Thomas Ballhausen

 3.5 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Bewegungsmelder, In dunklen Gegenden und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Thomas Ballhausen

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder

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Erschienen am 25.06.2010
In dunklen Gegenden

In dunklen Gegenden

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Erschienen am 11.08.2014
Kontext und Prozess

Kontext und Prozess

 (2)
Erschienen am 02.04.2005
Lob der Brandstifterin

Lob der Brandstifterin

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Erschienen am 01.09.2013
Signaturen der Erinnerung

Signaturen der Erinnerung

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Erschienen am 15.03.2015
Die Unversöhnten

Die Unversöhnten

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Erschienen am 18.09.2007
Geröll

Geröll

 (0)
Erschienen am 10.10.2005
Neue Lyrik aus Österreich Band 17

Neue Lyrik aus Österreich Band 17

 (0)
Erschienen am 16.02.2017

Neue Rezensionen zu Thomas Ballhausen

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Rezension zu "Bewegungsmelder" von Thomas Ballhausen

Rezension zu "Bewegungsmelder" von Thomas Ballhausen
StellaCometavor 8 Jahren

Man sollte wohl meinen, dass 104 Seiten schnell gelesen sind, dem jedoch ist nicht so, wenn Thomas Ballhausen die Zeilen verfasst hat.

Ich bemühte mich, den Worten des Autors zu folgen, den Inhalt seiner Kurzgeschichten und Interventionen zu verstehen, leider muss ich zugeben, dass er meist nicht zu mir durchgedrungen ist. Die Figuren in Thomas Ballhausens Erzählungen flüchten – so heißt es, doch die Gründe dieser Fluchtversuche habe ich nur wage erahnen können.
Zähflüssig und verwirrend war ein Großteil des Geschriebenen. Nur wenige Zeilen brachten mich tatsächlich zum Nachdenken oder haben mich gar berührt. Eines haben sie aber sicher nicht: Mich unterhalten (dies ist lediglich eine Feststellung, aber keine Wertung, ob positiv oder negativ).

Ballhausens Texte sind ruhig, seine Sprache bewundernswert, weil er nicht versucht, einem einmal gefundenen Schreibstil treu zu bleiben, er erfindet ihn neu. Seine Sprache scheint mir wandelbar. Diesen Eindruck habe ich durch die 6 Kurzgeschichten zum Überbegriff „Fluchtversuche“ gewinnen können. Es folgten noch 4 Interventionen, auf die ich (im Vorfeld) besonders neugierig war. In ihnen habe ich allerdings nur sprunghafte und unruhige Gedankengänge – Gedankenfetzen – erkennen können, sodass mein Unmut, diesen Gedanken überhaupt folgen zu wollen, wuchs. Im Grunde sind die Interventionen genau das Gegenstück zu den Kurzgeschichten, statt leise erscheinen sie rastlos.

Für mich war diese Prosa-Lektüre wohl in erster Linie ein Experiment, ein Blick über den Tellerrand. Viele der gelesenen Sätze flogen mir allerdings davon, blieben kaum im Gedächtnis, andere beschäftigten mich. Ja, in „Bewegungsmelder“ sind interessante Gedankengänge und Satzkreationen versteckt wie beispielsweise: „Ich sehe mich in Gedanken mit dem Hintergrund verschwimmen, mich im Rhythmus der Schritte beinahe verlierend und auflösend, bis ich in aller Aufrichtigkeit und Erleichterung sagen könnte: Ich bin gar nicht da.“

„Bewegungsmelder“ ist ein durchaus anspruchsvolles, wohl aber auch stimmungsabhängiges Buch.

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Rezension zu "Bewegungsmelder" von Thomas Ballhausen

Rezension zu "Bewegungsmelder" von Thomas Ballhausen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Wenn sich jemand auf Sprache wirklich noch einlassen kann und mit ihr spielt, um Momentaufnahmen des Lebens festzuhalten, sie quasi aus der "Bewegung" herausholt und fixiert, muss und wird er damit rechnen, nicht von jedermann verstanden zu werden. Thomas Ballhausen scheint es nicht gekümmert zu haben, denn sonst hätte er uns seinen "Bewegungsmelder" sicherlich vorenthalten.

Wenn andere eine "echte" Empfehlung (was immer dies auch sein möge) aussprechen, möchte ich nicht ganz so weit gehen, sondern vielmehr eine Empfehlung in Sachen Leseexperiment aussprechen. Doch auch diese Bezeichnung hinkt gewaltig, denn das eigentliche Experiment für den Leser besteht im Prinzip lediglich aus der vorauszusetzenden Fähigkeit, sich auf verschiedene Schreibweisen und -techniken einlassen zu können.

Es wäre banal, auf den Inhalt im Einzelnen genauer einzugehen. Wozu die klaren Gedankensekunden, denen man hier beiwohnen darf, in weitere Bestandteile zerlegen? Wozu ein Ganzes klappentextgerecht in mundgerechte Häppchen anrichten? Es gibt hier keine "Story", serviert als literarisches Fertiggericht, das es zu konsumieren gilt. Platte Beschreibungen, hirnlose Geschichten, leere Worthülsen und gesichtslose Charaktere gibt es wie Sand am Meer und die Bestsellerregale platzen aus allen Nähten und ergiessen ihren senilen Wortbrei über hungrige Herden von Gelangweilten, die nach Unterhaltung dürsten. Was hier in wenigen Zeilen zum Ausdruck kommt, schaffen die Großverdiener im Lesezirkus mitunter auf 200 Seiten nicht.

Gedachtes oder gar Gefühltes ist nicht interessant, es muss schon Mord und Totschlag sein. Wen interessieren Zweifel und die Ewigkeit des Augenblicks?

Vielleicht sind die gemeldeten Bewegungen auch nur Ausdruck für die Angst vor Veränderung! Alles ist möglich. Aufmerksame Zeitgenossen erlauben sich einfach den Luxus, einmal genauer hinzusehen. Erschwert wird dies allerdings in den letzten vier Geschichten - den "Interventionen". Die jeweiligen Satzfragmente bleiben in ihrer Wechselverbindlichkeit zu diffus und unverbindlich. Ein Zusammenhang kann sich nur durch Vermutungen gestalten, welche genaue Betrachtung und Analyse leider allzu zwingend voraussetzen. Dies mag leider nur einem relativ kleinen Leserkreis wirklich gelingen.

Es gibt viel zu lesen in diesem kleinen Büchlein. Monatelang hat es auf meinem Nachttisch gelegen, neben und zwischen all den anderen, die da kamen und gingen. "Bewegungsmelder" verweilte etwas länger. Inzwischen habe ich zumindest zu einer einzigen Erkenntnis finden können und da bin ich mir ganz sicher: Dieses Buch kann ich niemals weggeben. Selbst wenn ich gar nichts verstanden hätte, würde ich es trotzdem vermissen. Das ist nicht alles - aber doch irgendwie viel.

© Thomas Lawall - www.querblatt.com

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Rezension zu "Bewegungsmelder" von Thomas Ballhausen

Rezension zu "Bewegungsmelder" von Thomas Ballhausen
gurkevor 8 Jahren

"Bewegungsmelder" von Thomas Ballhausen ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil können wir sechs Kurzgeschichten lesen. Diese tragen den Oberbegriff "Fluchtversuche". Die Protagonisten in den mal kurzen, mal längeren Geschichten sind immer auf der Flucht. Nicht immer ist deutlich vor wem oder was sie fliehen. Manchmal haben die Personen einfach eine innere Unruhe. Es geht um Abschied und um Begegnungen.
Der Schreibstil ist flüssig geschrieben und jede einzelne Geschichte regt zum Nachdenken an. Deswegen ist es kaum möglich die ersten 60 Seiten in einem Rutsch durchzulesen. Mir hat gerade aus diesem Grund der der Anfang von "Bewegungsmelder" sehr gut gefallen.

Der zweite Teil besteht aus Interventionen. Bis zu diesem Buch kannte ich den Schreibstil gar nicht in dem die letzten 45 Seiten Geschrieben sind. Worte und Sätze sind durch einen Schrägstrich getrennt. Anfangs war ich der Meinung, das man die Geschichten wie ein Gedicht liest, das scheint aber nicht wirklich der Fall zu sein. Ich habe auch kein Muster gefunden. Es gibt keine Reime, die Anzahl der Worte und der Silben ist unterschiedlich.
Aus diesem Grund waren die Worte nicht einfach zu verstehen und ich musste diesen Teil mehrere Male lesen, um zu begreifen, was der Autor dem Leser vermitteln möchte. Diese verwirrende Schreibweise lenkt einfach zu sehr vom eigentlichen Inhalt ab.

Das komplette Buch besteht aus 108 Seiten. Als ich mit dem Lesen angefangen habe, war ich überzeugt einen Schmöker in den Händen zu halten, der innerhalb sehr kurzer Zeit fertig gelesen ist. Das Gegenteil stellte sich heraus. Für dieses Buch muss man sich eindeutig Zeit nehmen. Ein Buch mit dem man sich entspannt zurücklehnen kann und ganz in Ruhe lesen muss, um sich dann seine eigenen Gedanken zu den Geschichte und Interventionen zu machen.

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