Thomas Brussig Das gibts in keinem Russenfilm

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Inhaltsangabe zu „Das gibts in keinem Russenfilm“ von Thomas Brussig

'Das Leben ist mit Zufällen gespickt, doch wir schreiben Lebensläufe.' 1991. Ein Abend in Ost-Berlin. Die Wiedervereinigung ist ausgefallen. Die Mauer steht und teilt Deutschland. Der Schriftsteller Thomas Brussig lässt sich vom begeisterten Applaus der Zuhörer mitreißen und gibt ein Versprechen: Solange es nicht alle können, wird auch er keine Reise in den Westen unternehmen. Solange nicht jeder eines haben kann, wird auch er kein Telefon haben. Und, weil erst drei Versprechen magisch binden: Solange es verboten ist, will auch er niemals "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" lesen. Daran wird er sich halten müssen, denn auch die DDR hält sich. Thomas Brussig erzählt die schillernde Biographie des berühmten Schriftstellers Thomas Brussig – und schreibt nebenbei unsere Gegenwart um. Stefan Kaminski wurde für seine herausragende Arbeit mit dem Deutschen Hörbuchpreis und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Selbst in Dresden und Ost-Berlin aufgewachsen, wirft er sich abenteuerlustig in dieses vergnügliche literarische Spiel mit der Geschichte.

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    Das gibts in keinem Russenfilm

    Stoneheaven

    11. December 2016 um 20:43

    Dieses Hörbuch war ein ganz besonderes Vergnügen . Es beginnt ,als eine Art Autobiografie im Jahr 1964 .Das ist auch mein Geburtsjahr. Ich war also immer so alt wie der Thomas ,was mir das Einlassen auf die Handlung leicht machte . Das muss man erstmal können ,denn im Buch hat die Wende nicht stattgefunden und die DDR existiert nach 1990 einfach weiter . Mit viel Feingefühl und Humor zeichnet der Autor die Entwicklung einer Gesellschaft ,in der es den Menschen  zwar irgendwann besser geht ,sie aber nicht mehr um Freiheit und Demokratie kämpfen. Die Stasi mit all der Willkür und Brutalität gibt es die ganze Zeit ,da bleibt einem manchmal das Lachen im Hals stecken. Bekannte Personen sind  grandios in die Handlung eingeflochten . Das Husarenstück des Buches ist am Ende die Vorstellung des Buches Plan D von Simon Urban .Allerdings so als ob er einen Politthriller über die Ereignisse geschrieben hätte, die echt stattgefunden haben.  Brussig schreibt auch über seine Mitwirkung an Udo Lindenbergs Musical und nimmt dort und an anderen Stellen messerscharf auch den Kapitalismus aufs Korn. Alles wird   lebendig und gut gelesen . Wie schon gesagt ,ein großartiges Hörbuch.

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  • Thomas Brussig - Das gibt's in keinem Russenfilm

    Das gibts in keinem Russenfilm

    miss_mesmerized

    09. May 2015 um 16:44

    Thomas Brussig schreibt die deutsch-deutsche Geschichte um. Sein Held – ein Autor namens Thomas Brussig – erlebt zunächst die 80er Jahre in der DDR, wo er Bekanntschaft mit dem Militär und der Stasi machen darf und erste Beziehungen zu Frauen pflegt. Beim Verfassen von Liebesbriefen im Auftrag seiner Kameraden kommt ihm der Gedanke das Schreiben zu seinem Beruf zu machen, nicht ahnend, welche Folgen das in der DDR haben kann. Sein erster Roman wird eher zufällig ein Erfolg und er so bekannt, dass seine Aussagen ihn auf Jahre hin verfolgen werden. Die Wende von 1989 fällt aus und der Sozialismus existiert schlichtweg weiter. Mit einigen kleinen Veränderungen zwar, die Reisefreiheit wird gelockert und sogar Telefone und Autos für jedermann werden irgendwann möglich, aber veröffentlichen kann er trotzdem nicht alles. Er nähert sich der Gegenwart an und wundert sich über literarische Auswüchse, die eine friedliche Revolution in Deutschland samt Wiedervereinigung zum Inhalt haben - aber so einen Unfug gibt es ja noch nicht einmal in einem Russenfilm. Auch wenn der Roman stark darauf konzentriert ist, dass das Großereignis deutscher Geschichte ausfällt, finde ich, dass doch die Entwicklung der Figur Thomas Brussig eigentlich im Vordergrund steht. Wie er sich immer wieder mit seiner Situation arrangiert, Auswege findet, Repressalien hinnimmt oder sich geschickt wegduckt. Mehr als die Fantasterei wird so der kleine Bürger im Sozialismus dargestellt, der sich irgendwie im System sein Leben einrichten muss und das Private wie das Öffentliche unter einen Hut verbringen zu sucht. Als bekannte Persönlichkeit bleibt natürlich das Schicksal des Autors mit dem seines Landes eng verknüpft, was die politischen Aspekte legitimiert und in ihrer Absurdität herrlich herausarbeitet. Sprachlich locker plaudernd, immer wieder pointiert die Situation auf den Punkt gebracht, ist der Roman einfach unterhaltsam zu lesen. Fazit: ein unterhaltsames Gedankenexperiment mit starkem Protagonisten. In der Hörbuchversion auch überzeugend und hochgradig unterhaltsam von Stefan Kaminski in Szene gesetzt. 

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