fischer baumler

Thomas Brussig Beste Absichten

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Inhaltsangabe zu „Beste Absichten“ von Thomas Brussig

Kein Sex, keine Drugs, aber jede Menge Rock’n’Roll – Der neue Roman von Thomas Brussig

Ostberlin 1989. In einem Keller probt Die Seuche, eine Band, die Großes vorhat. Ihr einziger Fan ist zugleich ihr Manager. Äppstiehn tut, was er kann – und das ist nicht viel. Die Seuche spielt bei Familienfesten und Geburtstagsfeiern und lässt sich in Autoschiebereien am Rande der Prager Botschaft verwickeln. Doch gegen die Wende ist sogar Äppstiehn machtlos. Plötzlich spielt Musik keine Rolle mehr. Aber geht das überhaupt?

Thomas Brussigs warmherzige Hommage an die Musik einer Zeit erzählt mit Witz und Leichtigkeit davon, wie es ist, wenn etwas zu Ende geht und gleichzeitig etwas beginnt.

Es ist eine Geschichte mit einer ganz eigenen Musik in der Erzählung. Ein schöner eigener Erzählstil.

— Buchraettin

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    • 1927
  • Es ist eine Geschichte mit einer ganz eigenen Musik in der Erzählung.

    Beste Absichten

    Buchraettin

    13. August 2017 um 14:44

    Es ist das erste Buch des Autors für mich, aber der Stil des Buches hat mich begeistert. Es ist eine Art Zeitreise in die 80 er Jahre des letzten Jahrhunderts in die ehemalige DDR. Schuhe, die Mokassins ähneln, Jeans, die an Karotten erinnern, die Dauerwelle war eine beliebte Frisur. Es gelingt dem Autor mir diese Welt bildlich darzustellen. Als Leser begleitet man den Ich- Erzähler in seinen Erinnerungen. Das Kennenlernen der Band, mit dem Namen „ Die Seuche“, seine Tätigkeit als ihr Manager, die Aufritte bei Veranstaltungen, der Versuch auf der Erfolgsleiter nach oben zu klettern.Gut gefallen hat mir dieser ganz eigene Erzählstil. Es ist ein bildhafter Stil, der bei mir als Leser das Kopf Kino laufen ließ, der mich hautnah mit nahm mitten hinein in die Geschichte. Sehr gefallen hat mir auch der Beginn der Geschichte, in dem er auf diesen Kugelstoßer einging, dessen Erfolg nie anerkannt wurde und danach der Ausblick auf diese Band. Vor allem macht seine Aussage hier sehr neugierig auf die Geschichte der Band „ Die Seuche“. Mir hat das sehr gut gefallen, es klingt so real, ich habe mich gefragt, gab es den Kugelstoßer und seine Geschichte wirklich? Wenn eine Geschichte einen Leser neugierig zurücklässt, mit dem Zweifel, könnte das auch wirklich passiert sein, soll ich vielleicht doch mal recherchieren, ob das nicht ein Funke Realität dabei war, das finde ich sehr gelungen. Ich mochte einige seiner Wortneuschöpfungen, die im Laufe der Geschichte auftauchen. Die Mitglieder der Band werden gut charakterisiert. Sie erlangen Tiefe in ihrer Figur, als der Erzähler auch ihre privaten Lebensbedingungen teilweise kennenlernt. Welche Schicksale stecken hinter den Musikern dieser Band- welche Bürden haben sie zu tragen in ihrem Leben, welche Träume auch zerplatze begleiten sie? Es ist eine Geschichte mit einer ganz eigenen Musik in der Erzählung. Ein schöner eigener Erzählstil, sehr gut zu lesen, die einen Leser eintauchen lässt in vergangene Zeiten der deutschen / deutschen Trennung. Das war auf jeden Fall für mich nicht das letzte Buch des Autors, es hat mich sehr gut unterhalten und der Stil der Erzählung mit dieser ganz eigenen Erzählstimme hat mir sehr gut gefallen.

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  • Damals als Musik noch das wichtigste war

    Beste Absichten

    Talathiel

    10. August 2017 um 22:14

    Ostberlin 1989. In einem Keller probt Die Seuche, eine Band, die Großes vorhat. Ihr einziger Fan ist zugleich ihr Manager. Äppstiehn tut, was er kann – und das ist nicht viel. Die Seuche spielt bei Familienfesten und Geburtstagsfeiern und lässt sich in Autoschiebereien am Rande der Prager Botschaft verwickeln. Doch gegen die Wende ist sogar Äppstiehn machtlos. Plötzlich spielt Musik keine Rolle mehr. Aber geht das überhaupt? (Klappentext)Thomas Brussig hat es wieder getan, er schreibt über das Ende der DDR. Diesmal erleben wir mit den Protagonisten das Ende aus musikalischer Sicht gesehen. Es ist faszinierend, wie er zwar immer wieder über ein Thema schreibt, es aber doch immer wieder anders erzählt wird und somit bisher noch nicht langweilig wird. Brussigs Schreibstil ist zudem wieder angenehm zu lesen und sprachlich wieder top. Kenner der DDR (und deren Musikszene) kommen hier voll auf ihre Kosten, denn alles, was man so kennt, wird hier verarbeitet. Manchmal mutet es auch etwas skurril an, was der Autor hier zusammenschreibt, hat aber auch einen erklärenden Charakter, der unterhält. Aber die Erlebnisse sind nicht nur durch die Musik geprägt, auch durch die Wende. Die Charaktere zeichnen sich im Übrigen durch ihren Hang zur Musik aus, der Name der Band „Die Seuche“ ist schon gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte ist zudem aus Ich-Perspektive geschrieben, dem Protagonisten, der auf den Namen „Äppstiehn“ getauft wird. Äppstiehn kann im Grunde nicht viel, er kann weder singen und noch ein Musikinstrument spielen und wird dennoch Manager einer Band.Ein kurzweiliger Roman für zwischendurch, der das Thema DDR / Ende der DDR in typischer Brussig-Manier aufgreift.

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  • Musik und Menschen in Zeiten des Wandel(n)s

    Beste Absichten

    aichlinn

    01. May 2017 um 17:54

    "So wie ich hatte bald jeder, der die DDR erlebt hatte, seine eigene Theorie über das, was gewesen war und warum es hatte scheitern müssen, und bis heute interessiert mich jegliches Theoretisieren über die DDR. 'Unrechtsstaat','Sozialistische Ständegesellschaft', 'kommode Diktatur', 'Überwachungsstaat' [...] - all diese Thesen faszinieren mich, weil sie den kühnen und zugleich auch irgendwe schrägen Versuch darstellen, eine Welt, die so voller Alltagserfahrungen und mit so vielen Gefühlen verbunden war, mit einem einzigen Begriff einzufangen."Thomas Brussigs Roman über eine fiktive Band namens "Die Seuche", deren großer Durchbruch ausblieb, weil ein Regenguss die Beschriftung des Demo-Tapes verwischte und dann die "Wende" dazwischen kam. Ein Buch über Musik und Menschen in Zeiten des Wandel(n)s: "Früher war Musik das Wichtigste. Jetzt war es das Geld."Thomas Brussig schildert wieder einmal, ob gewollt oder nicht, große Wahrheit im kleinen Leben. Und weil man letzteres nicht zu ernst nehmen sollte, kommt der Humor auch nicht zu kurz. Ein Brussig eben.

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  • Eine Seuche der besonderen Art

    Beste Absichten

    TochterAlice

    01. May 2017 um 06:20

    Nämlich eine Rockband dieses Namens, die von Äppstiehn, einem eher unspektakulären Typen, der so genannt wird in Anlehnung an den großen Manager der Beatles, Brian Eppstein, gemanagt wird. Er, der eher durch Zufall an diesen "Job" gerät, ist der Protagonist, der Erzähler dieses Romans.Die DDR befindet sich in ihren letzten Zuckungen, auch wenn es noch nicht allen klar zu sein scheint und jeder will in den Westen. Jeder außer den Mitgliedern der "Seuche", die einfach nur Musik machen und einigermaßen nett leben wollen.Dazu ist aber einiges nötig und so nimmt uns Thomas Brussig mit zu so denkwürdigen Ereignissen wie dem Umtausch von Westgeld in große Scheine, dem Abkaufen der Trabis von Botschaftsflüchtlingen in Prag kurz vor Genschers Rede oder auch einfach nur in die Wohnung der dicksten, aber wirklich allerdicksten Frau der DDR, die schon lange nicht mehr draußen war - es geht einfach nicht mehr.Thomas Brussig ist dem geneigten Leser seit Jahren, was sage ich - seit Jahrzehnten bekannt als DDR-Chronist der besonders witzigen, dennoch anrührenden Art. Mein persönliches Highlight wird immer die "Sonnenallee" bleiben, daran kommt nichts anderes ran, nicht einmal "Helden wie wir", was mir auch sehr zugesagt hat. "Beste Absichten" geht in diese Richtung, auch wenn es leider stellenweise doch ein bisschen belanglos bleibt, was aber in der Absicht des Autors liegen kann - es schlittert einfach vorbei an den relevanten Punkten - genau wie es Äppstiehn und seine Kollegen in Wendezeiten tun - um dann ganz zufällig doch wieder auf den Zug aufzuspringen - quasi aus Versehen. Und man fragt sich immer wieder, welcher Zug eigentlich gemeint ist. Sind die Seuche-Typen eigentlich im richtigen Film? Ist es denn der Leser? Und vor allem: welcher Film ist das eigentlich, der wirklich richtige? Aber das sind eigentich Kernfragen, die allen Brussig-Büchern zugrunde liegen und gewissermaßen seinen Sinn des Lebens definieren - so jedenfalls die Botschaft, die bei mir ankommt.

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  • Neuer Brussig, den man lesen muss!!!

    Beste Absichten

    tifrank

    28. March 2017 um 20:53

    Endlich wieder ein Buch von Thomas Brussig und es enttäuscht nicht. Wie schon in seinen vergangen Werken ist es eine Geschichte von Übertreibungen aus Sicht eines Anithelden. Eine Geschichte die zerfällt wie die DDR und was bleibt ist eine komische Erinnerung. 
    Ich habe das Buch gekauft und ohne Pause durchgelesen. Ich war begeistert. 

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