Thomas Bernhard Holzfällen

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Inhaltsangabe zu „Holzfällen“ von Thomas Bernhard

Holzfällen ist die Geschichte einer »Erregung«, die Geschichte eines »künstlerischen Abendessens« in Wien, in der Gentzgasse. Der Ich-Erzähler, ein Schriftsteller, sitzt auf dem Ohrensessel und beobachtet die Gesellschaft, die auf den Schauspieler des Burgtheaters wartet, der versprochen hatte, gegen halb zwölf zu diesem Essen zu kommen.

Die Erregung ist nicht mehr ganz verständlich. Nichtsdestotrotz immer wieder lesenswert.

— Curlysue98

Eine Rundumbeleidigung kippt um in eine schauerliche Selbstentlarvung. Groß.

— DiagramLajard

Ein Original. Nicht mehr, nicht weniger.

— HerrWellner

Eins der besten Bücher, das ich je gelesen habe!

— VictoriaHohmann

Wie schwer lässt sich ein Roman lesen, in dem der Protagonist im Ohrensessel sitzt und sich über die Wiener Gesellschaft aufregt. Der durchgängige Monolog hat zumindest meine ganze Konzentration gefordert und ich bin bei "Holzfällen" ebenso hin- und hergerissen wie die Hauptfigur. Manchmal war es zum Totlachen und manchmal zum Wahnsinnig werden.

— some

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  • Ein Original

    Holzfällen

    HerrWellner

    12. May 2015 um 09:54

    Ich bin erst durch den Roman "Schwarzer Frost" auf Thomas Bernhard aufmerksam geworden, bezieht sich der Protagonist in dem Buch doch immer wieder auf Bernhard und Holzfällen bzw den Untergeheer (auch von Bernhard). Und in der Tat, der misanthropische Erzählstil, die kammerspielartige Gesamtsituation, die vielen Ausbrüche, die nicht selten einfach nur saukomisch sind - das hier ist fraglos das Original.

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  • Gewaltiges Sprachmeisterwerk

    Holzfällen

    Caastorb

    08. March 2014 um 09:06

    Als Gast beschreibt der Autor ein 'künstlerisches Abendessen' in Wien, zu dem er spontan eingeladen wurde. Zurückgezogen, in seinem Ohrensessel sitzend, erregt er sich über die Anwesenden, über das Burgtheater und die Stadt Wien. Thomas Bernhard ist ein Meister der Wiederholung. Mit brutaler und einfach klarer Sprache penetriert Bernhard den Leser in Wellen von Wiederholungen mit seiner Verachtung für die anwesenden Personen und den gesamten Abend. Das Buch endet in einem einzigen grandiosen Satz von 670 Wörtern. Der Erzähler steigert sich in seine letzte grosse Erregung, seinen Hass auf Wien und gleichzeitig seine Liebe für diese, seine liebste Stadt und beschliesst, darüber zu schreiben. Starke Sprache, ein grandioses Buch!

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  • Rezension zu "Holzfällen" von Thomas Bernhard

    Holzfällen

    Jok

    16. November 2012 um 18:08

    Das Buch entwickelt sich entsprechend des Titel's: wie eine Erregung. Es geht ganz langsam los und man fragt sich worum es eigentlich geht. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass es bei dem Monolog des Erzählers bleiben kann. Ich war sicher, dass noch irgendetwas passieren muss. Aber mehr, als dass der Erzähler von seinem Ohrensessel an den Esstisch wechselt und am Ende die Wohnung verlässt, passiert wirklich nicht. Doch keine Angst. Die Erregung baut sich zu Beginn langsam, dann immer schneller auf. Wir erfahren immer mehr über die anwesenden Personen, ihr teilweise erstaunlich enges Verhältnis zum Erzähler und die Vorgeschichte, die sie mitbringen. Das bleibt tatsächlich bis zum Ende interessant. En passant wird eine Wiener Abendgesellschaft mit ihren ach so umständlich formellen Gepflogenheiten beschrieben. Auch die zwanghafte Sucht dazuzugehören und doch auch ein Künstler, oder zumindest ein Kunstversteher zu sein. Was mich an dem Buch auch fasziniert hat, ist der saloppe und zwanglose Umgang mit der äusseren Form der Sprache: keine Kapiteleinteilungen, zum Beispiel, und auch keine lästigen "Gänsefüßchen". Direkte Rede wird einfach mit eingebaut, ohne sie zu kennzeichnen ... und man versteht alles. Ich finde sogar, dass man das so leichter lesen kann. Aber das ist Geschmackssache. Insgesamt drei von fünf Sternen.

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  • Rezension zu "Holzfällen" von Thomas Bernhard

    Holzfällen

    JimmySalaryman

    27. April 2012 um 17:48

    Bernhard ist ja strengenommen eine Maschine, die, einmal angeworfen, nicht mehr zum Stillstand kommt...Ein Meister der sublimen Beleidigung ist er nebenbei auch noch! Der Plot von "Holzfällen" ist an sich minimal: Es geht um ein sogennantes "künstlerisches Abendessen" zu dem der Protagonist sich mehr oder weniger hat überrumpeln lassen. Nun sitzt er dort, in seinem Ohrensessel, und gießt Häme über alle Anwesenden aus. Sprachlich auf allerhöchstem Niveau verdichtet hier Bernhard seine Wut in einem fulminanten Rundumschlag. Abgrundtief und tiefer. Ein Meisterwerk.

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  • Rezension zu "Holzfällen" von Thomas Bernhard

    Holzfällen

    Neil Jung

    15. December 2009 um 23:14

    Der Erzähler wird von Leuten, mit denen er vor vielen Jahren sehr eng befreundet war, die er jetzt aber abgrundtief verabscheut, zu einem künstlerischen Abendmahl eingeladen. Er sitzt dann dort im Halbdunkel in seinem Ohrensessel, schnödet innerlich über die Anwesenden und lässt Vergangenes vorbeiziehen. Am Ende des Buch verabschiedet er sich so heuchlerisch, wie er gekommen ist. Auch Wien bekommt sein Fett weg, wird als Künstlervernichtungsmaschine beschimpft, aber gleichzeitig dringt irgendwie doch auch die Liebe zu dieser Stadt durch. Bezeichnend für dieses Buch, wo das eine zum andern werden kann und wieder zurück. Ausserordentlich.

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  • Rezension zu "Holzfällen" von Thomas Bernhard

    Holzfällen

    opticus

    28. February 2009 um 18:32

    Der Ich-Erzähler beobachtet in seinen Ohrensessel das absurde Treiben der versammelten Gesellschaft beim künstlerischen Abendessen. Er bringt deutlich zum Ausdruck wie wenig er von der "Wiener Kunst" hält und stellt die Gespräche und Interaktionen als SInnlos dar. Für mich ist das Ende aber versöhnlich!

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