Thomas Dellenbusch Verstecktes Herz

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Inhaltsangabe zu „Verstecktes Herz“ von Thomas Dellenbusch

Aus der Reihe "KOPFKINO IN SPIELFILMLÄNGE", ideal für all die mittellangen zeitlichen Zwischenräume, die das Leben bereithält: Bahn-, Bus-, Flug- und Autoreisen, die Zeit in Wartezimmern, am Strand oder im Freibad, als Gute-Nacht-Geschichte, einfach so für Zwischendurch oder auch zum gegenseitigen Vorlesen statt Fernsehen. Lesezeit: 150 Minuten
Eine junge, hübsche und alleinerziehende Mutter zieht im Sommer 1963 in ein kleines niederbayerisches Dorf. Sie sucht weder eine Anstellung, noch sucht sie Kontakt. Als die Dorfbewohner verschiedene Herrenbesuche feststellen, sind sie entsetzt. Sie halten die Fremde für eine Prostituierte und suchen nach Möglichkeiten, sie zu verjagen. Nur ein junger, im Dorf lebender Journalist ergreift ihre Partei und hält zu ihr. Er vermutet, dass sie sich hier versteckt. Aber vor wem oder was ...? Und ist seine Solidarität echt, oder wurde er auf sie angesetzt, um hinter ihr Geheimnis zu kommen?

Nachdenklich machendes Kopfkino mit ganz viel Tiefgang!

— NiliBine70

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    Verstecktes Herz

    NiliBine70

    31. July 2016 um 12:00

    Inhalt: 1963. Yvonne Schmidt zieht mit ihrem Sohn ins idyllische bayrische Dörfchen Seilersfeld. Sie glaubt, dort sich und ihrem Sohn ein ruhiges, neues Leben aufbauen zu können. Auf den ersten Blick ist das verschlafene Dorf genau das, was sie sucht, naturnah, ruhig, mit netten Bewohnern, ihre Wohnung ist hübsch und nun hofft sie darauf, dass sich alles zum Guten wendet. Wie man sich doch täuschen kann! Schnell muss sie erkennen, dass auch hier, fernab von jeder großen Stadt die Menschen nicht wirklich anders sind. Und so wird ihr Leben nicht leichter. Und fast scheint es, als wäre es ihr nicht vergönnt, ihrem Sohn das bieten zu können, was sie sich so sehnlich wünscht. Doch sie ist nicht ganz allein und es gibt doch noch Hoffnung. Und die Hoffnung heißt Ben. Meine Meinung: Vorurteile und zweite Chancen Zunächst möchte ich Euch um eins bitten. Verlasst bitte ein wenig den Pfad der fluffig leichten Liebesromane. Das ist Voraussetzung, um dieses Buch zu verstehen, um ihm gerecht zu werden. Kommt Ihr trotzdem mit? Prima! Dann werdet Ihr auf 116 Seiten zu Tränen gerührt, zum Grübeln gebracht, mit harten Fakten konfrontiert, seid bösen Vorurteilen ausgesetzt... Kurz, es wird nicht ganz so leicht, wie dieses schöne Cover es vermuten lässt. Denkt dran, das ganze spielt im Jahr 1963. Doch wenn man mal ehrlich ist, so könnte das auch gut und gerne heute so passieren. Ich zumindest glaube ganz fest, dass auf so einem Dörfchen irgendwo in der Republik die Leute immer noch misstrauisch sind, sich teilweise immer noch ihre eigenen Wahrheiten zurecht basteln und Menschen völlig falsch beurteilen und so Katastrophen heraufbeschwören können. Und ganz sicher gibt es auch heute noch Menschen, die einen klitzekleinen Moment den falschen Weg einschlagen und alles bricht zusammen und sie müssen auf ewig dafür büßen! Eben weil wir alle Menschen sind! Ich schweife ab... aber das tun die Gedanken auch, wenn man diese Geschichte liest. Und auch hier kann man den guten alten Spruch anbringen: Es kommt nicht auf die Länge an! Dem Autor gelingt es ausgesprochen gut, eine Atmosphäre zu schaffen, ein Ambiente, wie wir alle es uns perfekt vorstellen können, es steht einem leibhaftig vor Augen! Und auch die Beschreibung der Figuren ist sehr gut gelungen, auch sie sieht man vor sich, erkennt ihren Charakter. Und auch die Liebe kommt ganz bestimmt nicht zu kurz, nur ist hier so unsagbar viel Tiefgang in der zweiten Reihe, die man erkennt, wenn man sich reinfallen lässt und eben sein Kopfkino die Regie übernehmen und sein Herz sprechen lässt. Ich könnte jetzt wirklich noch ellenlang davon schwärmen, doch dann passierts wahrscheinlich, dass ich Euch zu viel erzähle und das ist ja nicht Sinn und Zweck der Übung. Ich kann Euch nur raten, nehmt diese Geschichte und lasst sie auf Euch wirken und glaubt nicht, nur weil hier kein dicker Wälzer vorliegt, dass dieses Buch nicht wahnsinnig viel Gewicht hat! Fazit: Eine Erzählung für Leute, dessen Kopfkino nicht nur auf seichte Liebesgeschichten programmiert ist, sondern sich auch mit den großen Fragen unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Großartig und herzergreifend! Bewertung: 5 von 5 Nilpferden Danke an Thomas Dellenbusch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! © Sabine Kettschau/Niliversum

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