Thomas Christen Die Abendgesellschaft der Quartiersleute

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Inhaltsangabe zu „Die Abendgesellschaft der Quartiersleute“ von Thomas Christen

Hamburg, 2013. Wiebke Andresen, Tochter des seinem siebzigsten Geburtstag entgegensehenden Familienpatriarchen Hans-Peter Boettiger steckt mitten in den Vorbereitungen eines Festes für ihren Vater, zu dem die ganze Familie anreisen wird. Ein Eklat scheint vorprogrammiert, denn hinter der Fassade aus Bürgerlichkeit und hochgehaltener Tradition zeigen sich Risse, und vor dem Spiegel der Vergangenheit verblassen noch immer klar umrissen geglaubte Familienbilder. England 1896. In Südwales ereignet sich eines der unzähligen Bergwerksunglücke jener Zeit. Die Katastrophe wird zur Geburtsstunde eines bis in die heutige Zeit überdauernden Hamburger Familienunternehmens, den Quartiersleuten Boettiger & Consorten. Der Bergarbeiter John Buttger konnte nicht ahnen, dass eher die Wirren der Zeit und ein äußerst obskurer Vorfall ihn zum Gründervater einer Hamburger Firma machen würden. Er und sein Sohn Oskar kämpfen mit ihren Familien vor allem gegen die Verwerfungen zweier Kriege und die Schwierigkeiten wirtschaftlich und politisch chaotischer Zeiten. Oskar wird seine beiden Frauen und Eltern verlieren und nach dem Krieg mit drei kleinen Kindern von vorne anfangen: Hans-Peter, Lisbeth und Bernhard. Lisbeth, die unermüdlich versucht, das Gestern mit dem Heute zu verbinden und Bernhard, genannt Fletch, der nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges als Erster mit der Tradition bricht und Kapitän zur See wird. Da sind Hans-Peters grundverschiedene Töchter Wiebke und Lilly und ihre Familien. Wiebke, die mit einer nicht immer beherrschbaren Eifersucht auf die Schwester und der Herkunft ihres ersten Sohnes kämpft und Lilly, die mit dem Zerbrechen ihrer Ehe ringt. Und nicht zuletzt ist da Malte, der Enkel Hans-Peters, der ganz andere Pläne hat als sein Großvater. „Die Abendgesellschaft der Quartiersleute“ ist ein Tableau miteinander verwobener Biographien und eines außergewöhnlichen und in der ursprünglichen Form ausgestorbenen Berufsstandes vor dem Hintergrund die Stadt Hamburg prägender Geschichte.

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  • Buchverlosung zu "Die Abendgesellschaft der Quartiersleute: Hamburger Generationenroman" von Thomas Christen

    Die Abendgesellschaft der Quartiersleute
    acabus_verlag

    acabus_verlag

    „Die Abendgesellschaft der Quartiersleute“ ist ein Tableau miteinander verwobener Biographien rund um einen außergewöhnlichen und in seiner ursprünglichen Form ausgestorbenen Berufsstand vor dem Hintergrund die Stadt Hamburg prägender Geschichte. England 1896. Der Bergarbeiter John Buttger ahnt nicht, dass ihn ausgerechnet ein schweres Bergwerksunglück in Südwales zum Gründervater einer Hamburger Firma machen würde. Doch die Zeiten sind hart. Ganze fünf Generationen lang kämpft die Familie mit den wirtschaftlichen und politischen Wirren ihrer Zeit und um den Erhalt der Traditionen und des Familienunternehmens. Die Zeiten ändern sich und zuletzt – im Jahr 2013 – ist da Malte, der Ururenkel des Unternehmensgründers von Boettiger & Consorten, der ganz eigene Pläne für sein Leben hat. Der acabus Verlag verlost 10 Exemplare der Paperbackausgabe. Interesse geweckt? Dann ab in den Lostopf und bis zum 04.05. ziehen lassen.  Die ausgelosten Gewinner werden am 04.05. per PN informiert.

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  • Geschichte Hamburgs

    Die Abendgesellschaft der Quartiersleute
    histeriker

    histeriker

    19. December 2015 um 19:45

    Inhalt: John Buttger entschied sich am Ende des 19. Jahrhunderts Wales zu verlassen und durch Zufall landet er in Hamburg und gründet eine Firma der Quartiersleute. Bewertung: Trotz der Tatsache, dass ich nicht weit weg von Hamburg wohne, weiss ich nur wenige über deren Geschichte. Da hat dieses Buch viele meiner Lücken gefüllt und war auch sehr unterhaltsam. Die Geschichte war sehr natürlich mit den Schicksalen der Charaktere verknüpft, und sehr gut lesbar. Dies gilt nicht für alle historischen Romane und daher vielen Dank dem Autor dafür. Die Charaktere waren gut darstellt und man hatte mit ihnen gelebt und gelitten. Das Buch war etwas Männer-lastig, aber so ist es manchmal bei "Firmengeschichte". Aber in der neusten Generation kamen auch Frauen zu Wort, was sehr interessant war. Vor allem diese Art, aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte zu erzählen, hat Spaß gemacht. Für mich der einzige Minuspunkte, der aber die Freude nicht sehr trübte, war, dass ich zu wenig über die Arbeit der Quartierte Leute weiss und auch hier nicht für mich genügend erfahren habe. Das Buch ist aber eindeutig eine Empfehlung!

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  • Rezension zu "Die Abendgesellschaft der Quartiersleute" von Thomas Christen

    Die Abendgesellschaft der Quartiersleute
    tigerbea

    tigerbea

    28. June 2015 um 20:47

    Als es im Jahr 1896 in Wales zu einem schweren Bergwerksunglück kommt, beschließt der Arbeiter John Buttger seine Heimat zu verlassen. Der Zufall führt ihn nach Hamburg. Mit Fleiß und Beharrlichkeit, aber auch mit viel Glück wird er bald ein angesehenes Mitglied in der Hamburger Geschäftswelt. Er ahnt nicht, daß er damit der Gründer einer wohlhabenden Familie wird, die bis in die heutige Zeit bestehen wird. Das Buch ist wirklich ausgesprochen gut. Der Leser begleitet die Familie des John Buttger durch zwei Kriege und viele Schicksalsschläge bis in die heutige Zeit. Wir können erleben, daß  jede Zeit ihre speziellen Probleme hat und daß manche Dinge sich wohl nie ändern. Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben. Ich hätte sonst etwas Gutes verpaßt. Der Schreibstil ist toll zu lesen und ist wirklich trotz des Themas leicht und verständlich. Hier hat man keine hochgestochene Schreibweise, sondern einen sehr guten, verständlichen und packenden Text. Die Charakter sind wunderbar vorgestellt und man zittert und bangt mit der Familie in jeder Situation mit. Sie wachsen dem Leser wirklich im Laufe der Seiten ans Herz. Schade nur, daß dieses interessante Buch einen so nichtssagenden Titel hat. Mit einem anderen Titel würde es mit Sicherheit mehr Leser ansprechen!     

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  • Die Tradition im Wandel der Zeit.....

    Die Abendgesellschaft der Quartiersleute
    Antika18

    Antika18

    23. June 2015 um 13:02

    Klappentext: 1896: Der Bergarbeiter John Buttger ahnt nicht, dass ihn ausgerechnet ein schweres Bergwerksunglück in Südwales zum Gründervater einer Hamburger Firma machen würde. Doch die Zeiten sind hart. Ganze fünf Generationen lang kämpft die Familie mit den wirtschaftlichen und politischen Wirren ihrer Zeit und um den Erhalt der Traditionen und des Familienunternehmens. Die Zeiten ändern sich und zuletzt - im Jahr 2013 - ist da Malte, der Ururenkel des Unternehmensgründers von Boettger & Consorten, der ganz eigene Pläne für sein Leben hat. Inhalt: Südwales 1986: John Buttger lebt als Bergarbeiter immer an der Grenze des Überlebens. Nach mehreren schweren Grubenunglücken beschließt er England den Rücken zu kehren und in Deutschland sein Glück zu suchen. In Hamburg wird er schließlich ansässig und auch wenn das Leben dort nicht einfacher als in England ist, so ist er doch glücklich am Leben zu sein. Die alten Speicher im Hafen üben eine magische Wirkung auf ihn aus, die ihn ihm den Wunsch aufkommen lassen, eines Tages ebenfalls einen solchen Speicherboden zu besitzen und Quartiersmeister zu werden. Und damit legt er den Grundstein für eine über Generationen dauernde Tradition und einem Familienunternehmen in einem Berufsstand, den es heute so leider nicht mehr gibt. Zum Schreibstil: Die flüssige und leichte Schreibweise des Autors hat mich sogleich gefangen genommen. Ich konnte mich von Anfang an mit den einzelnen Charakteren vertraut machen und fühlte mich in die jeweilige Zeit hineinversetzt. Hilfreich ist dabei auch die im Anhang angefügte Stammbaum - Zeichnung. Meine Meinung: Dem Autor ist es mit diesem Buch gelungen, eine Biografie mehrerer Generationen eindrucksvoll wiederzugeben. Lebhaft und bewegend werden die politischen und damit auch wirtschaftlichen Wirren der zwei Weltkriege und der großen Sturmflut von 1962 sowie die Geschichte Hamburgs in die Biografien einbezogen. Man spürt direkt die Verzweiflung, Angst und Machtlosigkeit der betroffenen Personen. Und über allem liegt immer der Wunsch und die Beharrlichkeit nach Aufrechterhaltung der Tradition und dem Fortbestand des Familienunternehmens. In langsamen Schritten führt uns der Autor dann an den Wandel der Zeit heran. Wir Leser erfahren wie - Schritt für Schritt - mit der Tradition gebrochen wird und wie somit letztendlich auch ein alter Berufsstand dem Fortschritt erliegt. Die “ Abendgesellschaft der Quartiersleute “ ist ein Tableau miteinander verwobener Biografien rund um ein bis in die heutige Zeit überdauerndes Hamburger Familienunternehmen und einen in der ursprünglichen Form ausgestorbenen Berufsstand.

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  • Ein Generationenroman

    Die Abendgesellschaft der Quartiersleute
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    21. June 2015 um 12:49

    Ein Roman, der die Hamburger Speicherstadt lebendig werden lässt. Alles beginnt im Jahr 1896. Der Bergarbeiter John Buttger erlebt ein schweres Bergwerksunglück in Südwales, was ihn Jahre später zum Gründervater einer Firma in Hamburg macht. Über Jahrzehnte kämpft die Familie mit den jeweiligen Wirren ihrer Zeit um den Erhalt des Familienunternehmens. Ich bin ein großer Fan von Familiensagen und Geschichten, die sich über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte hinweg entspinnen. Jeder Leser, der sowas auch mag, wird von diesem Buch begeistert sein. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und sehr detailliert. Ich hatte mit dem Anfang des Buches so meine Probleme. Es wollte mir nicht gelingen, gut in die Geschichte reinzukommen, ich weiß auch gar nicht genau, woran das liegt. Vielleicht lag es daran, dass die Sätze sehr lang und detailliert sind. So konnte ich mich nicht so gut auf die Charaktere einlassen, deren Vorstellung der Beginn eines Buches ja eigentlich dienen soll. Nichtsdestotrotz liegt hier ein spannendes Buch vor, das ich allen Interessierten ans Herz legen möchte.

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  • In der Kürze liegt leider doch nicht immer die Würze

    Die Abendgesellschaft der Quartiersleute
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. May 2015 um 19:23

    Mein Leseeindruck: Die pure Neugierde ließ mich zu diesem Buch greifen, ich gebe es gerne zu. Wie wollte es der Autor schaffen, auf nur 350 Seiten die Geschichte von fünf Generationen unterzubringen?!  Thomas Christen kann hervorragend erzählen, wie ich finde. Seine Art des Schreibens hat mich wundervoll an die Hand genommen und durch den Roman geführt. Auch über die irgendwie merkwürdigen und mysteriösen „drei Herren“ bin ich nicht gestolpert, sondern habe sie mit einem breiten Schmunzeln zur Kenntnis genommen. Lustige Idee, dies so in die Story einzubauen :-) Der Roman beginnt mit den Geschehnissen des Jahres 1896 in Wales und endet in Moorburg 2014. Dazwischen springt man, von Kapitel zu Kapitel, immer mal hin und her zwischen den einzelnen Jahrzehnten und Generationen. Dies jedoch nie so, als das man den Überblick verlieren würde.  Mir hat gut gefallen, dass der Autor dem Leser viele Geschehnisse sehr ausführlich schildert und ihn so quasi am Leben der jeweiligen Protagonisten regelrecht teilhaben lässt. Die Geschehnisse die zur Firmengründung führten zum Beispiel. Oder die dramatischen Erlebnisse während der beiden Weltkriege und später bei der katastrophalen Sturmflut, die die Hamburger Dämme brechen ließ. Man leidet regelrecht mit beim Lesen und kann sich das damalige Elend und die Qual der Menschen fast bildhaft vorstellen. Absolut nicht gefallen hat mir jedoch die Tatsache, dass es auch ziemlich große Zeitsprünge gab und man den Leser auf diese Art elementar wichtige Entscheidungen und Entwicklungen vorenthalten hat. Der Aufbau nach dem 2. Weltkrieg im zerbomten Hamburg sei hier genannt, oder die direkte Zeit nach dem Hochwasser. Man verlässt die Überlebenden quasi auf dem rettenden Dach des Hauses sitzend und wird dann mittels Zeitsprung etliche Jahre weiter katapultiert. Und auch das eigentliche Ende wirkt mehr als überhastet und überstürzt auf mich. Ich denke, an solchen Stellen macht sich die Kürze des Buchs ganz besonders deutlich bemerkbar. Was ich als sehr schade empfinde, aber womit meine Eingangsfrage auch geklärt wäre: Es ist, in meinen Augen, dem Autoren nur bedingt gelungen, so viele Generationen auf so relativ wenigen Seiten unterzubringen.  Gut rüber gekommen sind die unterschiedlichen Spannungen und Diskrepanzen unterhalb der verschiedenen Familienmitglieder, die sich zum Ende hin bei der alljährlichen Familienfeier bemerkbar machen. Mein Fazit: Ein interessanter Ausflug in die Hamburger Vergangenheit, mit Bogen ins Heute, der durchaus lesenswert daher kommt, sich aber bedingt durch die Seitenzahl nicht in vollem Glanz präsentieren kann.  Leider kann man hier nur volle Sterne vergeben, ich hätte dem Roman eigentlich gerne 3 1/2 Sterne zugestanden.

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