Thomas Brussig Wasserfarben

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(1)
(2)
(2)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wasserfarben“ von Thomas Brussig

"Herrlich, schräg, bissig und pointenreich." Der Tagesspiegel Bevor Thomas Brussig mit „Helden wie wir“ und „Sonnenallee“ überwältigende Erfolge feierte, war unter einem Pseudonym sein erster Roman „Wasserfarben“ erschienen: Ein Buch über das Erwachsenwerden, in dem die großen Sinnfragen bereits so lässig-ironisch gestellt werden, wie man das von seinen späteren Büchern kennt. „Hätte ich ein zweites Leben, würde ich Brussigs Romane ins Englische übertragen. Nur um zweifelnden Amerikanern zu zeigen, wie unglaublich komisch deutsche Literatur sein kann.“ Jonathan Franzen Genau dieses Buch habe ihm damals gefehlt, als er um die zwanzig war, deshalb mußte er es selbst schreiben, sagt Thomas Brussig über seinen ersten Roman „Wasserfarben“. Die Geschichte einer Jugend in der DDR der achtziger Jahre wird mit einer wärmeren, stilleren Ironie erzählt als einige seiner späteren Bücher. Es ist die ein wenig trotzige, ein wenig traurige, ein wenig komische Geschichte eines Abiturienten, der nicht so recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Ein Buch über das Erwachsenwerden, in dem der Held wie schon Generationen vor ihm bei Salinger, Kerouac oder Plenzdorf lässig-ironisch die großen Sinnfragen stellt, aber mit seinen Problemen ziemlich allein dasteht.

Genau das Richtige für mich :)

— ioannavolpe

Ein Buch über das Erwachsenwerden in der Endphase der DDR, einerseits lässig-ironisch und unterhaltsam, andererseits zwischendurch eher zäh.

— Barbara62

Eine wirklich abgefahrene Zeitreise in meine Jugend, hat mich gut unterhalten, aber leider nicht durchgängig.

— hasirasi2

Ein Tagebuch über die Schulzeit

— Archimedes

Stöbern in Romane

Die Schlange von Essex

Der feine Humor und die herrlich verschrobenen Charaktere haben dieses Buch für mich zu einem Lesehighlight gemacht.

TanyBee

Außer sich

Eine Geschichte mit einer Protagonistin die in keinster Weise berührt!

Laurie8

Was man von hier aus sehen kann

WOW!!! Ein wunderbarer Roman, der alles enthält was man sich wünscht: Freundschaft, Humor, Tragik und viel viel Nächstenliebe.

MissRichardParker

Der Typ ist da

Ganz nett zu lesen, aber nicht der Ortheil den ich gerne lese.

19angelika63

Der Gentleman

Herrlich witzig und urkomisch!

Kristall86

Tage ohne Hunger

Ein beeindruckendes Buch, das unter die Haut geht.

leserattebremen

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Das gefiel mir leider nicht....

    Wasserfarben

    divergent

    12. July 2016 um 11:23

    Titel: WasserfarbenOriginaltitel: --- Autor: Thomas Brussig Seitenanzahl: 233 Genre: Roman Verlag: Aufbau INHALTAnton ist ein 18-jähriger Junge, der gerade sein Abitur geschafft hat. Er lebt in der DDR und sucht nun seinen Platz in der Welt. Seine ganzen Freunde und Schulkollegen wissen schon ganz genau, was sie nun nach dem Abi machen wollen, doch Anton hat noch keine Ahnung... MEINUNG Durch dieses hübsche Cover wurde ich auf diesen Roman aufmerksam. Der Inhalt klang zunächst auch interessant, aber beim lesen merkte ich recht schnell, dass die Geschichte nicht wirklich was für mich ist.Ich fand von Beginn an leider keinen wirklichen Draht zu Anton. Auch die Geschichte selber konnte mich weder fesseln, noch sonderlich überzeugen. Für mich plätscherte die Geschichte so dahin. Der Schreibstil ist zwar einfach geschrieben aber durch die fehlende Spannung in der Geschichte konnte selbst der mir nicht wirklich weiterhelfen, dieses Buch doch noch zu mögen. Neben diesen vielen negativen Punkten gibt es aber schlussendlich auch noch eine positive Überraschung: es gibt ein paar wirklich schöne Zitate in diesem Roman! FAZIT Dieses Buch war leider nicht wirklich das Richtige für mich. Die fehlende Spannung in diesem Roman und der nicht vorhandene Draht zum Protagonisten... Ich gebe dem Buch zwei von fünf Sternchen ! Ich danke dem Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar!

    Mehr
  • Leserunde zu "Wasserfarben" von Thomas Brussig

    Wasserfarben

    Buchreisender

    Du hast „Helden wie wir“ und „Sonnenallee“  geliebt? Du magst Lesestoff der lässig-ironisch ist? Dann mach mit .... Wasserfarben Klappentext:"Herrlich, schräg, bissig und pointenreich." Der Tagesspiegel Bevor Thomas Brussig mit „Helden wie wir“ und „Sonnenallee“ überwältigende Erfolge feierte, war unter einem Pseudonym sein erster Roman „Wasserfarben“ erschienen: Ein Buch über das Erwachsenwerden, in dem die großen Sinnfragen bereits so lässig-ironisch gestellt werden, wie man das von seinen späteren Büchern kennt. „Hätte ich ein zweites Leben, würde ich Brussigs Romane ins Englische übertragen. Nur um zweifelnden Amerikanern zu zeigen, wie unglaublich komisch deutsche Literatur sein kann.“ Jonathan Franzen Genau dieses Buch habe ihm damals gefehlt, als er um die zwanzig war, deshalb mußte er es selbst schreiben, sagt Thomas Brussig über seinen ersten Roman „Wasserfarben“. Die Geschichte einer Jugend in der DDR der achtziger Jahre wird mit einer wärmeren, stilleren Ironie erzählt als einige seiner späteren Bücher. Es ist die ein wenig trotzige, ein wenig traurige, ein wenig komische Geschichte eines Abiturienten, der nicht so recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Ein Buch über das Erwachsenwerden, in dem der Held wie schon Generationen vor ihm bei Salinger, Kerouac oder Plenzdorf lässig-ironisch die großen Sinnfragen stellt, aber mit seinen Problemen ziemlich allein dasteht.

    Mehr
    • 88

    hasirasi2

    03. May 2016 um 17:51
    Barbara62 schreibt Meine Rezension ist auch online. Völlig überzeugen konnte mich das Buch nicht, aber ich bin trotzdem sehr froh, dass ich es gelesen habe. Jetzt bin ich sehr neugierig auf die neueren Titel von ...

    Ich hab Dir gern geholfen :-). Und die neueren Titel sind besser. Wenn Du noch ein tolles DDR-Buch suchst: http://www.lovelybooks.de/autor/Alexander-Osang/Comeback-1149511252-w/rezension/1163061729/

  • Geh vor die Hunde oder geh deinen Weg...

    Wasserfarben

    Barbara62

    03. May 2016 um 17:29

    ...diese Liedzeile seines Bruders Leff scheint wie für Anton gemacht: Der 18-jährige Ich-Erzähler und Schüler an einer EOS (=erweiterte Oberschule) ist zum Entsetzen seiner Umwelt noch unentschlossen über sein Studienfach. Während die Klassenkameraden klare Ziele verfolgen, muss er beim Direktor vorsprechen, weil er keine fristgemäße Bewerbung eingereicht hat. Doch da er aus „kaderpolitischen Gründen“, d. h. wegen Westverwandtschaft, kein Journalistik-Studium aufnehmen darf, hat es ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Der Direktor unterstellt ihm „eine gewisse Gleichgültigkeit“, zumal er sich auch nicht für einen verlängerten Dienst bei der Volksarmee beworben hat, und droht damit, einem „Luftikus“ wie ihm kein Reifezeugnis auszustellen. Obwohl Anton nach eigener Meinung großes Glück mit seinen Eltern hat, können auch sie ihm in dieser Situation nicht Ratgeber sein. Ohne Selbstbewusstsein und Ziel irrt er durch die Wochen vor dem Abitur: „Ich wollte nicht mehr mein Freund sein, weil ich dachte, ich bin einfach zu blöd für alles und stehe mir bloß im Wege und bereite mir immer bloß Ärger und Kummer.“ Dabei ist die fehlende Begeisterung für ein Studienfach nicht sein einziges Problem: Anton hält seine Sexualität für nicht normal, trauert der vergangenen Kindheit nach, stellt die Lehrer und das Schulsystem in Frage, leidet unter seiner Einsamkeit und den vielen unbeantworteten Fragen und hadert mit den politischen Verhältnissen. Erst ein einfühlsames Gespräch am Abend nach der Abiturprüfung mit seinem unangepassten Bruder öffnet ihm die Augen, denn: „Dir kann geholfen werden.“ Ich habe diesen frühen Roman von Thomas Brussig, den er vor seinen großen Erfolgen Helden wie wir und Sonnenallee unter einem Pseudonym veröffentlicht hat, mit gemischten Gefühlen gelesen und als Wessi habe ich die ein oder andere Passage sicher auch nicht voll erfasst. Einerseits haben mir der lässige, oft humorvolle Ton und die Darstellung der Selbstzweifel Antons gut gefallen, andererseits empfand ich die Lektüre vor allem im Mittelteil als streckenweise recht zäh. Die 3,5 Sterne, die ich dafür vergebe, runde ich aufgrund der comedyreifen Szene mit der Geburtstagsfeier der Mutter auf vier Sterne auf.

    Mehr
  • Abi in der DDR

    Wasserfarben

    hasirasi2

    Ich liebe die Bücher von Thomas Brussig und in der Verfilmung von Sonnenallee könnte ich mitspielen, weil ich sie so oft gesehen habe. Als Kind der DDR habe ich viel von dem, was er beschreibt, selbst erlebt. Deshalb war ich auch neugierig auf sein neues (altes) Buch „Wasserfarben“, dass bereits 1991 unter einem Pseudonym ebenfalls im Aufbau Verlag veröffentlicht wurde.   Anton ist im letzten Schuljahr auf der EOS (erweiterte Oberschule), die er mit dem Abitur abschließen wird. Genau genommen geht es um den Zeitraum von November, als er erfährt, dass er aufgrund seiner Westverwandtschaft den gewünschten Studienplatz nicht bekommen wird, bis zur Zeugnisausgabe im Juni. Die Schulen waren Kaderschmieden, alles bis ins kleinste Detail politisiert und durchgeplant, und als Antons Traum nun platzt und er keinen neuen Plan entwickelt, bekommt er echte Probleme. Schließlich war es eine Auszeichnung, auf eine EOS gehen zu dürfen und die Plätze hart umkämpft. Dafür erwartete der Staat natürlich eine Gegenleistung - bei den Jungs gerne eine mehrjährige Verpflichtung zur Volksarmee. Und genau dem entzieht sich Anton. Er macht in der Schule nur das Notwendigste, um die Prüfungen zu bestehen, mit Mädels läuft es auch nicht so richtig und sein großer Bruder, sein Vorbild, ist (mental) zu weit entfernt, um ihm zu helfen. Also muss Anton allein mit den großen Sinnfragen fertig werden.   Auch in „Wasserfarben“ erkennt man sofort den „echten Brussig“. Es klingt wie ein Vorläufer, in der Malerei würde man sagen eine Studie, zum „Kürzeren Ende der Sonnenallee“ (in der übrigens auch der Protagonist wohnt). Antons Jugend ist irgendwie verkorkst, er ist plötzlich ziellos, hat nicht viele Freunde, grenzt sich immer mehr ab. Es wird für meinen Geschmack zu viel geschwafelt und bisweilen etwas wirr diskutiert – eine Stelle erinnert stark an die Drogenszene aus Sonnenallee. Die ersten Sinn- und Schaffenskrisen wirkten mir durch pseudointellektuelles Gequatsche zu sehr polemisiert. Aber so ist man in der Jugend wahrscheinlich wirklich, wir haben es nur schon erfolgreich verdrängt. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten, aber eben nicht durchgängig.   Für wen ist das Buch? Gute Frage. Kennt jemand, der nicht aus der DDR stammt, die Begriffe „EOS“, „StaBü“ oder „ABV“? (Hier wäre eine Erklärung am Ende des Buches vielleicht ganz nützlich gewesen.) Kann er sich in diese Zeit überhaupt hineinversetzen? Weiß er, wie sich die ständige Beeinflussung von oben anfühlt, so indirekt sie auch gewesen sein mag?! All das gibt Thomas Brussig hier sehr anschaulich wieder. Klar, auch wir fühlten uns jung und im Rahmen unserer Grenzen frei, aber wir wussten auch, was von uns erwartet wurde. Ich denke, jemand ohne diese Erfahrungen oder Vorkenntnisse wird das Buch nicht, oder zumindest anders verstehen als ich – weil er sich in viele der hier geschilderte Situationen einfach nicht hineinversetzen kann. „Wasserfarben“ ist m.E. Brussigs sehr persönliche Abrechnung mit dem Schulsystem der DDR und setzt ein gewisses Alter voraus. Es ist ein Buch für für echte Fans oder solche, die sich (wieder mal?) mit diesem Thema beschäftigen möchten, nichts für zwischendurch oder zum weglesen. Mich hat es aber sehr nachhaltig beschäftigt und dazu gebracht, mich mal wieder mit meiner Herkunft auseinander zu setzen - eine wirklich abgefahrene Zeitreise in meine Jugend.

    Mehr
    • 11

    hasirasi2

    29. April 2016 um 22:31
  • was kommt nach der Schule?

    Wasserfarben

    Archimedes

    16. April 2016 um 21:01

    „Wasserfarben“ von Thomas Brussig, ein Roman im Taschenbuchformat mit 233 Seiten. Anton sucht den Sinn, nach dem Abitur, des Lebens. Jeder in seiner Klasse weiß, was er werden wird oder bzw. was er studieren will oder darf. Journalismus war sein eigentliches Ziel, aber da machten ihm seine westdeutschen Verwandten einen Strich durch die Rechnung, wie er glauben musste. Sein Bruder Leff hatte einen musikalischen Weg eingeschlagen und wurde daher von der Familie eher gemieden. Aber was wollte er wirklich? Die Schule, die Lehrer, der Direktor- alles schien ihm verlogen. Als sein bester Freund, wegen einer kaputten Telefonanlage von der Schule flog, betätigte es ihm, dass es ungerecht zu geht auf der sogenannten Eliteschule. Wird er auch seinen beruflichen Weg finden? Studium oder doch eine handwerkliche Tätigkeit? Wer weiß mit Anfang 20 schon, was er sein Leben lang tun will? Sie etwa? Fazit: Eher was für zwanzigjährige Abiturienten. Der Roman zog sich etwas dahin. Ein Meisterwerk der Schreibkunst ist dieses Buch bestimmt nicht. Kann da Jonathan Franzen nicht beipflichten. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und das ist gut so. Irgendwie liest sich das Geschriebene, wie ein Tagebuch. Ich hoffe, es hat dem Autor geholfen, über seine schlechte Erfahrung in Bezug auf seine Schulzeit, hinweg zu kommen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks