Thomas Block , Ingo Jung Sokengruch

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  • Rezension zu "Sokengruch" von Thomas Block

    Sokengruch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. November 2011 um 08:24

    Die Gesamtschule Kierspe schickt eine neunte Klasse auf große Fahrt: Die Nordseeinsel Föhr ist das Ziel, zu erreichen mit einem lieblosen Busunternehmen knapp vor der Pleite und zwei Lehrern, die sich nicht ausstehen können. Nicht nur anno 1985 vermutlich ein nicht allzu seltenes Szenario. Zum Glück selten allerdings ist, dass die Klasse es nicht einmal vom Sauerland nach Osnabrück schafft: Zwei schmusende Schüler gehen bei einer Pause verloren und während der hektisch organisierten Suche nach ihnen gerät ein blinder Passagier in den Bus. Oma Hertha ist fest entschlossen, mit dem Bus den Picknickhof von Bauer Ewald zu erreichen. Die Schelte zuerst: Ein echter Reinfall ist das hässliche Cover. Die Sorte Buchumschlag, an der ich freiwillig vorbeilaufen würde und bei dem die Chance, das Cover zu irgendeiner Art von Buchmarketing zu nutzen, irgendwo im Marianengraben versenkt wurde. Da ist's dann auch völlig egal, dass Kassette und Asphalt (letzterer säuberlich auf allen drei Cover-Flächen) gleichermaßen mit dem Buch zu tun haben. Mehr als nur ein Betrachter dürfte vermuten, dass das Buch innen so lieblos ist wie außen ... und unwissentlich ein witziges Roadbookie verpassen. Dabei muss man das Buch einfach nur aufschlagen und lesen. Ist es erst einmal aufgeschlagen, sieht man die Außenseite nicht und kann sich voll auf die Schulklasse konzentrieren. Das Startszenario an sich ist belastend genug für eine arme Schulklasse, nicht so bei Block & Jung! Das Autorenduo muss einen Heidenspaß beim Schreiben gehabt haben, schätze ich, denn wie sonst soll der irrwitzige Plot entstanden sein als durch spontane Iterationen unter der Dusche, in der Kneipe oder beim Genuss von K(l)opps Heringen? Ein Hubschraubereinsatz käme gut rüber? Reinschreiben. Oma Hertha wirkt viel besser, wenn sie nicht nur 85 und sowieso schon recht durcheinander ist? Verwandtschaft aufpeppen. Das Ende all dieser Iterationsschleifen ist ein wild gewordener Ideenstrudel, den die beiden Autoren mit viel Energie gebändigt haben. Manchmal schaltet der Text in den Übererklärer-Modus: Dann wird in einer Szene mit einem Satz oder gar zwei nachgetreten, obwohl sie sonnenklar ist und ich in Gedanken schon längst in der Handlung weiter will. Dafür werde ich entschädigt mit dem Einkaufssortiment von Herrn Clemens: "... eine Dose Cherry Cola ... und zwei belegte Brötchen, eins mit Schinken, eins mit Ei". Ich hoffe, dieser Hit ist ein Evergreen und wird nach wie vor auf Jugendfreizeiten gegrölt - ansonsten vepasst die Jugend von heute ja was! Und ich werde entschädigt mit Lodde und seinen Freunden. Lodde ist der Schulheimbetrieber auf Föhr und hat eigentlich keine Funktion im Buch. Außer vielleicht der, dass er selbstverständlich über die Verspätung seiner Gäste informiert wird und er sich als einziger Externer ernsthaft Sorgen macht. Seine Funktion ist es vielmehr, mich bei jedem Auftritt mit herrlichem Friesisch zu amüsieren. Sokengruch hat mich vor eine echte Herausforderung gestellt: Bisher musste ich noch nie ein Buch rezensieren, bei dem ich den Autor kenne. Vorsichtiges Herantasten über die ersten fünfzig Seiten war vonnöten, doch die restlichen knapp 300 haben wirklich Spaß gemacht. "Spaß machen" dürfte ohnehin der übergeordnete Zweck von Sokengruch sein. Wer schickt schon ein Buch mit einem Titel ins Rennen, der mit voller Absicht an Sockengeruch erinnert? Am Ende des Buchs stecken zwei schöne Cliffhanger und ich weiß, dass auf der Facebook-Seite von Sokengruch gerade der Nachfolgeband entsteht (Stand: November 2011). Bange Frage: Werden sie aufgelöst? Bin fest entschlossen, das herauszufinden - man lasse mich bitte wissen, wann Sokengruch II komplett zu lesen ist.

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