Thomas Bührke

 4,3 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor*in von Die Verfolgten, Was ist Dunkle Materie? und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Thomas Bührke, geb. 1956, studierte Physik und promovierte 1986 am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Von 1990 bis 2020 Redakteur der Zeitschrift Physik in unserer Zeit; gleichzeitig arbeitet er als freier Wissenschaftsjournalist, u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Die Welt, die Berliner Zeitung, Spektrum der Wissenschaft, Bild der Wissenschaft, Sterne und Weltraum sowie Max-Planck-Forschung. Zahlreiche äußerst erfolgreiche Publikationen zur modernen Physik. Im Einstein-Jahr 2005 erhielt Thomas Bührke den Roelin-Preis für Wissenschaftspublizistik, 2013 ehrte ihn die Deutsche Physikalische Gesellschaft mit der Publizistikmedaille.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Thomas Bührke

Cover des Buches Die Verfolgten (ISBN: 9783608986358)

Die Verfolgten

 (8)
Erschienen am 24.09.2022
Cover des Buches Was ist Dunkle Materie? (ISBN: 9783440174210)

Was ist Dunkle Materie?

 (4)
Erschienen am 21.03.2022
Cover des Buches E = mc² (ISBN: 9783423330411)

E = mc²

 (3)
Erschienen am 01.07.1999
Cover des Buches Einsteins Jahrhundertwerk (ISBN: 9783423348980)

Einsteins Jahrhundertwerk

 (2)
Erschienen am 23.09.2016
Cover des Buches Geheimnisvoller Kosmos (ISBN: 9783527412679)

Geheimnisvoller Kosmos

 (2)
Erschienen am 16.01.2014
Cover des Buches Genial gescheitert (ISBN: 9783423249287)

Genial gescheitert

 (2)
Erschienen am 01.09.2012
Cover des Buches Sternstunden der Astronomie (ISBN: 9783406475542)

Sternstunden der Astronomie

 (1)
Erschienen am 24.08.2001

Neue Rezensionen zu Thomas Bührke

Cover des Buches Die Verfolgten (ISBN: 9783608986358)
Rosebuds avatar

Rezension zu "Die Verfolgten" von Thomas Bührke

Geniale und geächtete Wissenschaftler
Rosebudvor einem Jahr

 

Die Verfolgten, Wissenschaftsgeschichte von Thomas Bührke, EBook, Klett-Cotta Verlag.

Hier werden die Schicksale von acht verschiedenen, geächteten und verfolgten Wissenschaftlern geschildert. Sie wurden diffamiert, bespitzelt, verfolgt, inhaftiert, vertrieben oder getötet. Ihr schicksalhaftes Leben, ihre wissenschaftlichen Leistungen, und wie sie zu Opfern politischer, gesellschaftlicher oder ideologischer Zeitumstände wurden.

„Menschen, die versuchen, qua Beruf und Berufung der Wahrheit näher zu kommen, dürfen weder verteufelt noch bedroht werden.“ Eckart von Hirschhausen.

Das Buch ist in acht Kapitel unterteilt. Jedem Wissenschaftler ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Passend zu jedem Kapitel ein Bild und ein beeindruckendes Zitat des jeweiligen Gelehrten.

 

Giordano Bruno (1548–1600)
Antoine Laurent de Lavoisier (1743–1794) und Jean Sylvain Bailly (1736–1793)
Lew Landau (1908–1968)
Lise Meitner (1878–1968) Emmy Noether (1882–1935)
Albert Einstein (1879 –1955)
 Alan Turing (1912–1954)


 Das Buch hat mich nicht nur gut unterhalten, ich habe auch einiges über das jeweilige Fachgebiet der Verfolgten gelernt. Quantenphysik, die Relativitätstheorie, über die Entwicklung der ersten Computer. Die Lektüre animiert zu zusätzlichen Recherchen.

Einige der angeführten Gelehrten sind mir bekannt, allen voran Albert Einstein, jedoch von Alan Turing z.B. hatte ich zuvor noch nie gehört, trotzdem war dieses Kapitel nicht weniger interessant. Etwas mehr über die Verfolgungen, die erlittenen Demütigungen und Einschränkungen habe ich erwartet, weniger über die Wissenschaft, die mir in einzelnen Fällen technisch überfordert hat, hätte ich mir gewünscht. Dies ist z.B. beim Kapitel über A. Turing m. M, viel zu schnell abgehandelt. Die Ursachen der Verfolgungen waren vielfältig, beginnend bei der Inquisition, über die Französische Revolution, die Vernichtungsideologie im dritten Reich bis hin zur Homophobie noch im 20. Jahrhundert.
Ganz wichtig ist dieses Buch, für die Freiheit von Forschung und Lehre sowie den unbedingten Schutz von Wissenschaftlern, deren Schicksal sich womöglich auch heute noch wiederholen könnte.
 Deshalb von mir eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

 

Cover des Buches Die Verfolgten (ISBN: 9783608986358)
Sorkos avatar

Rezension zu "Die Verfolgten" von Thomas Bührke

Sehr interessant
Sorkovor einem Jahr

Verfolgte Wissenschaftler, von Giordano Bruno über Einstein bis Alan Turing. Ihr Leben, ihre Entdeckungen, ihre Schwierigkeiten, das waren sehr interessante und teilweise auch spannende Einblicke. Gut zu lesen und allgemeinverständlich beschrieben, auch für nicht wissenschaftlich vorgebildete Leser.

Die meisten Protagonisten waren mir bekannt, aber nicht alle. Emmy Noether hatte ich nicht mehr im Gedächtnis, obwohl ich früher schon etwas über sie gelesen hatte. Ausführliche Verzeichnisse am Ende des Buches regen dazu an, tiefer in die Materie einzusteigen, falls man sich dafür interssiert.

Eine lesenswerte Darstellung begabter Mitmenschen, mir hat das sehr gut gefallen.

Cover des Buches Die Verfolgten (ISBN: 9783608986358)
Emilis avatar

Rezension zu "Die Verfolgten" von Thomas Bührke

Fesselndes, informatives und wichtiges Buch. Gekonnt erzählt.
Emilivor einem Jahr

Über den Autor: /Amazon

Thomas Bührke, geb. 1956, studierte Physik und promovierte 1986 am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Von 1990 bis 2020 Redakteur der Zeitschrift Physik in unserer Zeit; gleichzeitig arbeitet er als freier Wissenschaftsjournalist, u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Die Welt, die Berliner Zeitung, Spektrum der Wissenschaft, Bild der Wissenschaft, Sterne und Weltraum sowie Max-Planck-Forschung. Zahlreiche äußerst erfolgreiche Publikationen zur modernen Physik. Im Einstein-Jahr 2005 erhielt Thomas Bührke den Roelin-Preis für Wissenschaftspublizistik, 2013 ehrte ihn die Deutsche Physikalische Gesellschaft mit der Publizistikmedaille.

Kurzbeschreibung: /Verlag

"Die freie Ausübung von Wissenschaften gehört zu den Grundpfeilern jeder freien Gesellschaft und Demokratie. Menschen, die versuchen, qua Beruf und Berufung der Wahrheit näherzukommen, dürfen weder verteufelt noch bedroht werden." Eckart von Hirschhausen

Die Geschichte der verfolgten Wissenschaftler erstreckt sich über vier Jahrhunderte; sie beginnt bei Giordano Bruno und endet bei Alan Turing und Albert Einstein. Die Ursachen für die Verfolgung waren ganz unterschiedlich; sie reichen weit über den geschilderten Zeitraum hinaus bis heute: die Inquisition, die Französische Revolution, die Vernichtungsideologie des Dritten Reichs, der Terror von Stalin und Mao, die McCarthy-Ära bis hin zur Homophobie.

Geschildert werden Leben und Leistung von acht überragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die diffamiert, bespitzelt, verfolgt, inhaftiert, vertrieben oder getötet wurden. Erzählt wird ihr Schicksal, wie sie zu Opfern politischer, gesellschaftlicher oder ideologischer Zeitumstände wurden. Die acht Kapitel widmen sich folgenden Personen und ihrem Schicksal:

- Giordano Bruno (1548–1600): Tod durch die Inquisition

- Antoine Laurent de Lavoisier (1743–1794) und Jean Sylvain Bailly (1736–1793): Tod durch die Guillotine in der Französische Revolution

- Lew Landau (1908–1968): Verfolgter während des Stalin-Terrors

- Lise Meitner (1878–1968) und Emmy Noether (1882–1935): Vertreibung durch den Nationalsozialismus; früher Tod von Emmy Noether

- Albert Einstein (1879 –1955): Vertreibung durch Nationalsozialismus und Diffamierung in der McCarthy-Ära

- Alan Turing (1912–1954): Anklage und Verurteilung wegen Homosexualität; Suizid nach einer angeordneten Fehlbehandlung

Ein eindringliches Plädoyer für die Freiheit von Forschung und Lehre sowie den unbedingten Schutz von Wissenschaftlern, deren Schicksal sich in den Zeiten von fake news wiederholen könnte.

Meine Meinung:

Da die Kurzbeschreibung des Verlags absolut treffend und ausführlich die Thematik des Buchs darstellt, habe ich mich entschlossen, diese komplett in die Rezension zu übernehmen.

Einige der Wissenschaftler kannte ich leider nicht und musste mich erst informieren. Doch die anderen Namen waren mir bekannt, wodurch die Einblicke in ihr Leben sehr interessant waren.

Sehr gut gefallen hat mir, dass das Buch gut unterteilt ist. Jeder Person bekommt ein eigenes Kapitel, das mit einem typischen und prägnanten Satz des Wissenschaftlers eingeleitet wird. Danach folgt die Biografie der vorgestellten Person. Von Kindesjahren bis zu dem Tod wird die jeweilige Geschichte erzählt, mit allen Höhepunkten des Lebens und der Forschung. Die Wissenschaftler, die der Verfolgung entfliehen konnten, haben es getan. Doch in der Zeit von Giordano Bruno beispielsweise war es nicht möglich. Ein trauriges Schicksal, wie eigentlich aller Wissenschaftler, die vorgestellt worden sind.

Thomas Bührke bringt die vergessenen und vielleicht manche auch wenig beachteten Personen wieder ans Tageslicht, und lässt ihre Geschichten wieder aufleben. Alle wurden verfolgt, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Man sollte dies in Erinnerung behalten, damit die Geschichte sich nie wieder wiederholen kann.

Ein sehr empfehlenswertes Buch. Ich habe es mit großem Interesse gelesen.

Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine absolute Empfehlung.

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