Thomas Brussig Das gibts in keinem Russenfilm

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Inhaltsangabe zu „Das gibts in keinem Russenfilm“ von Thomas Brussig

Thomas Brussig erzählt die schillernde Biographie des berühmten Schriftstellers Thomas Brussig – und schreibt nebenbei unsere Gegenwart um.

1991 erscheint in der DDR der erste Roman von Thomas Brussig. Auf einer Lesung lässt er sich zu einer pathetischen Rede hinreißen: Solange es nicht alle können, wird auch er keine Reise in den Westen unternehmen! Solange nicht jeder eines haben kann, wird auch er kein Telefon haben! Und, weil erst drei Versprechen magisch binden: Solange es verboten ist, will auch er niemals ›Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins‹ lesen! Das macht ihn schlagartig berühmt. In den folgenden Jahren wird er, der eigentlich ein kleiner Feigling ist, für einen Dissidenten gehalten, er soll Olympiabotschafter für Berlin werden, knutscht im Harz unter Eiffeltürmen aus Holz, findet sich in eine Stasi-Affäre verwickelt und beeinflusst mit seinem Schreiben und seiner Guerilla-Statistik die öffentliche Meinung im Osten wie im Westen. Doch die DDR hält sich – bis heute.

Nach ›Helden wie wir‹ und ›Am kürzeren Ende der Sonnenallee‹ erzählt Thomas Brussig die abenteuerlich schillernde Biographie des berühmten Schriftstellers Thomas Brussig und schreibt nebenbei unsere Gegenwart um: Ein zutiefst komisches und wahnwitzig ernsthaftes Spiel über fünfzig Jahre Leben in der DDR.

'Ich habe Thomas Brussig gelesen. Hätte ich ein zweites Leben, würde ich seine Romane ins Englische übertragen. Nur um zweifelnden Amerikanern zu zeigen, wie unglaublich komisch deutsche Literatur sein kann.' (Jonathan Franzen)

Ein Schelmenroman vom Feinsten, die "Was wäre wenn" -Frage clever und witzig beantwortet, toller Stil, tolles Buch zum lachen und nachdenken

— Alanda_Vera

Ein aberwitziges Buch, das meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllen konnte.

— haberland86

Konnte mich leider nicht wirklich packen...

— Talathiel

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  • Ein aberwitziges Buch, das meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllen konnte

    Das gibts in keinem Russenfilm

    haberland86

    05. December 2016 um 20:48

    Thomas Brussig überlegt sich, wie die deutsche Geschichte und vor allem seine schriftstellerische Karriere, hätten aussehen können, wenn es nicht zur Wiedervereinigung gekommen wäre. Und ich muss sagen – auch dieses Leben wäre spannend gewesen.Augenzwinkernd und mit einem Hauch von Nostalgie rechnet Brussig mit dem System DDR ab, womit er mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln  brachte.Auch der Tatsache, dass die politische Lage sich gänzlich anders entwickelt hätte und zum Beispiel Helmut Kohl und Angela Merkel vielleicht niemals Bundeskanzler geworden wären, lässt Thomas Brussig in sein Gedankenexperiment mit einfließen und geht sogar soweit, dass in “Das gibt’s in keinem Russenfilm” Gregor Gysi zunächst Brussigs Anwalt und später Generalsekretär des Zentralkomitees wird und da alles irgendwie Sinn ergibt, kauft man ihm das auch gerne ab.Da es ohne die Wiedervereinigung vermutlich nie zu einer Rechtschreibreform gekommen, wurde der komplette Roman nach den Regeln der alten Rechtschreibung verfasst und obwohl Thomas Brussig selbst der Erzähler seines Buches ist, bleibt bis zum Schluss offen, wie der Autor tatsächlich zu dem steht, worüber er schreibt.Besonders beeindruckt hat mich Thomas’ Brussig Beobachtungsgabe, sein Talent den Figuren Dialoge auf den Leib zu schreiben, die dazu führten, dass ich sofort ihre Stimmen im Ohr hatte und zudem festzustellen, dass Ost- und Westdeutsche auch ohne Wiedervereinigung teilweise die gleichen Probleme geteilt hätten, die sie auch heute miteinander teilen.“So was gibts in keinem Russenfilm” konnte meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllen, da ich es mir insgesamt eine Spur lustiger vorgestellt hätte. Mir fehlte der eine oder andere Brüller, der aus dem sonst eher unterschwelligen Humor heraussticht und mir vor Lachen die Tränen in die Augen treibt.Trotzdem ein Buch, das mich gut unterhalten konnte und das ich gerne gelesen habe.Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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  • Konnte mich nicht mitnehmen

    Das gibts in keinem Russenfilm

    Talathiel

    25. September 2016 um 21:23

    Die fiktive Autobiographie „Das gibts in keinem Russenfilm“ von Thomas Brussig erzählt die Biographie des berühmten Schriftstellers Thomas Brussig. Seine Erzählung beginnt dabei bei seiner Geburt bis hin zu seiner Wehrdienstzeit und schließlich darüber hinaus bis hin zur Gegenwart, allerdings existiert die DDR in Brussigs fiktiver Version auch nach 1990. Als 1991 sein erstes Buch in der DDR erscheint, lässt er sich bei einer Lesung zu einem pathetischen Versprechen hinreißen: er wolle erst dann „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ lesen, wenn alle Bürger der DDR dies dürfen, erst dann ins Ausland reisen, wenn es allen Bürgern der DDR gestattet ist und auch erst dann ein Telefon besitzen, wenn es allen DDR-Bürgern möglich. Damit wird er berühmt, erlebt aber so einiges, denn er wird für einen Dissidenten gehalten, soll Olympiabotschafter werden und gerät in eine Stasi-Affäre…Hinter diesem Hintergrund schreibt nun Thomas Brussig eine Autobiographie, wie sie hätte sein können. Dabei verwendet er aktuelle Zeitgeschehen, wie zum Beispiel den 11. September, und bettet seine in diesem Buch noch existierende DDR mit ein. Damit kommt es einem zumindest nicht ganz so abstrakt vor. Aber auch begegnen wir einigen Persönlichkeiten, wie Gregor Gysi als Anwalt, Udo Lindenberg, Nina Hagen, Wolfgang Schäuble und vielen mehr. Der ganzen Geschichte wird damit eine recht gute Substanz gegeben.Brussigs Schreibstil ist gut, man kommt beim Lesen gut voran, manchmal wirkte es jedoch gekünstelt zwanghaft lustig. Dennoch: über die eine oder andere Szene musste ich auch lachen. Seine Erlebnisse, zumindest die des fiktiven Thomas Brussig, erscheinen auch nicht unglaubwürdig. Sie hätten tatsächlich so passiert sein können. Vielleicht sind sie das auch, so oder so ähnlich, und aus Erzählungen und Berichten hat sich der Autor selbst seine Geschichte zusammengesponnen. Manches vielleicht übertrieben dargestellt, aber niemals so sehr, dass man daran zweifeln könnte. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass es sich um eine fiktive Autobiographie handelt, wäre mir dies auch erst bei den Jahren nach 1989 aufgefallen, denn eins muss man Brussig lassen, seine fiktive Version ist intelligent geschrieben, sodass es hätte sein können. So richtig packen konnte es mich am Ende nicht, war aber für zwischendurch ein netter Zeitvertreib. Allerdings denke ich, dass Leser, die solche Art von Geschichten mögen, sicher ihren Spaß haben. Meinen Humor hat es nur leider nicht getroffen.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. 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  • Was wäre, wenn?

    Das gibts in keinem Russenfilm

    Lilli33

    06. November 2015 um 17:56

    Gebundene Ausgabe: 384 Seiten Verlag: S. FISCHER; Auflage: 3 (12. Februar 2015) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3100022981 Preis: 19,99 € Was wäre, wenn? Ich muss gestehen, ich habe mich vor dem Lesen nicht groß über dieses Buch informiert, auch nicht über den Autor, von dem ich bisher nichts kannte. Ich habe also ganz unbedarft angefangen zu lesen. Aha, eine Autobiographie, locker und flott geschrieben, sehr unterhaltsam. Der Autor wuchs in der DDR auf und schildert seine Erlebnisse mit den dort gegebenen Zwängen und seine ungewollten Zusammenstöße mit der Obrigkeit. Seine ersten Versuche als Autor. Hm, die Rechtschreibreform scheint an ihm abgeprallt zu sein. Ständig dieses „daß“ und „mußte“  und andere Seltsamkeiten von vor der Reform. Aber okay. Weiterlesen … Ähm, was? Wir sind mittlerweile schon in den 1990er Jahren angelangt, und Thomas Brussig darf nicht in den Westen ausreisen? 2000, und er bekommt immer noch Ärger mit der Stasi? Hier stimmt wohl etwas nicht! Jetzt habe ich es kapiert. Es handelt sich bei diesem Roman um eine fiktive Autobiographie, in der Thomas Brussig sich selbst spielt, für die DDR aber ein Szenario entwickelt, das sie bis heute bestehen lässt. Eine Wiedervereinigung hat es nie gegeben. Und folglich auch keine Rechtschreibreform. Eine tolle Idee! So hätte es sein können, wenn es nicht anders gekommen wäre. Mit viel Humor, Ironie und Sarkasmus entwirft Brussig sein Bild von einer parallelen Entwicklung der DDR. Er lässt jede Menge bekannte DDR-, aber auch BRD-Bürger auftreten, wie Egon Krenz, Sarah Wagenknecht, Wolfgang Schäuble, Gregor Gysi und Udo Lindenberg. Nicht alle kommen gut weg, und nicht immer ist ersichtlich, ob Brussig ihr Verhalten als positiv oder negativ ansieht. Seine Rundumhiebe sind auf jeden Fall genial. Dabei fürchte ich, dass mir viele Anspielungen entgangen sind, weil ich mich mit der Materie nicht wirklich auskenne. Brussig schreibt eigentlich sehr kurzweilig, also unterhaltsam. Trotzdem hätte ich mir an einigen Stellen eine straffere Erzählung gewünscht, da waren mir die Ereignisse dann doch zu lang ausgeführt. Insgesamt hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen und bekommt gute vier Sterne von mir. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Brussig „Helden wie wir“, der im vorliegenden Roman immer wieder erwähnt wird und der sich glücklicherweise schon auf meinem SUB befindet. ★★★★☆

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  • Von einem, der sich weigerte, die DDR zu verlassen.

    Das gibts in keinem Russenfilm

    Matzbach

    13. October 2015 um 19:44

    "Das kontrafaktische Erzählen hingegen setzt sich über die Erfahrungen oder zumindest über das gesicherte Wesen der Leser hinweg: Jeder weiß, daß Hitler an der Kunstakademie abgelehnt. der Morgenthau-Plan verworfen und die Oktoberrevolution in Rußland losgebrochen wurde. Wozu also die Zeit mit etwas vergeuden, das erkennbar Unsinn ist? (S. 300). Welche Camouflage. Genau das tut Brussig nämlich in seinem neuen Roman "Das gibt's in keinem Russenfilm". Die DDR existiert noch, der dort lebende Autor Thomas Brussig schreibt so etwas wie seine Lebensgeschichte. Beinahe zufällig schlittert er in eine Schriftstellerkarriere, ebenso zufällig wird er zum Dissidenten, der vor laufender (West-)Kamera den dreifachen Schwur tut, die DDR erst dann zu verlassen, wenn es jeder kann, "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" erst zu lesen, wenn jeder DDR-Bürger das darf und sich erst ein Telefon anzuschaffen, wenn das für keinen dort Lebenden kein unerfüllbarer Traum ist. Fortan misst sich sein Leben an diesem Schwur, sogar seine erste Beziehung zerbricht daran, als seine Freundin, die Repressalien des Regimes leid, einen Ausreiseantrag stellt und bewilligt bekommt. Brussig bleibt als renitenter Kämpfer gegen die Regierung im Land, doch diese ändert sich, so dass nach und nach die Bedingungen seines Schwurs entfallen. Doch die Skepsis des Dichters gegen die Staatsgewalt bleibt. Es gibt in noch, den Schelmenroman, und Brussigs "Das gibt's in keinem Russenfilm" ist dafür ein großartiger Beweis.  

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  • Was wäre wenn...die DDR sich niemals verabschiedet hätte!?

    Das gibts in keinem Russenfilm

    Svenjas_BookChallenges

    19. July 2015 um 17:36

    Den Roman habe ich auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse entdeckt und habe sogar ein signiertes Exemplar ergattern können. Cover und Klappentext haben mich neugierig gemacht, also kam das Buch direkt mit und lag bis jetzt auf meinem SuB. Mit dem Einstieg habe ich mich etwas schwer getan, denn irgendwie hatte ich mir das Ganze schwungvoller vorgestellt. Thomas Brussig erzählt sein Leben und beginnt dabei mit seiner Geburt. Seine Jahre als Kind und in der Armee werden zwar gerafft, kamen mir aber dennoch etwas langatmig vor. Brussigs Schreibstil gefällt mir sehr gut, aber die meiste Zeit über war mir der Text irgendwie zu politisch, obwohl das natürlich bei einem Roman über das Fortbestehen der DDR nicht ausbleibt.  Was ich von Anfang an ziemlich gelungen fand, ist Brussigs Spiel mit dem Leser. Da er sich selbst als Protagonisten und Ich-Erzähler einsetzt und auch bekannte Persönlichkeiten (wie zum Beispiel Nina Hagen, Udo Lindenberg, Daniel Kehlmann und Angela Merkel) in seine Erzählung einbindet, suggeriert er seine eigene Biografie, die tatsächlich so hätte verlaufen können. Wie viel Wahrheit darin steckt und wie viel Fiktion - darüber kann man nur spekulieren. Mehrmals habe ich mich beim Lesen gefragt: Stimmt das wirklich so oder ist das jetzt wieder erfunden? Gewisse Dinge wie etwa Brussigs grober Werdegang als Schriftsteller und seine Werke kann man googeln, die meiste Zeit über jedoch stellt man als Leser nur Mutmaßungen an. So denkt man unwillkürlich ständig über den Text nach, der dadurch im Gedächtnis bleibt. Sehr gut gefallen hat mir außerdem die Idee an sich: Brussig schreibt derart flüssig und selbstverständlich über das Fortbestehen der DDR bis heute, dass man sich oftmals dabei ertappt, das als gegeben hinzunehmen, bis einem dann zwischendurch wieder einfällt: Ach, da war ja der Mauerfall. Gleichzeitig zieht Brussig die wahren Tatsachen ins Lächerliche (Wie unrealistisch ist es bitte, dass die Wiedervereinigung die Folge einiger komischer Zufälle gewesen sein soll, wie etwa dem berühmten Versprecher und schließlich einer vollkommen friedlichen Revoultion?). Außerdem erspinnt er eine mögliche Entwicklung der DDR zur "Elektrokratie", die führend in der Herstellung von Elektro-Autos und der Nutzung von Windenergie ist. Wer dem Autor beim Lesen dieser skurrilen Vorstellungen unterstellt, er würde eine Utopie kreieren, wird allerdings schnell ausgebremst, denn der fiktive Protagonist Thomas Brussig ist nach wie vor ein erbitterter Gegner des Regimes, dessen neue Ziele noch immer Einschränkungen und Nachteile für die DDR-Bewohner bedeuten. Das Komischste an Das gibt's in keinem Russenfilm sind für mich die Charaktere selbst, allen voran Thomas Brussig. Er ist ein liebenswerter Protagonist, der einem recht paranoid und ab und an auch etwas trottelig vorkommt, was beweist, dass der Autor es versteht, sich auf amüsante Weise selbst aufs Korn zu nehmen. Eine Stelle ist mir beim Lesen besonders im Gedächtnis geblieben: Hier drückt der fiktive Brussig seine Verachtung für den Autor des in seinen Augen völlig misslungenen Romans Am kürzeren Ende der Sonnenallee aus, dessen Verfasser in der Realität ja Thomas Brussig selbst ist. Die subtile Komik zeigt sich auch in den Neben-Charakteren wie etwa Gregor Gysi, ein verschlagener Anwalt, der später Honeckers und Krenz' Nachfolge als Oberhaupt der DDR antritt, und Apfelkuchen-Angela (Angela Merkel), die ein Fan Thomas Brussigs ist, ihn wiederholt um Autogramme bittet und ihm später sogar dabei hilft, den Fängen der Stasi zu entgehen. So hat man trotz der Längen, die es definitiv gibt und durch die ich mich ab und zu richtiggehend durchquälen musste, jede Menge zu schmunzeln und man ertappt sich oftmals selbst dabei, wie man Brussigs fantastische Ideen weiterspinnt und sich selbst fragt: Ja, was wäre denn eigentlich gewesen, wenn der Mauerfall tatsächlich nicht stattgefunden hätte? Thomas Brussigs Roman Das gibt's in keinem Russenfilm ist ein wunderbar komisches und wahnwitziges Gedankenspiel, das vor allem deshalb fasziniert und zum Nachdenken anregt, weil es sich wie die Biografie des Autors selbst liest und gespickt ist mit realen Geschehnissen, Orten und Persönlichkeiten. Ab und an war mir die Geschichte zwar zu langatmig erzählt und auch zu politisch und ich hätte sie mir mehr auf den Punkt gebracht gewünscht, insgesamt jedoch konnte mich der Roman wirklich überzeugen. Denn wer hat sich nicht schon einmal gefragt: Was wäre eigentlich, wenn...?

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  • Das gibts in keinem Brussig-Film

    Das gibts in keinem Russenfilm

    TochterAlice

    Das gibts in keinem Brussig-Film: bisher jedenfalls noch nicht, denn so persönlich ist der Autor noch nie geworden, auch wenn sicher viele seiner eigenen Erfahrungen in seine bisherigen Romane und die daraus entstandenen Filme - man erinnere sich nur an das absolut köstliche "Am kürzeren Ende der Sonnenallee" - eingeflossen sind. Hier offeriert er uns, gerade mal 50jährig, seine eigene Lebensgeschichte. Halt, Stopp! Tut er das wirklich? Wenn man genauer hinschaut, ist einiges recht merkwürdig, die DDR hat ihre Existenz nämlich nicht eingebüßt - nein, auch in den 1990er Jahren ist der Tränenpalast noch das, was er - in Echt jetzt - ein Jahrzehnt vorher noch war und diverse bekannte Namen wie Gregor Gysi und Edgar Reitz - um nur zwei Beispiele zu nennen - tauchen in einem reichlich merkwürdigen Kontext auf. Thomas Brussig benutzt nämlich sich selbst und einige seiner Weggefährten bzw. Zeitgenossen als Romanfiguren und "spielt" mit ihnen. Die DDR ist sein Spielfeld, das er komplett neu aufrollt. Und da er - aus eigener Erfahrung, versteht sich, ein kompetenter Kenner derselben und zudem der exponierte und zugleich witzige Autor ist, der er nun mal ist, findet das alles auf einem recht hohen Niveau statt. Ich bin ja nun mal Wessi und habe mir bislang immer eingebildet, eine zumindest mittelmäßige Kennerin der DDR-Größen bzw. derer, die dies erst durch die Wenden wurden, zu sein, zumindest im Groben. Marion Brasch, Nina Hagen mit ihrem Frühwerk wie dem Michael ohne Farbfilm, Lothar Bisky, Egon Krenz - alles keine Unbekannten für mich, auch die Ereignisse kann ich so im Groben nachvollziehen. Doch hier komme ich ganz schön ins Schleudern. Um jede Spitzfindigkeit, jeden Jokus, jedes Brussigsche Bonmot in seiner ganzen Bedeutung würdigen zu können - da fehlt mir doch so einiges. Und damit einiges, um das Buch in seiner Gänze genießen zu können. Meine Schuld, versteht sich! Vielleicht wird es ja besser, wenn der Brussig-Film ins Kino kommt! Ich hoffe sehr, dass die Akteure - soweit möglich - sich selber spielen und freue mich besonders auf Thomas Brussigs Luftgitarre spielenden Bruder Stefan im Neil-Young-Konzert - Eingeweihte wissen, was ich meine. Werden Sie auch zu einem und lesen Sie dieses überaus originelle, stilistisch hochwertige und wenn schon nicht historisch, dann zumindest episch wertvolle Buch. Auch wenn Sie möglicherweise nicht jedes Detail verstehen, es macht Spaß!

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    • 3
  • Was wäre gewesen wenn....

    Das gibts in keinem Russenfilm

    Akkordeonistin

    22. June 2015 um 19:43

    ...die DDR 89 nicht aufgehört hätte, zu existieren? Wenn sie einfach weiter bestanden hätte, nur irgendwie anders, ohne Zensur,...? In dieser Wirklichkeit schreibt Thomas Brussig über sein Alter Ego Thomas Brussig, der aufrührerische Literatur verfasst ("Darf man das?"). Die Reibung am Zensursystem des Staates funktioniert und befriedigt Brussig. Stört sich das System an einem, ist man wer. Die Idee eines "Was wäre wenn" und einer alternativen Geschichtsgeschreibung bzw. Realität ist nicht neu, aber immer wieder spannend. Brussig füllt die durch die neue Gegenwart/Zukunft in der Geschichte entstandenen Lücken mit teils sehr amüsanten Episoden und in gewohnt gekonnter ausdrucksstarker Weise. Wer seine Art zu schreiben mag, der wird auch mit diesem Buch in dieser Hinsicht voll auf seine Kosten kommen. Inhaltlich kann Brussig allerdings nicht das volle Potenzial seiner Idee ausschöpfen. Oft verliert er sich in den Fantastereien seines Protagonisten, die immer ausschweifender werden. Der rote Faden ist an einigen Stellen nur mit sehr viel Mühe zu erkennen. (Dennoch) auf jeden Fall lesenswert.

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  • Wie Thomas Brussig, das wurde, was er nie wollte: Ein DDR-Schriftsteller

    Das gibts in keinem Russenfilm

    leselea

    24. May 2015 um 11:44

    Die Langeweile der DDR bestand ja nicht nur darin, daß so wenig Filme und so wenig Bands kamen, daß die Zeitungen dünn, das Angebot mager und die bereisbare Welt klein war, sondern auch darin, daß nichts passierte. (S. 127) Thomas Brussig erzählt in Das gibts in keinem Russenfilm das Leben des ostdeutschen Schriftstellers Thomas Brussig. Dieser gibt 1991 in einer pathetischen Rede drei Versprechen: Solange es nicht alle können, wird auch er keine Reise in den Westen unternehmen; solange nicht jeder eins hat, wird auch er kein Telefon haben; solange es verboten ist, wird auch er nie „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins lesen“. Brussig hält sich an diese Versprechen, die ihn über Nacht berühmt machen, was jedoch zu einigen Problemen im Privat- und Berufsleben führt – denn die DDR hält sich bis ins Jahr 2014 und es gibt kein Anzeichen dafür, dass der sozialistische Staat in naher Zukunft untergeht. Das kontrafaktische Erzählen hingegen setzt sich über die Erfahrungen oder zumindest das gesicherte Wissen der Leser hinweg: Jeder weiß, daß Hitler an der Kunstakademie abgelehnt, der Morgenthau-Plan verworfen und die Oktoberrevolution in Rußland losgebrochen wurde. Wozu also die Zeit mit etwas vergeuden, das erkennbar Unsinn ist? (S. 300) Was wäre wenn die DDR heute noch existieren würde? Diese kontrafaktischen Gedanken spielt Thomas Brussig auf über 300 Seiten auf skurrile und höchst amüsante Weise durch. Klar, die Stasi würde es immer noch geben und als kritischer Schriftsteller hätte man da so seine Probleme. Aber Modernisierungen würde es wohl peu à peu geben: Eine Änderung des Zensurverfahrens, das Schlupflöcher lässt, ein Abkommen mit dem Westen, das die Tätigkeit ostdeutscher Arbeiter auf westdeutschem Boden erlauben würde, eine staatlich verordnete Investition in Windräder, die den wirtschaftlichen Aufschwung bringt... Anderes wäre wohl nie passiert: Sommermärchen 2006? Die Rechtschreibreform? (Der Groschen ist bei mir erst spät gefallen, umso größer war mein Spaß!) Fällt aus! Ich persönlich bin ein großer Fan solcher Gedankengänge und mag es, wenn Geschichte einmal umgeschrieben wird. Brussig tut dies in einem flapsigen und ironischen Ton, der mich mehrmals laut auflachen ließ. Die DDR bildet aber nur den Rahmen für die Darstellung des schriftstellerischen Lebens und Werdegangs des Romanautors Brussig. Er berichtet über das Entstehen seiner Werke, kommentiert sie selbst ironisch, zieht über die Ergüsse seiner Kollegen her und kommt als Autor mit so mancher berühmten Persönlichkeit (Udo Lindenberg, Gregor Gysi) und Alltagshelden (Apfelkuchen-Angela, eine ostdeutsche Physikerin, die manchmal etwas spröde daher kommt…). Die Darstellung des Schreibprozess hat mir dabei besonders gut gefallen: Man merkt in diesen Zeilen, wie sehr der Autor das Schreiben liebt. Brussigs Erzählung ist voller Anspielungen (die ich sicherlich nicht alle erkannt habe) und Verzerrungen, die das Ganze zu einem Lesespaß machen, aber auch zur Komplexität des Werkes beitragen. Das Buch liest sich locker, aber nicht leicht. Manchmal waren es mir dann doch zu viele Figuren, zu viele Anspielungen, zu unmotivierte Übergänge und zu krude Ideen (vor allem gegen Ende hin). Zudem versucht sich Brussig an einigen Stellen an philosophischen Gedanken, die meiner Meinung nach aber nicht wirklich gelungen sind und mehr den Lesefluss stören, als den Leser zum Nachdenken anzuregen. Nichtsdestotrotz ist Das gibts in keinem Russenfilm ein sehr lustiger Roman, der einen aus dem Alltag in eine untergegangene Welt holt und mit skurrilen und überzogenen Figuren und Szenen punktet.

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  • Deutschland - ohne Mauerfall

    Das gibts in keinem Russenfilm

    Ginevra

    23. April 2015 um 18:27

    Thomas Brussig schreibt seine eigene, fiktive Biographie als DDR-Autor, beginnend im Jahre 1991. Bei einer Lesung verspricht er, niemals in den Westen zu reisen, bevor nicht alle das dürfen. Außerdem will er kein Smartphone und auch nicht Kundera lesen, bis es alle dürfen. Dieses Versprechen macht ihn in der DDR berühmt, aber auch immer wieder zur Zielscheibe der Stasi. Mal verschwindet ein Manuskript, mal wird er verhaftet, mal zum Pädophilen abgestempelt - obwohl er eigentlich gar nicht den Helden spielen will, steht er immer wieder als heroischer Vordenker seiner Fans da. Mit dem zwangsweise verordneten Öko-Boom in der DDR oder der "Elektrokratie", wie es das nennt, hat er ein unlösbares Problem: auch wenn dieser radikale Umschwung zur Rettung des Klimas für die Welt positiv ist, zerstört sie doch die Entscheidungsfreiheit und somit die Demokratie. Und ausgerechnet sein unehelicher Sohn ist einer der überzeugtesten Verfechter... Viele witzige Situationen entstehen in dieser fiktiven Welt, zahlreiche prominente Perönlichkeiten finden ihren Platz in der DDR- Parallelwelt: z.B. die unscheinbare, hilfsbereite "Apfelkuchen- Angela" mit geheimen Verbindungen, Jeanette Biedermann als Pinup im DDR-Soldatenspind, Gregor Gysi als gewiefter Anwalt - und als Spitzenpolitiker...  Thomas Brussig, geb. 1064 in Berlin, wurde durch seine Romane und Drehbücher bekannt (Helden wie wir, Am Ende der Sonnenallee).  Das Thema DDR und ihr politisches System sind Hauptgegenstand seiner Arbeiten - immer mit einer Portion Humor und Selbstironie. Ich fand dieses Hörbuch, gelesen von Stefan Kaminski mit leichtem Berliner Akzent, ganz hervorragend: unterhaltsam, spritzig, aber immer hintergründig. Die Handlungen sind stimmig. Da ich nicht in der DDR aufgewachsen bin, habe ich vermutlich nicht alle Seitenhiebe und Nebenschauplätze verstanden, habe aber vieles dazugelernt. Mein persönliches Highlight war der fiktive Roman eines Herrn Urban (ist der nicht bei der Piraten-Partei?) - über ein geeintes Deutschland nach dem Mauerfall - für den Brussig im Buch eine vollkommen abstruse, wirre Vorstellung... Fazit: ein absoluter Knaller und sehr empfehlenswert! 5 von 5 Sternen.

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  • Ein Autor, der über sich selbst schreibt?

    Das gibts in keinem Russenfilm

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. April 2015 um 16:39

    Die Geschichte handelt von einem Autor Thomas Brussing selbst, der ein Buch schreibt damals 1991 in der DDR. Es ist nicht wirklich eine Biographie, aber irgendwie doch... Ich hab mir das Buch aus der Bibliothek ausgeborgt, da der Klappentext interessant war und das Cover hat mir auch ziemlich gut gefallen und da ich erst letztens in Berlin war, hat es mich sehr interessiert. Ich habe es über die ersten 100 Seiten leider nicht geschafft. Das Buch soll ja lustig sein, aber irgendwie fand ich es nicht. Teilweise wird auch viel herum gesprungen und ich konnte der Geschichte nicht wirklich folgen. Für mich hat der rote Faden gefehlt. Ich dachte ich probier was neues aus, (damit meine ich ein anderes Genre wie sonst) aber es war dann leider nicht meins. Ich mein teilweise war es schon lustig wie er über Berlin berichtet und dass er kein Telefon kaufen will, bis alle eins kaufen können und etc. Aber für mich war das Buch nicht spannend genug und es konnte mich nicht fesseln. Zusammengefasst: Gut, dass ich mir das Buch nur ausgeborgt habe. Da ich es sonst wieder hergeschenkt hätte. Ich hätte mich nicht von den Cover verführen lassen sollen und kann es nur den Leuten weiter empfehlen, die gerne Biographien und solche Thematik (DDR) interessieren, mir war es einfach zu langweilig deshalb 2 Sterne.

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