Thomas Askan Vierich , Berndt Anwander Praterglück

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Inhaltsangabe zu „Praterglück“ von Thomas Askan Vierich

Eine kriminalistische Imbiss-Groteske in Briefen, Post-its, E-Mails und SMS: Das Praterglück - eine Institution im Wiener Würsteluniversum. Am Grill: zwei Brüder, so unterschiedlich wie Currywurst und Käsekrainer. Die beiden, der eine Berliner, der andere Wiener, können sich nicht ausstehen. Also beschließen sie, nur noch schriftlich miteinander zu kommunizieren - mit Schmäh und Schnauze. Den gegenseitigen Arbeitsanweisungen folgen üble Beschimpfungen, skurrile Betrachtungen über das Leben, deutsch-österreichische Missverständnisse - und schließlich eine Verabredung zum Mord.

mit Witz und Charme

— Laudia89

mäßiger Schlagabtausch zwischen Wiener Schmäh und Berliner Schnauze

— Livres

Lustig, nette Idee, aber leider doch auf die länge eines Buches gesehen eher langweilig.

— Tubby-1985

Wiener Schmäh und Berliner Schnauze - Gegensätze ziehen Katastrophen an!

— oztrail

Amüsante Geschichte, die einen lehrt, wie klasse es klingt, auf Wienerisch zu fluchen. ;)

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ganz nett, aber nicht wirklich überzeugend.

— tootsy3000

Krimi-Groteske, die einem Humorvoll die Zeit vertreibt

— Jaq82

wahrlich groteske Zettelwirtschaft zwischen zwei Bründern, die eine Tat planen und es anders kommt, als man denkt

— anja_bauer

Ein Krimi, der eigentlich keiner ist, sondern ein Wortabschlag zweier ungleicher Brüder, Berliner und Wiener, originell geschrieben,

— dicketilla

Als „Grotesk“ wird auch eine besondere Abart des Humors bezeichnet. Sie geht teilweise schon unter die Gürtellinie.

— aob1952

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  • mit Witz und Charme

    Praterglück

    Laudia89

    23. June 2017 um 20:55

    Unter Praterglück würde man am Anfang keine Imbissbude vermuten.Die beiden unterhalten sich auf die interessantesten Weisen z.B. Post-It, Lieferscheine ... Mit Witz und dem jeweiligen Charme des östereichischen und berlinerischen Dialekt erzählen die Autoren über Halbbruder. Die beiden können sich nicht leiden und beschimpfen sich auf ihre Art, das es oft zu Missverständnissen kommt. Bis zu dem Tag als das Schicksal ihren Lauf nimmt. Das Cover lässt vermuten um was es geht, aber nicht der Titel. Aber die Geschichte ist witzig geschrieben und der Lesefluss kommt nichts ins stocken. Sehr gut rüber gebracht worden ist der Sprachkonflikt der Länder. Wer ein Fan von lustiger und einfacher Unterhaltungsliteratur ist, wird dieses Buch mögen.

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  • mit Witz und Charme

    Praterglück

    Laudia89

    23. June 2017 um 05:40

    Unter Praterglück würde man am Anfang keine Imbissbude vermuten.Die beiden unterhalten sich auf die interessantesten Weisen z.B. Post-It, Lieferscheine ... Mit Witz und dem jeweiligen Charme des östereichischen und berlinerischen Dialekt erzählen die Autoren über Halbbruder. Die beiden können sich nicht leiden und beschimpfen sich auf ihre Art, das es oft zu Missverständnissen kommt. Bis zu dem Tag als das Schicksal ihren Lauf nimmt. Das Cover lässt vermuten um was es geht, aber nicht der Titel. Aber die Geschichte ist witzig geschrieben und der Lesefluss kommt nichts ins stocken. Sehr gut rüber gebracht worden ist der Sprachkonflikt der Länder. Wer ein Fan von lustiger und einfacher Unterhaltungsliteratur ist, wird dieses Buch mögen.

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  • mäßiger Schlagabtausch zwischen Wiener Schmäh und Berliner Schnauze

    Praterglück

    Livres

    01. September 2016 um 09:25

    Bei „Praterglück“ stehen die Halbbrüder Balthasar und Paul im Mittelpunkt des Geschehens. Balthasar ist gebürtiger Wiener, Paul kommt aus Berlin und beide kennen sich erst seit Kurzem. Ihre Tante Hertha hat die beiden sozusagen zusammengeführt, da sie zusammen den erfolgreichen Imbiss der Tante mit dem passenden Namen „Praterglück“ in Wien führen sollen. Da sich die beiden überhaupt nicht leiden können, arbeiten sie immer in entgegengesetzten Schichten und treffen sich so nie persönlich. Ihre Kommunikation findet dabei nur auf einfachen Zetteln, Rechnungen, per SMS oder Email statt. Der Tonfall ist dabei immer recht kratzbürstig, herablassend und auch gemein. Oft sind sie dabei unterschiedlicher Meinung, nur in einer Sache sind sie sich einige: Tante Hertha, der sie 50% vom Gewinn des Imbisses abgeben müssen, können beide nicht leiden! Daher beschließen die beiden, die Tante um die Ecke zu bringen uns. Doch plötzlich geschieht ein Mord vor dem Praterglück, der Tote ist jedoch nicht die liebe Tante. Doch nun geraten die beiden Brüder unter Mordverdacht.„Praterglück“ ist kein wirklicher Krimi, sondern eher eine Krimi-Groteske. Jedoch kommt der Krimi-Anteil an der Geschichte fast etwas zu kurz. Hauptsächlich liest der Leser die Beschimpfungen und Verunglimpflichungen, die die Brüder sich täglich gegenseitig niederschreiben. Die Sprache ist dabei sehr direkt und umgangssprachlich und immer wieder deutlich „unter der Gürtellinie“. Die Grundidee der Geschichte ist skurril. Auch, dass das Buch eigentlich nur aus Notizen, Briefen und Nachrichten besteht ist eine interessante Erzählweise, die einen gewissen Charme hat. Das „Duell“ zwischen Wiender Schmäh und Berliner Schnauze ist prinzipiell auch eine interessante Herangehensweise. Jedoch war mir persönlich der Umgangston der Brüder untereinander oftmals viel zu derb und herablassend und mit Schimpfwörtern nur so gespickt. Auch blieb mir aufgrund dessen das aufkeimende Lächeln öfters mal im Halse stecken. Daher konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen und ich kann hier nur 2 von 5 Sternen vergeben.

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  • Manchmal wäre es besser zu schweigen

    Praterglück

    Tubby-1985

    Also laut Klappentext und auch bei der Lesesprobe hätte ich mir was anderes unter diesem Buch vorgestellt. Es dauert wirklich fast die Hälfte des Buches bis der kranke Junge mit seinem Pfleger unterwegs ist und auch die Mitreisenden sind anders als dargestellt. Elton reist zum Beispiel nur über eine sehr kurze Strecke mit, bis er ins Gefängnis kommt, weil er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hat und der Sohn Elton wird erst geboren und fährt dann mit dem Krankenwagen und gar nicht im Auto. Außerdem ist der Pfleger ein ganz schöner Stoffel und an Stelle der Mutter hätte ich mein Kind und schon gar nicht ein so schwer erkranktes mit ihm wegfahren lassen. Stellenweise sehr nett und lustig und unetrhaltsam geschrieben, aber über lange Strecken auch recht langweilig und nicht sonderlich tiefgreifend. Man hätte dafinitiv mehr rausholen können. Schade, aber das Buch hat mir nicht sonderlich gefallen.

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    • 2

    rumpelstratter

    02. April 2015 um 22:18
  • Wurstbudendasein

    Praterglück

    dicketilla

    Paul, der Berliner und Balthasar der Wiener, sind auf das Angebot ihrer Tante Herta eingegangen. Sie versprach ihnen eine Goldgrube, und verlangte auch gleich 50 % der Einnahmen, als sie den beiden Brüdern ihre Wurstbude überlies. Doch die zwei sehr unterschiedlichen Brüder konnten nicht miteinander arbeiten. So teilen sie sich die Schichten im 3 Tage Rhythmus, und teilen sich auf der Rückseite von Lieferscheinen, E-Mails, Ouittungen, abgerissenen Ringbuchseiten, die mit Fettflecken, Ketchup-und Senfresten versehen  waren, ihren Unmut über die Arbeit des anderen mit. Eine sehr amüsante, spritzig, auch derbe Art der Kommunikation.. Zwei anscheinende Pechvögel, die versuchen ihr Leben wieder etwas auf die Reihe zu bekommen. Dann tritt die junge Andjelina, aus einem Dorf bei Tiraspol, erst als Putzfrau, dann in ihr Leben, was für viel Aufregung sorgt. Finden sie doch ausgerechnet vor ihrem Imbiss einen entfernten Verwandten, von ihr, mit einem Messer im Bauch vor. Und schon haben sie nicht nur die Polizei, sondern auch die Mafia im Rücken. Gemeinsam eint sie eigentlich nur der Gedanke, der gierigen Tante nach dem Leben zu trachten, wobei sie vielerlei Möglichkeiten ersinnen.  Die Idee mit den unterschiedlichen Nachrichtenzetteln hat mir gut gefallen, und unterstreicht nochmals das Wurstbudendasein. Zum Glück befindet sich am Ende des Buches eine „Deutsch-österreichische Begriffskunde und Wurstglossar“, die etwas Aufschluss über bestimmte Äußerung gibt. Paul und Balthasar verbindet nur die gemeinsame Mutter, der eine wuchs bei der Mutter auf, der andere durchlebte ein Leben in Heimen, bis er bei Tante Herta landete. Doch beide haben ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen. Während ihres Schriftwechsels kommen sie sich dennoch ungewollt näher, und am Ende ist Blut doch dicker als Wasser. Eine Geschichte, bei der der Kriminalfall eher Nebensache ist, eher das Verhältnis der Brüder zueinander im Vordergrund steht. Es gibt Momente, in denen man sich köstlich amüsiert, aber dann wieder etwas traurig ihrer Geschichte lauscht. Ein Buch, das sich schnell liest, mich aber leider nicht voll begeistern konnte.

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    • 3
  • Wien trifft auf Berlin -

    Praterglück

    oztrail

    15. March 2015 um 14:50

    Das Cover passt genau zu dieser sehr Krimi-Groteske. Den Autoren ist es gelungen etwas ungewöhnliches zu fabrizieren, nämlich eine Geschichte im Milieu, ohne das die zwei Protagonisten wirklich jemanden was böses antun. Zwei Halbbrüder die unterschiedlicher nicht sein können, der eine Wiener - Balthasar (leicht kriminell) der andere Berliner - Paul (nicht kriminell). Wie sich beide nur mit Zetteln, E-Mails und SMSs verständigen. Am Anfang ging es noch um das von der Tante Herta aufgedrückte "Praterglück" einen Würstelstand im Wiener Prater. Diesen zu betreiben ist nicht ganz einfach, da Tante Herta auch noch am Kuchen mit naschen will. Die zwei schieben Schichtarbeit um das Standl am Leben zu erhalten. Die erste Veränderung im Geschäft, ist das Einstellen einer Putzfrau. Ab hier triftet das Duo Schritt für Schritt in die Wiener Unterwelt ab. Was dabei noch alles zu Tage kommt, soll der Leser selber erforschen. Die wildesten Gerangel und Aktionen machen das Ganze ein wenig zu unwirklich. Der urtypische Wiener Slang, war in der Groteske überwiegend vorhanden, muss man mögen. Wenn nicht, gibt man nach kurzer Zeit auf und legt das Buch weg. Ganz toll fand ich am Ende des Buches die Erklärungen der Wörter die im Dialekt haufenweise vorkommen. Mir persönlich hat es Spaß gemacht, diese Groteske zu lesen. Daumen hoch für die beiden Autoren.

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  • So als Wahl - Wienerin..

    Praterglück

    LiberteToujours

    13. March 2015 um 20:26

    Balthasar und Paul sind wie Feuer und Wasser. Der eine kämpft mit Wiener Schmäh, der andere mit Berliner Schnauze. Und dann sollen die zusammen einen Würstelstand führen. Die Überltäterin, die liebe Tante, muss dran glauben. Die macht die Situation nämlich noch schwerer. So als Wahl - Wienerin hatte ich mir viel erwartet. Ich steh ja auf den Wiener Schmäh, das macht mir dieses Völkchen gerade so sympathisch. Auch Berliner Schnauze ist für mich erstmal positiv besetzt. Kann also lustig werden, dachte ich. Meinen Humor hat's aber nicht getroffen.  Die Briefe sind irgendwann einfach arg ohne Zusammenhang. Erst explodiert der Hausmeister, dann ist er quietschfidel. Ja, schon klar, da hat der Balthasar halt gelogen, aber dieses permanente "Lügt er oder lügt er nicht" war mir irgendwann zu anstrengend. Auch die Geschichte rund um den Mord vorm Würstelstand ist mir einfach zu konstruiert. Bei der Lösung konnte ich nur den Kopf schütteln, das hat für mich hinten und vorne nicht gepasst.  Irgendwie wars nett, dass sich die zwei im Laufe des Buches ein bisschen zusammen gerauft haben - oder auch nicht. Aber Flucht nach Europa, die Mafia, eine Tante mit Vergangenheit, das war alles ein bisschen viel für ein so dünnes Buch.  Sicherlich Geschmackssache.

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  • Wiener Schmäh gegen Berliner Schnauze

    Praterglück

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. March 2015 um 10:17

    "Also Straßenstrich würde ich das eher nicht nennen. Mehr eine 'unkomplizierte Kennenlernstrecke'..." Balthasar aus Wien und Paul aus Berlin sind Halbbrüder in den Vierzigern, die bis vor kurzer Zeit nichts voneinander wussten. Nämlich bis zu genau dem Zeitpunkt, an dem die gemeinsame Tante beide hinter einen Bratwurstgrill in Wien beordert. Wohl aus Geldnöten beginnen die Brüder tatsächlich, mit dem "Praterglück" ein halbwegs rentables Geschäft aufzubauen. Die Kommunikation der Brüder - ob es nun um private oder geschäftliche Dinge geht - gestaltet sich jedoch sehr schwer: Denn die beiden können kaum ein gutes Haar am anderen lassen. Zum Zwecke der "Gewaltprävention" entschließen sie sich daher, ihren Austausch auf Post-Its, SMS, E-Mails und das Beschriften ölverschmierter Rechnungen zu beschränken. Dabei werden nicht nur Beschimpfen noch und nöcher ausgewechselt, sondern auch über das Ableben des Tantchens sinniert... Bis zu dem Moment, als plötzlich vor ihrem Lokal ein Mann erstochen wird. Interessant ist dieser "Krimi" in jedem Fall gemacht: Der Leser verfolgt lediglich einen schriftlichen Dialog der zwei Brüder; gespickt mit wüsten Beschimpfungen und vielen Begriffen im Wiener oder Berliner Ortsjagon. Das Lesen macht Spaß und lässt einen Schmunzeln, wenn auch der Stil manchmal etwas unter die Gürtellinie geht. Das passt jedoch hervorragend zu den zwei schreibenden Hauptcharakteren, welche perfekt an ihre ursprüngliche Heimat angepasst wurden. Dazu bedient sich der Autor an allerhand Klischees, die zwar witzig, aber vielleicht manchmal auch zu übertrieben sind. Auch bei den Nebencharakteren wird hier und da etwas dick aufgetragen, doch im Großen und Ganzen wirkt die Geschichte glaubhaft. Allerdings baute die Geschichte nicht wirklich Spannung auf. Für einen Krimi ist die Spannung definitiv zu flach gehalten. Es passiert zwar relativ viel, aber einfach nicht genug, um wirklich "Dramatik" zu erzeugen. Daher habe ich mich beim Lesen auch weniger auf den Fortgang der Handlung konzentriert, als viel mehr auf die nächste witzige Beschimpfung gefreut. :D Fazit: Insgesamt auf jeden Fall ein sehr witziges Buch; hat mich allerdings inhaltlich nicht vom Hocker gehauen.

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  • Schmäh gegen Schnauze

    Praterglück

    buecherwurm1310

    04. March 2015 um 09:06

    Paul aus Berlin und Balthasar aus Wien führen den Imbiss ihrer Tante Herta in Wien. Die beiden sind sich nicht grün, was nicht so schlimm ist, denn sie arbeiten zu unterschiedlichen Zeiten im Praterglück. Ihre Kommunikation findet daher nur schriftlich statt – per SMS, Mail, Briefen oder Zetteln (Post-ist). So pflegen sie ihre Abneigung mit Beschimpfungen. Da die Tante aber fünfzig Prozent der Einnahmen für sich beansprucht, beschließen sie, dass Herta weg muss und planen den Mord. Als dann ein Toter – nicht Tantchen -  vor ihrem Imbiss liegt, geraten sie in Verdacht. Angekündigt ist das als Krimi-Groteske. Vom Krimi ist wenig zu spüren, aber grotesk ist das Ganze – eine Geschichte ohne Sinn und Verstand, aber mit viel Humor. Beide Charaktere, sowohl der Berliner Paul als auch der Wiener Balthasar, haben in ihrem Leben noch nichts wirklich auf die Reihe bekommen Während Balthasar in der Vergangen kriminell war, sieht sich Paul als intellektuelle Menschen. Die Kommunikation ist ein Duell Wiener Schmäh gegen Berliner Schnauze. Die Sprache ist derb und unmissverständlich. Das Buch lässt sich gut mal so herunterlesen. Eine skurrile Geschichte.

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  • Eine groteske Krimigroteske

    Praterglück

    tootsy3000

    18. February 2015 um 09:03

    Eine Krimigroteske? Nun ja, eine Groteske ist die Geschichte allemal. Als Leser muss man sich auf diese ganz spezielle Art der Erzählung – die Brüder verständigen sich nur schriftlich auf Post-its, via Mail, Computer oder SMS – einlassen . Es ist in etwa so als ob man ein Theaterstück lesen würde – einmal ist diese Person am Zug, einmal die Andere. Wie in einem Theaterstück erhält man auf der ersten Seite erst mal auch eine Zusammenfassung der Geschichte. Erwartet man im Praterglück den typischen Wiener Schmäh wird man aber endtäusch, lernt man doch eher den Wiener Grant mit seiner ach so ordinären Fäkalsprache kennen. Die Berliner Schnauze konnte ich nur am Rande in den kurzen Texten ausmachen, ansonsten erkennt man den typischen Bewohner der deutschen Hauptstadt aber nicht, zumindest war das mein Eindruck. Als Leser erfährt man die Vorkommnisse in der Geschichte nur aus den geschriebenen Dialogen zwischen den beiden Protagonisten. Wobei mir die kurzen und knackigen, teils bissigen aber doch lustigen Auseinandersetzungen besser gefielen, als die längeren. Da passierte es mir schon mal, dass meine Gedanken während des Lesens abdrifteten oder – ganz schlimm –, dass mir einfach die Augen zu vielen wie in einem ermüdendem Theaterstück. Amüsant war die Befragung bei der Polizei. Die Fragen wurden natürlich nicht sehend gestellt, die Antworten fand ich aber sehr witzig. Auf die Krimigroteske muss man sich als Leser in seiner ganz speziellen Art schon einlassen um über die bescheidene Länge von 175 Seiten durchzuhalten. Vom Stil her ist die Erzählung mal ganz was Anderes, mich konnte sie aber nicht wirklich überzeugen.

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  • Humvolle Krimi-Groteske

    Praterglück

    Jaq82

    15. February 2015 um 22:20

    In dem Buch "Praterglück" geht es um zwei Halbbrüder die eine Würstelbude von der Tante erben sollen und dies jetzt schon einmal betreiben sollen. die beiden Brüder kannten sich bis vor kurzem nicht, bis die Tante Herta sie zusammen gebracht hat. Balthasar ist 50 und kommt aus Wien wo auch die Tante lebt und das "Praterglück" die Würstelbude steht und Paul ist 45 und kommt aus Berlin. Bis die Tange Herta die beiden zusammen gebracht hat, wussten sie nicht das es den anderen gibt, da die Mutter dies nie erwähnt hatte. Balthasar und Paul betreiben nun das "Praterglück" und müssen die hälfte der Einnahmen an die Tante abgeben. Wie es mit den beiden weiter geht und was es mit dem Mord der vor dem "Praterglück" passiert auf sich hat müsst ihr aber selber lesen. Der reiz des Buches hat für mit die Kommunikation der beiden Brüder ausgemacht, den beide schreiben sich gegenseitig nur Notizen (Post-It, Rückseiten von Lieferscheine, Ringbuchseiten, Bierdeckel, Mails und SMS) um sich zu Verständigen und das in Ihrem Dialekt. Der Mord, der sich vor dem Praterglück ereignet, begleitet uns zwar das ganze Buch, rück aber eher in den Hintergrund. Der Krimi ist sehr humorvoll geschrieben uns es hat mir sehr viel spaß gemacht diesen zu lesen. Wer eine kurzweiliges Lesevergnügen sucht und keine große Spannung erwartet ist hier vollkommen richtig. Der Schreibstiel ist auf jeden fall sehr gut und deftig. Am Ende des Buche ist auch ein kleines Glossar das ein paar Begriffe die im Buch fallen (Dialekt) erklären. Alleine diese Glossar ist schon sehr erheitern. Das kann man auch gerne mal als erstes lesen, dann muss man zwischendurch nicht immer nach hinten blättern sondern kann schon mal mit den ersten Begriffen etwas anfangen. Einfach eine tolle Idee. Mir hat das Buch gut gefallen und war mal wieder etwas neues für mich, ich kann es auch nur weiterempfehlen. Daher gibt es von mir auch die vollen 5 Sterne.  

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  • Amüsant

    Praterglück

    Jaelle

    15. February 2015 um 10:35

    Balthasar und Paul sind zwei sehr unterschiedliche Halbbrüder. Bis vor kurzem wussten sie nichts von der Existenz des anderen. Ihre Mutter lässt Balthasar bei ihrer Schwester in Wien und geht nach berlin, wo sie Paul bekommt und aufzieht. Balthasars und Pauls Tante Herta gibt ihnen ihre Würstelbude – natürlich gegen einen satten Anteil am Gewinn - , die sie fortan gemeinsam betreiben. Allerdings können sie sich von Anfang an nicht leiden und beginnen bald, nur noch schriftlich zu kommunizieren. Auf Post-its, ausgerissenen Ringbuchseiten, Rückseiten von Quottungen und Lieferscheinen entstehen zunächst diverse Vorschläge zum Angebot des »Praterglücks« sowie phantasievolle Beleidigungen. Bald wechseln sie zu umfangreicheren Textdateien auf dem Computer und Vergangenheitsbewältigungen. Balthasar ist verschiedenen dubiosen Geschäften nachgegangen, die wenig erfolgreich waren. Paul ist vielseitig gebildet, hat mehrere Studiengänge belegt, aber keinen Abschluß. Ziemlich schnell identifizieren die beiden ungleichen Brüder den mutmaßlichen gemeinsamen Quell ihrer Probleme: Tante Herta. Sie muss sterben! Doch bevor sie ihre Pläne umsetzen können, wird nach Ladenschluß der Cousin der Putzfrau / Bedienung / Geliebten Adjelana direkt vor ihrem Stand ermordet. Was hat Adjelana damit zu tun? Oder hat Balthasar nebenbei krumme Geschäfte gemacht, die schief gelaufen sind? Ist Paul so unschuldig, wie er tut? Ich habe mich sehr gut amüsiert. Das Buch ist wie ein Briefroman aufgebaut. Die Unterschiede, besonders die sprachlichen, zwischen Deutschen und Österreichern sind wunderbar humorvoll in die Geschichte eingeflochten. Jedem, der sich mal über unterschiedliche Deutsch-Österreich Bezeichnungen gewundert hat, sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt. Besonders nett ist ein kleines Lexikon am Ende.

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  • wirklich grotesk!!

    Praterglück

    anja_bauer

    13. February 2015 um 13:43

    Eine Imbissbude, ein Österreicher und ein Berliner – was kommt dabei raus. Richtig eine lustige Geschichte, die kriminelle Formen an sich hat. Der Imbiss Praterglück steht in Wien.  Tante Herta hat diese Bude ihren beiden Neffen Paul aus Berlin und Balthasar- waschechter Wiener – überlassen und zieht sich aus dem Geschäft zurück. Doch noch immer hat sie ihre Finger im Spiel.  Da Paul und Balthasar in Schichten arbeiten, kommunizieren sie nur per Zettel, Email oder SMS. Am Anfang beschimpfen beide sich noch heftig, doch mit der Zeit wachsen sie beide brieflich zusammen und schmieden den Plan ihre Tante ins Jenseits zu befördern. Doch erstens kommt es anders, zweitens wie man denkt…. Diese Krimi Groteske wie es hier heißt, sollte lustig sein. Doch ganz ehrlich mir fehlt hier ein wenig der Humor. Die Beschimpfungen untereinander sind schon etwas heftig und so ganz kann ich mich in die Protagonisten nicht hineinversetzten.  Aber lustig sind die Briefe auf ihre Art schon. Diese sind immer mit einer kleinen Überschrift versehen, wo drauf steht, auf welchen Zettel die Notiz gemacht ist. Z. b. ausgerissene Ringbuchseite 28. Mai, Rückseite Lieferschein oder Post It 4. Juni.  Auch kommt hier hervor, dass sich oftmals die Österreicher und die Deutschen nicht so grün sind. Dann wechseln die Stimmungen und die geschriebenen Notizen sind als Textdatei oder SMS abgespeichert und es wird nicht mehr so viel beschimpft.  Der Schluss ist echt überraschend und hat mir echt gefallen. Ein etwas kurioser Krimi, dem aber der Humor und auch die Spannung fehlen. Mir persönlich ist dieses Buch zu fade und mir fehlt hier was. Die Story ist ein wenig zu reißerisch und die Protagonisten sind mir nicht ganz so sympathisch. Das Cover allerdings ist gut gewählt: Eine halbe Imbissbude auf himmelblauen Hintergrund. Das Pommesgäbelchen ist mit Ketchup versehen und unterstützt unterhalb den Titel wo auf dem Letzen Teil sich zwei Tauben niedergelassen haben. Schön wäre es gewesen, wenn das Schild bei der Bude nicht den Schriftzug „Imbiss“ gehabt hätte, sondern „Praterglück“

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  • ungewöhnliches Buch,

    Praterglück

    Simi159

    11. February 2015 um 20:52

    Praterglück ist eine Krimigroteske in Nachrichten, die sich die beiden Halbbrüder Paul und Balthasar, auf Post-ist, alten Rechnungen, per E-Mail und SMS schreiben. Balthasar und Paul führen zusammen einen kleinen Imbiss, das „PRATERGLÜCK“, wobei die die Hälfte ihrer Einnahmen an ihre gemeinsame Tante Herta abgeben müssen. Ihr gehört der Imbiss und sie hat die beiden miteinander bekannt gemacht, denn bis vor kurzen wussten die Halbrüder noch nichts von der Existenz des jeweils anderen. Paul lebte in Berlin, Balthasar in Wien, sie können sich beide nicht ausstehen und betreiben den Imbiss so an unterschiedlichen Tagen unabhängig voneinander. Das einzige was sie eint ist, dass Tante Herta viel zu viel Geld will und man den Umsatz besser durch zwei als durch drei Teilen sollte… Fazit: Für mich stand als erstes die Frage: Was ist eine Krimi-Groteske? im Raum. Doch das klärt sich von ganz allein im Laufe des Lesens dieses Buches. Grotesk ist allemal die Situation und die Art, wie die Geschichte erzählt wird, nämlich durch den Dialog der beiden Halbbrüder. Da die beiden nicht unbedingt freundlich miteinander umgehen, sondern sich das ein oder andere Schimpfwort oder auch Titulierung um die Ohren hauen, wird die Handlung dabei immer skurriler, mit Toten, der Polizei und einem überraschenden Ende. Ein Krimi ist das dabei nur am Rande, aber unterhaltsam allemal, den die Unterhaltung von Paul und Balthasar, oder besser ihrer Beschimpfungen, lassen einen schmunzeln. Beide Charaktere sind authentisch, jeder für sich im/am Leben gescheitert. Paul, der mal Werbetexter für Baumarktprospekte war und sein Halbbruder, Balthasar, der eher grobschlächtig ist und eine kriminelle Vergangenheit hat, raufen sich im Laufe der Geschichte zusammen. Ein Krimi, nicht wirklich, grotesk und unterhaltsam ja. Von mir gibt es für dieses ungewöhnliche, kleine Büchlein 4 STERNE.

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  • eine etwas andere Erzählweise

    Praterglück

    minori

    10. February 2015 um 16:28

    Balthasar und Paul sind Halbbrüder, der eine ist in Berlin aufgewachsen der andere in Wien. Kennengelernt haben sie sich erst vor kurzem und stellten gleich eine absurde Antipathie für den jeweilig anderen fest. Dumm nur, dass Tante Herta ihnen eine Würstelbude vererbt – aber vom Gewinn des Verkaufes eine satte Summe einstreicht. Irgendwie müssen die beiden sich arrangieren. Das gelingt mittels diverser Zettelchen, SMS und E-Mails auch recht gut, auch wenn die Nachrichten auf ein Verbalduell hinauslaufen. Dann wird ihr Zwist unterbrochen, vor ihrem Würstchenstand liegt plötzlich ein Toter, der mit Balthasar aneinandergeraten war. Die ungleichen Brüder geraten unter Mordverdacht, wird es ihnen gelingen, ihre Unschuld zu beweisen? Oder sind die beiden gar nicht so unschuldig,wie sie den Anschein erwecken? Berndt Anwander (Österreicher) und Thomas Askan Vierich (Deutscher) schrieben mit Praterglück einen etwas anderen Roman - ob es ein Kriminalroman (wie vom Verlag angekündigt) ist, erscheint mir zweifelhaft. Die Geschichte an sich spielt eine Nebenrolle, im Vordergrund steht der ungewöhnliche Erzählstil und die große Klappe der beiden Hauptdarsteller. Paul wirkt ein wenig Oberlehrerhaft, das geht dem etwas derben Balthasar ein wenig auf die Nerven – und leider auch mir als Leserin. Aber auch die zum Teil sehr wüsten Beschimpfungen haben es in sich und lassen keine Langeweile aufkommen. Durch die Erzählweise lässt sich das Buch fast in einem Rutsch durchlesen, wer natürlich Tiefgang erwartet, wird enttäuscht sein. Klischees werden zielstrebig angesteuert und Vorurteile bestätigt, so ist zum Beispiel der eher tumbe Balthasar mal Bodybuilder gewesen. Eine Bewertung fällt mir sehr schwer, da dies Buch so ganz anders als der Mainstream ist und deshalb allein schon lesenswert sein sollte, jedoch nutzt sich das Stilmittel sehr schnell ab und ich hätte mir auch mal einen „richtigen“ Dialog der beiden gewünscht. Nichtsdestotrotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt und lege die Geschichte als „Zwischenlektüre“ Menschen mit Humor ans Herz.

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