Thomas Bernhard Der Atem

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Inhaltsangabe zu „Der Atem“ von Thomas Bernhard

Ein unerbittlicher Beobachter seinerselbst und seiner Umgebung.Nicht einmal achtzehnjährig wurde Thomas Bernhard im Jahre 1949 aus seinem musikalischen Studien durch eine schwere Krankheit herausgerissen. Er versinkt im stumpfen Weiß der Krankenhaussäle, dem geschulten Blick des Personals ausgeliefert, das ihn zielsicher unter die Sterbenden einordnet.
Die letzte Station des gerade noch Lebenden ist das Badezimmer, aus dem nur die Toten wieder herauskommen. Umgeben von dieser Atmosphäre, die den Lebenswillen tötet, weiß er aber plötzlich, daß er nicht aufhören darf zu atmen, daß er leben will.

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  • Sterben als Alltag

    Der Atem

    dominona

    14. October 2014 um 08:15

    In dieser Erzählung wird vermittelt, wie beklemmend es sein kann als junger Mensch mit knapp 18 Jahren über Wochen hinweg im sogenannten Sterbezimmer eines Krankenhauses zu liegen. Es wird aus der Sicht des Jungen manchmal schon zu steril und kliniknah beschrieben, wie die Menschen dort behandelt werden und wie er selbst als starker Gegensatz nicht der Norm entsprechen will, was hieße, nach 1-2 Tagen zu sterben. Alles in allem ist die Erzählung wenn auch stark abgewandelt, so doch trotzdem repetitiv, was aber als stilistisches Mittel in diesem Fall gewollt ist um beim Leser einen bestimmten Eindruck quasi einzuschleifen. Man braucht nicht lange, um es zu lesen, aber es ist auch nicht mehr als eine nette kleine Erzählung zwischendruch, trotz des Themas.

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  • Der Atem

    Der Atem

    rallus

    13. March 2014 um 14:27

    In seinem dritten biographischen Essay "Der Atem" beschäftigt sich Bernhard mit der Krankheit die ihn inmitten des Jänners befällt, mitten in seiner Ausbildungszeit. Er wird im Krankenhaus in das Sterbezimmer gelegt und hört und sieht Menschen beim Sterben zu. Seine größte familiäre Bindung, sein Großvater, stirbt in eben diesem Krankenhaus zur selben Zeit wie er mit einer Lungenerkrankung dort liegt. Die Krankheit sieht er dennoch als Chance, Chance sich weiterzuentwickeln. "Dieser Krankenhausaufenthalt sei ihm urplötzlich, gar nicht im medizinischen, sondern in einem existentiellen Sinne, als eine unumgängliche Notwendigkeit erschienen, er sei hier im Krankenhaus, in dem, so er, zu lebenswichtigen und existenzentscheidenden Gedanken geradezu herausfordernden Leidensbezirk zu einem grundlegenden Überdenken seiner und auch meiner Situation gekommen." Nachdem die Symptome seiner Lungenerkrankung geheilt wurden, wird er auf das Land gebracht, in ein Heilungskurhotel. Dort zieht er sich, eigentlich gesundet, im Kontakt mit anderen Kranken, endgültig eine dauerhafte Erkrankung zu, wovon er in einem anderen Essay berichten wird. Ein mildes Essays im Vergleich zu den beiden vorherigen, zwar werden die Ärzte als unfähig hingestellt, doch nur in einem kurzen Nebensatz wird die gebremste Wut von Bernhard spürbar. "Im Volk sind aber diese Umzüge wie nichts anderes beliebt, und es drängt sich in Scharen zu diesen Umzügen, es ist immer und zu allen Zeiten vom Militärischen und von der militärischen Brutalität angezogen gewesen, und die Perversität auf diesem Gebiet ist in den Alpenländern, wo schon immer der Stumpfsinn als Unterhaltung, ja als Kunst ausgegeben worden ist, die größte." Ein wie immer dichtes Stück Literatur, was einen in den Sog zieht.

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  • Autobiografisch und faszinierend

    Der Atem

    leserin

    28. March 2013 um 12:38

    Der 18-jährige Thomas Bernhard wird mit einer nassen Rippfellentzündung ins Salzburger Krankenhaus eingeliefert. Der Tod wird schon erwartet, so kommt er ins Badezimmer, um zu sterben. Ein Wäschestappel, der aus einem Regal heruntergefallen ist, rettete ihm somit das Leben. Aufgrund seiner Erstickungsnöte, setzt sein Lebenswille wieder ein und er beschließt gesund zu werden. Nach einiger Zeit besserte sich sein Gesundheitszustand, er war zwar körperlich sehr schwach, konnte nicht aufstehen, aber er konnte das Geschehen rundum beobachten. Er lag im Sterbezimmer, es starben täglich Menschen. Das Personal war gefühllos und kalt. Sein Gesundheitszustand besserte sich so, daß er dann in ein Erholungsheim für Lungenkranke (in Wahrheit befanden sich dort meist unheilbare TBC-Patienten) nach Großgmain überstellt werden konnte. Dort machte er mit einem Mitpatienten Spaziergänge und erholte sich. Letztendlich wurde er dann doch mit einem Lungenschatten entlassen und in die Lungenheilstätte Grafenhof überstellt. Er litt zeitlebens an Lungenproblemen. Während seines Krankenhausaufenthaltes verstarb sein geliebter Großvater. "Atem" ist ein überwältigendes Buch, das den Leser mitreißt. Der Schreibstil ist typisch für den Autor, er wählte lange Sätze, bei denen man manchmal seine Mühe hat, den Text gut zu erfassen. .

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  • Rezension zu "Der Atem" von Thomas Bernhard

    Der Atem

    fujiko

    30. September 2009 um 14:49

    "Der Atem" ist ein Teil der Autobiographie Thomas Bernhards. Bernhard berichtet von seinem Aufenthalt in einem Krankenhaus, in das er, kaum erwachsen, mit verschleppter Lungenentzündung eingewiesen wird - nach Meinung der Ärzte ohne Hoffnung auf Genesung. Durch bloßen Willen zwingt sich der Sterbende zum Atmen, geschildert in der ganz eigenen Sprache Thomas Bernhards. Eine Freundin (Bernhard-Fan mit Humor) schenkte mir dieses Buch, als ich im Krankenhaus lag. Trotz leicht makabrer Parallelen - zumindest was die Umgebung, das Krankenhaus angeht (nein, nicht Sterbezimmer!) - konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ein typischer, großartiger Bernhard.

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