Das Vermächtnis der Landgrafen

von Thomas Bienert 
4,2 Sterne bei18 Bewertungen
Das Vermächtnis der Landgrafen
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SiriBs avatar

Geschichtsunterricht der besten Art.

katze267s avatar

gut recherchierter historischer Roman mit spannendem Mordfall und Gebietsfehden

Alle 18 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Vermächtnis der Landgrafen"

Eisenach 1259. Der angesehene Bürger Dietmar Hellgreve setzt sich selbstlos für die Rechte und den Schutz seiner Stadt ein. Im Auftrag des neuen Landesherrn, des Wettiner Landgrafen Albrecht, entlarvt er den Raubritter Herwig von Hörselgau als Mörder an zwei Eisenacher Bürgern und zieht sich dessen flammenden Hass zu. Zugleich schafft er sich damit mächtige Feinde, denn die Hintermänner der Freveltat bleiben unentdeckt.

Als wenig später Sophie von Brabant, Tochter der heiligen Elisabeth, und ihr Schwiegersohn, der Herzog von Braunschweig, den Krieg um die Thüringer Erbfolge neu entfachen und Eisenach besetzen, bleibt Hellgreve nur die Flucht auf die Wartburg, die er gemeinsam mit den Getreuen der Landgrafen verbissen gegen die Eindringlinge verteidigt, denen sich sein rachsüchtiger Widersacher angeschlossen hat.

Vor dem Hintergrund des Thüringer Erbfolgekrieges entwirft der Thüringer Historiker Thomas Bienert ein farbenfrohes Panorama mittelalterlichen Lebens im Schatten der Wartburg. Die Konflikte zwischen Rittern und Bürgern, Wettinern und Hessen kulminieren im packenden Duell zweier unerbittlicher Gegner, die für ihre Überzeugungen und Rechte alles aufs Spiel setzen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783954003914
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Sutton
Erscheinungsdatum:17.02.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Estrelass avatar
    Estrelasvor 3 Jahren
    Mord und Totschlag in Thüringen

    Der Kaufmann Dietmar Hellgreve wird im Eisenach des 13. Jahrhunderts als unparteiischer Ermittler zweier Morde eingesetzt. Diese stehen in Zusammenhang mit den Thüringischen Erbfolgekriegen. Der Einstieg in den Roman war für mich nicht ganz einfach, denn eine Vielzahl von Figuren wurde mit ebenso vielen historischen Informationen eingeführt. Und das war ein grundsätzlicher Schwachpunkt des Buchs. Der Autor hat als Historiker sicher gründlich die Fakten recherchiert. Allerdings hat deren Vermittlung den Lesefluss und das Aufkommen von Spannung gestört. Anfangs erinnerte die Handlung an "Der Name der Rose" (mittelalterliche Ermittlungen, nächtliche Geheimtreffen usw.), in der zweiten Hälfte ging es, aufgrund der Darstellung kriegerischer Handlungen, nur noch am Rande um das ursprüngliche Motiv. Ich wäre stattdessen lieber noch tiefer in die Stimmung des Ortes eingetaucht. Nichtsdestotrotz weiß ich die Auseinandersetzung mit der thüringischen Geschichte in Romanform zu schätzen und habe einiges Wissen daraus mitgenommen.

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    katze267s avatar
    katze267vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: gut recherchierter historischer Roman mit spannendem Mordfall und Gebietsfehden
    Der Streit um Eisenach

    Der Roman spielt in und um Eisenach im  Jahre 1259. Hintergrund der Geschehnisse bildet der Streit um die thüringische Erbfolge, auch der Bestz der Stadt Eisenach ist strittig. Momentan hat der Wittiner Landgraf Albrecht die Hoheit über Stadt, Wartburg und Land., aber Sophie von Brabant, die Tochter der heilgen Elisabeth, erhebt Ansprüche für ihren Sohn Heinrich.Auch ihr Schwiegersohn, der Herzog von Braunschweig mischt sich in die Auseinandersetuzungen ein.
    In Eisenach werden , während diese Auseinandersetzungen noch im Hintergrund schwelen und noch kein offenes Kampfgeschehen passiert, eines nachts 2 unbescholtene Marktzoller ermordet aufgefunden.
    Da diese beiden mit Sophie sympathisierten und somit politische Hintergründe nicht ausgeschlossen werden können, beauftragt Graf Albrecht den neutralen Eisenacher Tuchhändler Dietmar Hellgreve  mit den Ermittlungen. Nach aufwendigen Recherchen und Ermittlungen, teils unter eigener Gefahr, kann dieser auch die Mörder ermitteln, allerdings gelingt ihnen die Flucht. Doch wer sind die Hintermänner??
    Da brechen offene Kampfhandlungen aus und Hellgreve gerät in deren Mittelpunkt.
    Der Roman ist vom Verfasser hervorragend recherchiert und historisch fundiert geschrieben, durch die Mordfälle und einige kleinere zusätzliche Handlungsstränge ist er aber nicht trocken sondern spannend erzählt.
    Allerdings ist er keine leichte Zwischendurchlektüre, denn  die Vielfalt er handelnden Personen, der Bürger, Fürsten und ihrer Berater erfordert schon eine gewisse Konzentration, das Personenverzeichnis umfasst 4 Seiten.Mir persönlich fehlte eine Karte, um das Geschehen auch örtlich  detailliert nachverfolgen zu können.
    Insgesamt ein interessanter, bunter , spannender, gut recherchierter historischer Roman mit einigen Anforderungen an den Leser.

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    winterdreams avatar
    winterdreamvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Man konnte es flüssig lesen. Auch in die Charaktere konnte ich mich gut hineinversetzen.
    Mir hat es gut gefallen

    Inhalt:

    Eisenach 1259: Der angesehene Bürger Dietmar Hellgreve setzt sich selbstlos für die Rechte und den Schutz seiner Stadt ein. Im Auftrag des neuen Landesherrn, des Wettiner Landgrafen Albrecht, soll er die Morde an zwei Eisenacher Bürgern aufklären. Wird es ihm gelingen, den Mörder zu finden?


    Cover:

    Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es passt zum Titel und auch zum Inhalt des Buches sehr gut. Es ist gut gewählt.


    Mein Fazit:

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Man konnte es flüssig lesen. Auch in die Charaktere konnte ich mich gut hineinversetzen. Teilweise war es etwas langatmig geschrieben, aber man wollte trotzdem wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil des Autors hat mir auch sehr gut gefallen. Dafür, dass es sich um einen historischen Roman gehandelt hat, wurden nicht zu viele „alte Wörter“ gebraucht, so dass man es gut weglesen konnte. Alles in allem vergebe ich hier gerne 4 von 5 Punkten.

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    nirak03s avatar
    nirak03vor 4 Jahren
    Das Vermächtnis des Landgrafen

    In Eisenach im Jahre 1259 werden zwei unbescholtene Bürger Tod aufgefunden. So beginnt die Geschichte und der Kampf um Eisenach und die Wartburg. Der Bürger Dietmar Hellgreve wird mit der Aufklärung der Todesfälle betraut. Schnell ist auch der Täter gefunden. Aber dann kommt alles ganz anders, statt einen Mörder dingfest  zu machen, wird die Stadt belagert und eine Fehde bricht aus.

    „Das Vermächtnis des Landgrafen“ ist ein historischer Roman, der sich mit der Erbfolge Thüringens befasst. Er erzählt von den Verwicklungen der Mächtigen und Reichen, von ihren Intrigen und ihren Willen ihr Ziel durchzusetzen. Egal zu welchem Preis. Mit dem Protagonisten Dietmar Hellgreve lernt der Leser die Seite der Kaufleute kennen. Er erlebt mit wie sie diese Angriffe überstanden und damit lebten. Eindrucksvoll schildert Bienert die Einzelheiten dieser Fehde. Geschickt hat er dabei historisch belegte Personen mit fiktiven Protagonisten gemischt. Es entstand ein glaubwürdiges Bild dieser Zeit. Die Charaktere hat der Autor gut ausgearbeitet. Man nimmt ihnen ihre Rollen ab. Zum Beispiel Hellgreve der sich um seine Familie sorgt und dabei selbst zum Held wird. Oder Rudolf von Vargula, ein historisch belegter Ritter, der an seiner Seite kämpft und viele mehr die lebhaft geschildert werden. Es macht Spaß sie ein Stück weit ihres Weges zu begleiten und so ganz nebenbei auch noch ein bisschen was über die Zeit im 13. Jahrhundert in Thüringen zu erfahren.

    Das Cover ziert die Wartburg und die Farben sind eher bedeckt gehalten. Es passt wunderbar zur Geschichte im Buch. Am Ende gibt es ein Nachwort in dem Fiktion und Wahrheit geklärt werden und ein Personenregister gibt Aufschluss über die historisch belegten Protagonisten.

    „Das Vermächtnis des Landgraften“ ist ein spannender, historischer Roman über die Zeit im 13. Jahrhundert um die Wartburg. Die gute Recherchearbeit im Vorfeld ist der Geschichte deutlich anzumerken. Es macht Spaß hier zu lesen. Mit dem Kaufmann Hellgreve zu erleben wie die Wartburg belagert wurde und wie die Menschen dort lebten. Ein paar Krimielemente sind zwar auch mit eingebaut, die aber leider nicht so wirklich griffen, da bereits der Klappentext verrät wer die Kaufleute ermordet hat. Nur die Frage nach dem warum gestaltet sich interessant und macht das Buch dann wieder spannend.

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    robbertas avatar
    robbertavor 4 Jahren
    historische Spannung

    Das Vermächtnis der Landgrafen

    Eisenach 1259. Der angesehene Bürger Dietmar Hellgreve setzt sich selbstlos für die Rechte und den Schutz seiner Stadt ein. Im Auftrag des neuen Landesherrn, des Wettiner Landgrafen Albrecht, entlarvt er den Raubritter Herwig von Hörselgau als Mörder an zwei Eisenacher Bürgern und zieht sich dessen flammenden Hass zu. Zugleich schafft er sich damit mächtige Feinde, denn die Hintermänner der Freveltat bleiben unentdeckt.

    Als wenig später Sophie von Brabant, Tochter der heiligen Elisabeth, und ihr Schwiegersohn, der Herzog von Braunschweig, den Krieg um die Thüringer Erbfolge neu entfachen und Eisenach besetzen, bleibt Hellgreve nur die Flucht auf die Wartburg, die er gemeinsam mit den Getreuen der Landgrafen verbissen gegen die Eindringlinge verteidigt, denen sich sein rachsüchtiger Widersacher angeschlossen hat.

    Das Cover und das Schriftbild wirken altertümlich und passen sehr gut zu einem historischen Roman

    Meine Meinung:

    Der historische Roman spielt um 1259 in Eisenach während des wie immer unsinnigen Erbfolgekrieges.

    Der Schreibstil ist gut zu lesen und das Thema ist spannend und interessant. Die Handlung ist gut aufgebaut und die Hauptfigur Dietmar Hellgreve ist sympathisch. Man verfolgt sein Schicksal in spannungsvoller Dramatik. Das ende kam irgendwie abruppt aber schön, dass am Schluss das Gute über das Böse siegt.

    Man merkt das der Autor Historiker ist, denn er neigt dazu manches zu ausführlich darzulegen, was den Lesefluss manchmal erheblich bremst und sich negativ auf den Spannungsbogen auswirkt.

    Es ist schön so fundiert über historische Begebenheiten zu lesen.






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    Sabrinaslesetraeumes avatar
    Sabrinaslesetraeumevor 4 Jahren
    Ein gut gemachter historischer Roman

    Dietmar Hellgreve ein angesehener Bürger der Stadt Eisenach wird von seinem Landsherrn dazu auserkoren einen Mordfall von zwei Eisenacher Kaufleuten zu untersuchen. Im Zuge seiner Ermittlungen scheint er die Mörder zu entlarven, entgeht jedoch kurz darauf selbst nur knapp einem Attentat, denn die Hintermänner haben Angst aufzufliegen. Wenig später kommt es zu weiteren Morden, die den Erbfolgekrieg zwischen Thürigen, Braunschweig und Hessen neu entfachen. Wird Dietmar den Krieg überstehen und die Mörder am Ende doch noch dingfest machen?

    Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Cover zeigt die Wartburg, die über der Stadt Eisenach thront die der Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte ist. Der Titel hat auf den ersten Blick nicht viel mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Sie spielt zwar zur Zeit des Erbfolgekriegs, aber direkt von einem Vermächtnis kann hier nicht die Rede sein. Dennoch spricht das Cover einen optisch an und lädt ein den Klappentext zu lesen.
    Der Protagonist Dietmar ist ein wohlhabender Kaufmann, der mir für die Zeit in der die Handlung spielt etwas zu aufgeschlossen ist und keine sichtbaren Schwächen zeigt. Andererseits ist auch er nur ein kleines Rädchen, das in die politischen Ränkespiele seiner Landsherrn verwickelt wird und manches Mal machtlos ist. Die Idee der Geschichte eine Intrige bzw. einen Mordfall zu ersinnen um die wirklichen geschehenen Kriege und Schlachten um die Gebiete von Thürigen zu erklären, hat schon etwas für sich und auch die Umsetzung kann sich wirklich sehen lassen. Immer wieder wurden historische Begebenheiten und Personen verwendet und sie in die Geschichte eingebunden, sodass ein spannender historischer Krimi im Hintergrund der Erbfolgekriege entstand. Bis auf ein zwei kleinere Wörter hat mir auch der Stil sehr zugesagt und ich konnte fast nicht aufhören mit dem Lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle die historische Romane mögen und natürlich auch

    5 von 5 Punkten.

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    dorlis avatar
    dorlivor 4 Jahren
    Rezension zu "Das Vermächtnis der Landgrafen" von Thomas Bienert

    Eisenach 1259. Zwei Stadtwächter finden auf ihrer morgendlichen Runde im Krimmelbach die Leichen zweier angesehener Eisenacher Bürger – ermordet mit einer Armbrust! Ein Täter ist nicht auszumachen, es wird ein Komplott oder eine politische Intrige für möglich gehalten. Für die Aufklärung des Falls wird ein unparteiischer Bürger gesucht, die Wahl fällt auf den in der Stadt beliebten und als untadelig bekannten Tuchhändler Dietmar Hellgreve. Wenig begeistert übernimmt Hellgreve die schwierige Aufgabe und beginnt zu ermitteln…

    In seinem historischen Roman „Das Vermächtnis der Landgrafen“ nimmt Thomas Bienert den Leser mit auf eine spannende Reise ins 13. Jahrhundert zu den Begebenheiten rund um den Thüringer Erbfolgekrieg.

    Der Autor wartet mit einer geballten Ladung an historischen Fakten auf und schildert die Vorkommnisse in Eisenach und Umgebung ab dem Frühjahr 1259.
    Die Beschreibung der politischen Ereignisse ist dabei sehr gut gelungen, so dass man der Handlung um die neu entfachten Streitigkeiten zwischen dem Wettiner Landgrafen Albrecht, Sophie von Brabant und dem Herzog von Braunschweig bestens folgen kann. Im Verlauf der Handlung wird besonders deutlich, dass die eigentlichen Leidtragenden der politischen Ränkespiele der Mächtigen und des ewigen Gerangels um Besitztümer und Einfluss immer wieder das einfache Volk ist.

    Die dramatischen historischen Geschehnisse wurden von Thomas Bienert mit einem spannenden Kriminalfall verwoben.
    Dietmar Hellgreve stellt sich der unliebsamen Aufgabe der Mördersuche, doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig, Ungereimtheiten und rätselhafte Spuren deuten auf eine weit reichende Verschwörung hin.
    Hellgreve kommt der Auflösung der Mordfälle langsam näher, doch dann bremsen der einsetzende Krieg und die daraus resultierenden chaotischen Zustände seine Ermittlungen aus. Erst nachdem sich die Lage normalisiert hat, kann er die Jagd auf den Mörder wieder aufnehmen und dem Täter und seinem Auftraggeber das Handwerk legen.

    „Das Vermächtnis der Landgrafen“ ist ein fesselnder historischer Roman, der die zweite Phase des Thüringischen Erbfolgekrieges in den Mittelpunkt stellt – informativ und spannend zugleich.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 4 Jahren
    Das Vermächtnis der Landgrafen

    Eisenach im Jahre 1259: Zwei Eisenacher Bürger werden ermordet aufgefunden, die Sophie von Brabant, der Tochter der Heiligen Elisabeth, angetan waren. Somit wird der Thüringer Landgraf Albrecht verdächtigt, was zur Folge hat, dass der ehrenhafte Bürger und Tuchhändler Dietmar Hellgreve, der sich nie auf eine bestimmte Seite geschlagen und sich immer nur für den Schutz und die Rechte seiner Stadt eingesetzt hat, diesen Fall übernehmen soll. Der ist nicht gerade erbaut davon, widmet sich aber ernst- und gewissenhaft dieser Sache. Bald schon kommt er den Übeltätern auf die Spur. Der Raubritter Herwig von Hörselgau und seine Kompagnons stecken hinter der Sache. Als die davon erfahren, ist sich Dietmar seines Lebens nicht mehr sicher. Dann entbrennt auch noch der Krieg um die Thüringer Erbfolge, und Dietmar flüchtet auf die besetzte Wartburg, um sich dort mit dem Ritter und cleveren Strategen, Rudolf von Vargula, einen Plan auszutüfteln.
    Die Zeit des Thüringer Erbfolgekrieges ohne einen König im Land rund um die Wartburg wird hier fesselnd erzählt. Zu Beginn braucht man ein wenig, um ganz in das Geschehen eintauchen und alle Personen auseinanderhalten zu können. Doch dann lässt einen die Geschichte nicht mehr los, und man leidet mit den Bürgern Eisenachs durch die katastrophalen Kriegszustände und hofft mit Dietmar Hellgreve, dass er die Raubritter noch überführen kann, die immer wieder ihren Hals aus der Schlinge ziehen können. Die Schlachten zwischen Wettinern und Hessen werden hier haargenau geschildert, Verräter sind an der Tagesordnung, und das Volk wird ausgebeutet, hungert und trauert um seine Lieben. Es ist grausam, und das Mittelalterflair kommt hier voll zur Geltung, so realistisch läuft es auch vor den Augen ab. Am Ende gibt es noch ein Namensregister, was bei der Vielzahl von Namen und deren Rängen hilft und ein Nachwort über die, wie man glaubt, tatsächlich geschehenen Begebenheiten.

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    mabuerelevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte rund um den Thüringer Erbfolgekrieg!
    Mord und Intrige in Eisenach anno 1259

    „…Auch ich verschone lieber einen tapferen Feind, als mit Überläufern an einem Tisch zu sitzen…“

    Wir schreiben das Jahr 1259. Mitten in der Nacht verlassen zwei Männer in Eisenach das Haus eines Marktzollers. Am nächsten Tag findet man ihre Leichen.

    Was sich wie ein Kriminalroman liest, entwickelt sich schnell zu einem hochbrisanten historischen Roman. Die Toten gelten als Parteigänger von Sophie von Brabant, der Tochter der Heiligen Elisabeth. Damit fällt der Verdacht sofort auf den Thüringer Landgrafen Albrecht. Das aber können sich die Verantwortlichen in der Stadt nicht vorstellen. Deshalb wenden sie sich an Albrecht, ihren Landesherrn. Der ordnet an, dass der Ratsherr und Tuchhändler Dietmar Hellgreve den Mord untersuchen soll.

    Das Buch spielt in der Zeit der Thüringer Erbfolgekriege. Gleichzeitig fehlt im Reich ein König, der die Fürsten in ihre Schranken weisen könnte.

    Der Roman ist spannend geschrieben und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Das liegt an den gut charakterisierten Protagonisten. Dietmar Hellgreve nimmt seinen Auftrag ernst. Er hält sich aus politischen Streitereien raus. Einer der interessantesten Charaktere auf Seiten der Ritter ist Rudolf von Vargula. Er ist ein Berater von Landgraf Albrecht und ein überragender Stratege. Gleichzeitig beurteilt er die Menschen nach ihrem Tun, nicht nur nach ihrem Stand. Obiges Zitat stemmt von ihm.

    Der Kriminalfall ist fast gelöst, als die Intrigen ihr Ziel erreicht haben. Es kommt um Krieg. Anschaulich und detailgenau werden die historischen Abläufe geschildert. Der Kampf zwischen Wettinern und Hessen wird erbittert geführt. Dazu gehören auch Verrat und Bestechung. Die Bürger Eisenachs sind die Leidtragenden.

    Der Sprachstil des Buches hat mir gut gefallen. Orte und Personen werden ausreichend beschrieben. Die Grausamkeit des Krieges wird genauso deutlich gemacht wie die Sehnsucht nach Frieden. Während die Bürger für Verrat büßen müssen, darf der Adel ungestraft die Fronten wechseln. Der Autor versteht es, die Gefühle seiner Protagonisten in Worte zu fassen. Wut über Ungerechtigkeit, Trauer um Angehörige, Angst um die Familie sind nur einige der Themen. Das Markttreiben in Eisenach wird so anschaulich beschrieben, dass es mir vor Augen stand. Wie  Recht und Gesetz in der Stadt funktionieren und welche die Verantwortung der Zünfte für ihre Angehörigen werden  haben, wird geschickt in die Handlung integriert.

    Im Nachwort wird auf die historischen Grundlagen hingewiesen. Ein ausführliches Personenregister ergänzt das Buch.

    Das Cover mit dem Blick zur Wartburg passt und hebt das Buch von anderen historischen Romanen ab.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dazu beigetragen hat die abwechslungsreiche Handlung, aber auch die im Geschehen gekonnt integrierten Hintergründe des politischen Geschehens.

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Fesselnder historischer Kriminalroman
    Ein Wartburg-Roman

    Hallo liebe Leser,

    diesen sehr fesselnden historischen Roman durfte ich im Rahmen einer Leserunde lesen:

    == Das Vermächtnis der Landgrafen ==

    Autor: Thomas Bienert


    == Buchrückentext: ==

    Eisenach 1259. Der angesehene Bürger Dietmar Hellgreve setzt sich selbstlos für die Rechte und den Schutz seiner Stadt ein. Im Auftrag des neuen Landesherrn, des Wettiner Landgrafen Albrecht, entlarvt er den Raubritter Herwig von Hörselgau als Mörder an zwei Eisenacher Bürgern und zieht sich dessen flammenden Hass zu. Zugleich schafft er sich damit mächtige Feinde, denn die Hintermänner der Freveltat bleiben unentdeckt. Als wenig später Sophie von Brabant, Tochter der heiligen Elisabeth, und ihr Schwiegersohn, der Herzog von Braunschweig, den Krieg um die Thüringer Erbfolge neu entfachen und Eisenach besetzen, bleibt Hellgreve nur die Flucht auf die Wartburg, die er gemeinsam mit den Getreuen der Landgrafen verbissen gegen die Eindringlinge verteidigt, denen sich sein rachsüchtiger Widersacher angeschlossen hat.

    Vor dem Hintergrund des Thüringer Erbfolgekrieges entwirft der Thüringer Historiker Thomas Bienert ein farbenfrohes Panorama mittelalterlichen Lebens im Schatten der Wartburg. Die Konflikte zwischen Rittern und Bürgern, Wettinern und Hessen kulminieren im packenden Duell zweier unerbittlicher Gegner, die für ihre Überzeugungen und Rechte alles aufs Spiel setzen.


    == Leseeindrücke: ==

    Wir befinden uns zu Beginn der Handlung im Jahre 1259. Der ehrbare Bürger Dietmar Hellgreve soll den Tod zweier Eisenacher Bürgern aufklären. So beginnt er seine Ermittlungen und setzt sich für die Rechte und den Schutz seiner Stadt ein. Er entlarvt den Raubritter Herwig von Hörselgau als Mörder  und zieht sich so dessen Unmut zu ...

    Mit dem Debutroman "Das Vermächtnis der Landgrafen" ist es dem Autor Thomas Bienert gelungen einen fesselnden und hochinteressanten historischen Roman zu präsentieren. Obwohl mir der Einstieg nicht gerade leicht viel und die Geschehnisse rund um die Wartburg keine leichte Kost sind, hat mich die Handlung je mehr ich in diese eindrang gefesselt. Ich bin ganz in diese historische Zeit eingetaucht, konnte mir die Charaktere und die Lokalität bildlich gut vorstellen. Ich hatte zu Beginn des Lesens auch etwas Probleme mit den vielen Namen, aber das Namensregister im Anhang hilft dabei durchzublicken.

    Das Cover mit der historischen Wartburg wirkt unheimlich schön bzw. schön unheimlich.

    Die insgesamt 30 Kapitel verteilen sich auf 359 Seiten und waren von ihrer Länge her recht unterschiedlich: Eine Kapitel handlich kurz, andere etliche Seiten mehr. Die Schrift hätte ein klein wenig größer sein dürfen, konnte ich gerade so noch lesen. Dieser Roman war hat mich sehr gut unterhalten und gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen!


    Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte!


    ©esposa1969

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    katja78s avatar

    Liebe Lesefüchse!

    Heute laden wir zu einem historischen Regional - Krimi aus Wartburg ein.

    Werde Testleser für das neue Buch von Thomas Bienert und sag uns deine Meinung!

    Gemeinsam mit euch wollen wir das Buch in einer Leserunde lesen und sind sehr auf euer Feedback gespannt.

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    Dann bewerbt euch jetzt bis zum 22.10.2014


    Eisenach 1259. Der angesehene Bürger Dietmar Hellgreve setzt sich selbstlos für die Rechte und den Schutz seiner Stadt ein. Im Auftrag des neuen Landesherrn, des Wettiner Landgrafen Albrecht, entlarvt er den Raubritter Herwig von Hörselgau als Mörder an zwei Eisenacher Bürgern und zieht sich dessen flammenden Hass zu. Zugleich schafft er sich damit mächtige Feinde, denn die Hintermänner der Freveltat bleiben unentdeckt.

    Als wenig später Sophie von Brabant, Tochter der heiligen Elisabeth, und ihr Schwiegersohn, der Herzog von Braunschweig, den Krieg um die Thüringer Erbfolge neu entfachen und Eisenach besetzen, bleibt Hellgreve nur die Flucht auf die Wartburg, die er gemeinsam mit den Getreuen der Landgrafen verbissen gegen die Eindringlinge verteidigt, denen sich sein rachsüchtiger Widersacher angeschlossen hat.

    Leseprobe

    Vor dem Hintergrund des Thüringer Erbfolgekrieges entwirft der Thüringer Historiker Thomas Bienert ein farbenfrohes Panorama mittelalterlichen Lebens im Schatten der Wartburg. Die Konflikte zwischen Rittern und Bürgern, Wettinern und Hessen kulminieren im packenden Duell zweier unerbittlicher Gegner, die für ihre Überzeugungen und Rechte alles aufs Spiel setzen.

    Zum Autor

    Nach dem Geschichtsstudium an der Humboldt-Universität Berlin war Thomas Bienert viele Jahre als wissenschaftlicher Referent tätig. Heute ist er freier Autor. In der Vergangenheit ist er mit zahlreichen Beiträgen in Fachzeitschriften sowie mit mehreren Monografien zur mittelalterlichen Geschichte Thüringens hervorgetreten. Unter anderem war er an dem ambitionierten Projekt „Geschichte Mitteldeutschlands“ des MDR beteiligt.

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    Letzter Beitrag von  winterdreamvor 4 Jahren
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