Leserpreis 2018
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ThomasChristen

vor 4 Monaten

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Liebe Bücherfreundinnen und -freunde,

vor zwei Monaten erschien "Das Schweigen der Rohrsänger", ein Roman über die Flucht zweier Frauen von Afghanistan nach Deutschland. Weite Teile, vor allem aber das Kapitel 'Flucht', beruhen auf Interviews, die ich mit afghanischen Frauen und Männern geführt habe und die mir äußerst offen von ihren Erfahrungen und Erlebnissen berichtet haben. Es folgten diverse Lesungen, bei denen die Resonanz sehr positiv war. Daher möchte ich heute auch an dieser Stelle eine Leserunde starten. Es ist  vielleicht kein leichter, 'erbaulicher' Lesestoff. Aber ich denke, er öffnet ein wenig den manchmal verstellten Blick auf den Horizont.
Ich lade Euch herzlich zur Leserunde ein. 
Zu gewinnen sind 5 e-books. 
Leseproben gibt es übrigens auf der Seite des bookshouse Verlages.
Mit besten Grüßen
Thomas Christen

Autor: Thomas Christen
Buch: Das Schweigen der Rohrsänger

Hexxe

vor 4 Monaten

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Ja, kein leichtes Thema, dass Sie sich da ausgesucht haben, Herr Christen, aber es ist ein Thema der Zeit und man kommt nicht umhin es zum Thema zu machen, bevor man sich einer Meinung anschließt. Ich glaube, viele Menschen können es sich nicht vorstellen, was es heißt zu Hause alles aufzugeben und ein Jahr lang eine Odyssee zu erleben, nur um irgendwo anzukommen und sich in zweifelhafter Sicherheit zu fühlen dürfen.
Deshalb interessiert mich das Schicksal der "kleinen" großen Nazreen und ihrer Mutter. Freue mich auf eine rege Diskussion und bewerbe mich um ein epub.

P.S.: Sie sollten auch das Foto im Verlag austauschen lassen... ;)

Shannon

vor 4 Monaten

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Ich möchte mich hiermit für das ebook bewerben - und hoffe dabei, dass es auf dem Kindle zu lesen ist.
Da ich im sozialen Bereich arbeite, habe ich sehr viel mit Flüchtlingen zu tun und deshalb würde mich dieser Bericht sehr interessieren. Um ehrlich zu sein habe ich mit afghanischen Frauen kaum Erfahrungen, da ich hauptsächlich Männer betreue. Es wäre für mich daher sehr erfüllend auch mal diese Seite der Geschichte kennen zu lernen.

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vor 3 Monaten

3. Kapitel: Flucht
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Die Schilderung der Flucht ohne auf die Tränendrüse zu drücken, empfinde ich als besonders intensiv. Sie ermöglicht eine Auseinandersetzung mit dem Thema, ohne vor lauter Betroffenheit Blockaden auszulösen.
Im Kopfkino entwickeln sich bei mir Szenarien von vielen anderen Möglichkeiten und Wegen, die die beiden hätten nehmen können. Es zeigt, wie situationsabhängig bzw. von Intuition geprägt Entscheidungen fallen, die den weiteren Fluchtverlauf beeinflussen.
Deutlich herausgearbeitet ist auch die Bedeutung des Handys für die Flüchtenden, der allgemein verbreiteten Annahme, Flüchtlinge müssten arm, enorm dankbar für alles und vorallem handylos sein, kann durch dieses Buch entgegengewirkt werden.
Besonders gut finde ich die Wiederholung von Textstellen, die in den vorliegenden Situationen immer eine besondere Bedeutung bekommen.

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vor 3 Monaten

4. Kapitel: Ankunft
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Ein Neuanfang scheint sich anzubahnen, aber wie sich das Leben weiterentwickelt, steht in den Sternen.
Anzumerken bleibt, dass die Flucht ein bisschen nach Wunschkonzert aussieht - wenn ich dort abgeschoben werden kann, ziehe ich einfach weiter. So funktioniert das aber eigentlich nicht.
Wichtig ist, dass die Lebensumstände menschenwürdig sein sollen. Das ist in manchen ost- bzw. südosteuropäischen Ländern offensichtlich in der Meinung von Flüchtenden nicht der Fall. Für Außenstehende wie mich - mit Informationen aus zweiter und dritter Hand - ist das natürlich schwierig einzuschätzen, denn es gibt überall Positiv- und Negativbeispiele (sowohl bei Flüchtenden als auch bei Helfenden bzw. "Helfenden").

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vor 3 Monaten

Epilog: Wakhan-Korridor, Afghanistan 2009
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Ein versöhnlicher, tröstlicher Abschluss lässt die Interpretation zu, dass sich alles zum Guten wendet. Das kann man hoffen, auch wenn es vielleicht noch viele Jahre dauern wird, bis die Lage stabil ist und es wieder erstrebenswert ist in Afghanistan zu leben.

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vor 3 Monaten

Fragen an den Autor? Gerne!
@ThomasChristen

Danke für den Buchtipp!

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vor 3 Monaten

Eigene Erfahrungen zum Thema Flucht/Flüchtlinge
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In meinem Ort gibt es drei Familien, zwei aus Aghanistan - eine aus dem Irak, die in meinem Deutschkurs waren. Der Wille Deutsch zu lernen, war nicht bei jedem vorhanden (eine Familie wird daher vermutlich noch gröbere Schwierigkeiten bekommen - trotz des positiven Asylbescheids, denn die Deutschkenntnisse reichen nicht aus, um Zertifikate zu erreichen. Dadurch erschwert sich die Arbeitssuche, dazu kommt in einem Fall leider auch eine gewisse Unbeholfenheit, die - nüchtern betrachtet - kaum ein Chef tolerieren wird.) Die Zeit bis zum Asylbescheid war für alle ziemlich hart, nicht materiell, denn sie wurden in unserem Ort herzlich aufgenommen und gut versorgt, aber der psychische Druck war enorm, die Angst abgeschoben zu werden.
Deutlich wurde auch das absolut falsche Bild, dass sie von unserem Land hatten. Eine Afghanin wollte Lehrerin werden, weil sie zuvor in ihrem Heimatland einige Kinder in Englisch privat unterrichtet hatte. Als ich dann erklärte, was bei uns alles erlernt werden musste, um als Lehrer tätig zu sein, haben alle das erste Mal begriffen, dass es nicht so einfach sein würde, wie sie erwartet hatten. Auch dass für die Zulassung eines Gewerbebetriebes so viele Gesetze und Vorschriften zu berücksichtigen sind, war schwer vermittelbar.)
Wenn man sich vorstellt, wie belastend es für die Familien sein muss, Zukunftsängste aller Art zu haben und dabei so weit weg von den eigenen Verwandten zu sein...Eine Familie kann nie mehr zurück, weil sie von ihrer Familie verstoßen wurde und schon geraume Zeit im Iran gelebt hatte und dort um ihr Leben fürchten musste.

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vor 3 Monaten

Plauderecke
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Herzlichen Dank, dass ich dieses bewegende, informative Buch mitlesen durfte. Meine Rezension ist hier zu finden:

https://www.amazon.de/Das-Schweigen-Rohrs%C3%A4nger-Thomas-Christen/dp/9963539092/ref=sr_1_1_twi_pap_1?ie=UTF8&qid=1535745122&sr=8-1&keywords=das+schweigen+der+rohrs%C3%A4nger

https://www.lovelybooks.de/autor/Thomas-Christen/Das-Schweigen-der-Rohrs%C3%A4nger-1564305008-w/rezension/1665105802/

Shannon

vor 3 Monaten

Eigene Erfahrungen zum Thema Flucht/Flüchtlinge

Bei uns im Ort war das ähnlich. Wir haben auch Afghanen. Das Bild, das sie vom Westen haben, ist unglaublich. Hinzu kommt noch, dass viele hilfsbereite Leute das leider auch gefördert haben in dem sie ihnen etwa im Supermarkt einfach das Geld für ihren Einkauf in die Hand drückten, obwohl sie materiell und finanziell versorgt waren. Es ist dann sehr schwierig ihnen begreiflich zu machen, dass sie sich auf Dauer selbst erhalten müssen.

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