Thomas Buchner

 4.6 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Donaudämmerung, Der Fall Schinagl und weiteren Büchern.

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Donaudämmerung
 (16)
Neu erschienen am 01.10.2018 als Taschenbuch bei Haymon Verlag. Es ist der 2. Band der Reihe "Josef Steininger".
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Neu erschienen am 01.10.2018 als Taschenbuch bei Haymon Verlag. Es ist der 1. Band der Reihe "Josef Steininger".

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Thomas BuchnerDonaudämmerung
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Donaudämmerung
Donaudämmerung
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Erschienen am 01.10.2018
Thomas BuchnerDer Fall Schinagl
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Der Fall Schinagl
Der Fall Schinagl
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Erschienen am 01.10.2018
Thomas BuchnerShadow economies and irregular work in urban Europe
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Neue Rezensionen zu Thomas Buchner

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waldfee1959s avatar

Rezension zu "Donaudämmerung" von Thomas Buchner

Zeitgeschichtlich hervorragend!
waldfee1959vor 2 Monaten

Im August 1939 wird in einem Mehrfamilienhaus in Linz an der Donau die Witwe Bremstaller von ihrem ehemaligen Untermieter erstochen aufgefunden. Dieser Fall ist für die Kriminalpolizei etwas Besonderes, weil die Frau gerüchteweise für die Tante Hermann Görings gehalten wird, Denunziationsbriefe geschrieben hat und außerdem ein größeres Vermögen geerbt haben soll. So verlaufen die Ermittlungen für Kommissar Steininger und seine Kollegen alles andere als einfach. Erschwerend mischt auch noch die Gestapo dabei mit.

Thomas Buchner hat die Personen des Kriminalromans hervorragend beschrieben. Unsympathisch, brutal, anbiedernd an das Regime, ängstlich, dem Zeitgeist angepasst usw., jeder ist perfekt charakterisiert. Gegen Ende der Ermittlungen taucht eine sehr sympathische Kommissarin auf und die Auflösung des Falles ist ganz anders, als man die ganze Zeit vermutet hat.

Schnell war ich in der Handlung dieses Buches drin, da es leicht und flüssig zu lesen ist. Thomas Buchner fängt die Stimmung in Österreich zwischen dem Anschluss an das Deutsche Reich und dem Beginn des 2. Weltkriegs meisterhaft ein. Außerdem ist das Schwanken der Menschen zwischen Anbiederung an das Nazi-Regime, der Euphorie bei vielen und der Angst und Ablehnung bei anderen gut geschildert und die historischen Ereignisse sind erstklassig recherchiert und sehr glaubhaft beschrieben, ganz besonders auch der immer stärker aufkommende Hass und die Hetze gegen die Juden und gegen Polen.

Gefallen hat mir auch, dass immer wieder Dialekt eingefügt wurde, bzw. spezielle österreichische Wörter erschienen, wofür es am Ende des Buches entsprechende Erklärungen gibt.

Ein sehr gutes Buch, bei dem für mich der Schwerpunkt auf der perfekt eingefangenen politischen Stimmung lag.

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S

Rezension zu "Donaudämmerung" von Thomas Buchner

Historischer Krimi aus Österreich
sanbre333vor 2 Monaten

Die Handlung des Krimis ist 1939 in Linz angesiedelt. Eine Tote Frau wird erstochen in ihrer Wohnung aufgefunden. Angeblich soll sie eine Tante von Hermann Göring sein und sich außerdem bei ihren Nachbarn nicht gerade beliebt gemacht haben. Kommissar Steininger wird von der Gestapo unter Druck gesetzt den Mörder zu finden ... 

Meine Meinung:
Die Idee den  Krimi in die (Vor)Kriegszeit spielen zu lassen finde ich sehr interessant. Der Leser erfährt hier sehr viel von der Stimmung in Österreich in dieser schweren Zeit. Schön hätte ich gefunden wenn es am Ende des Buches eine Zeittafel mit den politischen Ereignissen abgedruckt gewesen wäre. 
Mir persönlich ist der Einstieg nicht leicht gefallen. Für meinen Geschmack gab es zu viele Personen und die Namen haben mich doch etwas verwirrt. Bis zum Schluss bin ich leider nicht so richtig mit den Protagonisten warm geworden. 
Ich vergebe 3 Sterne, da ich die Idee hinter der Geschichte sehr interessant fand und der Autor die Atmosphäre der Zeit gut rüber gebracht hat. 

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tinstamps avatar

Rezension zu "Donaudämmerung" von Thomas Buchner

Mord an der Tante von Göring?
tinstampvor 3 Monaten

Der historische Roman von Thomas Buchner ist der zweite Band der Reihe rund um Bezirksinspektor Josef Steininger. Leider habe ich Band 1 "Der Fall Schinagl" nicht gelesen, was allerdings kein Problem darstellte. Wir befinden uns im Jahre 1939 in Linz. Österreich ist als Ostmark ein Teil des Deutschen Reiches geworden. Der Krimi spielt im Zeitrahmen des Anschlusses Österreichs und dem Überfall auf Polen.

Der Linzer Bezirksinspektor Josef Steinigener steht kurz vor seiner Pensionierung und möchte seine letzten Monate eher gemächtlich verbringen. Doch da wird in einem Mehrparteienhaus in Linz eine Frau ermordet aufgefunden. Wäre Ernestine Bremstaller nicht vorher in den Zeitungen mit Reichsmarschall Hermann Göring abgelichtet und als seine Tante erwähnt worden, hätte Steiniger in Ruhe den Mordfall bearbeiten können. Doch mit dem Gerücht, dass die Tote eine große Erbschaft gemacht hat und angeblich mit Göring verwandt sein soll, mischt auch bald die Gestapo mit und macht Steininger Feuer unter dem Hintern...

Das Ermittlerteam rund um den behäbigen Bezirksinspektor setzt sich aus dem schwerhörigen Kollegen Heumader, sowie Adolf Ertl, der früher Untermieter bei Ernestine Bremstaller war, jedoch aus den Ermittlungen ausgeschlossen wird, zusammen. An seiner Stelle kommt aus Wien Krininalassistentin Anna Rabitsch. Eine Frau als Kriminalbeamtin war zu dieser Zeit eine Seltenheit. Sie wird auch alles andere als freundlich aufgenommen und muss sich mit den typischen Bemerkungen und Männerwitzen abfinden.  
Während Steininger unter Druck der Gestapo bald einen regimekritischen Gegner als Täter gefunden hat, ist Anna Rabitsch nicht wirklich vom angeblichen Mörder überzeugt. Sie geht die Befragungen der Hausbewohner nochmals analytisch durch und kommt dem wahren Täter auf die Spur....

Wir haben hier einen klassischen Plot, der ein bisschen an Agathe Christie erinnert. Viele Verdächtige in einem Wohnhaus, wo einer davon der Mörder sein muss. Man rätselt mit dem kopflosen Ermittlerteam herum und stellt sich vorallem die Frage: Welches Motiv gab es für den Mord? Habgier? Oder ist es ein politisches Motiv? Vergeblich hoffte ich, dass Steininger endlich zu ermitteln beginnt, aber ihn interessieren seine Wiener Schnitzeln weitaus mehr und sein Exkollege Sedlak, der zur Gestapo gegangen ist, gibt ihn sowieso die Richtung für den Tatverdächtigen vor...

Die vielen Figuren, die von Kapitel zu Kapitel wechseln, machten mir den Einstieg etwas schwer. Kaum hat man sich mit einer Person bekannt gemacht, wechseln wir zur nächsten. So fällt die Identifikation nicht einfach. Das wird zwar mit der Zeit besser, aber hat zu Beginn etwas mein Lesevergnügen getrübt.
Im Mittelpunkt stehen nicht nur die zahlreichen Personen, die allesamt nicht wirklich sympathisch sind, sondern die politische Atmosphäre zu dieser Zeit. Propaganda zur Aufschürung des Hasses gegen die Polen und die Juden oder die Wichtigkeit des Ariernachweises, sowie dem Aufstieg zwielichtiger Gestalten, die bei der Gestapo Karriere machen.

Steininger ist ein unsympathischer Ermittler, der es mir auch nicht immer leicht gemacht hat. Die Charaktere der Figuren sind lebendig beschrieben und wurden sehr unterschiedlich dargestellt. Jeder der Protagonisten hat Ecken und Kanten und handelt nicht immer gesetzeskonform. Sie sind Alltagsmenschen, wie du und ich.

Schreibstil:
Thomas Buchner punktet bei seinem historischen Krimi durch perfekte Recherche und stimmigen Lokalkolorit. Die politische Atmosphäre wurde perfekt umgesetzt. Als Historiker weiß der Autor, wovon er schreibt. Witzige Dialoge lockern die etwas düstere Stimmung etwas auf. Die lebendige Sprache und viele Dialoge, sowie die eingestreuten Passagen im Dialekt, gebenn dem historischen Krimiden notwendigen Kick.
Am Ende des Buches gibt es noch ein Glossar mit Übersetzungen der Dialektwörter für alle Nicht-Östereicher.

Fazit:
Ein historischer Krimi mit klassischem Plot, der vorallem durch seine politische Atmosphäre glänzt und der hervorragend recherchiert wurde. An Spannung fehlte es leider manchmal etwas, wobei das Ende jedoch gelungen und logisch ist.

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Gespräche aus der Community

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T

 

August 1939. Der zweite Weltkrieg steht vor der Tür und in Linz wird eine alte Frau ermordet. Angeblich war sie Hermann Görings Tante. Angeblich hatte sie viel Geld zuhause. Und angeblich hat sie ihre Nachbarn erpresst…

Neugierig geworden? Thomas Buchners zweiter Krimi „Donaudämmerung“ lässt die Zeit zwischen dem Anschluss Österreichs 1938 und dem Beginn des Krieges lebendig werden.

 

Worum geht’s

Linz im August 1939. Seit eineinhalb Jahren ist die ‚Ostmark‘ Teil des nationalsozialistischen Deutschen Reichs In dieser aufgeladenen Stimmung wird eine Frau erstochen in ihrer Wohnung aufgefunden. Man munkelt, sie sei eine Tante Hermann Görings gewesen. Zudem soll sie eine größere Menge Geld gebunkert und ihre Nachbarn mit Denunziationsbriefen erpresst haben. Schnell wird klar, dass dieser Fall ein ganz besonderer ist – und den recht behäbigen Kommissar Josef Steininger ganz schön auf Trab bringt: Mit höchster Dringlichkeit und der Gestapo im Nacken muss er den Mörder unter zahlreichen Verdächtigen finden…

Lust darauf, das Buch zu bekommen? Dann bewerbt euch doch für die Leserunde! Ich würde mich freuen, mit euch über das Buch zu diskutieren.

 

Autor

Thomas Buchner ist Spezialist für spannende Streifzüge durch die jüngere Vergangenheit Österreichs. Der 1974 geborene Historiker debütierte 2016 mit dem Krimi „Der Fall Schinagl“


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