Thomas Brovot

 3,9 Sterne bei 412 Bewertungen

Lebenslauf

Thomas Brovot lebt in Berlin und übersetzt Literatur aus dem Spanischen, Französischen und Englischen. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Paul-Celan-Preis.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Die große Versuchung (ISBN: 9783518475195)

Die große Versuchung

Neu erschienen am 19.11.2025 als Taschenbuch bei Suhrkamp.

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Neue Rezensionen zu Thomas Brovot

Cover des Buches Was ich von ihr weiß (ISBN: 9783442776061)
coffee2gos avatar

Rezension zu "Was ich von ihr weiß" von Jean-Baptiste Andrea

coffee2go
wirkt in jeder Hinsicht authentisch

Der Roman beeindruckt durch eine stilvolle, poetische Erzählweise, die trotzdem nicht abgehoben oder überzogen wirkt, sondern dadurch, dass sie sehr bildhaft ist, nahbar und verständlich bleibt. Die Emotionen werden sehr gut vermittelt, die Erzählungen sind nie oberflächlich, sondern immer detailliert und mit Tiefgang. Mir gefällt außerdem, dass es in Italien im 20. Jahrhundert spielt und dies wird recht authentisch vermittelt. Inhaltlich geht es um große Themen, wie Liebe und Freundschaft, aber auch soziale und politische Umbrüche, Weltkriege und gesellschaftliche Normen wirken mit ein. Die Charaktere sind gegensätzlich und laden zu Diskussion ein, sie sind so unterschiedlich, dass man als Leser*in seine/n Favoriten finden kann, egal welche Vorlieben man hat. Mir persönlich hat Viola sehr gut gefallen, da sie sich in der damaligen Zeit nicht den Normen und Konventionen gebeugt hat, sondern eine emanzipierte Frau war, die zu ihren Gedanken und Taten steht. 

Der Roman passt sehr gut für Leser*innen, die gerne poetische Sprache mögen, auch Kunst und Kultur und das Historische lieben und natürlich fehlen auch bewegende Liebes- und Freundschaftsgeschichten nicht. 

Cover des Buches Was ich von ihr weiß (ISBN: 9783442776061)
B

Rezension zu "Was ich von ihr weiß" von Jean-Baptiste Andrea

Buecherwurm
Zeitreise

Was soll ich sagen, ich hätte nie von selbst nach diesem Roman gegriffen, aber nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, musste ich ihn ganz lesen.
Sowohl Mimo, als auch Viola sind mir von Beginn an symphatisch. Der eine arm, die andre reich, doch beide haben große Ziele vor Augen. Super, dass der Autor beiden eine so starke Persönlichkeit auf den Leib geschrieben hat.
Ein auf und ab der Gefühle. Toll wie man da in die Zeit und in die Charaktere eintauchen kann. Das gelingt dem Autor auch mit seiner klaren Sprache.
Mein Fazit: Ich bin in 508 Seiten durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts gereist und habe mit Viola und Mimo vieles erlebt. Ich habe mit ihnen gelitten, gebangt, einfach ihr Leben verfolgt.
Jean-Baptiste Andrea ist hier ein großartiger Roman gelungen, der die Herzen vieler LeserInnen gewinnen wird. Mich hat dieser Roman in eine andere Zeit geführt und hat mich die Welt herum vergessen lassen. Ich kann dieses Buch nur allen ans Herz legen, die mal wieder eine großartige Liebesgeschichte lesen wollen, gepaart mit Zeitgeschichte. Ich werde es auf jeden Fall verschenken und vielen damit eine große Freude machen.

Cover des Buches Die Enthüllung (ISBN: 9783518468043)
Josseles avatar

Rezension zu "Die Enthüllung" von Mario Vargas Llosa

Jossele
Diesmal so überhaupt kein Meisterwerk

Die Originalausgabe dieses Romans erschien 2016 unter dem Titel „Cinco esquinas“. Der erfolgreiche Geschäftsmann und Ingenieur Enrique Cárdenas wird von dem Boulevardjournalisten Rolando Garro mit Fotos von einem sexuellen Fehltritt erpresst. Er weigert sich jedoch, darauf einzugehen.

Die Geschichte spielt zum größten Teil während der letzten Jahre der Regierungszeit Alberto Fujimoris, lediglich das letzte Kapitel („drei Jahre später“) spielt nach deren Ende. Den Zustand des Landes (Peru) zu der Zeit, schildert Vargas Llosa in den schrecklichsten Farben: gefährlich wegen des allgegenwärtigen Terrorismus, größtenteils verarmt und durch und durch korrupt bis in die Regierung. Das war sicherlich auch so, hat aber insofern ein „Gschmäckle“, als es der Autor selbst war, der 1990 die erste Wahl gegen Fujimori verlor. Jedoch ist die vollkommen durchtriebene und verlogene Korruptheit des Geheimdienstchefs unter Fujimori, Vladimiro Montesinos, den Vargas Llosa nur den „Doktor“ nennt, eindeutig nachgewiesen. Dennoch kann ich mich des Eindrucks nicht so ganz erwehren, dass Vargas Llosa mit diesem Buch auch Rache nehmen wollte für die Machenschaften des Geheimdienstchefs gegen seine Person. Dazu passt auch die aufklärerische Ausgabe der Boulevardzeitschrift gegen Ende.

 So dichtet er Rolando Garro schließlich sogar Würde an, weil er versucht hat, dem Druck zu entkommen: „Er hatte seine Würde, ganz bestimmt, wollte nicht länger die Kloake für das Regime von Fujimori spielen, das Klo, durch das die ganze Kack der Regierung rauscht. (Suhrkamp Tb, 1. Aufl. 2017, S. 262)

Vargas Llosa versteht das Handwerk des Erzählens im Grunde meisterhaft, in diesem Roman jedoch berichtet er zu sehr, die handelnden Personen bleiben charakterlich blass und wirken beliebig. Zwischendurch weicht die Geschichte auf Nebenschauplätze aus, die die Handlung nicht voranbringen, wie die Story von Lucianos Großeltern oder die ausführlichen Beschreibungen sexueller Handlungen, die im Grunde überhaupt nicht zur Geschichte passen, sondern wie die Schilderung erotischer Altherrenfantasien wirken – und vielleicht auch sind.

Ich habe einiges von Vargas Llosa gelesen. Dieses Werk ist mit Sicherheit eines seiner Schwächsten. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, der Autor wird mit zunehmender Erfahrung schlechter statt besser. Zwei Sterne.

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