Thomas Endl Prinzessin der Nacht

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Inhaltsangabe zu „Prinzessin der Nacht“ von Thomas Endl

Lasst Euch entführen in eine phantastische Welt voller Geheimnisse und Kreaturen, die man so schnell nicht wieder vergißt.

— ChrischiD
ChrischiD
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  • Rezension zu „Prinzessin der Nacht“ von Thomas Endl

    Prinzessin der Nacht
    Yvi33

    Yvi33

    06. April 2017 um 22:03

    Meine Meinung:In Solterra herrscht eine strikte Ordnung, nach der das Leben der Solterraner ausgerichtet ist. Die 13jährige Skaia hat jedoch ihren ganz eigenen Kopf. Sie stellt Fragen und erforscht die Hintergründe und Ursachen. Die Welt von Skaia ist sehr skurril, bunt und kreativ gestaltet. Der Einfallsreichtum des Autors scheint hier kein Ende zu nehmen. Die Detailgenauigkeit ist erstaunlich und lässt einen tief in Solterra und Moxo versinken. Nicht jedem wird es leicht fallen, sich sofort an diese sehr kuriose Welt zu gewöhnen. Auch ich brauchte etwas Zeit dazu. Doch wer viel Fantasie hat und es gerne auch mal verrückter mag, wird diese Welt absolut lieben. Leider leidet unter dem Facettenreichtum etwas das Vorankommen in der Geschichte und so hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Handlung stagniert. Das Buch ist in der Erzählperspektive geschrieben. Wir begleiten Skaia und lernen Solterra und Moxo aus ihrer Sicht kennen. Ihre Gedanken und Empfindungen sind realistisch und altersgerecht dargestellt. Der Schreibstil ist sehr detailreich und bildhaft. Jedoch würde ich ihn nicht unbedingt als flüssig bezeichnen, da es immer wieder Momente gibt, in denen man der Handlung nicht ganz so leicht folgen kann.Das Buch verarbeitet Anspielungen auf die Zauberflöte oder auch auf Momo. Es ist aber eine absolut eigenständige Geschichte und Handlung, die äußert kreativ umgesetzt ist. Sehr gut hat mir gefallen, dass es an jedem Kapitelanfang auch eine passende Illustration gibt.Ich kann das Buch jedem empfehlen, der es fantasiereich und skurril mag. Cover:Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es ist wunderschön. Besonders die Katze Lunetta passt toll zur Geschichte. Fazit:Ein verrücktes Abenteuer in einer fantasiereichen Welt. 

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  • märchenhafte Fantasy mit einer wundervollen Hauptfigur

    Prinzessin der Nacht
    JDaizy

    JDaizy

    "Die Eins ist der Wille, er bringt dich voran, die Zwei ist die Klarsicht, sie mäßigt dich dann, die Drei fordert ständiges Lernen von dir, und das mit Geduld, rät weise die Vier, zum Glauben an dich, sei die Fünf deine Wahl, doch ohne die planende Sechs wird`s zur Qual, den Ausgleich, den lobet dir wissend die Sieben, die Acht mahnet alle, das Schweigen zu lieben, Gerechtigkeit möchte die Neun von dir sehen, „Sei standhaft!“, so lautet das Motto der Zehn, „Erforschen, Erfinden!“, ruft da noch die Elf, und allen zu Hilfe kommt immer die Zwölf.“ Die13-jährige Skaia wohnt zusammen mit ihrem Bruder Aldorro im Sonnenreich. Ein Land, in dem immer die Sonne scheint, nachdem die böse Königin der Nacht, und mit ihr die Dunkelheit, für immer aus dem Land verbannt wurden. Hier herrscht Zucht und Ordnung. Jeder Bewohner bekommt bei seiner Geburt eine Stundenkugel, die seinen Tagesablauf gemäß seinem Charakter und seinen Eigenschaften genau plant und organisiert. Es soll keine Zeit für unnütze Dinge verschwendet werden. Doch die aufmüpfige Skaia kann gar nicht anders, als immer wieder gegen die Regeln zu verstoßen. Sie bringt mit ihren „geheimen“ Ausflügen ihr eigenes und das Lebens ihres Bruders in Gefahr. Wird sie rechtzeitig einlenken oder wird sie sogar ganz Solterra in Gefahr bringen? „Der Weg zog sich. Wie lange ging sie bereits? │…│ Sie wurde unruhig. Aufkeimende Angst schnürte ihr den Hals zu. Und das Herz pochte viel schneller. Was, wenn Yaho gar nicht … Doch da sah sie in der Ferne Spuren. │…│ Begann zu laufen. Vergaß alle Vorsicht, die sie auf dem glatten Untergrund bisher hatte walten lassen. Keuchend kam sie den Spuren näher. Nah … Sie rutschte aus. Sie fiel. Direkt vor die Spuren. Es waren ihre eigenen!“ Bei ihrer Suche nach der Wahrheit verlässt Skaia schließlich Solterra und begibt sich nach Moxo in eine fremde Welt. Sie findet in Mikolo einen Begleiter, trifft den düsteren schwarzen Horrlekin und muss am Ende erkennen, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. „Die Prinzessin der Nacht“ ist mein zweites Buch aus der Edition tingeltangel. Und ich wurde nicht enttäuscht. Thomas Endl gelingt es mit seiner Geschichte eine Welt der Fantasie auferstehen zu lassen. Mit einer zauberhaft aufsässigen jungen Heldin, die mich ab und an, an die Räubertochter Ronja erinnerte, mit mechanischen Robolden, die nicht nur einmal Herz bewiesen und mit einen Papp-Theater, das uns in fremde Welten entführt. Eine Geschichte, der an einigen Stellen der letzte Feinschliff fehlte, die mich aber wunderbar unterhalten hat. Vielleicht wird es ja eine Fortsetzung geben? Neben Skaia mochte ich besonders die Roboldine Lallah und die scheinweiße Katze Lunetta, die sich auch auf dem Cover wieder findet. Man darf sich jedoch nicht täuschen lassen: so dunkel und düster, wie das Cover suggeriert, ist die Geschichte keinesfalls. Das Buch wurde als Taschenbuch verlegt; und auch wenn ich festere Einbände bevorzuge, ist es robust und hochwertig verarbeitet. Ganz besonders mochte ich die kleinen Illustrationen, die jedem Kapitel vorangestellt waren und den Beginn der Geschichte. Alles beginnt mit einem alten Theaterzettel, dessen Inhalt sich irgendwie selbständig macht. Fast wie im Märchen. Aber lest selbst. Fazit: Ein junges Mädchen macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Frech, aufmüpfig und doch liebevoll kann sich keiner dem Charme von Skaia verwehren. Aber auch Fantasyliebhaber kommen in dieser Geschichte auf ihre Kosten. Eine wundervolle Geschichte mit einer klaren Aussage: „Nutze die Zeit, die du hast.“  

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    Merin

    Merin

    24. February 2015 um 11:42
  • Die Kälte in Solterra

    Prinzessin der Nacht
    ChrischiD

    ChrischiD

    11. January 2015 um 19:43

    Skaia lebt in Solterra und kennt ihr Leben lang nichts anderes als diese immerzu helle Welt. Doch sie ist neugierig und nicht bereit sich ständig an die Regeln zu halten, die mitunter mehr als unsinnig erscheinen. So kommt es, dass sie eines Tages einen verwilderten Park entdeckt, der sie wie magisch anzuziehen scheint. Sie, die immer nur Helligkeit und Tag gekannt hat, findet sich plötzlich im Königreich der Nacht wieder. Wird es Skaia gelingen das Gleichgewicht der Welt wiederherzustellen? Sie scheint auserwählt eine Aufgabe zu bewältigen, deren Ausmaß sich niemand vorzustellen wagen würde... Trotz ständiger Sonneneinstrahlung wirkt Solterra auf den Leser seltsam kühl. Das mag mitunter an diversen Regeln liegen, die von den Bewohnern befolgt werden müssen, aber auch an dem gesamten Miteinander, das weniger herzlich erscheint als man es aus der Realität kennt. Mit Skaia wird man dagegen schnell warm, sie ist anders, lehnt sich gegen die Mächtigen auf und versucht ihren eigenen Willen nicht unterdrücken zu lassen. Fast scheint es als wüsste sie unterbewusst, dass es noch etwas anderes geben muss als dieses Leben, das sie führt. Auf ihrer Reise begleitet man sie gerne, auch wenn man nicht weiß was einen erwartet. Dass es kein Kinderspiel werden wird, merkt man schnell, unerwartete Wendungen sowie überraschend auftretende Figuren sind keine Seltenheit. Oft ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, ob es sich dabei um Freund oder Feind handelt, Vorsicht ist alles mehr als angebracht. Man fühlt sich schnell mit Skaia verbunden, auch wenn sie aus einer fremden Welt kommt, scheint sie doch ein Bewohner der uns bekannten Erde sein zu können. Die sprachliche Darstellung ist wirklich großartig. Man kann sich fallen lassen und wird entführt in eine magische Welt. Schließt man die Augen, hat man direkt ein Bild von Skaia vor sich, wie sie Hand ausstreckt und einen auffordert ihr zu folgen. Gebannt verfolgt man das Geschehen, dessen Atmosphäre sich immer weiter auflädt und angespannter wirkt. Dass etwas Großes geschehen wird ist weitreichend spürbar, doch was es sein wird und was bis dahin noch alles geschieht bleibt lange Zeit im Dunkeln. „Prinzessin der Nacht“ wartet mit zahlreichen Geheimnissen und seltsamen Kreaturen auf, erscheint aber trotzdem irgendwie vertraut. Thomas Endl hat eine phantastische Welt erschaffen, in die man sich gerne entführen lässt, obwohl man bereits zu Beginn ahnt, dass nicht nur harmlose Abenteuer auf einen warten.

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