Thomas Christian Kotulla Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

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Inhaltsangabe zu „Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt“ von Thomas Christian Kotulla

Ein theologisches Buch im wissenschaftlichen Schafspelz

— Emiliia

Glaube oder Wissenschaft? Interessante EInblicke

— Anneja

Inspirierende Gedanken zur Entstehung der Welt und dem Sinn des Lebens - klare Leseempfehlung!

— orfe1975

Der Autor wendet sich den Grundfragen des Lebens zu. Dabei findet er durch logische Analyse zu beeindruckenden Antworten!

— mabuerele

Wer sich der Frage nach dem Sinn des Lebens stellt, findet in diesem Buch zahlreiche Denkanstöße.

— gst

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  • Eine Begründung der Welt?

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    Windflug

    09. April 2017 um 17:33

    Ein Buch, das im Untertitel angibt, „eine Begründung der Welt“ zu liefern, lehnt sich sehr weit aus dem Fenster - und macht damit auch gleich klar, dass es sich hier um ein Buch handeln muss, das anders als es der Klappentext angibt, eine deutliche Richtung hat, nämlich die hin zum Christentum als die Antwort auf die behandelten großen Fragen der Menschheit.Dass das nicht von vornherein klar ist, könnte Nichtchristen, die sich mit diesen Fragen beschäftigen wollen, etwas ärgern, weil sie eben in eine bestimmte Richtung gedrängt werden. Andererseits muss man allerdings auch sagen, dass ein Buch, dass Antworten auf solche Fragen verspricht, notwendigerweise eine bestimmte Richtung gehen muss, denn diese Fragen zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie eben keine allgemeingültige, rational für alle erfassbare Antworten haben.Von daher sollte man das Buch als das lesen, was es ist: die gedankliche Reise eines Menschen, der sich auf philosophischem Wege dem christlichen Glauben angenähert und hier Antworten gefunden hat. Dann kann es meiner Meinung nach auch für Nichtchristen gewinnbringend gelesen werden, wenn man eben nur den Gedanken des Autors folgt und für sich zu anderen Schlüssen kommt. Zumal diese Schlüsse in der Regel durchaus offen formuliert werden und zu eigenen Gedanken anregen wollen.Für mich war diese gedankliche Reise außerordentlich spannend und gut nachvollziehbar zu lesen. Natürlich war es für mich einfacher, da ich selbst Christin bin. Aber auch für Christen bietet das Buch viel Stoff zum Nachdenken und dazu, sich seinem Glauben von anderen Gesichtspunkten aus zu nähern.Die Kürze des Buches (gerade einmal 184 Seiten) führt natürlich zu einer etwas vereinfachten Darstellung, bei der viele Dinge nur angerissen werden. Schön fand ich dabei die vielen Anmerkungen und Literaturhinweise, die zum einen die Möglichkeit zur Vertiefung bieten, zum anderen aber auch deutlich machen, dass man kene unausgegorenen Gedankenkonstrukte liest, sondern auf Literatur und Quellen fundiert aufgebaute Thesen, die nicht nur vom Autor stammen, sondern eben auch wissenschaftlichen Thesen anderer aufgreifen.Andererseits waren mir manche Fußnoten auch zu viel - oft wiederholt sich eine Anmerkung bei jeder Erwähnung eines Problems wieder und wieder, und da es sich tatsächlich eigentlich nicht um Fuß-, sondern um Endnoten handelt, unterbrach das oftmals unnötigerweise den Lesefluss.Insgesamt war es für mich ein flüssig zu lesendes, regelrecht spannendes Buch, das viele gute Ideen bietet, zu eigenen Gedanken anregt und sich dem Christentum einmal weniger dogmatisch oder gefühlsmäßig, sondern auf logischem Wege zu nähern versucht. Aber es war mir letztlich doch zu viel in einen zu kurzen Text gepackt, so dass ich mit einem leicht unbefriedigenden Gefühl zurückblieb, dass mir da jemand zu schnell zu viele einfache Antworten bieten wollte, wenig verschiedene Richtungen auslotete, sondern gleich die Antworten besprach, die er selbst gefunden hatte, und viele Fragen einfach gar nicht erst stellte.Und dafür fand ich den Titel dann doch etwas zu hochgestochen.

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  • Sehr interessante Gedanken!

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. December 2016 um 09:30

    Das Buch „Was soll ich hier? Eine Begründung der Welt“ von Thomas Christian Kotulla beschäftigt sich mit den Fragen warum und wieso wir auf dieser Welt sind und ob der christlich Glaube Sinn macht. Der Autor beschäftig sich mit verschiedenen Fragen, die uns Menschen immer wieder begegnen und uns auch bewegen, z.B. „Was ist der Sinn des Lebens?“, „Warum sind wir hier?“ um einige Beispiele zu nennen. Der erste Teil des Buches ist naturwissenschaftlich gehalten und soll Antworten liefern woher wir kommen. In diesem Teil gab es das ein oder andere Kapitel, dem ich nicht hundertprozentig zustimmen kann, aber trotzdem sehr interessant finde. Der zweite Teil ist geisteswissenschaftlich gehalten und hat sehr viele wertvoll Gedanken, die mir sehr gut gefallen haben und mich zum Nachdenken gebracht haben. Das Buch hat für mich sehr viele wertvolle Gedanken, die sich bei mir erstmal setzen mussten. Ich denke dieses Buch ist grade für Suchende und Skeptiker geeignet, da viele spannende Fragen geklärt werden und der Autor hebt immer wieder Agape, die göttlich Liebe hervor. Diese zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Von mir gibt es viereinhalb Sterne! (Aufgerundet auf fünf!)

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  • "Eine Begründung der Welt"

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    Martinchen

    06. December 2016 um 13:41

    "Kotullas neues Werk "Was soll ich hier?" handelt von der Suche nach Glück, Erfüllung und Bestimmung; von der Sehnsucht nach Sinn, Selbstwert und Identität. Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Hat unser Leben einen Sinn? Gibt es eine Bestimmung für unser Leben? Nach welchen Werten sollen wir streben? Woher wissen wir, dass Gerechtigkeit und Liebe gut sind? Warum verhalten wir uns trotzdem oft lieblos oder ungerecht - und haben anschließend ein schlechtes Gewissen? Sind wir von Grund auf gut oder schlecht? Gibt es ein Patentrezept zum Glücklichsein? Wird es eines Tages Gerechtigkeit geben? Haben wir eine Seele? Und gibt es ein Leben nach dem Tod? Erfolgsautor Thomas Christian Kotulla widmet sich diesen Fragen aus einer neuen, erfrischenden Perspektive - mit viel Tiefe, Empathie und überraschenden Antworten." Thomas Christian Kotulla, Jahrgang 1981, ist Wirtschaftswissenschaftler, Geschäftsführer, Buchautor, Vortragsredner und Dozent. Eine schwere Krankheit veranlasste ihn, sein Leben zu überdenken und nach dem Sinn zu fragen. Nach einem Einstieg, der sehr viel versprechend ist, gliedert sich das Buch in zwei Teile mit jeweils fünf Kapiteln. Jedes dieser zehn Kapitel enthält im Untertitel eine Frage: Wer sind wir? Wo kommen wir her? Was sollen wir hier? Im ersten Teil fragt der Autor nach dem Wesen des Menschen und seinem Ursprung. Er erläutert unterschiedliche Denkansätze. Den Fragen nach dem Leid in der Welt, dem Sinn des Lebens und der Suche nach Wahrheit wird in den folgenden Kapiteln nachgegangen. Der zweite Teil baut auf die Erkenntnisse des ersten auf. Die Frage nach dem Sinn des Daseins wird vertieft. Dazu nutzt der Autor Bibelzitate, die er analysiert und hinterfragt. Besonderen Wert legt Thomas Christian Kotulla auf das Gottesgnadentum. Agape, die göttliche Liebe, ist der rote Faden dieses Buches. Dabei werden auch Widersprüche aufgezeigt und aufgelöst. Eine Vielzahl von Anmerkungen ergänzt das Buch. Das Buch lässt sich trotz wissenschaftlicher Ausführungen sehr gut lesen und bietet sehr viel Stoff zum Nachdenken. Das Cover in einem neon-orange ist sehr auffällig. Titel, Untertitel und Name des Autors sind in weiß gehalten. Stilisierte Menschen sind in Form einer Kugel (der Welt) angeordnet. Aus der Menge sticht ein ebenfalls weißer Mensch hervor. Es passt perfekt zum Titel. Fazit: Ein lesenswertes Buch für alle Leser, die sich mit Sinnfragen auseinandersetzen

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  • Ein theologisches Buch im wissenschaftlichen Schafspelz

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    Emiliia

    20. November 2016 um 14:11

    Der Autor, Thomas Christian Kotulla, widmet sich in diesem Buch den großen Fragen des Lebens. Er versucht diese wissenschaftlich verpackt, jedoch christlich zu beantworten. Es wurde vom fontis-Verlag im Format eines Taschenbuches veröffentlicht. Das Cover ist durch seine Neonfarbe sehr auffällig und die verschiedenen Strukturen und Materialien hinterlassen einen hochwertigen Eindruck.In der ersten Hälfte des Buches geht es um den Menschen und der eventuellen Existenz einer Gottheit.Dieser Teil des Buches ist wissenschaftlich gehalten, er definiert verschiedene Weltanschauungen und beschäftigt sich unter anderem mit der Evolutionstheorie. Außerdem hinterlässt er offene Fragen.Der zweite Teil widmet sich dem christlichen Gott. Er enthält viele Bibelzitate, mit welchen versucht wird die Liebe Gottes zu unterstreichen und zu erklären.Der Klappentext vermittelt nicht den oben beschriebenen Inhalt des Buches. Es hält auch nicht sein Versprechen, die großen Fragen des Lebens zu beantworten.Der Schreibstil ist einfach und verständlich, trotz dessen musste ich mich teilweise durch das Buch quälen, da ich mich weder mit dem Thema noch den aufgeführten Argumentationen identifizieren  konnte.Mich persönlich konnte das Buch nicht überzeugen, allerdings könnte dieses Buch für Menschen, die versuchen ihren Glauben in den christlichen Gott (zurück) zu finden, interessant sein.

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  • Interessante Ansätze und Argumente

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    Spleno

    20. November 2016 um 11:04

    "Was soll ich hier?" ist ein besonderes Buch das auf die Suche der Menschheit geht? Warum sind wir hier? Wo gehen wir hin? Wo kommen wir her? Gibt es einen Gott? Im Buch geht der Leser mit dem Autor auf Reisen, auf die Suche nach sich selbst - auf die Suche nach Gott. Gott gibt ohne zu nehmen. Das Buch lässt eigentlich nichts aus, vom Anfang der Weltgeschichte - den Urknall. Unterscheidet den menschlichenn Typus usw. Der Schreibstil ist recht angenehm zu lesen. Auch die Begründungen der Theorien wird natürlich erklärt, so das ein Laie diese auch verstehen kann. Das handliche Buch regt zum nachdenken an und gibt einem schon interessante Einblicke. Ich selbst bin auf der Reise mit diesem Buch ein Stück weitergekommen. Wer Fragen stellt woher wie kommen, wohin wir gehen und ob es Gott wirklich gibt, ist mit diesem Buch gut bedient.

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  • philosophische Überlegungen aus christlicher Sicht

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    irismaria

    19. November 2016 um 10:49

    Thomas Christian Kotulla untersucht in „Was soll ich hier?“ existentielle Fragen des Menschen wie: Wer sind wir? Woher kommen wir? Hat unser Leben einen Sinn? Sind wir von Grund auf gut oder schlecht? Gibt es ein Patentrezept zum Glücklichsein? Wird es eines Tages Gerechtigkeit geben? Und gibt es ein Leben nach dem Tod?Dabei zeigt der Autor zu Beginn auf, dass sowohl agnostizistische und naturalistische Denkansätze plausibel sind als auch Ansätze, die die Existenz übernatürlicher Dinge beinhalten. Im Folgenden geht es um die Entstehung der Welt und des Menschen, um Gut und Böse und den Sinn allen Seins. Eine sich durchziehende Grundidee ist die These des Autors, dass Liebe und Gerechtigkeitssinn dem Menschen angeboren sind, aber aus evolutionärer Sicht nicht plausibel sind und daher auf einen übernatürlichen Ursprung hinweisen. Gegen Ende bezieht sich Kotulla schwerpunktmäßig auf christliche Überzeugungen und bringt Bibelstellen als Belege. Auch wenn ich inhaltlich zustimme, finde ich diesen theologischen Schwerpunkt für ein philosophisches Buch schwierig und sollte zumindest im Klappentext erwähnt werden. Ansonsten ist „Was soll ich hier?“ ein auch für Nichtfachleute ein gut lesbares Buch, das Denkanstöße zu wichtigen philosophischen Fragen gibt.

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  • Was soll ich nur glauben?

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    Anneja

    14. November 2016 um 15:29

    Vorab möchte ich mich bei Thomas Christian Kotulla und dem Fontis Verlag für das Leseexemplar bedanken.Wissenschaft oder Glaube? Gott oder Wissenschaftler? Evolutionstheorie oder die Bibel?Fragen über Fragen die bis heute niemand beantworten kann. Auch das Buch kann einen nur die Möglichkeiten der Antworten hervorbringen und keine konkreten Antworten liefern. Wie auch? Denn nicht alles ist wirklich zu 100% geklärt in unserer Welt und dies wird sich in nächster Zeit auch nicht ändern.Kurz zu mir, ich bin nicht gläubig, glaube also nicht an Gott oder Götter. Gerade die Mythen über die griechischen Götter finde ich sehr spannend, aber ich empfinde sie ehr als Erzählungen oder Märchen. Ich hielt den Glaube an die Evolutionstheorie als nicht besonderlich unnormal , das allerdings dahinter noch viel mehr steckt war mir nicht klar.Die Schreibweise des Buches war für mich äußerst schwer und anstrengend, da man den wissenschaftlichen Beschreibungen nur durch mehrmaliges lesen deuten konnte. Dies ist nicht als Kritik an den Autor gemeint. Ein Buch mit dieser Spannweite gehört einfach nicht zu meinem normalen Lesestoff.Was das Buch auf jeden Fall schaffte, war mich zum nachdenken anzuregen. Ich beschäftige mich nicht mit Physik oder Biologie und habe auch mit Religion und Glaube wenig am Hut. Und trotzdem kamen während ich las eine Frage nach der anderen in meinen Kopf, auf die ich so plötzlich einfach keine Antwort hatte und die ich mir vorher nie gestellt habe. Z.B. was wir sind, diese Frage ist irgendwie hängen geblieben. Beantworten werde ich sie nie können. Was mich jedoch sehr störte waren die vielen Sätze in denen es hieß" wenn Gott...". Man möchte sich nicht auf eine Religion oder Denkweise spezifizieren, hat aber trotzdem das Gefühl immer wieder ins Christentum gebracht zu werden. Auch die Tatsache das eine Frage an die nächste gereiht wurde, fand ich später sehr nervig. Denn die Antworten auf jene waren unzureichend.Wer Interesse an der Frage hat, welche Wahrheit die Richtige ist und wie ich sie für mich finden kann, der ist hier richtig. Für mich waren die Beschreibung aber leider zu schwierig und zu unverständlich. 

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  • Anregung, die Welt und auch den eigenen Glauben in einem neuen Licht zu sehen

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    orfe1975

    11. November 2016 um 10:43

    Cover:Das Weiße des Covers ist etwas hervorgehoben, auch der eine Mensch, der aus der Masse hervorsticht - das ICH innerhalb der restlichen Männlein, angeordnet zu einer (Welt)Kugel.Das Neon-Orange des Covers fällt sofort auf. Im Laden wäre mir das Buch direkt aufgefallen: die Farbe, der Titel, die Grafik, es wirkt fast so auf mich, als würde das Buch mich anschreien: nimm mich mit, lies mich, ja DU bist gemeint! Alle ist perfekt aufeinander abgestimmt. Inhalt:Herr Kotulla ist von Hause aus Wirtschaftswissenschaftler, interessierte sich aber schon früh für psychologische, philosophische und religiöse Fragestellungen. Eine schwere Krankheit gab den Anstoß, sich mit den großen Sinnfragen zu beschäftigen. Dazu gehören u. a. :"Wie entstand die Welt", "Woher kommen wir Menschen und warum?", "Sind wir Menschen von Grund auf gut oder böse oder beides und warum?" bis hin zu "Was soll ich hier, was ist der Sinn meines Lebens?" und "Wie kann ich Glück finden?" Schritt für Schritt aufeinander aufbauend, nähert sich der Autor den Antworten auf diese Fragen in 10 Kapiteln.Mein Eindruck:Ich habe mich schon länger mit "Glücksliteratur" und dem Thema Sinnfindung beschäftigt. Durch das auffällige Cover und vor allem den Untertitel "Eine Begründung der Welt" wurde ich fast provoziert, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Ich war neugierig, ob der Autor mir hier was Neues bietet und ich am Ende tatsächlich eine Begründung der Welt parat habe.Positiv überrascht war ich über den strikten logischen Aufbau des Buches. Der Autor beginnt mit grundsätzlichen Fragen, wie die Welt und die Menschen entstanden sein könnten. Dabei behandelt er sowohl wissenschaftliche als auch religiöse Theorien und nähert sich durch logische Gedankenketten nach und nach dem Thema an. Im zweiten Teil widmet er sich dann der Sinnfrage.Besonders gut gefiel mir der Schreibstil: Obwohl dies eine wissenschaftliche Abhandlung des Themas ist (mit vielen Fußnotenangaben), konnte auch ich als Laie den Ausführungen gut folgen und sie verstehen. Der Stil war flüssig und die gewählten Beispiele so anschaulich, dass es Spaß machte, weiterzulesen. Die Kapitel sind von der Länge bzw. Kürze her genau richtig für ein Thema und am Ende ist die Überleitung zum nächsten Kapitel so gut gelungen, dass man am liebsten immer weiter lesen möchte. Zudem verzettelt der Autor sich nicht, sondern kommt immer wieder auf die Ausgangsfrage zurück und durch zwischenzeitliches Wiederholen der zuvor behandelten Erkenntnisse ist stets ein roter Faden im Buch erkennbar.Anfangs bin ich langsam vorangekommen, da das Verständnis der Grundlagen erst mal bei mir einsetzen musste. Doch nach den ersten 3 Kapiteln war ich gut eingelesen und der Rest des Buches ist im Fluge vergangen.Je mehr Kapitel ich gelesen hatte, desto mehr fiel mir auf, dass letztendlich das Christentum doch einen starken Fokus hat. Der Autor versteht es, den Leser logisch dorthin zu leiten. Auch wenn er viele Gedanken und Fragen aufwirft und im Konjunktiv formuliert, merkt man die starke christliche Orientierung des Autors. So wundert es nicht, dass die Schlussfolgerung der Weltbegründung ebenfalls in diese Richtung läuft.Ich fand die Gedankenspiele, aufgeworfenen Fragen und deren Antworten faszinierend. Mich hat es inspiriert, meinen Glauben in einem anderen Licht zu sehen bzw. von bestimmten Glaubensaspekten noch überzeugter gemacht. Das Buch ist somit eine gute Inspiration für gläubige Christen und gleichzeitig eine generelle Anregung, sich mit den philosophischen und religiösen Sinnfragestellungen auseinanderzusetzen.Fazit:Inspirierende Gedanken zur Entstehung der Welt und dem Sinn des Lebens - klare Leseempfehlung!

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  • (K)eine Begründung der Welt

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    Traeumerin109

    10. November 2016 um 12:46

    Dies ist ein Buch, welches verspricht, sich mit den drängendsten Fragen der Menschheit zu befassen. Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wie können wir glauben, trotz all dem Leid in der Welt? Solche und viele ähnliche Fragen beschäftigen den Autor Thomas Kotulla. Doch welche Antworten findet er? Um es kurz zu sagen: Keine einzige! Das ist im Prinzip nicht schlimm. Immerhin handelt es sich um Fragen, welche in der Geschichte der Philosophie ausgiebig behandelt wurden und immer noch Anlass zu vielen Diskussionen bieten. Aber was mich wirklich gestört hat, war, dass er die ganze Zeit so tut, als würde er gerade Antworten auf diese Fragen geben. Dabei kratzt er stets nur an der Oberfläche aller Themen, was auch nicht weiter verwunderlich ist, da er mit einer Mordsgeschwindigkeit durch das Buch hetzt. Auch der Stil ist sehr gewöhnungsbedürftig: Dachte ich am Anfang noch, dass die ständigen Fragen die Einführung in das Buch erleichtern sollen, war ich spätestens im zweiten Kapitel verblüfft, dass es immer so weiterging. Dabei wird stets das vorher schon Gesagte nochmal zusammengefasst. Der größte Teil der Fragen ist somit überflüssig, zudem stören sie den Lesefluss enorm. Überhaupt verwendet der Autor nicht nur bei seinen Fragen, sondern auch sonst immer wieder exakt die gleichen Formulierungen. Dies kann als Mittel dienen, um den Inhalt umso einprägsamer zu machen, hier jedoch war es offensichtlich nicht dazu gedacht. Oft sorgt auch der unsaubere Umgang mit den Begrifflichkeiten für Verwirrung, woraus Fragen resultieren, die in keinster Weise zielführend sind, und Schlussfolgerungen, die nach allen Prinzipien der Logik einfach nicht stimmen. Das bedeutet, er greift oft viel zu kurz. Soviel erstmal zu den formalen Schwierigkeiten dieses Buches. Wenn jedoch tatsächlich verblüffende neue Erkenntnisse gewonnen würden, wie der Klappentext es verspricht, könnte ich vielleicht über das eine oder andere hinwegsehen. Doch auch dies ist nicht der Fall. Zwischenzeitlich gab es Passagen, bei denen ich beeindruckt war, wie geschickt er sich von Frage zu Frage manövrierte. Dabei war das Schema im Prinzip immer das gleiche: Es wird eine Frage gestellt, und im Anschluss werden die verschiedenen Möglichkeiten, die es gibt, kurz erläutert und begründet, warum sie ins Gesamtbild passen oder nicht. Das funktionierte nur leider nicht immer so gut. Manchmal wurde ein Aspekt einfach außen vor gelassen, aber dann konnte natürlich auch das Gesamtkonstrukt nicht mehr funktionieren. Insgesamt werden in dem Buch sehr viele pauschale Aussagen getroffen, was mich doch ziemlich enttäuscht hat. Es gibt kein einheitliches christliches Gottesbild, und auch die Formulierung „Christen glauben, dass...“, welche wirklich häufig genau so verwendet wurde, finde ich problematisch. Es handelt sich hierbei um eine unnötige Pauschalisierung – ganz abgesehen davon, dass dies irgendwann ziemlich nervig wird. Leider bestand der zweite Teil des Buches auch fast nur noch aus Bibelstellen, welche aneinandergereiht wurden. Diese stehen in keinem Verhältnis zum Inhalt, welcher damit belegt werden soll. Ich bin mir nicht sicher, an welche Zielgruppe dieses Buch gerichtet ist, denn ich würde es weder philosophisch interessierten Menschen empfehlen noch solchen, die sich auf einer spirituellen oder religiösen Suche befinden. Dadurch, dass er die Leser immer wieder auf einen späteren Teil des Buches vertröstet („Dazu kommen wir noch.“), wartete ich die ganze Zeit auf den Clou – aber er kam nicht. Das Gesamtpaket stimmt hier überhaupt nicht, ich kann als Leser dem Buch weder methodisch noch inhaltlich viel abgewinnen.  

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  • Leserunde zu "Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt" von Thomas Christian Kotulla

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    Arwen10

    Heute möchte ich euch zu einer Leserunde mit Autorenbegleitung einladen. Was soll ich hier ? von Thomas Christian Kotulla. Ich bedanke mich beim fontis Verlag für die Unterstützung der Leserunde: Zum Inhalt: Kotullas neues Werk «Was soll ich hier?» handelt von der Suche nach Glück, Erfüllung und Bestimmung; von der Sehnsucht nach Sinn, Selbstwert und Identität. Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Hat unser Leben einen Sinn? Gibt es eine Bestimmung für unser Leben? Nach welchen Werten sollen wir streben? Woher wissen wir, dass Gerechtigkeit und Liebe gut sind ? Warum verhalten wir uns trotzdem oft lieblos oder ungerecht - und haben anschließend ein schlechtes Gewissen ? Sind wir von Grund auf gut oder schlecht?  Gibt es ein Patentrezept zum Glücklichsein? Wird es eines Tages Gerechtigkeit geben? Haben wir eine Seele? Und gibt es ein Leben nach dem Tod? Erfolgsautor Thomas Kotulla widmet sich diesen Fragen aus einer neuen, erfrischenden Perspektive-mit viel Tiefe, Empathie und überraschenden Antworten. Hier findet ihr eine Leseprobe: http://www.was-soll-ich-hier.com/wp-content/uploads/Was-soll-ich-hier-Leseprobe.pdf Infos zum Autor: Thomas Christian Kotulla, Jahrgang 1981, wurde in Bad Harzburg, Niedersachsen, geboren und ist in Gevelsberg, Nordrhein-Westfalen, aufgewachsen. Als Stipendiat studierte er Betriebswirtschaftslehre an der BiTS in Iserlohn mit integriertem Auslandsaufenthalt an der Harvard University in Cambridge, USA. Nach Abschluss seines Studiums promovierte er am Lehrstuhl für Internationales Management und Strategisches Management bei Prof. Dr. Stefan Schmid an der ESCP Europe in Berlin. Thomas Christian Kotulla ist Geschäftsführer der Stiftung Bildung.Werte.Leben in Berlin, Buchautor und Vortragsredner sowie Dozent und Research Fellow an der ESCP Europe in Paris, Berlin, London, Madrid und Turin. Die Ergebnisse seiner Forschung wurden mit internationalen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet und in Büchern und Fachzeitschriften publiziert. Seine Leidenschaft für philosophische, psychologische und theologische Fragen war die Grundlage für sein aktuelles Buch. Falls ihr eines der 10 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 29. September 2016, 24 Uhr hier im Thread mit einer Antwort auf die Frage: Auf welche Frage sucht ihr im Buch eine Antwort  ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen- 6 Wochen  nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

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    • 301
  • Gute wissenschaftliche Grundlage für die wichtigste Entscheidung im Leben

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    Sonnenwind

    01. November 2016 um 15:03

    Mit “Was soll ich hier?” legt Thomas Christian Kotulla den zweiten Band seiner “Begründung der Welt” vor. Genau wie im ersten Band geht es hier wissenschaftlich und begründet zur Sache. Wer wirklich wissen will, worum es im Leben geht, ist mit diesen beiden Büchern bestens beraten. Beim Lesen dieses Buches kam mir der Gedanke, was am ersten Teil (“Die Begründung der Welt”) eher naturwissenschaftlich gedacht wurde, kommt hier aus Richtung der Gesellschaftswissenschaften. Die Gedankengänge sind anders, aber die Ergiebigkeit ist genauso hoch. Daher ist eine Grundlage der Gedankengänge hier die Liebe ohne Hintergedanken. Das ist die Liebe, die Gott zu den Menschen hat und die wir erwidern. Wir wollen nicht deshalb mit Jesus leben, weil es uns dann besser ginge oder wir glücklicher würden, sondern weil wir uns für das Gute entscheiden wollen. Und das Gute, die Gerechtigkeit, die Liebe und alle guten Dinge, kommen von Gott allein. Daß diese Entscheidung nicht nur gut und richtig, sondern auch lohnenswert ist, lernen wir hier. Die logische Folge aus der Beschäftigung mit Gottes Wort (oder auch diesem Buch) ist eine begründete Entscheidung für Jesus Christus, den Sohn Gottes, der uns durch sein Opfer auf Golgatha den Weg in den Himmel freigemacht hat. Wir müssen ihn nur noch gehen – in der Gnade Gottes und mit seiner Kraft. Wer dieses Buch gelesen hat, weiß, daß es sich lohnt. So wie schon der erste Band war dieses Buch eine große Bereicherung für mich. Thomas Christian Kotulla geht sachlich und unvoreingenommen den Beweisen nach, die er sorgfältig gesammelt hat. Jeder kann dann selbst beschließen, ob er sich den Ergebnissen stellen will. Auf jeden Fall kann jeder auf dieser Basis eine begründete Entscheidung fällen. Wer wirklich aufrichtig nach einer Antwort sucht, kann sie hier finden!

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  • anspruchsvolles Sachbuch, das zum Nachdenken anregt

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    JDaizy

    31. October 2016 um 17:29

    "Das Leben könnte so schön sein - wenn wir es uns nicht selbst so schwer machen würden. Das gilt vor allem für das menschengemachte Leid. Es ist schon paradox: Wir sehnen uns nach Liebe, sind aber nicht in der Lage, dauerhaft liebevolle Beziehungen zu führen. Wir fordern für uns Gerechtigkeit, sind aber selbst oft unfair und ungerecht. In den besten Familien, in den besten Freundschaften kommt es zu Streitigkeiten und Konflikten, zu Kränkungen und Verletzungen - sogar zu Zerwürfnissen. Grund sind oft menschliche Egoismen und Eitelkeiten."Der promovierte Autor Thomas Christian Kotulla hat sich in seinem Buch "Was soll ich hier? - Eine Begründung der Welt" seinen großen Leidenschaften Philosophie, Psychologie und Theologie gewidmet, die auch die Grundlage für dieses Buch bilden. Immer im Blick oder in Abgrenzung zu den Naturwissenschaften stellt er sich den grundlegenden (und nicht neuen) Lebensfragen. Jedoch aus einer, für mich oft, neuen bzw. anderen, erweiterten Perspektive und mit einer eher wissenschaftlichen und doch philosophischen und theologischen Herangehensweise. Zu Beginn haben mich die Zitiernoten mit den entsprechenden Anmerkungen am Ende des Buchs etwas verwirrt und haben mich im Lesefluss gestört. Ich habe mich dann dazu entschieden, die Anmerkungen immer erst am Ende der jeweiligen Kapitel zu lesen, oder nur dann sofort nachzuschlagen, wenn es für mich wirklich zwingend war. Damit habe ich dann besser ins Buch gefunden. Da das Buch wirklich interessante Fragestellungen aufwirft, war ich am Ende des Buches dann sogar sehr froh, über die entsprechenden Anmerkungen, weil man so gezielt weiterführende Literatur findet und nicht selbst nachforschen muss. Denn das ist bei der Vielzahl der Bücher zu diesem Thema wirklich kein leichtes Unterfangen. Das Buch ist in zwei Teile geteilt, wobei ich mich mit dem ersten etwas schwer getan habe; was wahrscheinlich daran liegt, dass ich mit dem Schreibstil und der doch recht wissenschaftlichen Herangehensweise zu Beginn meine Probeme hatte. Dafür hat mir der zweite Teil dann aber umso besser gefallen und hat meine Erwartungen an das Buch erfüllt. Am Anfang habe ich auch viele Dinge hinterfragt und hatte das Gefühl, in eine bestimmte Richtung gelenkt zu werden. Später habe ich meine Perspektive aber geändert und habe versucht den Autor wertfrei auf seiner persönlichen gedanklichen Reise zu begleiten. "Was soll ich hier?" wurde als Taschenbuch 2016 im Fontis-Verlag veröffentlicht. Das "schlichte" Cover erregt zuerst durch seine starke Farbwahl die Aufmerksamkeit potentieller Leser. Ob es das Buch wirklich braucht, sei dahingestellt. Durch das Neonorange, den Klappeinband und die haptischen Besonderheiten (Erhebungen, die samtige Beschichtung und die glänzende Bedruckung) wird es auf jeden Fall zum Hingucker.Die Abbildung selbst zeigt viele kleine Personen, die als Kreis (sicher als Symbol für die Welt) angeordnet sind. Eine Person sticht in der Größe und seiner Farbe hervor. Das hat mich sofort angesprochen. Denn auch der Titel spricht den Leser persönlich an. Ich habe mich auf jeden Fall mit der Person und mit dem Titel identifizieren können. Wohin gehen wir? Haben wir einen Grund optimistisch zu sein? Gibt es Hoffnung, auf ein Paradies, und/oder auf eine Welt voller Frieden und Gerechtigkeit, voller Liebe und Harmonie? Ich glaube daran. Und auch, wenn man manchmal zweifelt und denkt, dass man als kleines Licht nichts ausrichten kann, ist es immer ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ich werde das Buch sicher noch öfter zur Hand nehmen und nachlesen. Ich bin mir sicher, dass es in ein paar Wochen (vielleicht auch Monaten / Jahren) wieder ganz anders auf mich wirken kann. Und vielleicht entdecke ich dann auch noch Dinge, die ich beim ersten Lesen überlesen oder nicht verstanden habe.Fazit: Dieses Sachbuch ist anspruchsvoll und es am Stück zu lesen ist schwierig. Man sollte Zeit und Geduld mitbringen und offen sein für die Sichtweise des Autors. Dann ist das Buch eine wirkliche Bereicherung. Etwas schade fand ich, dass ich erst im zweiten Teil so richtig ins Buch gefunden habe. 

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  • Antworten auf die großen Fragen der Menschheit

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    mabuerele

    31. October 2016 um 10:43

    „...Wir können an einen Gott glauben oder nicht. Auf die Frage, ob es ihn gibt oder nicht, hat das keinen Einfluss...“ In zwei Teilen, die sich jeweils in fünf Kapitel untergliedern, wendet sich der Autor den grundlegenden Fragen der Menschheit zu. Schon im Prolog formuliert er diese: Wer sind wir Menschen? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Im ersten Teil debattiert der Autor über das Menschenbild. Er analysiert daraufhin den Naturalismus, den Supernaturalismus und den Agnostizismus. Zufall und Gesetzmäßigkeit, Kausalität und Korrelation werden dabei von ihm ins Blickfeld gerückt. Anschließend sucht er nach Antworten auf die Frage, wie die Ordnung in die Welt gekommen ist. Neben naturwissenschaftlichen Betrachtungen rückt immer mehr der Begriff der Agape, der im griechischen Sprachgebrauch höchsten Form der Liebe, in den Mittelpunkt. Gewissen und Gerechtigkeit spielen eine zunehmende Rolle. Ihre Herkunft wird hinterfragt. Die Wirkung dieser Begriffe in den unterschiedlichen Religionen werden dargelegt und logische Schlussfolgerungen gezogen. Die Frage nach der Vereinbarkeit und Leid und Liebe sowie Betrachtungen zum Thema Wahrheit schließen den ersten Teil ab. Die Erkenntnisse des ersten Teils bilden die Grundlagen für die Ausführungen des zweiten. Hier geht es vor allen Dingen um die Frage, warum wir in der Welt sind. Warum hat ein liebender und gerechter Gott Menschen geschaffen und was ist der Sinn unseres Daseins? Genau darum drehen sich die folgenden fünf Kapitel. Hier arbeitet der Autor mit vielen Bibelzitaten, die logisch analysiert und aufbereitet. Er versteht es, seine Darlegungen verständlich zu machen, sei es das Bild der Dreifaltigkeit Gottes oder das Opfer Jesu und seiner Auferstehung. Das Besondere ist, dass der Autor nicht bei den Bibelzitaten stehenbleibt, sondern sie hinterfragt und das Für und Wider abwägt. Dabei sieht er den Kern des Christentums in der Gnade und nicht in der Angst vor Strafe. Der freie Wille ward uns gegeben, damit wir entscheiden können, wie wir in Zukunft leben wollen. Es ist an uns, die angeborene Gnade anzunehmen. Die Themen Agape und Gerechtigkeit ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Selbst die eingeflochtenen wissenschaftlichen Betrachtungen sind verständlich. Die Argumentationsketten sind konsequent logisch aufgebaut. Der Autor versteht es, seinen Leser dabei mitzunehmen. Gekonnt werden Widersprüche aufgezeigt und aufgelöst. Umfangreiche Anmerkungen ergänzen die Ausführungen. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die etwas andere Vorgehensweise des Autors, seine Arbeit mit Analyse und Synthese, machen die Schlussfolgerungen nachvollziehbar, lassen mich als Leser mitdenken und Konsequenzen für das persönliche Leben ziehen.

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    • 4
  • Ein Plädoyer für die göttlich Liebe

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

    gst

    24. October 2016 um 18:22

    Thomas Christian Kotulla hat mit diesem Buch seine spannende Suche nach dem Sinn des Lebens nachvollziehbar gemacht. Er fragt nicht nur, ob wir Menschen nur Materie, also eine Ansammlung von Atomen, sind, sondern auch, woher wir kommen. Seine eigenen Fragen entstanden, als er schwer erkrankte und sein Leben wie ein „zusammenstürzendes Kartenhaus“ empfand. Er entdeckte schon in sehr jungen Jahren, dass er selbst vergänglich ist. „Es ging für mich nicht mehr nur um Erkenntnis an sich, sondern um meine eigene Existenz und um den eigentliche Wert des Menschseins“, schreibt er in seinem Einstieg. Bei seiner Suche hält sich der promovierte Autor an wissenschaftliche Maßstäbe. Im ersten Teil resümiert er darüber, ob Dinge, die wir nicht sehen oder anfassen können (wie beispielsweise die Seele oder auch Gott) tatsächlich existieren können. Er hinterfragt die Evolutionstheorie und klärt auf wenigen Seiten grundlegende Unterschiede zwischen verschiedenen Religionen, um dann beim Christentum hängen zu bleiben. Besonders hat mir seine plausible Argumentation gefallen, dass er unsere Welt als eine vorübergehende Notwendigkeit auf dem Weg zum Paradies sieht. Nachdem Kotulla „die ewigen Suche nach der Wahrheit“ thematisiert, wird das Buch mit zahlreichen Bibelzitaten praxisnäher. Nach und nach erfahren wir Leser, dass wir auf der Welt sind, um zu lernen und zu begreifen, dass wir selbst fürs Paradies verantwortlich sind. „Wenn wir einander lieben, lebt Gott in uns“ war für mich einer der Schlüsselsätze dieses Buches, das beim Lesen einige Konzentration erfordert. Dass der Autor nicht nur eigenen Überlegungen einfließen ließ, zeigen die umfangreichen Anmerkungen am Ende des Buches. 

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