Thomas Brussig Helden wie wir

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Inhaltsangabe zu „Helden wie wir“ von Thomas Brussig

Die deutsche Geschichte muss umgeschrieben werden: Klaus Uhltzscht war es, der die Berliner Mauer zum Einsturz gebracht hat! Dabei ist Klaus eigentlich ein Versager par exellence. Als Sohn eines Stasi-Spitzels und einer Hygieneinspektorin wächst er zwischen Jogginghosen und Dr. Schnabels Aufklärungsbuch auf, bleibt im Sportunterricht auf ewig ein Flachschwimmer. Auch sein großer Traum, als Topagent bei der Stasi zu arbeiten, erfüllt sich leider nicht. Dafür aber wird er, der inzwischen eine Perversionskartei erfunden hat, zum persönlichen Blutspender Erich Honeckers. Jetzt, da auch noch die Mauer durch - man höre und staune - seinen Penis fiel, packt Klaus aus und erzählt von seinem ruhmreichen Leben. Keiner hat bislang frecher und unverkrampfter den kleinbürgerlichen Mief des Ostens gelüftet als Brussig. Ein Lesevergnügen allererster Ordnung!

Die Banalität des Bösen, witzig aufgearbeitet, absolut lesenswert.

— Alanda_Vera

Das Cover wird in den USA bestimmt gepixelt, so bescheuert die in solchen Sachen sind.

— Holden

Das Buch war leider gar nicht so mein Fall. Musste mich sehr durch die Seiten quälen...

— MiaNele

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Obwohl die Geschichte sehr überzogen ist, habe ich viele Erinnerungen meiner Jugend auffrischen können und Worte und Begriffe wieder gefunden, die schon komplett aus meinem Sprachgebrauch verschwunden waren. An manchen Stellen habe ich Tränen gelacht und aus diesem Grund entschieden, dieses Buch nicht mehr während der S-Bahnfahrten zu lesen. Wirkt ja immer etwas befremdlich, wenn man allein in der Öffentlichkeit soviel Spaß hat.

— Dilbertine

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  • Zwanzig Jahre DDR-Geschichte satirisch verpackt

    Helden wie wir

    Lilli33

    07. January 2016 um 21:07

    Zwanzig Jahre DDR-Geschichte satirisch verpackt Inhalt: Nach dem Fall der Mauer beansprucht Klaus Uhltzscht dies als sein Verdienst. Einem Journalisten von der New York Times spricht er aufs Band, wie es dazu kam. Angefangen bei seinen Eltern, einem Stasi-Mitarbeiter und einer Hygienefanatikerin, und deren Auswirkungen auf die Entwicklung des kleinen Klaus, begleiten wir den jungen Mann und seine Triebe über etwa zwei Jahrzehnte durch Ostberlin. Meine Meinung: Sehr passend ist hier das Cover gewählt, der Ausschnitt einer Statue, in dessen Mittelpunkt das männliche Geschlechtsorgan steht. Denn genau das ist es, was Klaus Uhltzscht – wie wohl die meisten jungen Männer – vordergründig bewegt. In seinem Elternhaus ist Sex ein Tabuthema wie vieles andere auch. Dadurch ist Klaus immer derjenige, der alles als Letzter erfährt, anfangs meist im Sommerlager. Dabei hat es Klaus nicht leicht mit seiner überfürsorglichen Mutter, die überall nur Keime und sonstige Gefahren sieht. Für seinen Vater ist er einfach ein Versager. Und so lernt Klaus schnell die selbsterfüllende Prophezeiung kennen. Er ist ein Sachenverlierer, ein Flachschwimmer, ein Nichtskönner. Als Leser hat man Mitleid mit ihm, muss aber auch immer wieder schmunzeln ob der Hindernisse, die ihm das Leben schwer machen. Er ist liebenswerter Antiheld, der naiv und unbedacht durchs Leben stolpert. Wir bewegen uns beim Lesen zwischen satirischer Betrachtung der Gesellschaft und Politik in der DDR und dem außergewöhnlichen Sexualleben von Klaus Uhltzscht. Dieses hat aber in keiner Weise etwas mit Erotik zu tun. Es ist wunderbar in die übrige Handlung eingebettet und sehr humorvoll beschrieben. Normalerweise kann ich mich für Romane, in denen Sex welcher Art auch immer, eine so große Rolle spielt, nicht besonders begeistern. Thomas Brussig hat aber eine ganz besondere Art, mit diesem Thema umzugehen. Zuweilen hätte ich mir eine etwas straffere Erzählung gewünscht, aber im Großen und Ganzen gibt es an diesem unterhaltsamen Roman nicht viel auszusetzen. Fazit: Eine herrliche Satire über das Ende der DDR mit einem wahrhaft bemitleidenswerten, aber sympathischen Helden. Der Roman wurde zum 10. Jahrestag des Mauerfalls 1999 auch verfilmt. ★★★★☆ Format: E-Book Dateigröße: 1095 KB Seitenzahl der Print-Ausgabe: 336 Seiten (FISCHER Taschenbuch; Auflage: 16 (1. April 1998), ISBN-13: 978-3596133314, Preis: 8,95 €) Verlag: FISCHER E-Books; Auflage: 1 (6. September 2015) Sprache: Deutsch Preis: 8,99 €

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  • Rezension zu "Helden wie wir" von Thomas Brussig

    Helden wie wir

    Zeuhlibatman

    12. December 2010 um 11:29

    Zwischen vermeintlichem Zeitgeschehen und tumbem Sexismus fühlt sich Brussig mit "Helden wie wir" vermutlich am wohlsten. Ich möchte gern separieren und dieses Buch in Soll- und Haben-Seiten ordnen. Zuerst freilich die Soll-Seite: "Das System war nicht unmenschlich. Es war menschenfeindlich." (Fischer Verlag, Lim. Sonderausgabe, S. 103 - 105) Nur ein kurzer Auszug aus einer Ansammlung pathetischer Anti-DDR-Propaganda, um etwa 50 Seiten weiter den Stasi-Apparat doch wieder zu verharmlosen bzw. zu denunzieren? Widersprüchlich. Ähnlich verhält es sich mit der erzählenden Figur selbst. Einerseits wird auf Belange wie Erziehung und alltägliche Parteitreue hingewiesen und deren psychologische Macht angedeutet, der Charakter selbst ist aber eben psychologisch völlig doppeldeutig, um nicht gar zu sagen doppelbödig. Ein intelligenter Nerd, der nicht den Hauch einer Ahnung von dem hat, was sein Vater tut? Das ist nicht ambivalent, das ist unlogisch und im hiesigen Sinne schlichter Unfug. Ganz dem gemeinhin gültigen Sachverstand entsprechend: Böse, dumme DDR-Jugend. Allein folgende Passage: "Fragen Sie nie einen Ostdeutschen nach den Menschenrechtsverletzungen damals; wir sind diese Art von Unterstellungen leid. Wenn Sie wirklich in Abgründe schauen wollen, dann fragen Sie lieber, was Menschenrechte sind. Darüber können wir reden wie der Blinde von Farben - wir kennen sie vom Hörensagen." (s.o.) Das ist Dreistigkeit pur. Mit welchem Recht will dieser Mann für ein ganzes Volk sprechen? Allein diese Aussage passt dem pseudodemokratischen Apparat dufte in den Kram. Spanien, England, Frankreich, Alcatraz. Das ist nichts weiter als lächerlich! Ganz und gar widerlich empfand ich (quasi-überleitend) das Strapazieren jedweder Obszönität. Mein Gott, es bedarf doch nun wirklich keiner zigfachen Wiederholung der Worte "Penis" oder "ficken", um auszudrücken, worauf man hinaus will. Das ist einfach schwach - und eigentlich typisch modern-dumm. Mit barbarischer Penetranz wird Wert darauf gelegt, um Gottes Willen bitte eindeutig, niveaulos zu sein, um eine Art Counterpart zum unweigerlich anspruchsvolleren DDR/Stasi-Komplex zu bilden. Das funktioniert so nicht. Man kann Tucker Max nicht mit Anna Seghers kreuzen. ... Auf der Haben-Seite stehen ... ... lediglich der ungemein flüssige Schreibstil Brussigs und sein Vermögen, zumindest objektiv betrachtet, hier und da ein paar Pointen setzen zu können. Mehr bleibt eigentlich kaum übrig. ... Innerhalb von 3 Tagen kann man "Helden wie wir" ohne große Probleme ausgelesen haben. Ob das nun ein Qualitätsmerkmal ist, wage ich zu bezweifeln. Fazit: Nun, ich bin gewiss kein radikal linker Revisionist, noch behaupte ich von mir, sonderlich frigide zu sein. Wenn mir aber politische Grenzgebiete in Kombination mit stumpfem Phallozentrismus geboten werden, muss ich zwangsläufig passen. Da laufen (thematischer) Anspruch und der reine Unterhaltungswert besoffen aneinander vorbei. Bedauerlich vor allem, da mir dieses Buch direkt empfohlen wurde und man freilich ungern nicht begeistert sein möchte. Schade. Nachtrag: Dass dieses Buch ganz und gar als Schulliteratur dient, setzt dem ganzen die Krone auf. Willkommen im Westen.

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  • Rezension zu "Helden wie wir" von Thomas Brussig

    Helden wie wir

    blueberry7

    05. August 2010 um 08:07

    Helden wie wir von Thomas Brussig
    Boaaaah - so ein Schrott !!
    Sinnbildlich: ich habe das Buch vor ein paar Tagen zu Ende gelesen und habe die Details des Inhalts bereits vergessen. 2-3 Lacher konnte ich mir nicht verkneifen - ansonsten war nur Langeweile und seitenweise öde Monologe........
    Ab damit in den Schredder...................

  • Rezension zu "Helden wie wir" von Thomas Brussig

    Helden wie wir

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. July 2010 um 08:34

    Klaus Ultzsch ist der geborene Loser: die Mutter Hausfrau und in ihrer Liebe völlig überbordend, der Vater Stasi-Spitzel und liebesunfähig, der letzte Flachschwimmer seiner Klasse, der Verlierer im Weitpinkelwettbewerb, der Peinlichkeitsfaktor auf der Titelseite des ND, absolut größenwahnsinnig und noch dazu - der kleinste Puller, wie seine Mutter zu sagen pflegt. Als Klaus zum ersten Mal ins Ferienlager fährt, merkt er, dass es da draußen eine andere Welt gibt, in der die Mutter nicht stets mit dem Babypuder für den Popo bereit steht. Doch der Weg in diese Welt ist lang und weit, und erst mit den Jahren erkennt Klaus, was man mit dem Puller noch so alles anstellen kann. Nebenbei gerät er selbst in die Stasi, träumt von großen geheimdienstlichen Aufträgen in Brüssel und versucht sich in etwas, das Liebe heißt. Am Ende stürzt er mit seinem Penis, der endlich größer ist als die der antiken Statuen, die Mauer um. Einfach so. Damit ist Klaus ohne Zweifel größer als Christa Wolf. Und als sein Vater sowieso... Okay, die Story klingt absurd und ist sie auch. Ich habe lange nicht so viele blumige Ausdrücke und Anwendungsweisen für "masturbieren" gelesen. Überhaupt dreht sich die Hälfte des Romans um das beste Stück eines jungen Mannes, und anscheinend handelt es sich dabei noch nicht einmal um ein besonders prachtvolles Exemplar. Aber gerade das macht das Buch echt köstlich. Denn so ein Penis kann einem (anscheinend) immer wieder in die Quere kommen, und wenn dann die Pubertät noch hinzu kommt, dann kann man schon mal auf seinem 50-Millionen-Klecks ausrutschen und sich den Arm brechen. Insgesamt aber - und das sei angemerkt, bevor jemand die platte Handlung hier abwerten möchte - steckt dahinter viel mehr: In all diesen absurden Episoden, die der Ich-Erzähler berichtet, wird die Abartigkeit des Systems und der Menschen, die dieses tragen, entlarvt. Als am Ende Christa Wolf in einer 'angemeldeten Revolution' in Berlin von der Erneuerung des Sozialismus spricht, bricht die Welt Klaus' zusammen. Und nicht nur die, denn sein Penis kommt ihm mal wieder in die Quere. Und führt zum Mauerfall. Ganz logisch. Denn Klaus ist eigentlich kein Loser, es hat nur noch niemand erkannt...

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  • Rezension zu "Helden wie wir" von Thomas Brussig

    Helden wie wir

    Minerva

    24. August 2009 um 12:18

    Ganz witziges Buch, in dem der Protagonist Klaus Uhltschz von seinem Leben in der DDR berichtet.
    Sprachlich sehr schön - sonst ist der Roman mir etwas zu "penislastig".

  • Rezension zu "Helden wie wir" von Thomas Brussig

    Helden wie wir

    Jens65

    30. August 2008 um 20:06

    Helden wie wir - Der Knüller unter den so spärlich gesähten Wenderomanen. Klaus Uhlzscht, der Antiheld des Ostens versucht in seiner naiven Art den Geheimnissen der Frauen, der Staatsicherheit und des Lebens auf die Schliche zu kommen. Der Vater, der ihn nicht beachtet, die Mutter auf ihrem Hyperhygienetrip prägen sein übermäßiges Bedürfnis nach Anerkennung und seine exorbitant soziale Verklemmtheit, die so herzerfrischend komisch vom Autor umgesetzt wird. Doch hinter dieser "feucht"-fröhlichen Fassade verbirgt sich die Charakterisierung eines unmenschlichen, verstaubten und prüden Systems. Der Wirklichkeitsbezug zum Leben in der ehem. DDR ist sehr ausgeprägt, häufig jedoch arg überspitzt dargestellt. Gerade das macht aber die Stimmung in der DDR auch Lesern, die es so nicht mehr erlebt haben, zugänglich und ermöglicht dieses Thema in leichter Art und Weise aufzuarbeiten. Das Buch ist nur zu empfehlen - für jedermann. Lachen ist garantiert.

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  • Rezension zu "Helden wie wir" von Thomas Brussig

    Helden wie wir

    MrSlowhand

    10. August 2008 um 13:44

    Zeitweise langatmig, aber insgesamt empfehlenswert.

  • Rezension zu "Helden wie wir" von Thomas Brussig

    Helden wie wir

    Sashi

    31. July 2008 um 17:10

    Zum brüllen komisch. Wirklich wirklich empfehlenswert: auch ein guter Tip für Leute, die sonst nicht so viel lesen.

  • Rezension zu "Helden wie wir" von Thomas Brussig

    Helden wie wir

    rkuehne

    07. March 2008 um 08:52

    ich hab selten bei einem Buch so sehr lachen müssen, wie bei diesem. Die Filmumsetzung ist armselig, das Buch famos.

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