Thomas Bernhard

 4,2 Sterne bei 1.098 Bewertungen
Autor von Der Untergeher, Holzfällen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Thomas Bernhard (©)

Lebenslauf von Thomas Bernhard

Thomas Bernhard, 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren, starb im Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). Er zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern und wurde unter anderem 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Suhrkamp Verlag publiziert eine Werkausgabe in 22 Bänden.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Thomas Bernhards Salzburg (ISBN: 9783701717620)

Thomas Bernhards Salzburg

Neu erschienen am 05.07.2022 als Gebundenes Buch bei Residenz.
Cover des Buches Die Ursache. Eine Andeutung (ISBN: 9783742425409)

Die Ursache. Eine Andeutung

Neu erschienen am 21.09.2022 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Alle Bücher von Thomas Bernhard

Cover des Buches Der Untergeher (ISBN: 9783518784600)

Der Untergeher

 (141)
Erschienen am 10.12.2012
Cover des Buches Holzfällen (ISBN: 9783518784907)

Holzfällen

 (116)
Erschienen am 22.10.2012
Cover des Buches Thomas Bernhard, Heldenplatz (ISBN: 9783518189245)

Thomas Bernhard, Heldenplatz

 (99)
Erschienen am 01.08.2012
Cover des Buches Ein Kind (ISBN: 9783423139632)

Ein Kind

 (65)
Erschienen am 01.02.2011
Cover des Buches Alte Meister (ISBN: 9783518465790)

Alte Meister

 (61)
Erschienen am 07.03.2015
Cover des Buches Wittgensteins Neffe (ISBN: 9783518785102)

Wittgensteins Neffe

 (59)
Erschienen am 22.10.2012
Cover des Buches Frost (ISBN: 9783518784709)

Frost

 (48)
Erschienen am 18.02.2013
Cover des Buches Die Ursache (ISBN: 9783423139595)

Die Ursache

 (40)
Erschienen am 01.02.2011

Neue Rezensionen zu Thomas Bernhard

Cover des Buches Die Ursache (ISBN: 9783423139595)SotsiaalneKeskkonds avatar

Rezension zu "Die Ursache" von Thomas Bernhard

Thomas Bernhard von hinten bis vorne
SotsiaalneKeskkondvor 6 Monaten

Die Ursache ist der erste Teil der autobiografischen Bücherreihe von Thomas Bernhard. Hier wird seine Kindheit und Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus und den unmittelbaren Nachkriegsjahren in typischer Bernhard-Manier behandelt: düster, traumatisch und eindringlich. So findet eine kritische Auseinandersetzung mit der damaligen Mehrheitsgesellschaft, dem Schulsystem und der fehlgeschlagenen Trennung von Kirche zum Rest des Lebens aus Sicht eines Schülers statt. 

Sprachlich war der Einstieg in das Buch recht anspruchsvoll. Die ersten 10 Seiten waren für mich sehr verwirrend und anstrengend zu lesen, was sicherlich den komplexen Satzkonstruktionen Bernhards geschuldet ist, die sich oft über ganze Seiten erstrecken. Mittlerweile ist es aber so, dass nach wenigen Seiten mit dem Einstieg und dem Lesefluss auch der Genuss kam. Sprachlich wird man beim Lesen von Thomas Bernhards Übertreibungen, der scharfen Kritik und den turmhaften Sätzen, die einen in schwindelerregende Höhen tragen, verzaubert, sodass man immer mehr möchte, das Buch nicht mehr weglegt, und nach wenigen intensiven Stunden auch schon wieder zu Ende damit ist. 

Definitiv ein intensives Leseerlebnis, allerdings nicht uneingeschränkt weiterempfehlbar, Intellekt und Lesegeschmack müssen stimmen. 

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Cover des Buches Verstörung (ISBN: 9783518743898)Aliknechts avatar

Rezension zu "Verstörung" von Thomas Bernhard

Trostlos wahrgenommene Gebirgslandschaft
Aliknechtvor 2 Jahren

Ein Student begleitet seinen Vater, einen Landarzt, auf der Fahrt zu verschiedenen Patienten durch die Steiermark. Der Grad des körperlichen und geistigen Zerfalls  der Leidenden steigert sich allmählich bei der Fahrt durch die trostlos wahrgenommene Gebirgslandschaft. Zuletzt besuchen Sie den Fürsten Saurau auf seiner Burg  Hochgobernitz, die über einem Fluss liegt und nur durch eine enge Schlucht zu erreichen ist. Der Fürst führt seine Gäste durch die Burg und hält einen langen Monolog über die Nutzlosigkeit der Kommunikation und die Sinnlosigkeit allen menschlichen Handelns. Hervorragender Roman. 

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Cover des Buches Der Untergeher (ISBN: 9783518379974)Leah_Hasjaks avatar

Rezension zu "Der Untergeher" von Thomas Bernhard

Das tragische Dasein
Leah_Hasjakvor 4 Jahren

Ein im desillusionierten Stil der deutschsprachigen Nachkriegsgeneration geschriebener Roman. Er liest sich, als wäre der Autor und die Protagonisten bereits entzaubert auf die Welt gekommen und hätten sogleich feststellten, dass es nichts mehr gäbe, über was man staunen könnte.


Der Stil gewöhnungsbedürftig, mit vielen Wiederholung und Gedankenkarussellen, die sich ständig um das gleiche drehen. Der namenlose Erzähler ist, wie seine Freunde, verstümmelt und von den eigenen Erwartungen geplagt, unfähig mit dem Scheitern umzugehen, unfähig Glück im Dasein zu empfinden. 

Ihr Leben erfahren sie, wie ihre Umgebung, als eine beständige Zumutung.
Das Versagen des einen Freundes (Wertheimer) ist, wie der Triumph des anderen Freundes (Glenn), der Auslöser einer Sinnkrise für den Protagonisten. Während Glenn zur puren Kunst wurde und am Höhepunkt seines Dasein eines natürlichen Todes starb, richtete sich Wertheimer zu Grunde. Er wurde zu dem, was man von ihm sagte, zu einem Untergeher und krönte sein trauriges Dasein mit seinem Freitod. 

Der eine löst sich in der Kunst auf, der andere im tragischen Sein. Er selbst, der Erzähler, bleibt seiner eigenen Zumutung treu, führt ein Zwischenleben, weder erfolgreich, noch gescheitert, wird weder unsterbliche Kunst, noch löst er sich in der Lebensquall auf. 

Besprochen werden zwei extreme Tendenzen der Auflösung. Entweder man gibt sich der Natur hin, bis zur völligen Auslöschung seiner selbst, bis zum Tod, denn alles Lebendige strebt danach zu vergehen, oder man löst sich in Kunst auf, wird zum Klavier, künstlich, Hauptsache kein Mensch mehr, sondern gänzlich entmenschlicht. Beide Richtungen ertragen das Dasein des Menschen, als vernünftiges, sterbliches Wesen nicht.  Ein Zwischenzustand, die Vermittlung zwischen Natur und Kunst(lichkeit), zwischen Sterben und Unsterblichkeit, zwischen Sein und Nichtsein dessen, ist ihnen zu unbefriedigend. 

Das Menschsein ist den drei Männern verhasst, weil es so gänzlich fehlerhaft und unvollständig, enttäuschend und leidvoll ist. Denn einfach nur Menschsein, bedeutet weder Natur, noch Kunst sein. Es bedeutet, dass man nur von allem erahnt und nichts wahrhaftig zu begreift.

Die wahre Tragik liegt darin, dass selbst grandioses Scheitern gelernt sein muss und dass die, die die zwischen triumphreichen Genies und den tragischen Versagern leben, die Figuren sind, die womöglich das Leben am wenigsten ausgekostet haben. Denn sie leben weder glorreich, noch tragisch. 

Sie existieren nur.

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Thomas Bernhard wurde am 09. Februar 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren.

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