Thomas Böhm

 4,4 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor*in von Die Nacht ist aus Tinte gemacht, Das Lesekreisbuch und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Thomas Böhm

Thomas Böhm leitete das Literaturhaus Köln und gestaltete das Programm des Internationalen Literaturfestivals Berlin (ilb) sowie die Buchmessen-Gastlandauftritte von Island, der Schweiz und Norwegen mit. Seit 2014 moderiert er die Sendung "Die Literaturagenten" auf radioeins (rbb).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Die Wunderkammer des Lesens (ISBN: 9783946990765)

Die Wunderkammer des Lesens

Erscheint am 01.03.2023 als Gebundenes Buch bei Verlag Das Kulturelle Gedächtnis.

Alle Bücher von Thomas Böhm

Cover des Buches Das Lesekreisbuch (ISBN: 9783833307737)

Das Lesekreisbuch

 (6)
Erschienen am 17.05.2011
Cover des Buches Die wunderkammer der Deutschen Sprache (ISBN: 9783946990314)

Die wunderkammer der Deutschen Sprache

 (4)
Erschienen am 01.12.2019
Cover des Buches Berlin - Anfänge einer Großstadt (ISBN: 9783869711935)

Berlin - Anfänge einer Großstadt

 (4)
Erschienen am 20.08.2020
Cover des Buches Herrchen hüpf! (ISBN: 9783941809086)

Herrchen hüpf!

 (2)
Erschienen am 01.09.2011
Cover des Buches Bilder.Geschichten (ISBN: 9783630621135)

Bilder.Geschichten

 (1)
Erschienen am 06.11.2006
Cover des Buches Des Wahnsinns fette Leute (ISBN: 9783945822357)

Des Wahnsinns fette Leute

 (1)
Erschienen am 26.10.2015
Cover des Buches Shiva kläfft und Herrchen hüpft (ISBN: B00GOZYSHQ)

Shiva kläfft und Herrchen hüpft

 (1)
Erschienen am 14.11.2013
Cover des Buches Auf kurze Distanz - Die Autorenlesung (ISBN: 9783608500677)

Auf kurze Distanz - Die Autorenlesung

 (0)
Erschienen am 01.10.2003

Neue Rezensionen zu Thomas Böhm

Cover des Buches Die wunderkammer der Deutschen Sprache (ISBN: 9783946990314)
Karola_Dahls avatar

Rezension zu "Die wunderkammer der Deutschen Sprache" von Thomas Böhm

Ein interessantes Sammelsurium über unsere Muttersprache!
Karola_Dahlvor einem Jahr

Die deutsche Sprache und ihre Dialekte, oft verglichen auch mit sprachlichen Anwendungen in Österreich und in der Schweiz, zeugt von großer Vielfalt mit all ihren Merkwürdigkeiten. In vielen Tabellen z. B. über mittelhochdeutsche Bezeichnungen und ihre Wandlungen über die vielen Jahrhunderte wird die Lebendigkeit und Verwobenheit der Sprache auch mit Fremdwörtern aus dem Lateinischen, Englischen, Französischen etc. vermittelt. Autoren wie Martin Luther, die Brüder Grimm, Konrad Duden und viele bekannte deutsche Autoren finden reichlich Berücksichtigung.

Die Kolonialsprache,  Namdeutsch, aber auch das Pennsylvaniadeutsch haben meine Kenntnis über die deutsche Sprache und ihre Verbreitung neben dem Rotwelsch sehr erweitert.

https://www.thalia.de/shop/home/rezensent/

https://www.goodreads.com/review/show/4358494633

https://www.buechertreff.de/forum/thread/109284-thomas-boehm-carsten-pfeiffer-hrsg-die-wunderkammer-der-deutschen-sprache/#post2950352

https://www.weltbild.de/konto/kommentare

https://wasliestdu.de/rezension/ein-interessantes-sammelsurium-ueber-unsere-muttersprache

https://www.lesejury.de/autor/buecher/die-wunderkammer-der-deutschen-sprache/9783946990314

https://www.buecher.de/go/my/my_ratings/

https://www.hugendubel.de/de/account/review?page=7

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Cover des Buches Die Nacht ist aus Tinte gemacht (ISBN: 9783932513886)
pardens avatar

Rezension zu "Die Nacht ist aus Tinte gemacht" von Thomas Böhm

Einblicke in Kindheit und Jugend der Literaturnobelpreisträgerin...
pardenvor 2 Jahren

EINBLICKE IN KINDHEIT UND JUGEND DER LITERATURNOBELPREISTRÄGERIN...

In "Die Nacht ist aus Tinte gemacht" erzählt die Berliner Schriftstellerin Herta Müller ihre Kindheit im rumänischen Banat. Aus dem Gespräch heraus, ohne Manuskriptvorlage, erzeugt ihre behutsam sich vorantastende Stimme eine dichte, spannungsreiche Atmosphäre, in der vor dem Ohr des Hörers eine Welt zum Leben erweckt wird, die nur noch in der Erinnerung existiert. 

Das Leben der Banater Schwaben in Nitzkydorf ist geprägt von bäuerlichen Bräuchen und harter Arbeit. Die Abgeschlossenheit dieses kleinen Kosmos bekommt durch den Schulbesuch erste Risse: Im ständigen Wechsel zwischen Dialekt, Hochdeutsch und Rumänisch entdeckt das Kind, dass die Sprachen ganz unterschiedliche Augen haben, mit denen je andere Dinge wahrgenommen werden können. Durch die Risse wird aber auch die Gewalt deutlicher erkennbar, die in den Körpern sitzt, derer sich die politischen Regime brutal ermächtigen. Für die 1953 Geborene sind die Folgen von Krieg, Deportation der Mutter in ein stalinistisches Straflager, Alkoholismus des Vaters und Enteignung der Familie alltäglich spürbar. So beschreibt Herta Müller ihre Kindheitsängste im Rückblick - als sie auf die Nachstellungen und Drangsalierungen durch den gefürchteten Geheimdienst Securitate zu sprechen kommt als Einübung in die spätere "Angst aus politischen Gründen". Angst, die in der Diktatur Ceausescus bewusst zum Machterhalt eingesetzt wurde. 

Der ungewöhnlich lange Klappentext fasst den Inhalt dieses ungewöhnlichen Hörbuchs sehr gut zusammen. Eine Stunde und 54 Minuten lang kann der Hörer der Stimme der Literaturnobelpreisträgerin (2009) lauschen, wie sie sich in Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend im Banat ergeht, einer historischen Region in Südosteuropa, die heute in den Staaten Rumänien, Serbien und Ungarn liegt. Herta Müllers damaliger Wohnort Nitzkydorf fiel später Rumänien zu, sämtlicher Privatbesitz wurde enteignet, die Drangsalierungen waren alltäglich.

Aber auch vor diesen Veränderungen zeichnet sich durch die Stimme Herta Müllers eine Kindheit ab, die heute kaum noch vorstellbar ist - geprägt durch harte Arbeit, Disziplin und Einsamkeit. Faszinierend, wie viele Details von ihren damaligen tiefen Gedanken und Gefühle der Autorin noch erinnerlich sind. Es zeichnet sich ab, dass die hohe Sensibilität, der Wunsch des Hinterfragens, die bereits von Kindheit an stets begleitende Angst in Verbindung mit einem tiefen Verständnis für das Wesen der verschiedenen Sprachen sicherlich dazu beigetragen hat, dass Herta Müller ihren Ausdruck später als Schriftstellerin suchte.

Weitestgehend chronologisch legt die Autorin hier ein Zeugnis ihrer Vergangenheit dar - nicht als Lesung, sondern im freien Vortrag, vermutlich als Antwort auf Fragen, die hier nicht mit aufgezeichnet wurden. Stellenweise kraftvoll, oftmals aber auch eher leidend und melancholisch lässt die Stimme den Hörer teilhaben an den Erinnerungen. Normalerweise würde mich solch ein an manchen Stellen nahezu depressiv klingender Vortrag stören - wenn man aber der Geschichte lauscht, ahnt man, auch wenn manches nur angedeutet wird, wie man auch auf den Gedanken an einen Suizid als Erlösung kommen kann.

Ich war fast enttäuscht, als das Hörbuch beendet war. Es war ungemein interessant, in diesen fremden Kosmos einzutauchen, und tatsächlich bin ich nun wieder neugierig geworden auf die Werke Herta Müllers, obschon ich vor einigen Jahren mit 'Atemschaukel' so meine Probleme hatte...


© Parden

Kommentare: 16
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Cover des Buches Berlin - Anfänge einer Großstadt (ISBN: 9783869711935)
sleepwalker1303s avatar

Rezension zu "Berlin - Anfänge einer Großstadt" von Hans Ostwald

Eine Hommage an Berlin, wie es einmal war
sleepwalker1303vor 2 Jahren

Hans Ostwalds Berlin-Chronik aus den Jahren 1904 bis 1908 bestand ursprünglich aus 50 Bänden, die nicht nur von ihm selbst, sondern von namhaften Journalisten verfasst wurden. Thomas Böhm hat mit seinem Buch „Berlin-Anfänge einer Großstadt“ eine Art Zusammenfassung dieser Chroniken herausgegeben, eine eingedampfte Version, sozusagen eine Essenz des Ganzen.

Da Buch beinhaltet detailreiche Beschreibungen des Berlins zwischen Jahrhundertwende und den „Wilden Zwanzigerjahren“ und diese Beschreibungen lassen nichts aus. Randgruppen der Gesellschaft, Homosexuelle, Bordelle, Verbrechen und die Wohnungsnot sind nur wenige Beispiele der Themen, die, teils sogar bebildert, ihren Platz in dem Buch finden. Und manche der Themen sind heute genauso aktuell wie damals, wie etwa die Kriminalität, bezahlbarer Wohnraum und Wohnungsnot. Zwar sind die Zustände heute nicht ganz so drastisch, damals wohnten in manchen Wohnungen bis zu zehn Personen, aber Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen. 

Ostwalds Ziel war es, „Das Wesen der Großstadt Berlin im Kontrast zu anderen Großstädten herauszuarbeiten“, viele seiner Beschreibungen waren aber alles andere als werbewirksam, manche wirken sicher sogar eher abschreckend. Ich kenne Berlin nur aus den Erzählungen meiner Großeltern (Jahrgang 1902 und 1913), diese stammten aber aus den Nachkriegsjahren. Zeitzeugen der Jahre, aus denen Ostwalds Chroniken stammen, gibt es nicht mehr, daher sind authentische Berichte nur noch nachzulesen. Das macht dieses Buch nicht nur interessant, sondern auch wichtig.   Noch dazu fand ich es trotz des Alters der Texte sehr gut und flüssig zu lesen, teils erschreckend, manchmal aber launig – immer aber informativ. Für alle, die sich für Berlin im Allgemeinen und für die Stadtgeschichte kurz nach der Jahrhundertwende im Besonderen interessieren, ist dieses Buch ein echtes Muss. Das „Sahnehäubchen“ für mich waren neben den tollen Texten aber die zahlreichen Bilder, die das Buch gekonnt abrunden. Für den Ausflug nach Berlin – geografisch und historisch, von mir 5 Sterne.

 

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