Thomas Carl Sweterlitsch Tomorrow & Tomorrow

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Inhaltsangabe zu „Tomorrow & Tomorrow“ von Thomas Carl Sweterlitsch

Die nahe Zukunft. Vor zehn Jahren wurde bei einem Anschlag die Stadt Pittsburgh vollständig ausgelöscht. Mithilfe eines gewaltigen Datenarchivs konnte die Stadt jedoch als virtuelle Simulation wiederhergestellt werden. Hier ermittelt John Dominic Blaxton unaufgeklärte Verbrechen, und insbesondere ein Fall lässt ihn nicht los: Das Bild einer wunderschönen Frau, die ermordet wurde, wird offenbar aus dem Archiv und damit aus der virtuellen Realität gelöscht. Auf der Suche nach Antworten stolpert Dominic über eine grauenvolle Entdeckung …

Was für ein Ende.... :(

— EnysBooks
EnysBooks

In der ersten Hälfte teilweise etwas anstrengend, hinten raus aber spannend.

— BurnedB
BurnedB

Tolle Idee, interessante Charaktere, sehr detailliert – manchmal ein bisschen verwirrend

— AnnaTeresa
AnnaTeresa

Ein toller Debütroman mit potenzial nach oben.

— Drei-Lockenkoepfe
Drei-Lockenkoepfe

Interessante Zukunftsvision des Autors, jedoch schlecht umgesetzt mit faden Charakteren und eintöniger Story.

— amazingbookworld
amazingbookworld

Ein spannender und verwickelter Fall, leider mit einem gescheiterten Protagonisten und nur einem leidlichen Einblick in die Zukunft.

— DunklesSchaf
DunklesSchaf

Pittsburgh existiert nicht mehr. Ausgelöscht durch einen Terroranschlag ist die Stadt vollständig ausgelöscht. Nur in einem virtuellen ...

— Splashbooks
Splashbooks

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  • Tolle Idee, interessante Charaktere, sehr detailliert – manchmal ein bisschen verwirrend

    Tomorrow & Tomorrow
    AnnaTeresa

    AnnaTeresa

    14. July 2016 um 10:54

    Tomorrow & Tomorrow ist ein Thriller für alle, die gerne wissen wollen was auf uns zu kommt. Eine unglaublich digitalisierte Welt wird sehr realistisch und leider auch sehr erschreckend beschrieben.Der Thriller setzt sich mit einem wirklich interessanten Thema auseinander und hat dabei noch die richtige Prise Spannung und Mysterium.Ein paar Wermutstropfen gibt es allerdings schon. So zieht sich gerade der Beginn des Buches sehr und es dauert wirklich bis man hinein kommt, das hängt allerdings auch damit zusammen, dass man eine starke Vorstellungskraft braucht um ganz in dem Buch zu versinken. Dazu kommt, dass manche Textstellen sich wirklich stark in die Länge ziehen und man am liebsten schneller lesen würde als man kann, denn die Spannung ist ja da, nur das Ganze ist ein bisschen zu detailliert beschrieben.Hier geht es weiter.

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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  • Tolle Idee, interessante Charaktere, sehr detailliert – manchmal ein bisschen verwirrend

    Tomorrow & Tomorrow
    AnnaTeresa

    AnnaTeresa

    04. November 2015 um 07:34

    Danke an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Inhalt „Die nahe Zukunft. Vor zehn Jahren wurde bei einem Anschlag die Stadt Pittsburgh vollständig ausgelöscht. Mithilfe eines gewaltigen Datenarchivs konnte die Stadt jedoch als virtuelle Simulation wiederhergestellt werden. Hier ermittelt John Dominic Blaxton unaufgeklärte Verbrechen, und insbesondere ein Fall lässt ihn nicht los: Das Bild einer wunderschönen Frau, die ermordet wurde, wird offenbar aus dem Archiv und damit aus der virtuellen Realität gelöscht. Auf der Suche nach Antworten stolpert Dominic über eine grauenvolle Entdeckung …“ Quelle: Heyne Verlag Weiter geht es hier: http://paradoxes-leben.de/rezension-tomorrow-tomorrow-von-thomas-carl-sweterlitsch/

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  • Möchten wir wirklich unser ganzes Leben offen legen?

    Tomorrow & Tomorrow
    Drei-Lockenkoepfe

    Drei-Lockenkoepfe

    03. November 2015 um 10:31

    Dieses Buch hat mich durch seinen Klappentext, Pressestimmen und vor allem durch sein tolles Cover angesprochen. In einer nahen Zukunft... So nah, das es noch Mc Donalds und Amazon gibt, aber wir ein Hirnimplantat statt einem Handy und Internet nutzen. Also Morgen.....?! Der abgehackte Schreibstil des Autors hat mir nicht gut gefallen. Viele abgehackte Sätze, verschachtelt, mit uninteressanten Informationen zugepflastert, die den Lesefluss immer stoppen. Zudem baute sich kein richtiger Spannungsbogen auf, obwohl die Geschichte es hergibt. Sehr viele Werbeeinblendungen die der Protagonist sieht werden bis ins kleinste Detail erklärt. Da Werbung und Pornografische Angebote zum Alltag der nahen Zukunft gehören, muss John Dominic Blaxton diese immer wieder ausklinken oder wegwischen. Das stört den Lesefluss, diese haben nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Teilweise war es sehr nervig. Hier hätte der Autor lieber etwas mehr in die Tiefe den Protagonisten gehen sollen um die Seiten zu füllen. Oder den Leser über die zur Verfügung stehende neue Technik aufklären. Hier werden wir mit neuen Begriffen wie Aggs konfrontiert, ohne zu wissen was dahinter steckt. Beim lesen ergibt sich dafür eine Lösung, aber ob das so stimmt was ich mir da zusammen reime? Erschreckend fand ich das es keinerlei Datenschutz oder Recht am eigenen Bild mehr gibt. Alles ist für alle Menschen einsehbar. Egal ob ich auf der Toilette sitze oder gerade eine Orgie feiere. Selbst Bilder vom Tod werden als Selbstverständlich erachtet. Stumpft die Gesellschaft so sehr ab? Wollen wir das? Der Autor Thomas Carl Sweterlitsch erzählt die Geschichte aus Sicht von Dominic. Er zeigt uns die Zukunft. Manchmal ist es schwer zu erkennen ob er sich in der Realität oder in einer Cyberwelt (im Archiv) befindet. John Dominic ist ein traumatisierter, drogenabhängiger, der den Verlust seiner Frau nicht verpacken kann. Obwohl man viel über ihn erfährt ist er doch sehr Oberflächlich ausgearbeitet. Ich konnte keine wirkliche Bindung mit den Figuren aufbauen. Zum Schluss gab es so etwas wie einen leichten Spannungsbogen. Dann ein abruptes Ende. Tomorrow & Tomorrow ist ein Zukunftsthriller mit einer Interessanten Hintergrundstory. Blaxton ist ein bemitleidenswerter Mann, mich hat gewundert das er die Energie und den Ehrgeiz aufgebracht hat, diesen Fall zu lösen. Die Grundidee zur Geschichte ist klasse! Es ist faszinierend einen Blick in unsere Zukunft zu werfen. Alles in allem bietet das Buch angenehme Lesestunden. Ein toller Debütroman mit potenzial nach oben. 

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  • Wundervoll, doch nichts für mich

    Tomorrow & Tomorrow
    mirimann

    mirimann

    06. September 2015 um 16:20

    Daten: Autor: Thomas C. Sweterlitsch Verlag: Heyne Verlag Preis: 14.99€ (als broschierte Ausgabe), 11,99€ (als E-Book) Seitenanzahl: 480 Seiten Originaltitel: Tomorrow and Tomorrow ISBN: 9783453316485 Erscheinungsdatum: 14. April 2015 Vor Beginn möchte ich schon mal den Heyne Verlag ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar bedanken. Klappentext: Quelle: Heyne Verlag   Die nahe Zukunft. Vor zehn Jahren wurde bei einem Anschlag die Stadt Pittsburgh vollständig ausgelöscht. Mithilfe eines gewaltigen Datenarchivs konnte die Stadt jedoch als virtuelle Simulation wiederhergestellt werden. Hier ermittelt John Dominic Blaxton unaufgeklärte Verbrechen, und insbesondere ein Fall lässt ihn nicht los: Das Bild einer wunderschönen Frau, die ermordet wurde, wird offenbar aus dem Archiv und damit aus der virtuellen Realität gelöscht. Auf der Suche nach Antworten stolpert Dominic über eine grauenvolle Entdeckung …   Meinung: Der Protagonist, John Dominik Blaxton, wohnte selbst in Pittsburgh bis zu dem Bombenanschlag bei dem seine Frau gestorben ist. Er selbst hielt sich zu dem Zeitpunkt außerhalb der Stadt auf und konnte der Katastrophe so entgehen. Nun, 10 Jahre später, verbringt er die meiste Zeit bei seiner verstorbenen Frau im Archiv, einem gewaltigen Datenspeicher der Stadt in der man alles zu jedem Zeitpunkt nochmal abspielen und sogar mit den Menschen interagieren kann. Um alles noch realistischer zu erleben nimmt er Drogen, gerät dann aber auf die schiefe Bahn und wird erwischt, kommt in eine Selbsthilfe-gruppe und wird sogar gefeuert. So verliert er seinen Job als "Archiv-Detektiv", wo er die Aufgabe hatte Mordfälle in der ausgelöschten Stadt aufzuklären. Kurz darauf nimmt Dr. Reynolds Kontakt zu ihm auf mit der Bitte (oder wohl eher dem Auftrag) Albion im Archiv zu finden, da es Vermutungen gibt, dass sie überlebt hat. Doch aus irgendeinem Grund exerziert die Gesuchte im Archiv nicht mehr.   Von vornherein hat mich der Klappentext sehr angesprochen. Es hat mich etwas an eine Art Atlantis in der Zukunft gemischt mit SciFi und Thriller erinnert. Doch irgendwie hätte ich aufgrund der Beschreibung als "Privatdetektiv" eher einen James-Bond ähnlichen Charakter erwartet und keinen drogenabhängigen, traumatisierten Mann mit mehr als 125 Kg. Auf der anderen Seite ist es durchaus ein positiver Punkt, dass man sich erstaunlich schnell einfinden kann. Auch wenn man keine längere Beschreibung und nur den oben genannten Klappentext ließt ist man innerhalb der ersten 50-100 Seiten voll im Bilde.    Ebenfalls ein Punkt der mir gut gefallen ist die Vermischung von Realität und virtueller Realität, die die Menschen durch die im/am Gehirn installierten "Adware" betreten können. So wird das Internet mit Feed usw. mit der Realität förmlich verschmelzt. An manchen Stellen des Buches muss man dann wirklich überlegen, ob es im Buch gerade zur "Realität" oder zur einer Simulation gehört. Mit den technologischen Fortschritt hat sich auch das Marketing enorm entwickelt. Werbung ist ein Bestanteil in diesem Buch, der immer wieder aufgegriffen wird und natürlich auch extrem personalisiert ist. Demensprechend handelt es sich bei der Altersgruppe/Geschlecht der Hauptfigur um recht versexte Inhalte. Daher würde ich dieses Buch generell als Buch für Erwachsene oder ältere Jugendliche und keineswegs als Young-Adult-Roman empfehlen. Allerding wurde an Stellen, an den es sich anbot auch auf die Technik nur minimal eingegangen.   Tomorrow&Tomorrow bietet neben den oben genannten Punkten auch ein sehr verstricktes System an Figuren und Handlungen, die sich aber erst auf späteren Seiten offenbaren. Es ist sehr spannend von den ganzen Verstrickungen und Hintergehen zu erfahren, doch für mich persönlich ist es auf jeden Fall nicht das Richtige. Es mag zwar durchaus realistische Zukunft geschildert werden, doch mich hat es nicht gereizt die letzten 150 Seiten zu lesen. Denn mir der Zeit wurden die Handlungen gingen für meinen Geschmack in die falsche Richtung.   Fazit: Ein eigentlich tolles Buch, das ich aber leider nur wirklichen SciFi Fans empfehlen kann. Für mich persönlich ist das Buch nicht wirklich ansprechend. Daher bewerte ich es mit 3 von 5 Sternen.  

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  • Ein zu schmaler Grat zwischen Realität und Einbildung

    Tomorrow & Tomorrow
    amazingbookworld

    amazingbookworld

    07. August 2015 um 23:30

    Meinung: Dieses Buch hat mich durch den Klappentext und das Thema sehr angesprochen. Es geht um die nahe Zukunft, in der die Mehrzahl der Menschen die sogenannte Adware nutzen: Implantate im Gehirn, die einen immer und überall mit dem Internet verbinden. Man benötigt kein Tablet oder Smartphone mehr, denn jetzt hat das Gehirn direkt auf alles Zugriff. Das heißt, hinsetzen, Augen schließen und Videos, Sendungen, Nachrichten usw. gleich im Kopf abrufen. Klingt fast utopisch, aber könnte trotzdem eine mögliche Zukunft für uns Menschen darstellen. Diese Idee, und die Entwicklung einer Gesellschaft nach dem eine ganze Großstadt durch eine Bombe ausgelöscht wurde, klang für mich nach einer guten Story. Doch leider wurde ich sehr enttäuscht. Der Schreibstil des Autors war für mich ganz und gar nicht angenehm. Abgehackte Sätze, zu viele unnötige Informationen und Ausschmückungen. Wichtige, interessante Infos haben gefehlt. Realität und das implantierte Programm im Kopf ließen sich sehr schwer auseinander halten. Deswegen konnte ich mich auch nicht auf das Geschehen konzentrieren und bin immer wieder abgeschweift. Die Story kam mir eintönig vor, ohne Spannung. Außerdem ging es für mich in die falsche Richtung. Statt die Idee von einer hochtechnisierten Welt auszuschmücken und eine passende Thriller-Story einzubauen, hat der Autor einen blutigen Thriller geschaffen, der meiner Meinung nach, schlecht ausgearbeitet war. Auch die Charaktere waren lieblos und fad, sogar der Protagonist ging mir einfach nur auf die Nerven. Einzig das Ende konnte mich ein bisschen fesseln. Weswegen ich auch 2 Sterne geben kann. Insgesamt hat mich der Thriller leider enttäuscht. Ich hatte wirklich mehr von dem Buch erwartet. Empfehlen kann ich ihn nur an Fans von blutigen Science-Fiction Storys.

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  • Virtual Pittsburgh: Tomorrow & Tomorrow – Thomas Carl Sweterlitsch

    Tomorrow & Tomorrow
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    19. July 2015 um 22:20

    John Dominik Blaxton arbeitet bei einer Privatdetektei, die sich auf Verbrechen in der Stadt Pittsburgh konzentriert. Die Stadt wurde vor einigen Jahren durch einen Anschlag vollständig zerstört und die Ermittlungen werden in dem virtuellen Abbild der Stadt vorgenommen. Blaxton hat bei dem Anschlag seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren und versucht so viel Zeit wie möglich im „Archiv“ zu verbringen. Ein neuer Auftrag schickt ihn auf die Spur einer jungen Frau. Die Versicherung soll den Geschädigten Geld auszahlen, zweifelt aber daran, dass die Frau tatsächlich bei dem Anschlag gestorben ist. Und Blaxton findet tatsächlich Hinweise, dass die Frau anders zu Tode gekommen ist. Zukunft, eine zerstörte und virtuell auferstandene Stadt und eine tote junge Frau – ein Mix, dem ich einfach nicht widerstehen konnte. Doch leider konnte mich der Blick in die Zukunft nicht ganz überzeugen. Pittsburgh wurde zerstört, es wird immer nur angedeutet, aber ich gehe von einer schmutzigen Bombe aus, denn das Gebiet ist auch verstrahlt und immer noch unzugänglich, wobei an der „Rückeroberung“ gearbeitet wird. Das virtuelle Pittsburgh entsteht aus Kameraaufnahmen, privaten Fotos und digitalen Spuren, welche die Bewohner hinterlassen haben. Die „Adware“ hilft dabei. Dieses Konstrukt haben mittlerweile die allermeisten Menschen an/in ihrem Kopf installiert. Es überflutet einen mit Unmengen an Informationen zu allem worauf der Blick fällt, aber auch mit fürchterlich vielen Nachrichten und Reality Shows und massenhaft Werbung, die anscheinend hauptsächlich auf die sexuelle Neigungen des jeweiligen Menschen spezialisiert ist. Ehrlich, diesen Ausblick fand ich beängstigend – so viel Werbung, personalisiert und versext. Eine Zeitangabe findet sich nicht, aber es scheint mir nicht sehr weit in der Zukunft, denn mehr futuristische Änderungen finden sich nicht. John Dominic Blaxton ist ein traumatisierter, kranker und drogenabhängiger Mann. Er trauert immer noch immens um seine verstorbene Frau und meines Erachtens macht das Archiv es ihm viel schwerer mit dem Verlust umzugehen, bzw. ihn zu verarbeiten. Er geht seit Jahren zu einem Therapeuten, dem er auch vertraut und ihm hilft, doch als zusätzlich zu seinen „normalen“ Drogen noch Heroin in die Hand gedrückt bekommt, fällt er dem System auf, wird gefeuert und muss seine Therapie wechseln. Dort lernt er den Therapeuten Timothy Reynolds, der ihn aus dem Programm rausholt, solange er für Theodore Waverly, einen der reichsten Männer der Welt, der die Adware praktisch erfunden hat, seine Tochter sucht. Albion, eine junge Frau, die auch bei dem Anschlag auf Pittsburgh umgekommen sein soll, nun aber im Archiv nach und nach gelöscht bzw. ersetzt wird. Nach und nach kommt heraus, dass Albion mit dem Versicherungsfall zu tun hat und Blaxton kommt den Tätern nach und nach auf die Spur, natürlich nicht, ohne sich selbst zu gefährden. Sein Weg führt ihn durch das virtuelle Pittsburgh und quer durchs reale Land, sogar ein Ausflug ins verseuchte Pittsburgh steht auf dem Programm. Auch wenn es eine Art Jagd bzw. ein Versteckspiel ist, und Blaxton der Gejagte, geht das ganze eher ein wenig gemächlich von statten. Auch das Finale wartet nicht mit einem fulminanten Ende auf, es ist eher nüchtern und wenig aufbauend, wenn auch ein bisschen Action am Schluss natürlich nicht fehlt. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt, doch zum einen war die Zukunftsvision wie so oft nicht ganz so ausgefeilt, wie ich sie mir gewünscht hätte und zum anderen ist Blaxton einfach ein sehr bemitleidenswerter Mann, der kaum die Energie aufbringt, um den Fall zu lösen und erst richtig in Aktion tritt, als man ihm die Erinnerung an seine Frau wegnimmt. So fällt es einem nicht leicht, ihm als Hauptfigur Interesse entgegen zu bringen. Nichtsdestotrotz war der Fall schön verzwickt und durch die virtuelle Welt auch mal was anderes. Fazit: Ein spannender und verwickelter Fall, der leider mit einem gescheiterten Protagonisten auskommen muss, und nur leidlich einen Einblick in die Zukunft wirft. Gute Unterhaltung für einen Sonntagnachmittag.

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  • Tomorrow & Tomorrow, rezensiert von Götz Piesbergen

    Tomorrow & Tomorrow
    Splashbooks

    Splashbooks

    13. July 2015 um 09:48

    Was passiert eigentlich, wenn eine Stadt komplett vom Erdboden ausgelöscht wird? Das ist eine interessante Frage, auf die die heutige Welt keine Antwort haben dürfte. Thomas Carl Sweterlitsch hat sich eine passende Antwort ausgedacht und in seinem Roman "Tomorrow & Tomorrow" verarbeitet. Der Autor lebt selber in Pittsburgh. Er hat seinen Master in Literaturwissenschaften und Kulturtheorie an der Carnegie Mellon University gemacht. Anschließend hat er zwölf Jahre lang an der Carnegie Library gearbeitet. "Tomorrow & Tomorrow" ist sein Debütroman. Von einem Tag zum anderen ist die Stadt Pittsburgh ausgelöscht worden. Ein terroristischer Anschlag, wobei nicht klar ist, wer dafür verantwortlich war. Fakt ist, das jeder, der sich damals in der Metropole aufhielt, eliminiert wurde. Seitdem existiert sie nur noch in Form eines gigantischen Datenarchivs, das online zugänglich ist. Für John Dominic Blaxton ist es eine zweite Heimat geworden. Seitdem er seine Frau und sein ungeborenes Kind damals verloren hat, vegetiert er als halbwegs erfolgreicher Privatdetektiv dahin. Bis er eines Tages einen großen Auftrag erhält. Jemand löscht alle Spuren einer jungen Frau aus dem Datenarchiv heraus. Und als der Detektiv dem Übeltäter näherkommt, nimmt dieser sich ein weiteres Ziel vor: Die junge Familie von Blaxton! Mit "Tomorrow & Tomorrow" schreibt Thomas Carl Sweterlitsch einen SciFi-Thriller, der eine faszinierende Realität zeigt. Eine Welt, in der die alltägliche Überwachung durch Kameras weitergedacht wurde. Nämlich als Quelle für ein riesiges Archiv, für eine untergegangene Stadt. Und je nachdem, welche Kamera man wählt, ist es auch möglich, Ereignisse vor und zurückzuspulen.Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22165/tomorrow__tomorrow

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  • Tomorrow & Tomorrow

    Tomorrow & Tomorrow
    viviilovee

    viviilovee

    20. June 2015 um 13:45

    Klappentext"Die nahe Zukunft. Vor zehn Jahren wurde bei einem Anschlag die Stadt Pittsburgh vollständig ausgelöscht. Mithilfe eines gewaltigen Datenarchivs konnte die Stadt jedoch als virtuelle Simulation wiederhergestellt werden. Hier ermittelt John Dominic Blaxton unaufgeklärte Verbrechen, und insbesondere ein Fall lässt ihn nicht los: Das Bild einer wunderschönen Frau, die ermordet wurde, wird offenbar aus dem Archiv und damit aus der virtuellen Realität gelöscht. Auf der Suche nach Antworten stolpert Dominic über eine grauenvolle Entdeckung…"Meine MeinungAuf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich gerne Bücher lese, in denen die Welt der heutigen weiter voraus ist. Die Technik ist noch besser, die Menschen haben sich verändert und viele Dinge, die wir uns jetzt gar nicht wirklich vorstellen können, sind passiert.Leider ist es mir schwer gefallen, in das Buch rein zu kommen. Ich wusste, dass ich hier neuen Techniken begegnen würde, aber man wird als Leser einfach ins kalte Wasser geworfen. Man wird zwar darüber aufgeklärt, was vor genau 10 Jahren passiert ist, doch wie es dazu kam, und wie die "neue" Welt mit ihrer ganzen Technik funktioniert, wurde nie gesagt. Es wird mit Begriffen um sich geworfen, die man nicht versteht und die Sätze sind so komisch abgehackt, überhaupt nicht zusammenhängend.Wenn man allerdings die ersten 50 Seiten hinter sich hat, versteht man die meisten Dinge schon, der Schreibstil wird besser, interessanter und die Geschichte wird spannender.Vom Protagonisten Dominic konnte ich mir (zumindest am Anfang) leider kein richtiges Bild machen. Ich habe das Gefühl, dass er kaum beschrieben wurde - erst am Ende des Buches wusste ich ungefähr, welche Statur er eigentlich hat, und konnte mir ein wenig ausmalen, wie er wohl aussieht. Entweder wurde er wirklich nicht richtig vorgestellt, oder ich war so beschäftigt damit, die neue Welt zu verstehen, dass es einfach untergegangen ist. Das finde ich schade, sowas sollte einem schon in Erinnerung bleiben. Dennoch war er mir sehr sympatisch, denn er ist ein friedlicher Kerl, dessen Job es ist, Verbrechen aus der Vergangenheit aufzuklären. In seiner Arbeit geht er auf und gibt sein Bestes. Leider ist er psychisch nicht ganz so stark, wie man es denken könnte - denn er nimmt Drogen, lebt alleine und verbringt viel zu viel Zeit mit den Toten.Die Idee der Geschichte war cool, ich finde es ganz faszinierend, wie unsere Welt in Zukunft aussehen könnte, und wie wir damit leben werden. Die Idee, durch ein Archiv zu spazieren, und so indirekte Zeitreisen zu machen, ist genial. Als ich mich in das Buch reingefunden hatte, konnte ich auch wirklich mitfiebern, und es sind Dinge passiert, die ich so nicht erwartet hätte. Richtig schnell lesen konnte ich das Buch aber trotzdem nicht, denn zwischenzeitlich haben sich die Kapitel wirklich gezogen, und manchmal habe ich gar nicht mitbekommen, dass zwischen zwei Kapiteln ein paar Monate fehlen. Da muss man dann erst mal die letzten Seiten noch einmal lesen, damit man alles versteht.Nachdem das Buch nun durchgelesen wurde, und ich noch einmal meine Gedanken wiedergeben konnte, bin ich der Meinung, dass das Buch zwar lesenswert ist, aber nichts, was man mal eben so nebenbei lesen kann. Es ist durch die Geschichte ansich einfach ein bisschen anstrengender zu lesen, sodass man sich schon konzentrieren muss.

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  • Digital Native 2.0

    Tomorrow & Tomorrow
    BettinaR87

    BettinaR87

    19. June 2015 um 11:16

    John Dominic Blaxton ist kein typischer Versicherungsvertreter: Seine Arbeit als quasi Ermittler führt ihn in das digitale Pittsburgh. Das wurde aus unzähligen Kameraaufnahmen zu einem digitalen Datenarchiv wieder "zum Leben erweckt". Hier drin sucht er nach Menschen und verfolgt für die Versicherungen, wie sie gestorben sind - natürlicherweise vor oder durch den Terroranschlag. So stößt er auf Hannah, deren Leiche kurz vor der Detonation aus dem Flussschlamm freigespült wird. Die hätte allerdings nicht nur im Flussbett vergraben bleiben sollen, sondern auch im Datenarchiv Pittsburghs. Er wird gegen seinen Willen von dem Fall abgezogen und gerät in einen Strudel: Sein Drogenproblem verschlimmert sich und wird aufgedeckt, sein Job ist weg. Da kommt Waverly daher, ein Typ, dessen Tochter in Pittsburgh gestorben sein soll - John soll sie darin aufspüren und Waverly die (digitalen) Erinnerungen an sie wieder geben. Ein Job, der ihm bald nicht nur an die Nieren gehen wird, sondern auch das Leben kosten könnte ... Die Kritik Ein absoluter underdog, der allein durch sein Cover und seine geringe Präsenz in Buchläden wenig Aufmerksamkeit erhält. Allerdings verdient das Buch so viel mehr! Denn Sweterlitsch schreibt gut, intelligent, aber nicht prätentiös. Er entwirft ein Szenario, das nicht schon tausendfach verwendet wurde, wie beispielsweise: Mädchen, 16, entdeckt plötzlich, dass sie etwas besonderes is. Haha. Wer davon seine Zuckerschnute voll hat, sollte unbedingt zu Sweterlitsch greifen. Wer ein futuristisches Szenario lesen will, für das er heutige mini Tech-Kenntnisse braucht, auch. Wer einfach mal ein neuartiges Buch lesen will, erst Recht! Neben diesen Argumenten spricht auch die Handlung selbst für das Buch. Der Hauptprotagonist ist zutiefst menschlich und stellt sich nicht immer super schlau an. Über den Verlaufs glaubt der Leser, seine wahre Geschichte zu verfolgen. Am Ende merkt man jedoch, dass das alles etwas anders strukturiert war und nichts wirklich so war, wie es schien. Doch wie hängen die verschiedenen Ereignisse nun zusammen? Hier hat sich der Autor vorab wirklich alles gut überlegt und enthüllt nach und nach eine bizarr anmutende und faszinierende Geschichte. Ganz nebenher kritisiert er in Ansätzen die Gesellschaft und ihre politischen Verwicklungen, beziehungsweise Einflussnahme der Reichen auf die Politik - ohne, dass es zu polemisch wird oder zu schwerfällig beim Lesen. Ein intelligentes, kurzweiliges und Tech-lastiges Lesevergnügen!

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  • Gestern ist Heute

    Tomorrow & Tomorrow
    rallus

    rallus

    08. June 2015 um 11:43

    "Obwohl ich weiß, dass das melodramtisch und hysterisch ist, male ich es mir zwanghaft aus: Hautschichten, Nervensystem, Adren, Profil, Haare, Augen, die zehn Finger und zehn Zehen, die ich gezählt hätte. Alles mit einem Schlag verbrannt. Schluss, Schluss damit!" Pittsburgh ist verglüht. An einem sonnigen Oktobertag setzte sich jemand mit einem Koffer auf einen belebten Platz und öffnete diesen. Die anschließende Atomexplosion ließ alles Leben in einem weiten Umkreis verglühen. Doch durch die Aufnahmen der Überwachungs- und Netzhautkameras gibt es ein Leben nach dem Tod. Das Pittsburgh Archiv steht den Überlebenden zur Verfügung. Einwohnern, die an dem Tag zufällig nicht in der Stadt waren und ihre Liebsten verloren haben. Durch die Adware, eine hochentwickelte Sender/Empfänger Hardware, die direkt in den Kopf eingepflanzt wird, kann jeder sich die Stadt und alle Menschen darin zu jeder Zeit herunterladen. Die Vergangenheit wird mit allen Sinnen wiedererlebt. Wir sind in der Zukunft. Das virtuelle Leben hat seinen Höhepunkt erreicht. Es ist nicht nur anders, es ist einfach besser: "Höhere Auflösung als in der Realität – nun begreife ich, was dieser Werbespruch bedeutet. Davor war die Welt verschwommen, als würde ich sie durch eine Vaselinebrille betrachten. Jetzt ist auf einmal alles so scharf. Agathas Gesicht, die glänzenden Lippen, Haarflaum, lange, stark bemalte Lippen." Doch die neue Realität ist vielleicht schärfer und detaillierter, wird aber umso mehr von Spam, Werbung und von Breaking News überschwemmt. Diese News versuchen die sowieso kurze Aufmerksamkeitsspanne der Menschen auf sich zu ziehen, mit Schlagzeilen, die sich im Bereich Porno, Katastrophen und Tod bewegen. Selbst CNN hat sich eine treffende Schlagzeile für seinen Stream einfallen lassen: "Die Passagiere hängen an den Feeds von CNN, um sich die Wartezeit zu vertreiben. Buy America! Fuck America! Sell America!" John Dominic Blaxton hat seine Frau und sein ungeborenes Kind in der Glut von Pittsburgh verloren. Seitdem ist er ein Junkie. Ein Erinnerungsjunkie. Er arbeitet in den Archiven von Pittsburgh und klärt Todesfälle auf. Die Versicherungen zahlen nur, wenn der Todesfall eindeutig auf die Atomexplosion zurückzuführen ist. Bei Mord zahlt sie nicht. Ausgerüstet mit den notwendigen Passwörtern kann John jede vergangene Szene mit seiner Frau aufleben lassen. Durch die Adware werden diese Szenen naturgetreu nacherlebt. Dazu nimmt er noch Drogen, die seine Sinne verschärfen. Nachdem er einem Mord auf der Spur ist, wird er plötzlich wegen seiner Drogensucht entlassen. Ein hoher Politiker interessiert sich für ihn und bittet ihn, eine Frau für ihn aufzuspüren. Bei Johns Recherche bemerkt er Unregelmäßigkeiten im Code des Archivs. Irgendjemand ist dabei, die Vergangenheit zu ändern. Der Roman wirft einen regelrecht in die Zukunft, die Umstände des Atomschlages arbeitet der Autor nach und nach heraus, wichtig ist für ihn in erster Linie das persönliche Gefühl der Menschen in der Zukunft. Hat heute schon jeder Jugendliche ruhig tippend an ihren Smartphones zusammen an einem Tisch gesehen, wird dieser Effekt im Buch noch verstärkt dargestellt, jeder 'lebt' in seinem Stream, jede Emotion, jeder Gedanke zu einem Thema erzeugt sofort die passende Werbung. Diese Tendenzen sind auch heute schon zu beobachten. Gierig und abgestumpft wird auf Neuigkeiten und Sensationen reagiert. Porno ist salonfähig geworden. John gerät durch seine Suche in einen immer tieferen Sumpf des Verbrechens, die seine Vorstellungskraft übertrifft. Thomas Carl Sweterlitsch hat einen verstörenden, weil nahe an der Gegenwart liegenden Roman geschrieben, der die Geschwüre der Vernetzung konsequent weiterführt. Auch eine terroristische Aktion mit einer Atombombe ist in den Bereich des Möglichen gerückt. Sein Plot überzeugt nicht immer, die Verwicklungen, in die der Leser gestoßen wird, sind teilweise recht verworren. Aber insgesamt schafft das Buch eine ausgewogene Mélange aus Science Fiction, Krimi und Thriller, die einen atemlos bis an den Schluss fesselt. Zugreifen lohnt sich für SF Fans auf jeden Fall!  

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  • Science Fiction Krimi

    Tomorrow & Tomorrow
    marielu

    marielu

    30. March 2015 um 11:43

    Die Stadt Pittsburgh wurde durch eine Bombe samt Bewohner völlig vernichtet. Auch John Dominic Blaxton hat seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Mittlerweile arbeitet er im sogenannten Archiv, eine virtuelle Form der Stadt Pittsburgh, um die Ansprüche Familienangehöriger der Opfer, zu prüfen. So kann Dominic aber sich auch immer aufgezeichnete Erinnerungen an seine Frau ansehen. Als John immer mehr in die virtuelle Welt abdriftet bekommt er einen neuen Psychiater. Timothy verspricht ihm eine neue, höchst teure IScream, die über die Kopfhaut direkt in das Gehirn eingepflanzt wird, und einen Auftrag. Er soll für den Millionäre Waverly herausfinden warum und von wem seine Tochter Albion aus dem Archiv gelöscht wird. John nimmt den Auftrag an ohne zu ahnen welchem furchtbaren Verbrechen und deren Täter er immer näher kommt. Faszinierend war für mich das IScream, totale Vernetzung des Gehirns und da glauben die Leute noch ihre Telefongespräche und alles was sie tun kann nicht verfolgt werden. Das Buch zieht sich am Anfang, dann beginnt es spannend zu werden, um danach schnell wieder abzuflachen, um dann erneut mit Spannung aufzuwarten. Dies zieht sich so durch das ganze Buch, die Spannung konnte für mein Empfinden nicht aufrecht gehalten werden. Dabei ist die Idee wirklich gut, nur interessiert es mich nicht, ständig zu lesen welche Werbung im Moment vor den Augen des Protagonisten durch die Adware flimmert. Fazit: Gute Idee, mit erschreckendem Science-Fiction (wer möchte schon sein Gehirn total vernetzt haben), leider ohne dauerhafte Spannung.

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