„Bekenne deine Sünden“ ist einer der Thriller, bei dem mich die Geschichte nicht komplett überzeugt, aber dennoch gut unterhalten hat. Der Einstieg gelingt schnell, ist spannend und brutal, sodass ich rasch mitten im Geschehen war. Das religiöse Motiv hinter den Taten ist ein interessantes psychologisches Element, welches gut zum Titel passt und wodurch sich eine düstere Stimmung aufbaut, die sich durch das ganze Buch zieht.
Der Schreibstil liest sich flüssig und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass ich zügig durch die Geschichte gekommen bin, auch wenn einige kleinere sprachliche und logische Schwächen meinen Lesefluss etwas gestört haben. Gleichzeitig sind einige Szenen intensiv und haben bei mir durchaus für Gänsehautmomente gesorgt. Das liegt aber auch an dem hohen Tempo, wodurch sich die Handlung ständig weiter entwickelt und kaum Pausen zulässt.
Die Idee hinter den Verbrechen gefällt mir und auch die Ermittlungen rund um Sarah Spielmann konnten mich größtenteils fesseln. Allerdings hatte ich mit der Hauptfigur zwischendurch so meine Probleme. Manche ihrer Entscheidungen wirkten auf mich wenig nachvollziehbar und teilweise eher impulsiv als professionell. Das hat für mich nicht immer zu einer erfahrenen Profilerin gepasst.
Ebenso entstand bei einigen Wendungen das Gefühl, dass sie etwas zu schnell abgehandelt wurden. Da wäre stellenweise mehr Tiefe schön gewesen, denn einige Szenen hätten durchaus Potenzial für noch mehr Spannung gehabt. Hinzu kamen kleinere logische Ungereimtheiten, die mich hin und wieder aus dem Lesefluss gerissen haben.
Insgesamt fand ich „Bekenne deine Sünden“ unterhaltsam und spannend, aber nicht komplett überzeugend. Wer temporeiche Thriller mit düsterer Stimmung und harter Thematik mag, könnte hier dennoch gut unterhalten werden.
Von mir gibt es daher solide drei Sterne.















