängste und Nöte. Von den Bedrohungen erfährt er eigentlich immer nur über Barbara, selbst erlebt er diese nicht, jedenfalls nicht direkt. Schließlich kommt es dazu, dass Barbaras Vater ums Leben kommt. Man vermutet einen Mord und auch Alfred selbst gerät in das Visier der Polizei. Derweil entstehen immer neue Verwicklungen, auf die sich selbst Albert zunächst keinen Reim machen kann. Der Autor Thomas Askan Vierich verbindet in diesem Krimi familiäre Probleme der Protagonisten, Intrigen im Baubereich, Österreichs Vergangenheit in Bezug auf den Nationalsozialismus und eine schöne Einführung in die Wiener Küche und deren Spezialitäten für jedermann. Der Leser fühlt sich versetzt in eine andere Welt. Sehr schön ist in diesen Kriminalroman ein über Grenzen hinaus bekanntes Rätselspiel für Kinder integriert. Was hat dieses Rätselspiel mit dem oder den Morden zu tun? Aber das soll der Leser selbst erfahren, wenn er sich auf dieses wunderschön andere Buch einlässt. Nicht nur ein einfacher Kriminalroman, sondern auch ein Einblick in die Geschichte eines Landes und noch viel viel mehr. Einfach lesenswert.

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