Alte Meister

von Thomas Bernhard 
4,3 Sterne bei59 Bewertungen
Alte Meister
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Marina_Nordbrezes avatar

Der Reger ist einfach ein herrlich grantelndee alter Mann.

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Inhaltsangabe zu "Alte Meister"

Im Wiener Kunsthistorischen Museum, auf der Sitzbank gegenüber von Tintorettos »Weißbärtigem Mann«, bezieht jeden zweiten Vormittag – außer an den eintrittsfreien Samstagen – der Musikphilosoph Reger Stellung. Eines Tages wird die Routine unterbrochen: Reger bittet seinen Freund Atzbacher, sich ausgerechnet am Samstag mit ihm im Museum zu treffen. Doch bevor der Grund für dieses ungewöhnliche Verhalten enthüllt wird, ergeht sich Reger in herrlich schwungvollen Tiraden gegen die Kunst im allgemeinen, die Maler im besonderen, verdammt Stifter ebenso wie Heidegger, beschimpft Wien und die Wiener – und weiß doch, daß die einzige Rettung im menschlichen Gegenüber zu finden ist, im »Lebensmenschen« in seinem Fall.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518465790
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:158 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:07.03.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 15.06.2005 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Lennys avatar
    Lennyvor 3 Jahren
    Alte Meister / Thomas Bernhard

    Eigentlich dürfte ich hier keine Rezension zu diesem Buch schreiben, denn es ist eine Adaption eines großen Romans - den ich aber nicht gelesen habe. Aus diesem Grund stelle ich meine Rezension auch nur der Vollständigkeit halber bei Lovelybooks und auf keiner weiteren Plattform ein!
    Die Zeichnungen sind klasse! Ein Comic in schwarz/gelb! Die Geschichte finde ich auch ganz gut und deshalb gibt es hier von mir 3 Sterne!

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    LtdKoerschgens avatar
    LtdKoerschgenvor 7 Jahren
    Rezension zu "Alte Meister" von Thomas Bernhard

    Im altehrwürdigen Kunsthistorischen Museum sitzen und die Alten Meister nach Fehlern, Schwächen und dem Scheitern des Künstlers absuchen...alternativ ein Getränk im gegeüberliegenden Café schlürfen. Zeit und Erinnenrungen vernichten, bereuen, dass man zu viel gewusst hat und immer noch weiss. Damit sei der Inhalt kurz umrissen. "Alte Meister" war mein erster Bernhard - und ich habe das nagende Gefühl, dass es nicht der Idealeinstieg war. Dennoch war es eine empfehlenswerte Lektüre, die Sprache ausweglos und zwingend, das Klima bewölkt und kalt. Hin und wieder ein Gelächter, dass im Hals erstickt.

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    bogis avatar
    bogivor 7 Jahren
    Rezension zu "Alte Meister" von Thomas Bernhard

    Ein weiterer Bernhard....Aus meiner ganz persönlichen Sicht, mein Schwächster bislang.
    Zwar erlebt man auch hier den einzigartigen Schreibstil Bernhards sowie seine ganz speziellen erfrischenden Einsichten. Mir hat sich jedoch das komödiantisches des Werkes nicht so recht erschlossen. Möglicherweise hab ichs auch zu oft unterbrochen.
    Hauptakteur ist ein 82 jähriger, der sich regelmässig im Wiener Kunsthistorischen Museum aufhält und dort auf einer Sitzbank weilend sich immer ein ganz speziellen Gemälde anschaut. Die Gepflogenheiten werden durch einen Museumswärter subtil unterstützt. Nachmittags verbringt er ebenso regelmässig im Cafe eines Hotels. Das Ganze meist in Anwesenheit eines befreundeten Schriftstellers (Bernhard?).
    Das Buch ergibt sich in einer Generalabrechnung der Kunst, sowie über das Leben (speziell in Österreich) insgesamt.
    Ich denke ich werde, aus Respekt vor Bernhard, das Werk nochmals lesen und dann möglichst in einem Rutsch. Eine Bewertung unter vier Sternen geht mir bei Bernhard eigentlich durch den Strich.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Alte Meister" von Thomas Bernhard

    Perfektion ist eine Illusion. Wer genauer hinsieht, entdeckt überall Schwächen und Fehler. Alles enttäuscht uns, wenn wir es zu ernst nehmen. Selbst die "Alten Meister" im Kunsthistorischen Museum halten dem scharfen Blick der Spätgeborenen, die zu viel wissen, nicht stand. Die Flucht in die vermeintliche Vollkommenheit der Klassiker ist daher kein Ausweg. Was bleibt? Gelächter.
    Viel mehr wollte uns Bernhard in dieser "Komödie" nicht mitteilen.

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    Wolkenatlass avatar
    Wolkenatlasvor 10 Jahren
    Rezension zu "Alte Meister" von Thomas Bernhard

    Reger, Atzbacher und Irrsigler; das Trio mit dem weißbärtigen Mann

    Der Musikphilosoph Reger, der seit 36 Jahren jeden zweiten Vormittag (ausser montags) ins Wiener Kunsthistorische Museum geht (der Nachmittag wird im Ambassador verbracht), um dort im Bordone Saal gegenüber Tintorettos Bild "Der weißbärtige Mann" über den Sinn des Lebens, die Kunst, Politik und viele andere Themen zu sinnieren. Der Platz auf der Sitzbank im Bordone Saal wird Reger seit Jahrzehnten vom treuen Saaldiener Irrsigler (der den Job nur gewählt hat, weil er, nachdem er bei der Polizei wegen physischer Schwächen ausgemustert wurde, sich zugunsten der Uniform, aus rein praktischen Gründen, entschieden hat) quasi reserviert. Der 82-jährige Reger bittet Atzbacher (ein Schriftsteller, der sich dem Veröffentlichtwerden verweigert- ein Alter Ego Thomas Bernhards) ausnahmsweise an einem darauffolgenden Tag (noch dazu ein Samstag, ein Tag an dem Horden von lauten russischen, italienischen und anderen Touristen durchs Museum geschleift werden) um 11.30 zu einem Treffen. Das Buch beginnt damit, dass Atzbacher Reger aus einem benachbarten Saal heraus beobachtet, da er sicherheitshalber zu früh gekommen ist, um dann pünktlich um 11.30 vor Reger erscheinen zu können. Den Grund für diese Inkonsequenz Regers erfahren wir erst am Schluss. Vor der Erklärung lesen wir Regers Gedanken und Schimpftiraden, bei denen u.a. die österreichische Politik, Adalbert Stifter, Anton Bruckner, Staatskünstler, Burgenländer, Haushälterinnen, Kirchendiener (ja sogar der Papst) und die Toiletten in den Wiener Kaffeehäusern schlecht aussteigen. "Alte Meister" ist wahrscheinlich auf den ersten Blick das heiterste Buch Thomas Bernhards, wobei diese Heiterkeit an der Oberfläche bleibt, wie in jeder doppelbödigen Komödie ist das Heitere eigentlich das Traurige und vize versa. Irgendwie ist dieses Buch aber auch das einzige Buch Thomas Bernhards, das so etwas wie eine Liebesgeschichte in sich birgt. Regers Liebe zu seiner verstorbenen Frau ist für mich der emotionelle Mittelpunkt in diesem als Komödie betitelten Prosawerk. Der Schluss ist überraschend und arabesk heiter.
    Thomas Bernhards Prosa ist einzigartig, unvergleichlich und überhaupt nicht spröde, sie ist spritzig, geistreich und fesselnd. Um ein Meisterwerk wie "Alte Meister" wirklich genießen zu können, sollte man vielleicht doch einen ganzen Abend (inkl. Nachmittag...) Zeit haben, oder das Buch maximal auf 2-3 Tranchen aufgeteilt lesen, da es sich nur dann in seiner Schönheit entfalten kann, wenn man Thomas Bernhards Linien so folgen kann, wie er schreibt, also im Prinzip, ohne Absätze und einem Zug.

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    Gruenentes avatar
    Gruenentevor 10 Jahren
    Rezension zu "Alte Meister" von Thomas Bernhard

    Auf ca. Seite 44 riet der Autor ein Buch nie ganz zu lesen sondern lieber ein paar Seiten intensiv.
    daraufhin legte ich es zur Seite.
    Bekannte sagten es würde besser, aber in meiner momentanten Stimmung nicht zu schaffen.

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    Marina_Nordbrezes avatar
    Marina_Nordbrezevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Der Reger ist einfach ein herrlich grantelndee alter Mann.
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    Zoubas avatar
    Zouba
    RoyalJellys avatar
    RoyalJelly
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    Schelmuffsky

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