Asylon

von Thomas Elbel 
4,1 Sterne bei66 Bewertungen
Asylon
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

kornmuhmes avatar

Sehr rasant, man will einfach wissen, was es mit dem Ganzen auf sich hat! An manchen Stellen aber etwas konstruiert.

Kriszinas avatar

,,es fehlt die Tiefe, ist jedoch recht spannend

Alle 66 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Asylon"

Asylon ist die letzte Stadt der Erde. Das einzige Bollwerk der Zivilisation, umgeben von endloser Wüste und hungrigen Heerscharen. Das jedenfalls denken ihre Bewohner. Torn ist Mitglied einer Spezialeinheit, die das Gleichgewicht zwischen den herrschenden Clans wahrt. Als dunkle Mächte seine Familie und sein Leben zu vernichten drohen, sieht er sich gezwungen, Asylons tödliche Außengrenze zu durch brechen. Doch das Geheimnis, das sich dahinter verbirgt, wird alles infrage stellen, woran Torn je geglaubt hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492267922
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:441 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.11.2011

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,1 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne27
  • 4 Sterne24
  • 3 Sterne8
  • 2 Sterne6
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    kornmuhmes avatar
    kornmuhmevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr rasant, man will einfach wissen, was es mit dem Ganzen auf sich hat! An manchen Stellen aber etwas konstruiert.
    Tolles Endzeitszenario mit einigen Überraschungen!

    Inhalt:

    Asylon ist die letzte Stadt auf Erden - letztere wurde von einer verheerenden Klimakatastrophe so ziemlich unbewohnbar gemacht. Aslyon beherbergt die letzten Überlebenden und ist durch starke Mauern und Schussanlagen von der Außenwelt abgeschnitten. Innerhalb der Stadt herrscht eine fragile Gesellschaftshierarchie, Clans herrschen über die verbliebenen Menschen, das Gleichgewicht wird durch Polizei und sog. Leveller immer wieder neu austariert. Dabei wird nicht selten Gewalt und Mord angewandt. Die übrigen Einwohner der Stadt fristen ein eher armes und karges Dasein, zumal die Stadt ein einziger Moloch ist. Eines Tages wird Leveller Torn Gaser in merkwürdige Ereignisse involviert. ZUnächst findet er eine Leiche an der Grenze der Stadt, deren Todesumstände unklar und schließlich vertuscht werden sollen. Zudem liegt seine Frau hochschwanger auf der Entbindungsstation - bis man ihm sagt, sie und sein Neugeborenes seien unglücklicherweise verstorben. Torn ist fassungslos und forscht nach. Er kommt Ungeheuerlichem auf die Spur ...

    Meinung:

    Der Roman beginnt sofort rasant und mit vollem Tempo, der Leser wird direkt in das Geschehen, in diesen Moloch von Satdt hineinkatapultiert. Das hohe Tempo der Erzählung wird auch fast durchgängig beibehalten, nach vielen Kapiteln gibt es kleinere Cliffhänger, die mich oft ganz kirre gemacht haben und mich mehrere Seiten vorblättern ließen. Das war ein echt tolles Leseerlebnis! Auch gibt es oft Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe und die die Geschichte weiter vorangetrieben haben. Dafür kann es von meiner Seite aus nur die volle Punktzahl geben!

    Es gibt aber auch einige Schwachstellen im Buch. Zum einen wirken manche Szenen und Begebenheiten zu konstruiert und unglaubwürdig. Auch einige der Auflösungen finde ich ein wenig haarig.

    Auch die Charaktere sind nicht wirklich tief. Sie dienen eher dazu, die Geschichte und die Ereignisse zu tragen und voranzutreiben. Eigentlich ist mir keine Firgur wirklich ans Herz gewachsen, dazu waren sie einfach zu blass. Dafür aber war die Geschichte selbst einfach nur spannend, so dass ich über fehlende Charakterkomplexität nicht so ganz traurig bin.

    Der Schreibstil dagegen war rund und angenehm zu lesen. Das ist deshalb hervorzuheben, weil es sich bei dem Roman um ein Debüt handelt.

    Fazit:

    Spannende, rasante Endzeitgeschichte mit kleineren Schwächen, die besonders in der Konstruiertheit mancher Szenen liegen. Ansonsten kann ich den Roman denjenigen wärmstens empfehlen, die Lust auf eine gute story haben und bei den Charakteren ein paar Abstriche machen können.

    4 von 5 Sternen

    Kommentieren0
    60
    Teilen
    Originaldibblers avatar
    Originaldibblervor 4 Jahren
    Gelungenes Debüt

    Asylon ist die letzte Stadt der Menschheit. Nach einer verheerenden Klimakatastrophe ist die Erde mehr oder weniger unbewohnbar. Außerhalb der Stadt gibt es aber auch noch Menschen, sogenannte Hungernomaden. Die Bewohner der Stadt schätzen sich glücklich innerhalb und nicht außerhalb der Stadt zu sein und haben große Schutzmauern und Wehranlagen errichtet, damit niemand hineinkommt.

    Doch warum predigt der Ordo Lucis, dass draußen alles besser sei? Warum versuchen immer mal wieder Menschen die Stadt zu verlassen? Warum ist die Neugeborenensterblichkeit im örtlichen Krankenhaus so groß?

    Mit diesen und weiteren Fragen, die im Laufe der Handlung Auftreten, muss sich Torn auseinandersetzen. Torn ist Leveler von Beruf, d.h. er sorgt im Auftrag der Clans (örtliche Verbrecherorganisationen) dafür, dass ein Gleichgewicht zwischen den Clans bestehen bleibt. Doch eine Leiche im "Todesstreifen" um die Stadt und die Geburt seines Kindes setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die mit seinem Beruf wenig zu tun haben...

    Insgesamt würde ich das Buch als einen dystopischen Krimi beschreiben, wobei der Aspekt Krimi klar im Vordergrund steht. Neben Torns kriminalistischen Entwicklungen ist dabei natürlich ständig die Frage präsent, was es mit der Stadt insgesamt auf sich hat. Vieles ist dabei sehr gut gelungen. Es gibt viele Antworten auf Fragen, die überraschen und gleichzeitig vollkommen logisch sind. An der Stelle komme ich aber auch schon zu meinem ersten Kritikpunkt: manche Auflösung war dann doch leider sehr vorhersehbar. Der zweite Punkt ist, dass ich bis zum Schluss Probleme hatte mir die Stadt und manche Charaktere bildlich vorzustellen, da manches doch nur sehr knapp beschrieben wird.

    Insgesamt würde ich sagen: ein unterhaltsames und lesenswertes Buch, ein gelungenes Debüt, aber nichts besonderes.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Medienjournals avatar
    Medienjournalvor 4 Jahren
    Review: Asylon

    In Thomas Elbels Debütveröffentlichung Asylon ist der namensgebende Moloch von Stadt die eigentliche Hauptfigur, die aber zudem – so wird schnell deutlich – von zahllosen zwielichtigen Gestalten bevölkert wird, deren Handeln man nur allzu gerne verfolgt, zumal die Stadt selbst auch ein Gros an düsteren Geheimnissen bereithält. Empfehlenswerte Dystopie, die mit Rasanz und Actionreichtum zu punkten versteht.
    Mehr gibt es unter:

    http://medienjournal-blog.de/2014/02/review-asylon-thomas-elbel-buch/

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    silkesteins avatar
    silkesteinvor 5 Jahren
    Asylon

    Nach einer Klimakatastrophe leben die Menschen in der letzten Stadt der Erde - Asylon. Draußen gibt es nur Wüste und Hungernomaden, die nur von ausgeklügelten Grenzanlagen daran gehindert werden, die Stadt zu erstürmen. Doch auch drinnen ist das Leben hart und der tägliche Kampf ums Überleben bestimmt den Alltag der Menschen.

    Einer der Privilegierteren ist Torn, Masterleveller und Schützling des Gouverneurs Vanderbilt. Torn lebt ein relativ sorgenfreies Leben, ist verheiratet und seine Frau Yvette ist hochschwanger. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich alles. Während Torn und sein Assistent Scooter eine Tote an der Grenze finden, die nicht herein- sondern herauswollte aus der Stadt, wird sein Kind angeblich tot geboren und Torns Frau verschwindet spurlos. Für Torn beginnt ein Alptraum, an dessen Ende er eine unglaubliche Entdeckung macht...

    Das Debüt von Thomas Elbel hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist richtig toll und sehr fantasiereich. Es war durchweg spannend, ich konnte das Buch stellenweise nicht aus der Hand legen, da ich einfach wissen musste, wie es weiter geht. Die Einteilung in relativ kurze Abschnitte und der Wechsel der Perspektiven ließen keine Langeweile aufkommen. Der Schreibstil ist sehr lebhaft und ich konnte mich gut in die Personen hineinversetzen.

    Noch ein großes Lob: auch die "schlimmsten" Szenen waren nicht zu blutig oder eklig beschrieben, ich bin da ziemlich empfindlich und kann manche Thriller deshalb nicht lesen.

    Ich wünsche dem Autoren weiterhin so tolle Einfälle und freue mich auf das nächste Buch!

    Kommentare: 1
    3
    Teilen
    monerls avatar
    monerlvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Idee, spannend umgesetzt! Absolute Leseempfehlung!
    Überraschend gut!

    Vielleicht bin ich von diesem Roman so begeistert, weil mir "Elysion" nicht so gut gefallen hat. Und wenn man bedenkt, dass "Asylon" das Debut war, überrascht es mich noch mehr, wie gut es geworden ist!

    Als Leser findet man sich in einer schrecklich hässlichen Stadt wieder, in der Gewalt, Gangs und Armut herrscht. Torn, der Master-Leveller der Stadt, scheint auf dem Weg nach oben zu sein. Seine Karriere entwickelt sich durch Unterstützer ziemlich gut, seine Frau ist schwanger und steht kurz vor der Geburt und seine Behausung ist auch nicht die Schlechteste in der Stadt. 
    Doch von einer Sekunde auf die andere wendet sich sein Glücks-Blatt. Plötzlich auf der Flucht und um sein Leben kämpfend erfährt er Dinge, die er sich nicht einmal hätte erträumen können.

    Zwielichtige Gestalten beherrschen die Stadt, die sich in die düstere Atmosphäre des Buches sehr gut einfügen. Als Leser kann man sich nicht entscheiden, ob es in dieser zusammengewürfelten letzten Stadt der Erde überhaupt gute Charaktere gibt. Alles erscheint hoffnungslos.

    Mit Spannung verfolgte ich das Buch bis zum Ende, das mir in dieser Version ausgesprochen gut gefällt. Das ausführliche Nachwort des Autors erklärt sehr schön, wie er doch mit einigen Sachen zu "kämpfen" hatte. Aber ich bin froh, dass dieser Roman durch keine kitschige Liebesgeschichte "aufgepeppt" wurde. Es hätte einfach nicht gepasst. Rasant entwickelt sich die Story, dessen Auflösung m.M.n. ruhig hätte ein kleines bisschen dauern können.

    Ich traue mich gar nicht mehr zu schreiben, da ich nichts von der Handlung verraten möchte und damit evtl. den Lesern den Spass am Buch verderben könnte. 

    Der Klappentext ist sehr gut gelungen! Wen dieser reizt, der wird das Lesen nicht bereuen. :-)

    Kommentare: 1
    8
    Teilen
    Nirenas avatar
    Nirenavor 6 Jahren
    Rezension zu "Asylon" von Thomas Elbel

    "Asylon" ist das Debüt des Autoren Thomas Elbel, der im real life Professor der Rechtswissenschaften ist. Möglicherweise ist das Schreiben fiktionaler Texte ein guter Ausgleich für das realitätsbehaftete Arbeitsgebiet, auf jeden Fall ist Thomas Elbel mit diesem dystopischen Roman ein Debüt gelungen, das nicht ohne Grund mit dem "Leserpreis 2011" von Lovelybooks ausgezeichnet wurde.

    Bereits nach den ersten der mehr als 400 Seiten gerät der Leser wie in einem Strudel mitten hinein in die fantastische Welt von Asylon und ist danach auch nicht mehr in der Lage, sich vor dem Umschlagen der letzten Seite daraus zu befreien.

    Während viele dystopische Romane ihre Daseinsberechtigung oft einzig aus der Endzeitbühne ziehen und ansonsten meist nicht mehr als Liebesgeschichten sind, schafft Thomas Elbel mit "Asylon" eine so ausgeklügelt fiktionale Enklave, dass ich schon allein Hochachtung vor der Fantasie habe, die diesen Ort erschuf. Gefüllt wird diese Stadt dann mit den verschiedensten Charakteren, mit Gewalt, Habgier, Machtbestreben und ein paar ehrlichen Menschen.

    Hineingeworfen in ein Netz aus Korruption und Gewalt, versuchen Torn und Saina, der Wahrheit auf die Spur zu kommen und dabei ihr eigenes Leben zu retten.

    http://ninis-kleine-fluchten.blogspot.de/2013/01/thomas-elbel-asylon.html

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    itwt69s avatar
    itwt69vor 6 Jahren
    Rezension zu "Asylon" von Thomas Elbel

    Mit Asylon liefert uns Thomas Elbel eine sehr spannende und originelle Dystopie. Wer hätte gedacht, dass es sich bei Asylon nicht um die letzte Stadt der Erde, sondern um ... handelt? Ich finde diese Vision relativ realitätsnah, einziger Wermutstropfen: die vielen Rechtschreib-,Grammatikfehler. Ich bin sicherlich kein Lektor oder allzu empfindlich, das fiel mir dann aber doch negativ auf.

    Kommentare: 1
    10
    Teilen
    Buchrebellins avatar
    Buchrebellinvor 6 Jahren
    Rezension zu "Asylon" von Thomas Elbel

    Thomas Elbels Debutroman ist eine spannende und wunderbar geschriebene Dystopie, die sich wohltuend von allen anderen Büchern dieser Art abhebt. Verstehen wir uns nicht falsch, momentan inhaliere ich alles, was irgendwie mit Dystopien zu tun hat und ich habe dort zu einem Großteil sehr gute Romane gefunden (Panem, Die Enklave, etc.), aber Elbels Mischung aus Thriller und Zukunftsroman bringt dem Genre noch mal eine weitere Facette.

    Die Figuren in “Asylon” wirken auf den ersten Blick recht derb und unfreundlich. Tatsächlich trifft das auf viele Charaktere tatsächlich zu, aber die Protagonisten zeigen nach und nach ein anderes Gesicht. Gewalt und Lieblosigkeit ist Teil des des Lebens in Ayslon und so ist es nur realistisch, dass auch Torn und Saina nicht gerade mit Sonnenblumen durch die Gegend laufen, aber im Vergleich zu den besonders garstigen Gegenspielern, zeigt sich eben doch, dass sie ein gutes Herz heben und gleichzeitig versuchen zu überleben und doch das Richtige zu tun.

    Die Stadt selbst ist faszinierend aufgebaut und verströmt eine düstere, manchmal gar verwirrende Atmosphäre, die sich im Laufe des Buches immer mehr steigert. Nach und nach entblättert der Autor die Wahrheit hinter Ayslon, die den Leser staunend zurücklässt.

    Elbel geizt nicht mit brutalen Szenen, die vielleicht nicht jedermanns Sache sind, die ich persönlich aber wichtig fand, um das Leben in Asylon deutlich zu machen. Sie sind vielleicht für die Handlung nicht immer wichtig, aber trotzdem niemals Selbstzweck. Insgesamt ist dies eben eher ein Roman für Erwachsene und nicht für Jugendliche, wie es momentan bei den meisten Dystopien gängig ist.

    Mich hat das Buch auch sprachlich weitestgehend überzeugt. Die Dialoge wirken manchmal noch etwas unrund, aber über so etwas darf man in einem Debutroman, in dem ansonsten sehr vieles richtig gemacht wurde, gerne mal hinwegsehen. Dafür hat mir der Erzählteil umso besser gefallen. Thomas Elbel benutzt teilweise sehr schöne Metaphern, um die düstere Atmosphäre der Stadt und der Handlung zu unterstreichen. Ansonsten hält er sich aber kaum mit unnötigen Beschreibungen auf, sondern drückt eher auf die Tempotube. So bleibt meist keine Zeit zum Nachdenken und ich habe mich willig auf die actionreiche Handlung eingelassen.

    Wer im Nachwort seinen Katzen dankt, ist ohnehin mein Freund! ;-)

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Manfred_SHs avatar
    Manfred_SHvor 7 Jahren
    Rezension zu "Asylon" von Thomas Elbel

    Nun doch noch 4 Sterne. Anfangs fiel mir es schwer, das Buch für GUT zu beurteilen. Es fehlte mir zu lang WARUM das so ist. Doch der Leser wird aufgeklärt und es wird am Ende noch mal richtig spannend.
    Ich habe mir sogar www.asylon,de und die Bilder von "Walled City of Knowloon" angeschaut. Im Nachwort kann man darüber lesen. Das finde ich vom Autor sehr gut.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Angelcurses avatar
    Angelcursevor 7 Jahren
    Rezension zu "Asylon" von Thomas Elbel

    Powered by Bookaddicted.de
    Endzeit-Dystopien sind momentan in aller Munde und werden zu Hauf produziert. In den Massen der teilweise sehr vergleichbaren Geschichten gilt es nun, die Perlen herauszufischen. “Asylon” ist eine solche Perle. Mit nahezu meisterhafter Auf-den-Punkt-Schreibe gelingt es Elbel, den Leser von der ersten Seite an bis hin zur allerletzten zu fesseln und ihn dazu zubringen, in gespannter Erwartung die Seiten umzublättern. Dies überrascht umso mehr wenn man bedenkt, dass “Asylon” ein Debüt-Roman ist.

    Besonders stechen die absolut überzeugenden Dialoge heraus, die sich mal witzig, mal ironisch, oft aber auch düster und mysteriös, perfekt in die Geschichte einpassen. Durch überraschende Wendungen bis zum Schluss hat Elbel einen Spannungsbogen konstruiert, der besser eigentlich kaum sein könnte. Gleich im Prolog findet sich der Leser in einer Situation wieder, der er sich nicht mehr entziehen kann. So lässt der Autor eine Art “Verantwortung” des Lesenden gegenüber der handelnden Figur entstehen, die ihn zwingt weiterzulesen. Nach und nach werden fortan Geheimnisse preisgegeben und eins kommt zum anderen, ohne jedoch an auch nur einer einzigen Stelle eintönig zu werden. Auch der Schluss ist genau richtig geraten, weder zu schmalzig, noch unbefriedigend. Die nahezu völlige Abwesenheit einer Liebesgeschichte passt gut zu diesem Roman und wem Schnulz und Kitsch sowieso nicht liegen, hat einen weiteren Grund bei “Asylon” sofort zuzugreifen.

    Der einzige, allerdings winzige Kritikpunkt gilt der Tiefe der Figuren. Vor allem der Hauptprotagonist hätte ein wenig mehr Zuwendung seitens des Autors vertragen sowie einige weitere (Neben-)Charaktere der Geschichte. Dies ist jedoch fast als unbedeutend zu betrachten, wenn man vor allem die Spannung und den Grundgedanken dieser Dystopie zugrunde legt. An dieser Stelle noch eine Warnung an alle diejenigen, die das Buch noch lesen möchten: In der Danksagung befinden sich zahlreiche Spoiler, man sollte also um die Spannung aufrecht zu erhalten nicht vor Beendigung des Buches darin lesen.

    Zum Schluss bleibt zu sagen, dass jeder Fan von Dystopien und von Nicht-Liebesromanen – was auf eine Menge Personen zutreffen müsste – diesen Roman lesen sollte. Es bleibt abzuwarten, ob der zweite Titel von Thomas Elbel – wieder eine Dystopie, allerdings kein Nachfolger von “Asylon” und in sich abgeschlossen – wieder so mega-spannend und gut geschrieben daherkommen wird. Man kann es nur hoffen. Für mich persönlich steht jetzt schon fest, dass ich das nächste Buch von Thomas Elbel kaufen werde.

    Kommentieren0
    6
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Thomas_Elbels avatar
    Lust auf ein spannendes Buch? Für meinen Debütroman "Asylon", der am 18 August bei Piper erscheint, möchte ich eine Leserunde durchführen. Bewerbt Euch für eines von fünf Testexemplaren. Und darum geht es in dem Buch: *** Kurzbeschreibung *** Asylon … letzte Stadt der Erde. … einziges Bollwerk der Zivilisation … umgeben von endloser Wüste und hungrigen Heerscharen. Das jedenfalls denken ihre Bewohner. Torn ist Mitglied einer Spezialeinheit, die das Gleichgewicht zwischen den herrschenden Clans wahrt. Als dunkle Mächte seine Familie und sein Leben zu vernichten drohen, sieht er sich gezwungen, Asylons tödliche Außengrenze zu durch brechen. Doch das Geheimnis, das sich dahinter verbirgt, wird alles infrage stellen, woran Torn je geglaubt hat. *** Ablauf *** Testleser gesucht. Tragt Euch in dem Abschnitt "Bewerbung für die Leserunde" bis Freitag, den 2. September 2011 als Interessenten ein. Bei mehr als fünf Interessenten verlose ich die fünf Bücher und sende sie den Gewinnern dann umgehend zu. Sobald alle Freiexemplare bei ihren Adressaten eingegangen sind, beginnen wir die Leserunde. Ihr habt das Buch bereits bestellt oder wollt es Euch bestellen? Selbstverständlich seid auch Ihr bei der Leserunde herzlich willkommen.
    Zur Leserunde
    Thomas_Elbels avatar
    Liebe Lovelybookser, heute ist mein Zweitling Elysion erschienen. Sozusagen der Nachfolger von Asylon, dass 2011 den Leserpreis von Lovelybooks in der Fantasysparte gewonnen hat. Elysion ist auch eine Dystopie, aber ansonsten thematisch völlig unabhängig von Asylon. Viel Freude beim Lesen. Euer Thomas
    Zum Thema
    Thomas_Elbels avatar
    Und doch noch einmal hier, weils passt und weil ich immer noch nicht gelernt habe, wie man auf der neuen Seite postet.
    Katharina von der wunderschönen Bücherblogseite bookaddicted.de verlost im Rahmen ihres regelmäßig stattfindenden Preisausschreibens "Buchjuwelen" ein von mir signiertes Exemplar von Asylon und zwar genau hier
    Na denn los. ;-)
    Zum Thema

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks