Thomas Brussig Am kürzeren Ende der Sonnenallee

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Inhaltsangabe zu „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ von Thomas Brussig

Am kürzeren Ende der Sonnenallee, gleich neben der Berliner Mauer, wohnt Micha Kuppisch. Wenn er aus der Haustür tritt, hört er die Rufe westlicher Schulklassen vom Aussichtspodest: "Guck mal, 'n echter Zoni!" Micha aber hat eine andere Sorge: Miriam. Sie ist das schönste Mädchen weit und breit, doch leider schon vergeben. Pointenreich erzählt Thomas Brussig, wie im Schatten der Mauer auch die Sonne schien. Miriam, Micha und seine Freunde lieben und lachen, tricksen und träumen. Sie hören Jimi Hendrix, angeln Liebesbriefe aus dem Todesstreifen und erschaffen sich erfindungsreich ihre eigene Welt. Und erst später wird ihnen klar, dass sie unheimlich komisch waren. (Quelle:'E-Buch Text/06.09.2015')

Oberflächliche Handlung & Charaktere denen ich leider nichts abgewinnen konnte!

— cityofbooks

Tolle Schullektüre!

— ilovemalec

4,5 Sterne

— PoetrySlam15

Ist wirklich lustig und man kann sich diese Zeit sehr gut vorstellen. Leider manchmal unstrukturiert oder der (Spannungs-)Aufbau fehlte. 3,5

— Nachteule713

Perfekte Schullektüre zum Schüler quälen, ziemlich langweilig

— SaScHii

Ich fand es absolut grausam

— TanjaSpencer

Hat mich nicht begeistert

— mistellor

Schreckliche Schullektüre...

— Sternschnuppi15

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  • Schullektüre eben...

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    cityofbooks

    10. June 2017 um 22:13

    Miriam, Micha und seine Freunde lieben und lachen, tricksen und träumen. Sie hören Jimi Hendrix, angeln Liebesbriefe aus dem Todesstreifen und erschaffen sich erfindungsreich ihre eigene Welt. Und erst später wird ihnen klar, dass sie unheimlich komisch waren... Wir mussten das Buch von der Schule aus lesen. Selbst hätte ich dazu ehrlich gesagt nicht gegriffen, aber da ich den Klappentext gar nicht mal so schlecht fand habe ich mich trotzdem auf das Buch gefreut. Letztendlich hat es mir jedoch nicht wirklich gefallen... Der Schreibstil des Autors war flüssig und humorvoll und eigentlich sehr gut lesbar, jedoch hat Thomas Brussig meinen Humor nur selten getroffen. Erzählt wird die ganze Zeit über aus der Sicht eines Erzählers, so dass man einen guten gesamt Eindruck gewinnt. Micha war ein doch sehr jungen- und kindhafter Charakter, was mich teilweise echt gestört hat. Alle anderen Charaktere hatten natürlich ihre Macken und Kanten, aber auch mit ihnen bin ich nicht wirklich zurecht gekommen und konnte keine "Beziehung" zu einem von ihnen aufbauen. Es kamen mir auch eigentlich alle Charaktere ziemlich einseitig und aufgesetzt vor. Mir war auch die gesamte Handlung viel zu oberflächlich. Vieles wurde für mich zu übertrieben und lächerlich dargestellt wie beispielsweise die Bewunderung für Miriam, weshalb ich letztendlich das ganze Buch nicht mehr ernstnehmen konnte. Ich habe mich auch an einigen Stellen gefragt, wo der Sinn und der Zusammenhang zu der Geschichte gesteckt hat. Insgesamt war das Buch nichts für mich! Die Handlung war zu oberflächlich und langweilig und auch den Charakteren konnte ich leider nichts abgewinnen.

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    • 3
  • Einfach nur toll!

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    ilovemalec

    31. May 2017 um 21:08

    Als ich erfahren habe, dass wir dieses Jahr "Am kürzeren Ende der Sonnenallee" als Schullektüre lesen war ich zunächst alles andere als begeistert. Nach der Lektüre weniger Seiten änderte sich meine Meinung jedoch komplett.Die Geschichte handelt von Micha, der in der DDR lebt und von seiner ehrgeizigen Mutter auf die beste Schule des Landes gebracht werden will. Nun wird seine Geschichte zwischen Leistungsdruck und den Einschränkungen des Regimes erzählt. Besonderer Fokus liegt hierbei auf der Tatsache, dass sein erster Liebesbrief in den Todesstreifen geflogen ist-eine erschreckende und doch unglaublich wahre Metapher für das Leid, das die Mauer in das Leben der Menschen bringt. Das Buch hat mich vollkommen überzeugt, die Handlung ist spannend und erzählenswert und das Lesen macht Spaß. Die Geschichte ist aus der Sicht von Micha erzählt, Perspektivwechsel kommen nicht vor. Dafür reihen sich aber zahlreiche lustige Momente aneinander, sodass man zwischendurch vor Lachen gar nicht mehr weiterlesen kann. Man erfährt viel über das Leben der Jugendlichen in der DDR, so zum Beispiel die ständigen Verdächtigungen, wer denn nun bei der Stasi sein könnte oder die Bemühungen als parteifreundlich zu gelten, weshalb z.B. Micha von seiner Mutter Mischa genannt wird. Alles in allem ein spannendes, lesenswertes Buch, das einfach eine perfekte Schullektüre ist! PS: Für meine Deutschlehrerin, die das hoffentlich liest: Sorry, ich hör mich an wie ein Streber, aber das Buch hat mir wirklich gefallen...

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  • Ick gloob ick spinn ...

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    PoetrySlam15

    20. May 2017 um 17:23

    --Info--"Am kürzeren Ende der Sonnenallee" wurde dieses Jahr unsere Schullektüre. Doch meistens waren es die letzten Jahre eher Bücher die langweilig waren, bzw. mich nicht angesprochen haben. Dieses Jahr war es jedoch anders. Es hat mich völlig überrascht.--Inhalt--Am kürzeren Ende der Sonnenallee, gleich neben der Berliner Mauer, wohnt Micha Kuppisch. Wenn er aus der Haustür tritt, hört er die Rufe westlicher Schulklassen vom Aussichtspodest: "Guck mal, 'n echter Zoni!" Micha aber hat eine andere Sorge: Miriam. Sie ist das schönste Mädchen weit und breit, doch leider schon vergeben.--Cover--Mir gefällt das Cover sehr gut. Es gibt einem das Gefühl von Lockerheit. Ich finde dass es sehr gut zu dem Inhalt von dem Buch passt. --Mein Fazit--Mir gefällt das Buch sehr gut. Es ist lustig, wie alles in der Lektüre beschreiben wird. Wiedererwartens hat mir das Buch sehr gefallen. Man hat auf amüsanter weise erfahren, wie manche Jugendliche in der damaligen DDR gelebt hatten und so einen Einblick bekommen. Doch leider hat mir noch das gewisse etwas gefehlt, damit es alle 5 Sterne bekommen hätte. Deshalb nur 4,5 Sterne.  

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  • Erstes "Zwangsbuch" was ich toll fand.

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    musiclover

    10. April 2017 um 19:50

    Wir mussten dieses Buch im Rahmen des Deutsch Unterrichtes lesen. Am Anfang dachte ich mir noch: "Ach nicht schon wieder so ein langweiliges Schukbuch" aber dann fand ich es toll. Durch dieses Buch habe ich mich noch intensiver für die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts interesiert. Besonders was die damalige DDR betrifft. Das Buch hat mich miterleben lassen wie das Leben im damaligen Ostblock war und hat mich bis zum Ende hin fasziniert. Und irgendwie erschienen mir meine Probleme durch dieses Buch ganz klein. Das Buch hat mich in seiner Art und Weise gefesselt, wie die Jugendlichen den DDR Alltag meistern und mit welchen Problemen sie sich damals herumärgern mussten. Der Autor schafft es jedem der Charaktere eine eigene Stimme zu verleihen und beschreibt (laut meiner Oma) realistisch das Leben. Absolut empfehlenswert!

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  • Rezension : Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    TanjaSpencer

    15. January 2017 um 17:39

    Rezension : Am kürzeren Ende der SonnenalleeAm kürzeren Ende der Sonnenallee wurde von dem deutschen Schriftsteller Thomas Brussig verfasst und erschien im Fischerverlage. Es umfasst um die 157 Seiten. Handlung : Im Buch geht es um eine Clique Jugendliche der DDR. Die Hauptperson in der Handlung ist Michael Kuppisch, der mit seiner Familie in einer kleinen Wohnung nah an der Grenze zu Westberlin lebt. dessen Jugend und besonders die Liebe zu dem hübschen Mädchen Miriam, welche sich durch den gesamten Roman ziehen. Die Handlung ansich ist nicht schlecht, da man einen guten Einblick zur Zeiten der DDR bekommt. Hauptsächlich geht um Michael, kurz Micha, welcher immer wieder versucht an das unantasbare Mädchen Miriam ran zukommen, jedoch ist dies nicht alles doch das müsst ihr selber lesen da ich sonst zu viel spoilere. Leider konnte mich diese Geschichte nicht überzeugen, da es sich in die Lännge zieht. Charaktere: Die Hauptcharaktere der Geschichte sind Micha, Miriam und Mario. Also von den Charakteren konnte mich keiner so ganz überzeugen, da es mir so rüber kam als wären sie Hüllen ihrer selbst. Mir ging auch Miriam immer auf die Nerven, da sie immer etwas zu meckern und zu zicken hatte. Schreibstil :Der Schreibstil ist ganz okay, der einzige Mängel den ich bei dem Schreibstil hatte war, dass alles noch in alter Schreibweise geschrieben wurde, jedoch war das jetzt nicht dramatisch.Fazit:Ich fand das Buch einfach nur langweilig, da ich das Gefühl hatte, das nichts passiert und alles so monoton war. Mich konnte weder die Geschichte noch die Charaktere überzeugen, deshalb gehört das Buch zu meinen grössten Flops. Empfehlen würde ich es nur an diejenigen, welche sich stark für die Zeit der DDR interessieren.LG Tanja 

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  • Hat mich nicht begeistert

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    mistellor

    Der Autor beschreibt das Leben von Jugendlichen und ihren Eltern in der ehemaligen DDR. Das Buch endet mit dem Fall der DDR. Herausragend ist die Liebesgeschichte von Michi und Miriam, die später sogar heiraten und ein Kind bekommen. Interessant ist der Vergleich zwischen dem Empfinden der Eltern und dem Empfinden der Jugendlichen. Während sich die Eltern versuchen sich dem Gesellschaftssystem der DDR anzupassen, oder versuchen wenigstens nicht anzuecken, probieren die Jugendlichen sich den Regeln zu entziehen. Allerdings kann man das noch nicht als Rebellion bezeichnen. Mich hat das Buch nicht begeistert. Wenn man eine solche Problematik anspricht, kann man meiner Meinung diese nicht so oberflächlich behandeln. Das ist dem Thema einfach nicht gerecht. Auch bei der Darstellung der Protagonisten vermisse ich die Tiefe. Mir ist nicht verständlich, dass dieses Buch in vielen Schulen zur Pflichtlektüre gehört. Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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    • 3
  • Zeitreise

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    Phina

    18. September 2016 um 17:07

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee war vor dem Mauerfall der Ostteil. Und somit spielt die Geschichte in der früheren DDR und zeigt, wie es dort früher war. Leicht zu lesen, ein bisschen amüsant und doch ganz schön ernst. Sicher besonders interessant für die, die zu der Zeit noch gar nicht gelebt haben.

  • Zeitreise

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    Phina

    18. September 2016 um 17:06

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee war vor dem Mauerfall der Ostteil. Und somit spielt die Geschichte in der früheren DDR und zeigt, wie es dort früher war. Leicht zu lesen, ein bisschen amüsant und doch ganz schön ernst. Sicher besonders interessant für die, die zu der Zeit noch gar nicht gelebt haben.

  • Nicht für jedermann

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    Miriichen

    12. May 2016 um 18:27

    Vereinzelt spannend und lustig, allerdings nur vereinzelt. Denn Freude beim Lesen fand ich nur an den wenigen Lustigen Stellen und diese brachten mich wenn dann auch nur zum Schmunzeln, höchstens zum Grinsen. Für jemanden der sich für Geschichte nicht interessiert ist bei diesem Buch vermutlich an der falschen Adresse, denn eine rasante Story von Rebellen liegt hier definitiv nicht vor.

  • Grotesk, komisch, authentisch

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    Lilli33

    07. December 2015 um 19:37

    Format: E-Book Dateigröße: 922 KB Seitenzahl der Print-Ausgabe: 160 Seiten Verlag: FISCHER E-Books (6. September 2015) Sprache: Deutsch Grotesk, komisch, authentisch Inhalt: Die Berliner Sonnenallee ist kilometerlang. Sie wird durch die Mauer zerschnitten. Ein kläglicher Rest von 60 Metern gehört zur DDR, der Großteil zur BRD. Micha Kuppisch wohnt im Osten, direkt an der Mauer, wo er sich Tag für die Tag den hämischen Rufen der westdeutschen Schüler ausgesetzt sieht, ebenso wie den Schikanen eines Volkspolizisten. Doch all das steckt der junge Mann weg, hat er doch nur ein Ziel: die schöne Miriam zu erobern. Und das ist gar nicht so einfach, denn die Konkurrenz ist groß. Meine Meinung: Mit viel Einfühlungsvermögen und Humor schildert Thomas Brussig den Alltag in der DDR in den 1970er Jahren. Dabei zeichnet er seine Figuren sehr liebevoll. So nennt Michas Mutter ihren Sohn konsequent „Mischa“ und lässt extra das „Neue Deutschand“ aus dem Briefkasten hängen, um Micha das Studium an der Universität in Moskau zu ermöglichen. Der Vater „rebelliert“ gegen die Obrigkeit, indem er ständig androht „Ich mach ne Eingabe“, es dann aber doch sein lässt. Und der Westonkel hat so viel Angst, dass er sogar (legale) Gummibärchen in der Unterhose schmuggelt. Dabei wünscht Micha sich doch so sehr eine Westschallplatte. Doch da traut Onkel Heinz sich nicht ran. Aber die jungen Leute sind ganz pfiffig und finden ihren eigenen Weg, um ans Ziel zu kommen. Thomas Brussig hat zusammen mit Detlev Buck und Leander Haußmann das Drehbuch zum Film „Sonnenallee“ geschrieben, der 1999 gedreht wurde. Das Buch „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ erschien zum ersten Mal ebenfalls 1999, will von Thomas Brussig aber nicht als Buch zum Film verstanden wissen, da die Schwerpunkte hier anders gesetzt sind und die Handlung um einige Szenen erweitert ist. Fazit: „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ bietet ein kurzweiliges Lesevergnügen und einen lockeren Einblick in den Alltag der DDR-Jugend in den 1970er Jahren, den man allerdings nicht zu ernst nehmen sollte. ★★★★☆

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  • Das hab ich geschmuggelt

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    MissJaneMarple

    Inhalt: Michael, Micha, Kuppisch wohnt am kürzeren Ende der Sonnenallee in Berlin, direkt hinter der Mauer. Seine Mutter möchte unbedingt, dass er in Moskau studiert. Somit lässt sie keine Gelegenheit aus, bei den Nachbarn den Eindruck zu erwecken, sie wären eine ganz akkurate parteitreue Familie. Michas Vater droht bei jeder Gelegenheit damit, eine Eingabe zu schreiben und sich zu beschweren. Onkel Heinz schmuggelt regelmäßig Dinge von Westberlin zu seiner Ostverwandtschaft, die eigentlich ganz legal wären. Und Micha hängt mit seinen Freunden auf dem (Spiel)Platz herum und himmelt Miriam an. Meinung: Eine wirklich witzige Geschichte über eine Jugend in Ostberlin. Thomas Brussig schreibt locker und leicht, wie es denn "da drüben" so war. Die Charaktere sind alle ein wenig schräg, dadurch sehr sympathisch. Am Besten gefiel mir Onkel Heinz, der sich immer als der verwegene Held der Familie fühlt, der todesmutig alles aus dem Westen schmuggelt und somit Arbeitslager in Sibierien riskiert, obwohl Gummibärchen und Schokolade usw. ganz legal sind. Fazit: Gute Unterhaltung vorprogrammiert! 

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    • 2

    Krimifee86

    16. September 2015 um 17:20
  • Ohne wirklichen Sinn und Verstand

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    Krimifee86

    16. September 2015 um 17:18

    Klappentext: Am kürzeren Ende der Sonnenallee, gleich neben der Berliner Mauer, wohnt Micha Kuppisch. Wenn er aus der Haustür tritt, hört er die Rufe westlicher Schulklassen vom Aussichtspodest: "Guck mal, 'n echter Zoni!" Micha aber hat eine andere Sorge: Miriam. Sie ist das schönste Mädchen weit und breit, doch leider schon vergeben. Pointenreich erzählt Thomas Brussig, wie im Schatten der Mauer auch die Sonne schien. Miriam, Micha und seine Freunde lieben und lachen, tricksen und träumen. Sie hören Jimi Hendrix, angeln Liebesbriefe aus dem Todesstreifen und erschaffen sich erfindungsreich ihre eigene Welt. Und erst später wird ihnen klar, dass sie unheimlich komisch waren. Cover: Am Anfang fand ich das Cover nicht so toll, weil es mir so überladen vorkam. Mittlerweile mag ich es aber, weil es einfach sehr viele Dinge widerspiegelt, die auch im Buch eine Erwähnung finden oder sogar eine wichtige Rolle spielen. Insofern finde ich es doch sehr gelungen. Schreibstil: Mir hat der Schreibstil ganz gut gefallen. Man konnte sich gut einlesen, alles super verstehen und der Roman lässt sich auch sehr schnell weg lesen. Allerdings ein kleines Manko für mich: Mir fehlten DDR / Ost-Begriffe. Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll, aber mir hat hier irgendwie ein „Ost-Flair“, irgendwas typisch Ost-Deutsches gefehlt. Davon abgesehen fand ich die Charaktere recht gut gelungen. Micha mochte ich sehr gerne, Miriam nicht so wirklich. Michas Freunde waren auch alle toll. Am meisten mochte ich aber seinen Onkel aus Westdeutschland. Seine Besuche waren immer echt lustig und haben die Geschichte noch einmal ein wenig aufgelockert. Das fand ich super. Die Story: Tja, was ist eigentlich die Story? Eine gute Frage. Man hat das Gefühl, einen Roman zu lesen, bei dem verschiedene Sequenzen einfach aneinander gereiht werden ohne, dass sie inhaltlich wirklich groß miteinander zusammenhängen. Gut, die Romanfiguren kennen sich alle untereinander und alles geschieht in einem recht kurzen Zeitraum. Aber der tiefere Sinn des Ganzen bleibt doch verborgen – mir jedenfalls. War das Buch nun eine Liebesgeschichte, eine Gesellschaftskritik oder doch etwas völlig anderes? Ich weiß es nicht und kann die Geschichte auch jetzt noch nicht so richtig greifen. Wenn ich auch sagen muss, dass es nichtsdestotrotz großen Spaß gemacht hat, die einzelnen Sequenzen zu lesen und in die Welt der Protagonisten abzutauchen. Auch ohne Sinn und Verstand hat es Spaß gemacht! Fazit: Ein bisschen fragt man sich am Ende, was das alles sollte. Denn so ganz war das Buch für mich nicht zu greifen. Aber auch wenn Sinn und Zweck für mich offen bleiben, konnte mich der Roman doch gut unterhalten und mir vor allem eine Zeit näher bringen, in die ich ansonsten nur wenig Einblick bekommen hätte. Aus diesem Grund vergebe ich drei Punkte.

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  • LEICHT UND BEKÖMMLICH

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    derlorenz

    31. October 2014 um 19:40

    Wissen Sie, dass mit einer „AWO“ das Renommier-Motorrad in der DDR und nicht die Arbeiterwohlfahrt gemeint ist? Und fällt Ihnen bei „ZK 20“ gleich das polnische Tonbandgerät ein, mit dem man so prima DT 64 mitschneiden konnte? Wenn nicht, werden Sie an Thomas Brussigs neuem Roman nur halb so viel Freude haben. Denn das „Kürzere Ende der Sonnenallee“ liegt im Osten Berlins, gleich hinter der noch unübersehbaren, unüberwindlichen Mauer. Westberliner Schulklassen schauen von einem Aussichtstum herüber und bestaunen Micha Kuppisch, einen „echten Zoni“. Aber dem bleibt kaum Zeit, sich zu ärgern, denn er ist in die Schulschönste Miriam verliebt. Leider knutscht die lieber mit unbekannten AWO-Fahrern oder Nobelschlitten-Besitzern aus dem Westen. Und wenn Miriam plötzlich doch Interesse zeigt, dann kann man gerade nicht zu ihr, weil der ABV unbedingt die Personaldokumente kontrollieren muß. Hinter der Mauer hat man eben ganz spezielle Probleme. Das weiß auch der Westonkel Heinz, der des öfteren zu einem Tagesausflug vom langen in das kurze Ende der Sonnenallee einreist. Mit Herzklopfen macht er sich auf den Weg, um die Not der Verwandten im Osten zu lindern. In seiner panischen Angst vor dem Grenzer schmuggelt er Dinge, die völlig legal sind. Schokoriegel werden in Socken transportiert, eine harmlose Tüte Gummibärchen findet in der Unterhose Platz. Aber nie eine Platte mit verbotener Musik. Schade, findet Micha. Nach seinem Roman „Helden wie wir“ ist Thomas Brussig ein weiterer Geniestreich gelungen. Die Beschreibungen von Liebe, Hoffnung und Sehnsucht „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ werden mit recht skurrilen Details garniert. Brussig bereitet ostdeutsche Geschichte so leicht und bekömmlich auf, dass sogar die vielen Alltagssorgen amüsant wirken. Immerhin hat er die Probleme nicht verschwiegen, deshalb sei ihm seine Nostalgie verziehen. Freimütig gesteht Brussig: „Glückliche Menschen haben ein schlechtes Gedächtnis und reiche Erinnerungen.“ Wer die reichen Erinnerungen teilen will, der kann sich übrigens auch den Kinofilm „Sonnenallee“ anschauen. Der ist ausnahmsweise mal besser als das Buch.

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  • Nah dran aber doch nicht drüben

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    marikili

    14. April 2014 um 18:15

    >>Sie trafen sich immer auf einem verwaisten Spielplatz – die Kinder, die auf diesem Spielplatz spielen sollten, waren sie selbst gewesen, aber nach ihnen kamen keine Kinder mehr. Weil kein Fünfzehnjähriger sagen kann, dass er auf den Spielplatz geht, nannten sie es “am Platz rumhängen”, was viel subversiver klang.<< (Am kürzeren Ende der Sonnenallee S.11) Das Leben von Micha dreht sich um seine Freunde, die er gern sein “Potential” nennt und in deren Gesellschaft er gerne “am Platz rumhängt”, und Miriam, das Mädchen das alle lieben und das ihm einen Kuss versprochen hat. Der Autor Thomas Brussig schreibt aus der Sicht Michas über die Absurdität des Lebens in der DDR, genauer am kürzeren Ende der Sonnenallee, die zweigeteilte Straße deren kürzeres Ende in Ostberlin liegt. Es sind seltsame Dinge, die dort geschehen – für die Anwohner ganz selbstverständlich für die “Wessis” absolut unverständlich. Die Jugend der Sonnenallee wehrt sich gegen die Einschränkungen des Staates, indem sie verbotene Musik hören, Drogen konsumieren und gegen die Mauer pinkeln. Manchmal etwas zu unglaubwürdig reihen sich die Geschehnisse aneinander, die am Ende in einem unbegreiflichen Chaos münden. Es gibt viele bunt schillernde Charaktere in diesem Buch. Brille, der Hochbegabte, Wuschel, das Jimi Hendrix Double, Mario, der noch erwachsen wird, seine Freundin die Existentialistin, die noch zu einem Namen kommt, und Micha, der sich geschworen hat niemals Militärdienst abzuleisten. Sie treffen sich alle jeden Tag, zeigen sich in den gleichen Klamotten, hören dieselbe Musik, spüren dieselbe Sehnsucht und fühlen sich jeden Tag deutlicher erstarken (vgl. S.10). Der Alltag, der dort herrscht – so nah am Westen aber doch nicht ganz drüben – wird überzeugend geschildert, aber die außergewöhnlichen Geschehnisse wie Wuschels Nahtoderfahrung, die eine Doppel-LP zerstört, der Grenzschmuggel von Onkel Heinz' Asche und die Geburt eines Kindes in einem Trabi mithilfe von Michail Gorbatschow sind dann doch etwas zu ausgefallen. Ist man auf der Suche nach einer lockeren und oberflächlichen Lektüre, die nicht zu viele Seiten umfasst, kann der Schmökerspaß beginnen.

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  • Zu viele Klischees, zu wenig greifbare Story

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

    Kendall

    17. November 2013 um 14:22

    Micha Kuppisch ist eigentlich ein ganz normaler Teenager: er hört gern Musik, streift durch die Stadt und verliebt sich in Mädchen. Eine Sache unterscheidet ihn aber dann doch von vielen anderen: er ist ein "Zoni", denn er wohnt jenseits der Berliner Mauer in der kommunistischen DDR. In dem Teil Deutschlands, in dem die Rolling Stones strikt verboten sind, der Westonkel Smarties an sein Schienbein bindet um sie nach Osten zu schmuggeln und japanische Stereoanlagen beinahe ein Menschenleben kosten, hat Micha es nicht immer leicht. Besonders seine Eltern wollen ihm keine Ruhe lassen: sein Vater ist besessen davon Einreden an den Staat zu schreiben und seine Mutter wünscht sich eine Zukunft für "Mischa" im Roten Kloster in Moskau. Ja und Micha...der will eigentlich nur seinen Liebesbrief wieder. Um ehrlich zu sein war es gar nicht so schlimm wie ich dachte, es war sogar stellenweise ganz lustig. Womit ich allerdings gerechnet habe, war, dass die Charaktere so TYPISCH Ostdeutsche Bürger sind: komplett Anti, immernur auf der Lauer nach Westzeug und so weiter. Das mag mit Sicherheit auch so gewesen sein, und vielleicht bin auch ich nur so empfindlich gegenüber Büchern mit der "Mauerthematik", weil ich die in der Schule immer lesen musste und ich Schullektüren gehasst habe, dennoch fand ich, dass die Klischees zu sehr bedient wurden. Mit Miriam konnte ich mich leider gar nicht anfreunden, genauso wenig, wie mit der Existentiallistin. Die eine war mir zu, nennen wir es leicht zu haben, die andere zu pseudophilosophisch. Im Großen und Ganzen war das Buch einfach zu lesen und leicht verdauliche Kost, eben absolut was für zwischendurch, aber nichts, was ich jetzt zu meinen Lieblingsbüchern zähle. Was mir allerdings besonders gut gefiel, war der allerletzte Abschnitt des Buchs, in ihm verbergen sich nämlich sowohl Wahrheit, als auch Fantasie.

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