Thomas Enger Sterblich

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Inhaltsangabe zu „Sterblich“ von Thomas Enger

Eine junge Frau liegt halb verscharrt auf einem Hügel in Oslo. Auf den ersten Blick sieht es nach einem Ehrenmord aus – doch je mehr sich Online-Reporter Henning Juul mit dem Fall beschäftigt, umso dichter wird das Netz aus Verrat, Intrigen und tödlicher Eifersucht …

Traumatisierter norwegischer Online-Journalist löst Mordfall, der nach Scharia Steinigung aussieht. Spannend

— GersBea

Klasse Serienauftakt

— harlekin1109

Ein Gedicht!

— mimimaus01

Bin in dem Schreibstil nicht reingekommen und habe es nicht zu Ende gelesen.

— Dani123

Endlich mal wieder ein Krimi der Lust auf den nächsten Fall macht

— KENA

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Gute 3 Sterne - teilweise zu schönschreiberisch und langatmig und lange nicht so innovativ wie erhofft, aber nett zum Miträtseln.

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  • Das Drehbuch zum eigenen Mord

    Sterblich

    Keksisbaby

    13. March 2017 um 08:20

    Sein persönliches Waterloo war ein Wohnungsbrand, bei dem sein Sohn ums Leben kam. Seitdem fühlt Henning Juul sich als gescheiterte Existenz. Es fällt ihm schwer in seinen Beruf als Journalist zurückzukehren. Ablenkung bietet gleich der erste Fall, bei dem eine junge Studentin gesteinigt aufgefunden wird. Natürlich erinnert dieser Mord an das Gesetz der Scharia und man verdächtigt ihren pakistanischen Freund. Doch für Hennig wollen ein paar Puzzleteile nicht so recht passen. Immerhin arbeitete die junge Frau an einem Film, dessen Drehbuch die genaue Beschreibung ihrer Ermordung enthält. Schneller als Juul lieb ist, steckt er mitten drin in einer tödlichen Ermittlung, wie ernst dem Täter die Sache ist, wird ihm bewusst, als er nur knapp einem Schuss entgeht. Ich tu mich ehrlich gesagt immer ein bisschen schwer mit Inspektoren, die eine Psychomacke haben, da das aber bei den meisten der Fall ist, lasse ich immer die Geschichte entscheiden, ob ich am Ball bleibe und mehr als ein Buch einer Reihe lese. Hier ist das glaube ich der Fall. Auch wenn ich zunächst nicht viel anfangen konnte mit der gesteinigten Studentin, so passte diese Geschichte doch hervorragend in das politische Zeitgeschehen. In Zeiten der wachsenden Durchmischung der Bevölkerung, stellt sich die Frage in wie weit die islamische Gesetzgebung in den christlich geprägten Ländern angewandt werden darf. Und das nicht immer alles was nach Ehrenmord aussieht, auch gleich Ehrenmord sein muss. Die einfachste Antwort ist halt nicht immer die richtige Antwort. Von daher ist dieses Buch nicht bloß ein Krimi, sondern es zeigt nebenbei auch gleich die Probleme auf, denen wir uns in jüngster Zeit gegenübersehen. Die Integration von Andersgläubigen und die Vorbehalte, die unweigerlich entstehen, wenn man mit etwas Fremden konfrontiert wird. Juul hat sich meiner Meinung ganz gut geschlagen und ich mochte seine analytische Art sehr. Das Ende hat mich überrascht und das schaffen auch nicht alle Autoren.Ein toller Krimi, der mich da abgeholt hat, wo ich war und der mich ein bisschen nachdenklich gestimmt hat, was außergewöhnlich ist, da ich Krimis sonst nur aus Vergnügen lese.

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  • Scharia-Mord in Oslo? Oder doch nicht? Journalist gibt sich nicht mit gemeinen Erklärungen zufrieden

    Sterblich

    GersBea

    29. June 2016 um 17:57

    Inhalt (Klappentext) Nach zwei Jahren Auszeit kehrt Henning Juul zurück an seinen alten Arbeitsplatz in der Online-Redaktion von 123nyheter. Bei einem Wohnungsbrand hatte er sich bei dem Versuch, seinen Sohn Jonas aus den Flammen zu retten, schwer verletzt. Die Brandnarben zeichnen ihn bis heute. Doch noch schlimmer ist für ihn, nicht zu begreifen, wie der Brand entstehen konnte.Auch wenn Henning selbst bezweifelt, dass er jemals wieder der Alte sein wird – der Reporter mit sicherer Spürnase für das Böse, für den Bodensatz, für die gefährlichsten Stories –, kennen seine Kollegen kein Erbarmen und schicken ihn an seinem ersten Arbeitstag zu einer Pressekonferenz der Osloer Polizei. Auf dem Ekeberg wurde die Leiche einer 23-jährigen Studentin gefunden. Der Körper weist schreckliche Folterspuren auf – oder sind es die Folgen einer Strafe nach den Regeln der Scharia? Polizeiermittler und Journalisten glauben an einen Ehrenmord. Doch Hennings Instinkt sagt etwas anderes. Aber kann er sich darauf noch verlassen? Meine Meinung Der Held dieses Krimis ist der traumatisierte Journalist Henning Juul, der nach einer Auszeit wieder seine Tätigkeit in der Redaktion aufnimmt. Ohne Schonung muss er sich direkt an seinem ersten Arbeitstag um einen abscheulichen Mord kümmern. Ganz schnell mischt sich Juul wieder in die Polizeiarbeit ein, bewertet Fakten anders als seine Kollegen und die Polizei, ein Eigenbrötler, der bald seiner eigenen Spürnase wieder vertraut, wie früher.Der Krimi ist ein „langsamer“ Krimi, der seinen Charakteren Raum gibt und den Leser bei allen Schritten „mitnimmt“. Obwohl der Mord an Henriette sehr blutrünstig ist, geht es vornehmlich gewaltlos zu. Die Überraschungen liegen eher den unerwarteten Wendungen der Geschichte als in spektakulären reißerischen Gewalttaten.Hier die wichtigsten Charaktere■ Henning Juul, Journalist, 35 Jahre, Eigenbrödler, zutiefst verunsichert, voller Vorwürfe den Tod seines Sohnes zwei Jahre zuvor nicht verhindert zu haben, äußerlich durch schwere Brandnarben entstellt.■ Henriette Hagerup, 23 Jahre, begabte und beliebte Studentin an einer Filmhochschule, wird in einem Park in Oslo in einem Zelt ermordet aufgefunden, bis zum Hals eingegraben und gesteinigt, ausgepeitscht und eine Hand abgetrennt.■ Nora, Hennings Frau, Journalistin, inzwischen von Henning getrennt lebend und bei der Konkurrenz angestellt.■ Iver Grunderson, neuer Kollege, mit dem Henning sich um den Mordfall kümmern soll, zudem der neue Partner von Nora.■ Annette Stoppum, Freundin von Henriette, mit der zusammen sie Filmprojekte im Studium durchführte.■ Mahmoud Marhoni, Henriettes Freund, fährt illegal Taxi, Pakistani, undogmatischer Moslem, wird von der Polizei verdächtigt.■ Bjarne Brogeland, ermittelnder Kriminalkommissar in Mordfall, ehemaliger Mitschüler von Henning, unerfreulicher Charakter.■ Tariq Marhoni, Mahmouds Bruder, Fotograf, Freelancer, wird umgebracht als Henning sich in dessen Wohnung aufhält, um ihn zu interviewen.■ Olaf Jørdstad, Hennings Mentor, der ihm professionellen Journalismus beibrachte.■ Ingve Foldig, Ende 40, Henriettes Betreuer an der Filmhochschule.■ Stefan Foldig, 17, Ingves Sohn, wird von Henning tot im Bett gefunden.Die Geschichte flechtet drei Ebenen ineinander: den Mordfall, Henning Juuls persönliches Befinden, die journalistische Arbeit in einer Online-Redaktion. Allen drei Ebenen beeinflussen sich gegenseitig und treiben die Geschichte weiter.Viele Wendungen überraschten mich und trugen dazu bei, dass die Spannung andauerte. Fazit 4 Sterne für die lesenswerte Kriminalgeschichte. Bin schon gespannt auf die weiteren Krimis um den Journalisten Henning Juul: Vergiftet (2011), Verleumdet (2012), Gejagt (2014).

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  • Applaus

    Sterblich

    eskimo81

    Henning Juul, Reporter aus Leidenschaft, wird auf einen Mord an einer jungen Frau angesetzt. Wieso wurde sie getötet - war es wirklich ein "Ehrenmord"? Ein "neuer Stern" am Himmel, das steht so ziemlich überall über diesen Autor. Der neue Jo Nesbo und so weiter. Eine Lobeshymne nach der anderen. Umso höher war natürlich meine Erwartung. Vermutlich zu hoch? Als Thriller kann ich das Buch nicht einordnen, eher ein etwas einschläfernden Krimi. Die Spannung kommt erst gegen Ende auf, die Geschichte an und für sich spannend, aber ein Journalist, der denn Fall löst? Vermutlich habe ich einfach was anderes erwartet. Auch die private Geschichte von Henning. Man liest viel darüber, aber nie alles, man muss sich vieles zusammen reimen und findet den Faden trotzdem nicht so richtig. Fazit: Ein Debüt, viele verworrene Fäden, viel zu spät beginnende Spannung. Oftmals überlegte ich, ob ich das Buch weglegen sollte... Vielleicht muss man den zweiten Band lesen, um mehr zu erfahren, aber wenn die Spannung wieder so mau ist? Ein Debüt, dass man nicht zwingend lesen muss...

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    • 3

    eskimo81

    21. May 2016 um 15:40
  • Endlich mal wieder ein Krimi der Lust auf den nächsten Fall macht!

    Sterblich

    KENA

    07. October 2014 um 09:51

    Der Krimi "Sterblich" von Thomas Enger ist der erste Band um den Onlinereporter Henning Juul aus Oslo. Nach zwei Jahren Auszeit kehrt dieser an seine alte Arbeitsstelle zurück, immer noch mit sich und den schrecklichen Geschehnissen seiner jüngsten Vergangenheit kämpfend. Der Protagonist war mir von der ersten Seite an sympathisch. So leidet er noch immer um den Verlust seines Sohnes, seines alten Lebens, den Dämonen der Vergangenheit. Dennoch widmet er sich mit großem Engagement, wenn auch meist sehr eigenbrödlerisch und auf sein Bauchgefühl hörend seiner Arbeit,  und versucht den Mord an einer jungen Frau aufzuklären. Denn entgegen der stimmigen Meinung, das der Fall ein Ehrenmord sei, spürt Henning Jull, das der Fall wohl anders liegt und "ermittelt" weiter um so die Polizei mehr als einmal auf die richtige Spur zu bringen. Immer mit dem Gefühl, das er das auch tut um den Kollegen zu zeigen, dass ihr Mitgefühl fehl am Platz ist, und er trotz seiner seelischen wie körperlichen Narben immer noch zur Höchstform auflaufen kann, auch wenn er sich dadurch selbst in Gefahr bringt. Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil und man ist sofort mitten im Geschehen. Das Buch und die Kapitel sind logisch und schlüssig aufgebaut, man kann jederzeit der Geschichte folgen, und auch die Gedanken  des Reporters an die Vergangenheit sind gut eingebaut. Seine Kollegen von Redaktion und Polizei sind zwar durchaus gut beschrieben, stehen jedoch im Hintergrund, so dass man sich voll und ganz der Hauptperson widmen kann. Wobei ich mir vorstellen könnte, das dem einen oder anderen in einem der nächsten Bücher noch eine wichtigere Rolle zugeschrieben wird. Eher zufällig geriet mir dieses Buch in die Hände, doch bereits die ersten Sätze des Buches haben mich überzeugt, und letztendlich habe ich das Buch fast am Stück durchgelesen. Ich freue mich auf den nächsten Band und empfehle dieses Buch mit 5 Sternen!

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  • "Die norwegische Antwort auf STIG Larssons Millenium- Trilogie"...

    Sterblich

    smutcop

    17. March 2014 um 19:21

    wie das skandinavische A-Magasinet schreibt, ist das für mich noch nicht! Aber... auch nicht mehr weit weg. Ich verspürte nicht wie bei Larsson ständig diesen kalten Hauch, dieses Unwohlsein ob der zu erwartenden Gruseligkeiten oder nahm gar eine Persönlichkeit wie Lisbeth Salander wahr. Trotzdem gibt es sehr wohl Parallelen. Auch bei Thomas Enger ist der Held ein Reporter, der sich gut und ständig in Polizeiarbeit einmischt. Allerdings einer, der hauptsächlich von seinen persönlichen Dämonen getrieben wird: bei einem Brand in seiner Wohnung vor zwei Jahren, kam Henning Juuls kleiner Sohn ums Leben. Juul überlebte mit schwersten Verbrennungen im Gesicht und ein paar Zwangsneurosen mehr - welch ein Wunder, bei dem Schicksal. Kaum genesen, wird er am ersten Arbeitstag in seiner Onlineredaktion auf eine Pressekonferenz der Polizei geschickt. In einem Zelt auf einer Wiese, wurde eine junge Norwegerin eingegraben, ausgepeitscht, gesteinigt und eine Hand abgehackt. Alle stürzen sich auf die Ehrenmordtheorie, mit islamistischen Hintergrund... doch Henning wäre nicht Henning, wenn er die Sache nicht aus einem anderen Winkel betrachten würde.

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  • "Sterblich" macht Lust auf "Vergiftet"

    Sterblich

    AusZeit-Mag

    05. February 2014 um 21:27

    ~Inhalt~ Ausgepeitscht, verstümmelt und gesteinigt – so wurde die 23jährige Filmstudentin Henriette Hagerup von einem Spaziergänger im Wald gefunden. Dies ist die Meldung des Tages, als der Journalist Henning Juul nach knapp zwei Jahren gezwungener Abstinenz wieder seinen Dienst antritt. 2007 entfachte ein schwerer Brand Juuls Wohnung, bei dem sein kleiner Sohn Julian tragisch ums Leben kam. Seither plagen ihn Schuldgefühle und Alpträume. An die Tage vor diesem furchtbaren Ereignis hat er keine Erinnerung. So treibt ihn die Frage um: Wer ist schuld am Tod meines Sohnes? Wurde der Brand gelegt? Die Ermittlungen rund um den Tod an der jungen Frau helfen Henning, sich aus seiner Lethargie zu befreien und sein alter Spürsinn erwacht wieder zu neuem Leben. Augenscheinlich wurde die Studentin Opfer eines Ehrenmordes. Doch diese Theorie scheint allen Beteiligten doch etwas zu einfach zu sein. ~Einschätzung~ Der Debütroman „Sterblich“, des in Oslo lebenden Autors Thomas Enger, erschien bereits im Oktober 2012 in den Läden. Insgesamt soll es fünf Bücher um den Hauptprotagonist, den Online-Journalisten Henning Juul, geben, der durch einen Brand in seiner Wohnung seinen kleinen Sohn Julian verloren hat. So muss er nun mit dem Verlust seines Sohnes und den schweren Narben in Gesicht und an den Händen zu leben lernen. Doch die quälende Frage, was das Feuer ausgelöst hat, konnte ihm noch niemand beantworten. Solange er nicht weiß, ob jemand den Brand gelegt hat, wird er wohl immer weiter von Alpträumen heimgesucht werden. Thomas Enger schafft es ganz gut, die teils resignierte und depressive Stimmung gepaart mit einem kleinen Funken Hoffnung und Lebenslust zu transportieren. Henning Juul ist auch der einzige Charakter in diesem Buch, der wirklich Tiefgang aufweisen kann. So zeichnet der Autor die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunftsperspektiven des Journalisten ganz gut auf. Wir können am täglichen Kampf um das „Weiterleben“ Hennings teilnehmen. Es wirkt alles sehr authentisch. Ich muss sagen, dass ich dem Hauptprotagonisten viel Sympathie entgegenbringe. Nicht zuletzt deswegen, weil man neben der depressiven Stimmung auch immer wieder die alten Gewohnheiten des Journalisten spürt. So musste ich das ein oder andere Mal über die Spitzfindigkeiten und Sticheleien schmunzeln. Die anderen Charaktere zeigen sich für mich eher blass und farblos. Störend habe ich die Anspielungen des Kriminalkommissars Bjarne Brogeland seiner Kollegin Ella Sandland gegenüber empfunden. Die Gedankengänge des Kommissars fand ich hier eher platt. Vielleicht hat Thomas Enger genau das bezweckt. Irgendjemand muss ja der Unbeliebte sein. :-) Der Mord an der Studentin Henriette scheint auf den ersten Blick ganz leicht zu lösen zu sein. Das wäre aber natürlich zu einfach gewesen. So werden wir als Leser immer wieder in neue Situationen gebracht, die uns am augenscheinlichen Mordmotiv „Ehrenmord durch den Lebensgefährten“ zweifeln lassen. Nach und nach kommen neue Theorien zum Vorschein. Dies ist dem Autor wirklich gut gelungen. Abschließend muss ich sagen, dass ich den Spannungsfaktor bei diesem Buch eher mittelmäßig fand. So drängte mich nicht der Mord an der Studentin zum Weiterlesen, sondern vielmehr die Lebens- und Leidensgeschichte des Journalisten Henning Juul. Da ich bereits dabei bin, das Nachfolgebuch „Vergiftet“ zu lesen, muss ich sagen, dass sich die Story um Juul immer weiter entfaltet – er seine Lebens- und Überlebensgeister weiter wecken kann und dass die Geschichte definitiv an Tempo gewinnt. Und genau mit dem Wissen, was in dem zweiten Buch von Enger passieren wird, würde ich mich freuen, wenn ihr dem Autor mit „Sterblich“ eine Chance gebt. Es lohnt sich wirklich! ~Fazit~ 3 von 5 Punkten. Wenn man auf starke, große Charaktere steht, dann ist das genau das richtige Buch. Hochspannung oder sogar Gemetzel darf man hier aber nicht erwarten. (SM)

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  • Spannender Auftakt einer Serie

    Sterblich

    Bellexr

    09. December 2013 um 11:04

    Zwei Jahre hatte Henning Juul, Journalist einer Osloer Internetzeitung, eine Auszeit genommen, um sich von den Folgen eines Wohnungsbrands zu erholen, bei dem sein kleiner Sohn ums Leben kam. Nun ist er an seinem Arbeitsplatz zurück und gleich mit einem brisanten Fall betraut. In einem Waldstück wurde die grausam zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden. Alles deutet auf Ehrenmord hin, doch Henning kommen bald Zweifel.   Vor dem Wohnungsbrand war Henning Juul der Enthüllungsreporter bei 123nyheter. Doch nun kehrt er als gebrochener Mann zurück, der noch lange nicht über den Tod seines Sohnes hinweg ist, seine Narben trägt der Journalist nicht nur äußerlich. Hinzu kommt auch noch, dass er gleich am ersten Arbeitstag seiner Ex-Frau bei der Pressekonferenz zu dem Mordfall über den Weg läuft und diese nun mit seinem Kollegen befreundet ist. Umso verbissener stürzt sich Henning nun in den Fall um den Mord auf dem Ekeberg, bei dem die Ermittler von einem Ehrenmord ausgehen. Doch kaum befasst sich Henning intensiver mit dem Fall, kommen ihm erste Zweifel und seine Recherchen gehen in eine vollkommen andere Richtung.   Thomas Engers Debüt-Thriller um seinen Protagonisten Henning Juul ist ein typisch skandinavischer Thriller, er ruhig, düster und nachdenklich angelegt, verbunden mit einer Story, die vielschichtiger nicht sein könnte. Entsprechend lernt man auch erst einmal Henning Juul ein wenig näher kennen. Ein Mann, der innerlich wie tot ist, den Alpträume plagen und der immer wieder die Szenen des Wohnungsbrandes durchlebt. Aber bevor es zu melancholisch werden kann, schwenkt Thomas Enger um und steigt in die Geschichte um den Mord an einer jungen Studentin ein.   Der Tatort auf dem Ekeberg gleicht einem Hinrichtungsort, die junge Frau wurde in ein Erdloch eingegraben und gesteinigt. Dies sieht alles nach einer Strafe nach den Regeln der Scharia aus und Hennings Studienfreund, welcher die laufenden Ermittlungen leitet, bearbeitet den Fall auch in dieser Richtung. Doch Hennings Spürnase hat ihn auch nach dem schrecklichen Schicksalsschlag nicht verlassen und so entwickelt sich der Fall äußerst vielschichtig und wendungsreich.   Die Spannung baut Thomas Enger langsam, dafür aber kontinuierlich auf, zudem legt der Autor auch immer mal wieder falsche Fährten aus, verunsichert einem damit in Bezug auf Mörder und Motiv und reizt hierdurch die Neugier. In einem fesselnden, aber eher ruhig gehaltenen Schreibstil versteht es der Autor sehr gut, einen spannenden wie komplexen Thriller zu erzählen, der zudem mit Charakteren aufwarten kann, die zwar durchaus problembehaftet sind, aber detailreich beschrieben werden und dabei überzeugend und glaubwürdig agieren.   Fazit: Gelungener Auftakt der Thriller-Serie um den Enthüllungsjournalisten Henning Juul.

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  • Spannend - macht Lust auf mehr

    Sterblich

    AnnaChi

    17. November 2013 um 18:27

    Nachdem ich eine Reihe von Krimiflops hinter mir habe, ist dieser Thriller eine positive Überraschung. Internet-Journalist Henning Juul, der nach dem traumatischen Tod seines kleinen Sohnes und einer langen Auszeit ganz langsam wieder Tritt gewinnt und in einem grausamen vermeintlich islamistisch motivierten Mord recherchiert, ist eine glaubwürdige, sympathische Hauptfigur, auch nicht so super-dauer-entnervend-depressiv wie andere skandinavische Krimigestalten. Der Fall ist spannend, packend geschrieben und mit einer - zumindest für mich - überraschenden Auflösung.

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  • 1. Band der Henning-Juul-Reihe

    Sterblich

    Kerry

    17. November 2013 um 13:17

    Vor knapp zwei Jahren, im September 2007, verlor Henning Juul das wichtigste in seinem Leben. Bei einem Brand in seiner Wohnung starb sein kleiner Sohn Jonas, er selbst erlitt schwere Verbrennungen, die ihn entstellten. Auch sein Gesicht ist durch den Brand gezeichnet worden, er jedoch hat überlebt, im Gegensatz zu seinem Kind. Was jedoch am schwersten wiegt ist die Ungewissheit: Hat er das Feuer, in dem sein Kind zu Tode kam, selbst verursacht? Es dauerte lange, bis Henning sich von seinen Verletzungen erholt hat, aber im Juni 2009 ist er soweit wieder hergestellt, dass er seiner Tätigkeit als Journalist wieder nachgehen kann. Sein Arbeitgeber www.123nyheter.no hat trotz seiner langen Auszeit an ihm festgehalten. Ein ruhiger Einstieg ist Henning jedoch nicht gegeben, denn sein Nachrichtenredakteur schickt ihn gleich zu einer Pressekonferenz. Eine junge Frau wurde tot in einem Zelt aufgefunden - allem Anschein nach wurde sie gesteinigt. Handelte es sich hierbei um einen sogenannten "Ehrenmord"? Bei dem Opfer handelt es sich um die 23-jährige Studentin Henriette Hagerup und auch wenn alles nach einem Ehrenmord aussieht, glaubt Henning von Anfang an nicht an diese Theorie. Sein Spürsinn sagt ihm definitiv, dass mehr dahinter steckt, als es den Anschein hat. Mit Hilfe einer "Quelle", von der Henning selbst nicht genau weiß, um wen es sich handelt, findet er tatsächlich heraus, dass es ein anderes Motiv geben muss. Aber wer hatte einen Grund, die überaus begabte junge Frau so grausam zu ermorden? Henning ermittelt auf eigene Faust und kommt dem Täter gefährlich nahe ... Der 1. Band der Henning-Juul-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass es sich bei dem Protagonisten nicht um einen typischen Helder bzw. Ermittler handelt, sondern um einen schwer traumatisierten Journalisten, der mit seinem Verlust nicht abschließen kann bzw. den die Zweifel fast zerfressen, ob er selbst Schuld an dem Unglück war, dass ihm das liebste auf der Welt genommen hat. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier besonders gut gefallen hat, dass einige Figuren sich im Laufe des Buches als ganz anders herausstellen, als sie auf den ersten Blick sind. Diese Wandlungen sind dem Autor sehr gut gelungen. Mein Herz habe ich allerdings an den Journalisten mit dem gebrochenen Herzen verloren, der trotz seiner Zweifel und seines Verlustes, den Dingen auf den Grund geht, obwohl er es nicht vermag, das Rätsel um seinen eigenen Verlust zu lösen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, auch wenn ich, wie nicht anders zu erwarten, mit den norwegischen Bezeichnungen einiger Orte so meine Liebe Not hatte und ich hätte mir an einigen Stellen doch etwas mehr Thrill gewünscht. Dennoch handelt es sich hierbei um einen sehr gelungenen Auftakt und ich freue mich jetzt schon auf den 2. Band der Reihe "Vergiftet", der sich zum Glück bereits in meinem Besitz befindet.

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  • Grandioser Auftakt

    Sterblich

    funne

    10. November 2013 um 14:05

    Henning Juul ist zurück. Nach dem tragischen Tod seines Sohnes vor zwei Jahren glaub er, nie wieder der Alte sein zu können. Doch kaum beginnt der erste Arbeitstag, erwacht Juuls Ermittlerinstinkt wieder: Die Leiche der Studentin Henriette Hagerup wird halb im Boden vergraben, gesteinigt und ausgepeitscht auf einem Hügel gefunden. Der Hauptverdächtige: Ihr Freund, möglicher Befürworter der Hadd-Strafe. Doch dann taucht ein Drehbuch auf, das genau diesen Mord beschreibt. Und es wäre zu einfach, dem Täter im Drehbuch Henriettes Freund zuzuordnen... Meine Meinung: Ein schlichtes Cover. Ein nichtssagender Titel. Aber ein bekannter Bestsellerautor. „Sterblich“ ist der erste Band von Thomas Engers Henning-Juul-Reihe, der Reihe des Journalisten mit dem unvergleichlichen Spürsinn. Das Buch beginnt ein wenig philosophisch, extrem unverständlich, mit dem, was Juuls Persönlichkeit ausmacht: Dem Tod seines Sohnes. Das Ausmaß des vergangenen Geschehens erfährt der Leser erst im Laufe des Buches richtig. Nachdem man diese Hürde allerdings überwunden hat, geht es los: Thomas Enger besticht nicht durch eine packende, unglaublich spannende Schreibweise, sondern eher durch eine Angenehme, Entspannende, die allerdings den gleichen Effekt ausübt: Sie fesselt den Leser regelrecht an das Buch und macht es zu einem wahren Lesevergnügen.Auch für Leser, die nicht unbedingt eine spannungsgeladene, schlaflose Nacht zubringen wollen. Das erste Mal seit Langem hat mich ein Buch so gepackt, dass ich plötzlich nichts Besseres zu tun hatte als es zu lesen. Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher, die ich dank dem Blanvalet Verlag auch gleich hier habe. Leider fand ich, dass das Buch nach dem Finale ein wenig lang gezogen und quasi zum Einschlafen langweilig war, da nämlich jeder noch so kleine Faden verknotet werden musste. Außerdem sind die Motive der Täter ziemlich löchrig – beziehungsweise für mich nicht sonderlich gut nachzuvollziehen. Dementsprechend unzufrieden mit ich mit dem Ende, nachdem mir der Rest des Buches prächtig gefallen hat. Dafür sind die letzten Seiten allerdings eine Art Schocker, die sowohl neugierig auf das nächste Buch machen als auch den Leser aus seinem Halbschlaf wecken. Auch zu Henning Juul selbst sollte ein Kommentar nicht fehlen. Wenn man dieses Buch liest, kommt man glaube ich nicht umhin, es mit der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson zu vergleichen. Was vermutlich daran liegt, dass es eine Art Krimi ist, die allerdings nicht aus Sicht der Polozei, sondern aus Sicht eines Kriminaljournalisten geschrieben ist. Trotzdem merkt man schnell, dass dieses Buch etwas völlig Anderes ist und Henning Juul eine einzigartige Persönlichkeit hat – ein wunderbar ausgearbeiteter Charakter mit einer tiefgreifenden Vergangenheit, der wirklich dafür gemacht ist, in einer ganzen Buchreihe mitzuspielen. Er ist dessen würdig, und ich freue mich schon, ihn bei seinen nächsten beiden Fällen begleiten zu dürfen.

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  • Sterblich

    Sterblich

    HelgaR

    28. October 2013 um 20:37

    1.Fall Henning Juul. Die Studentin Henriette Hagerup wurde ermordet. Man fand sie am Ekeberg in einem Zelt, sie war bis zum Oberkörper eingegraben, die linke Hand war abgetrennt und man hatte sie gesteinigt. Henning Juul, ein hervorragender Kriminalreporter kommt nach zwei Jahren Auszeit wieder in die Redaktion zurück. Es geht ihm noch immer nicht gut, er hat damals bei einem Wohnungsbrand seinen Sohn Jonas verloren und er selbst hat Narben im Gesicht davongetragen. Und nicht nur das, er hat noch immer ein Trauma und schreckliche Träume. Nun wird er jedoch gleich an seinem ersten Arbeitstag zu einer Pressekonferenz geschickt, bei der es um den Tod der Studentin geht. Außerdem soll er mit Iver Gundersen zusammenarbeiten, dem neuen Freund seiner Exfrau Nora. Also nicht gerade ein super Arbeitseinstieg. Der Mord an Henriette hält alle ganz schön auf Trab, es ist äußerst schwierig herauszufinden, was eigentlich dahintersteckt. Die Polizei ist der Meinung, es steckt die BBB (Bad Boys Burning) Gang dahinter, aber Henning glaubt das nicht und geht seine eigenen Wege. Der Fall ist sehr gut aufbereitet, wenn auch die Spannung etwas auf der Strecke bleibt. Die Charaktere der Figuren sind gut und detailliert dargestellt. Besonders Henning gefällt mir recht gut, vor allem weil er nicht so total in Depressionen verfällt. Die Ermittlungen ziehen sich etwas in die Länge, aber der Autor hat am Ende dann doch etwas zugelegt und das Ergebnis war noch sehr interessant. Da das Buch ja mit einem Cliffhanger endet, werde ich auf jeden Fall auch den zweiten Band „Vergiftet“ lesen und bin schon sehr gespannt darauf, wie es weitergeht.

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  • Sympathischer Ermittler, der sehr eigen ist

    Sterblich

    trollchen

    10. July 2013 um 19:41

    Sterblich Kurzfassung: Überraschend, spannend, tiefgründig norwegisch! Nach zwei Jahren Auszeit kehrt Henning Juul zurück an seinen alten Arbeitsplatz in der Online-Redaktion von 123nyheter. Bei einem Wohnungsbrand wurde er schwer verletzt. Die Narben zeichnen ihn bis heute. Doch noch schlimmer ist für ihn, nicht zu begreifen, wie der Brand entstehen konnte, dem sein kleiner Sohn zum Opfer fiel. Henning bezweifelt, dass er jemals wieder der Alte sein wird – der Enthüllungsreporter mit bombensicherer Spürnase für das Böse, für den Bodensatz, für die gefährlichsten Stories. Doch seine Kollegen kennen kein Pardon und schicken ihn an seinem ersten Arbeitstag zu einer Pressekonferenz der Osloer Polizei. Auf dem Ekeberg wurde die Leiche einer 23-jährigen Studentin gefunden. Der Körper weist schreckliche Folterspuren auf – oder sind es die Folgen einer Strafe nach den Regeln der Scharia? Polizeiermittler und Journalisten glauben an einen Ehrenmord. Nur Hennings Instinkt sagt etwas anderes. Aber kann er sich darauf noch verlassen?     Thomas Enger versteht es Spannung durch klassische Ermittlungsarbeit, bedrohliche Situationen, Cliffhanger und sogar die eine oder andere Verfolgungsjagd zu erzeugen, ohne dass er eines dieser Stilmittel überstrapaziert, allerdings kann er auch nicht vermeiden, dass die inneren Monologe des Titelhelden die Spannung wieder ausbremsen und manchmal etwas langatmig sind. Meine größten Schwierigkeiten hatte ich aber mit Hennig Juul selbst, der so von Unglück und Traurigkeit überschüttet, in seinem Leid baden muss, dass der Autor es mir schwer gemacht hat, etwas anderes außer Mitleid und Verständnis für Juul zu empfinden und ihn um seiner selbst willen zu mögen, obwohl natürlich an mehreren Stellen sein nobler Charakter offensichtlich wird, er überlässt zum Beispiel die Lorbeeren für seine Recherchen seinem Partner   Mein Fazit: Ich wollte mir eigentlich nur ein Buch aus meinen Regal holen, was ein wenig Spannung verspricht. Aber dann war ich so überwältigt vom Anfang und vom Schreibstil von Thomas Enger, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Die Spannung, die am Anfang des Buches erzeugt wird, bleibt über das gesamte Buch bestehen, es gibt kaum Seiten, die langweilig waren, denn alles hatte seine Berechtigung, um in dem Buch erwähnt zu werden. Beste Ermittlungsarbeit, überzeugende Dialoge und auch ein paas Verfolgungsszenen machen diesen Krimi zu einem gut recherchierten  und ausgeklügelten Fall, der noch nicht zu Ende ist. Denn es soll, laut Amazon, der erste von einer 5-teiligen Reihe sein und ich werde jedes Buch, davon lesen. Denn es bietet mir gute Entspannung, sympathische Protagonisten, tolle Szenen und ab und zu auch ein paar Ortssituationen. Das größte Augenmerk lenkt Thomas Enger dem Ermittler Henning Juul zu, der eigentlich gebeutelt ist von seinem Schicksal, aber der es trotzdem geschafft hat, wieder zu leben, auch wenn er von vielen angestarrt wird, wegen seiner narben, aber es macht ihn umso sympathischer, obwohl ich auch viel Leid und Not ihn seinem Charakter erkenne. Aber dass er sich nicht versteckt, finde ich Klasse und deswegen habe ich ihn in mein Herz gelassen und werde auf viele Ermittlungen mit ihm warten. Ein spannendes, mitreißendes und mitfieberndes ( denn man wird in die Überlegungen mit hinzugezogen!) Buch von einem Autor, den man sich merken muss, mit vielen überraschenden Wendungen und einem nicht vorhersehbaren Ende! Top! 5 Sterne voll berechtigt!

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  • Journalist auf Mörderjagd

    Sterblich

    cvcoconut

    22. April 2013 um 13:05

    Von der Geschichte her was es schon ganz spannend. Ein Mord an einer jungen Frau geschieht, der auf einen Ritualmord hindeutet. Je weiter sich Henning in den Fall vertieft, je mehr wird klar, das alles einen anderen Hintergrund hat. Die eigentlichen Täter werden zu Opfern und Opfer zu Tätern. Das Buch lässt auch viel durchblicken über die Imigrationshintergründe. Bestimmte Rituale werden mit eingebürgert. Die Schilderung fand ich schon sehr krass und die Strafen für Frauen sind teilweise schon recht brutal. Was mir nicht so gefallen hat an dem Buch war, das es ein bisschen von der Stieg Larsson Serie hat durchblicken lassen.

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  • Rezension zu "Sterblich" von Thomas Enger

    Sterblich

    Natalie77

    26. January 2013 um 16:59

    Inhalt: Henning Juul beginnt nach dem Brand vor zwei Jahren, bei dem sein Sohn ums Leben kam und er schwer verletzt wurde, wieder zu arbeiten. Er soll über einen scheinbaren Ehrenmord berichten. Die junge Frau wurde brutal ermordet. Ein Täter ist schnell gefunden. Die Indizien weisen darauf hin das es der Pakistanische Freund der Toten war. Aber Henning Juul glaubt da steckt mehr dahinter... Meine Meinung: Sterblich wurde überall hoch gelobt und auch der Klappentext las sich gut so das ich dieses Buch vor etwa einem Jahr einpackte und mit nach Hause nahm. Leider hatte ich für mich mehr erwartet und wurde dieses mal enttäuscht, aber so ist das mit den Erwartungen. Henning Juul ist die Hauptperson dieser Reihe die mit sterblich beginnt. Er ist sehr gut ausgearbeitet und hat viel Tiefe. Wir lernen ihn in vielen Situationen kennen, aber meistens bekam ich einen depressiven und negativen Eindruck von ihm. Dieses Buch ist ein Krimi somit erwarte ich Spannung und Fokus auf den Fall, hier allerdings wurde für meinen Geschmack viel zu viel auf das Privatleben geachtet und somit viel zu viel Spannung genommen. Die Nebenfiguren bleiben blass und farblos. Ein wenig mehr Tiefe bei ihnen hätte gewiss nicht geschadet. Das was mir bei Juul schon fast zu viel war war hier zu wenig. Der Plot dagegen ist recht interessant. Diesen möchte ich positiv hervorheben. Hätte Enger sich nicht in den Nebensächlichkeiten verloren wäre es für mich ein astreines Buch gewesen. Das Ende ist offen was wohl auch daran liegt das es eine Serie ist und der Leser natürlich animiert werden soll auch den nächsten Band, Vergiftet, zu lesen.

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  • Rezension zu "Sterblich" von Thomas Enger

    Sterblich

    MandyMatz

    11. November 2012 um 23:10

    Ich glaube, ich werde mit diesem Autor nicht warm. Nach dem 2. Buch um Henning Juul habe ich nun also auch das 1. gelesen, und komme wieder zu dem gleichen Schluss: gute Geschichte, aber nicht gut erzählt. Ein Mädchen wird tot aufgefunden, grausam ermordert, die erste Theorie, Ehrenmord, liegt nahe. Doch natürlich ist alles anders als gedacht und Juul, ein Journalist, der 2 Jahre nach einem Brand in seiner Wohnung und dem damit einhergehenden Tod seines kleinen Sohnes wieder beginnt zu arbeiten, löst den Fall. Das Ganze wirkt mir zu konstruiert, es gibt einige Unstimmigkeiten und ein Erzählstrang erschließt sich mir irgendwie überhaupt nicht. Die Charaktere bleiben bis auf Juul eher blass. Juul hingegen ist meiner Meinung nach gut gelungen, seine Ängste werden detailreich und authentisch dargestellt, seine (Schuld-)Gefühle bezüglich seines Sohnes sind ergreifend – sprach gesehen das einzig wirklich Schöne. Vor allem am Anfang kam ich mir von der sexuellen Gier einiger Charaktere regelrecht erschlagen vor und wusste damit nicht viel anzufangen. Insgesamt scheint der Autor gern mit Vorurteilen (gegen Ausländer, gegen Schwule, gegen Frauen, …) zu spielen, für mich leider oft zu plump. Die Geschichte aber ist spannend, mit vielen überraschenden Wendungen. Mein Anfangsverdacht wurde erst erhärtet, nur um kurze Zeit später wieder entkräftet zu werden. Auch dieser erste Band endet wieder mit einem fiesen Cliffhanger, Juuls eigene dramatische Geschichte zieht sich sicher durch alle Bände und ich bin sehr gespannt, wie sich am Ende alles aufklären wird. Trotzdem leider nur 3 Sterne.

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