Das Lied der Wächter - Das Erwachen

von Thomas Erle 
3,8 Sterne bei10 Bewertungen
Das Lied der Wächter - Das Erwachen
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Man kann nicht aufhören zu lesen (Megaspannend) – es packt einen.Es kommt ohne fantastische Wesen und epische Schlachten aus.

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realistische Idee in interessanter Umgebung, dem Schwarzwald. Detaillierte Beschreibung der Kulisse, undurchsichtig, bis zum Schluss.

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Inhaltsangabe zu "Das Lied der Wächter - Das Erwachen"

Seit einem verheerenden Atomunfall vor 16 Jahren gilt der Schwarzwald als unbewohnbar - die Bevölkerung wurde evakuiert und die gesamte Region zur Sperrzone erklärt. Die Menschen waren zunächst verunsichert, haben sich aber nach über einem Jahrzehnt wieder eingerichtet in ihrer heilen Welt. Doch die Regierung spielt seit Jahren ein falsches Spiel. Denn die Gefahr, die in dem verstrahlten Gebiet lauert, ist so viel größer, als sich die Menschen vorstellen können: Eine unerklärliche Kraft scheint alles Leben zu bedrohen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839223376
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:380 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:04.10.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Rajetvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Man kann nicht aufhören zu lesen (Megaspannend) – es packt einen.Es kommt ohne fantastische Wesen und epische Schlachten aus.
    Spannender Fantasy / Mystery Auftakt ohne Brimborium – total empfehlenswert!

    Vor 16 Jahren gab es einen verheerenden Atomunfall im Schwarzwald (laut der Regierung) und die Bevölkerung wurde evakuiert. Seitdem ist fast die ganze Schwarzwald Region zu einer Speerzone erklärt worden.
    Zu Anfang waren die Menschen stark verunsichert. Aber nach über einem Jahrzehnt ist die Sperrzone zur Normalität geworden und man hat sich sein Leben drum herum eingerichtet – eine heile Welt! Doch die Regierung spielt seit Jahren ein falsches Spiel. Denn die Gefahr, die in dem verstrahlten Gebiet lauert, ist so viel größer, als sich die Menschen vorstellen können: Eine unerklärliche Kraft scheint alles Leben zu bedrohen …

    Der Schreibstil ist flüssig, spannend, mysteriös aber ohne blutige Szenen, Monster, Fantasy Gestalten oder epischen Schlachten etc. – brauch der Roman nicht.

    Das Cover ist auf dem Markt der Covergestaltung auch mal anders: es zeigt eine reale Fotographie eines Waldes (im Bestfall den Schwarzwald). Wirkt aber gerade in der Bildmitte (ein Teil wirkt gespiegelt und „als ob da was wäre“) irgendwie faszinierend. Es passt absolut zum Roman und seinem Inhalt.

    Der Klappentext hat mich sofort angesprochen mit seinem Inhalt.

    Fazit:
    Der Roman ist eine echte Überraschung und gerade auch vom Gemeiner Verlag der sonst andere Romane in seinem Portfolio hat. Man kann nicht aufhören zu lesen (Megaspannend) – es packt einen und am liebsten wäre ich mitgewandert im Schwarzwald. Es kommt ohne fantastische Wesen und epische Schlachten aus. Eher mit den leisen Tönen und Wendungen die damit ein ganz anderen Roman als der üblich Mainstream in dem Genre Fantasy – Mysterie – Dystopie (zu Anfang – „Atomunfall/Kernkraftwerk) – Abenteuer beinhaltet. Auch wird dies alles an einem Ort in Deutschland erzählt, den viele auch vom Urlaub aus der Kindheit oder mit der eigenen Familie kennen. Für mich überraschend und gelungen!
    Ich kann es kaum abwarten wie es weitergehen wird in Teil 2 Der Gesang (März 2019) und Teil 3 Das Gesetz (September 2019).

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    Janna_KeJasBlogvor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Starker Anfang und neugierig machendes Ende, nur der Mittelteil konnte nicht ganz überzeugen. Ich hoffe in Band 2 zieht die Spannung an!
    Singender Nebel


    Ja, ich muss gestehen, dass ich mir dieses Buch trotz reizvollem Klappentext, nicht von allein gekauft hätte. Ich habe doch gewisse Vorurteile gegenüber Protagonist*innen im Teenager-Alter. Ich lese nicht oft Bücher aus dem Jugendbuch-Bereich, da ich bislang meist eher enttäuscht wurde. Aber hier klingt es zu reizvoll, als das ich es gar nicht erst versuchen wollte. Und ich bin dem ja nun auch nicht völlig abgeneigt, nur skeptisch bezüglich der Themen die im Mittelpunkt stehen könnten. Dies relativierte sich durch den Beginn der Geschichte recht schnell. Das Buch ist in drei Kapitel gegliedert: vor und während der Katastrophe, 16 Jahre später und ein kleiner fieser Cliffhanger am Ende. Für mich war besonders das erste Kapitel am intensivsten, da es die Stimmung sehr gut auffängt und wiedergibt.

    "Der Lärm und das Tosen des Unwetters waren verstummt. Die Stille war so intensiv, dass er glaubte, sie mit den Händen greifen zu können."
    (Seite 35)

    Ein Beginn der absolut Neugierig macht auf die kommenden Ereignisse! Ein Ehepaar inmitten des Schwarzwald, ein nahendes Unwetter. Während sie versuchen sich in Sicherheit zu bringen, fallen ihnen vermehrt die mysteriösen Umständen auf. Meterhoher Schnee nach wenigen Stunden inmitten des Herbstes, jegliche Elektrizität funktioniert zeitgleich nicht mehr. Ebenso verhalten sich die Tiere auffällig untypisch und der näher kommende Nebel scheint einem Gesang ähnlich zu sein.

    Dann kommt ein rapider Schnitt. 16 Jahre später. Kurz vor Felix` Geburtstag muss er erfahren das seine angebliche Mutter ihn zwar großzog, diese aber nicht seine leibliche Mutter ist. Diese ist zusammen mit seinem Vater nie wieder aus dem Schwarzwald zurückgekehrt. Ich war absolut angefixt! Die positionierten Soldaten stehen auch heute noch am Rande des Schwarzwaldes, doch bewachen sie diesen damit niemand hereingeht … oder nichts herauskommt? Weitere Ereignisse ließen mich durch die Seiten hüpfen, vergangenes wird gegenwärtig und ich wollte unbedingt auf schnellstem Wege mit Felix losziehen! Ich habe mir überhaupt nicht viele Notizen gemacht, da ich nur so durch die Seiten flog. Wer oder was lebt noch dort? Was geschah mit seinen Eltern?

    Ich denke ich nehme hier niemanden die Überraschung, wenn ich sage das es gemeinsam mit Felix Richtung Schwarzwald ging. Und die neuen Erkenntnisse die dazu führten, stellten nur noch mehr Fragen in den Raum, gaben nur wenige Antworten. Doch dann kam für mich ein Schnitt, die Neugierde blieb vorhanden, aber die Spannung verpuffte … Zu sehr störte mich Felix` andauernde Fragerei – zu Beginn absolut nachvollziehbar, aber auf dem Weg nervte es mich bald nur noch. Auch der Verlauf konnte mich nicht mehr packen. Zu sehr werden Situationen geschildert, die nicht tragend für die eigentliche Geschichte sind. Uninteressante Ereignisse nehmen zu viel Raum ein und die spannenden und interessanten Momente sind zu schnell abgehandelt.

    Zunächst befürchtete ich, der Autor rundet all dies noch mit dem zarten Klischee der Liebe ab, doch dem war – zu mindestens in diesem Band – nicht so und das darf auch gerne so bleiben! Es ging vordergründig um das Leben im Schwarzwald, ohne all die Vorzüglichkeit der Elektrizität. Es geht um den Umgang der wenigen Zurückgebliebenen untereinander. Der Ort und seine Gegebenheiten innerhalb eines Buches soll und muss natürlich skizziert werden. Das diese Themen dem Autor wichtig waren, kann ich nachvollziehen, nur war die Umsetzung, der Verlauf zu positiv. Es hat die Gefahr des Waldes, das was im Wald lebt, sich ausbreitet, zu stark relativiert.

    Das Ende lässt mich unbefriedigt zurück! Und das positiv gemeint, denn die Geschichte ist nicht abgeschlossen.

    Auch wenn die Ereignisse des ersten Bandes zu einem Abschluss kommen, so bleibt der weitere Verlauf ebenso offen wie einige Fragen.

    Auch wenn mich dieser Reihenauftakt nicht vollends umhauen konnte, so freue ich mich dennoch auf den zweiten Band und hoffe das dieser in den Ereignissen und dem Gänsehautfaktor anzieht! Und der großen Frage, nach dem was dort im Wald herrscht, näher kommt. Ebenso besteht schon große Vorfreude auf die Buchmesse und das Event des Gmeiner Verlags!

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    Kumosbuchwolkes avatar
    Kumosbuchwolkevor 13 Tagen
    Kurzmeinung: realistische Idee in interessanter Umgebung, dem Schwarzwald. Detaillierte Beschreibung der Kulisse, undurchsichtig, bis zum Schluss.
    undurchschaubarer Schwarzwald, der bis zum Schluss seine Geheimnisse hütet

    Zwischen den Seiten

    Zunächst lernte ich das junge Ehepaar Nadja und Martin kennen, die sich auf eine kleine Wanderung durch den Schwarzwald befinden. Nadja und Martin sind vor 6 Monaten Eltern geworden und nehmen sich eine  kleine  Wanderauszeit, das Kind befindet sich in der Obhut von Freunden.

    Ein herrlicher Tag steht den beiden bevor, doch schnell lässt sich erahnen, dass irgendetwas nicht stimmt. Das Wetter spielt verrückt, Armbanduhren funktionieren nicht mehr, das Smartphone auch nicht, eine plausible Erklärung lässt sich nicht finden.

    Genau wie Nadja und Martin, tappt auch der Leser im Dunkeln, spürt nur, dass da etwas lauert, auf das nicht näher eingegangen wird. Nach etwa 50 Seiten endet, das erste Kapitel, ja das Buch bestehlt insgesamt aus drei Kapiteln und bei 357 Seiten, sind diese zum Teil sehr lang. :)

    Mit dem Beginn des zweiten Kapitels macht die Handlung einen großen Sprung. 16 Jahre sind vergangen und wir landen bei dem 16-jährigen Felix. Er lebt ein normales Leben, freut sich auf seinen bevorstehenden Geburtstag. Als Leser erfährt man, durch Felix was in der Zwischenzeit aus dem Schwarzwald geworden ist, man geht von einem Atomunfall aus, dass Gebiet wurde abgesperrt und wird seither streng bewacht. Dennoch hat sich mit der Zeit das Leben drumherum ganz normal weiter entwickelt. Von unserem Alltag in 2018 kaum zu unterscheiden.

    Der Schwarzwald gilt als geheimnisvoll und auch Felix findet diesen interessant, gibt sich allerdings damit zufrieden, dass er zur Sperrzone erklärt wurde. Das ändert sich schlagartig am Abend vor seinem Geburtstag und Felix hat nur noch ein Ziel, rein in den Schwarzwald.
    Die Idee, die der Autor Thomas Erle in „Das Lied der Wächter Das Erwachen“ verarbeitet und umgesetzt hat, fand ich spannend. Doch seine Absicht bleibt bis zum Schluss, so undurchdringlich, undurchschaubar, wie ich mir den Schwarzwald dunkel und voller Geheimnisse vorstelle.

    Es kommen Zweifel an der Echtheit eines Atomunfalls auf. Denn wie lässt es sich erklären, dass sich die Strahlungen auf ein Gebiet beschränken und das drumherum alles normal weitergeht?

    Gemeinsam mit Felix betreten wir den Schwarzwald und von ihm geht eine Anziehungskraft aus. Mir ist bis zur letzten Seite nicht alles klar geworden, vielmehr blieb viel von dem, was als Atmosphäre erzeugt wird, weiter undurchdringlich. Für die Spannung ein großer Pluspunkt. Man merkt auch, dass der Autor sich mit dem Schwarzwald intensiv auseinandergesetzt hat, vielleicht sogar die Routen die Felix nimmt, selbst abgelaufen ist. Da liegt viel Liebe zum Detail in der Umgebung drin. Während des Lesens zog sich die detaillierte Beschreibung der Umgebung, was bei mir dazu führte, dass ich mich nur schwer auf die eigentliche Handlung konzentrieren konnte und das Buch oft zur Seite gelegt habe.

    Als Felix die Wahrheit seine Verbindung zum Schwarzwald erfährt, reagiert er kopflos, was einerseits verständlich ist, für ein paar Seiten hatte ich allerdings, die Befürchtung er rennt ohne Sinn und Verstand in den Wald. Hätte er das gemacht, hätte ich noch mehr Probleme mit ihn als Protagonisten gehabt. Zum Glück tut er das an dieser Stelle nicht. Ich kann es nicht begründen, weshalb ich trotzdem nicht warm mit ihn geworden bin. Er ist ein freundlicher Protagonist und wäre er zu tough, statt der vielen Unsicherheiten, wäre das objektiv betrachtet, ebenfalls nicht schlüssig gewesen. Subjektiv gesehen konnte er mich nicht erreichen.

    Dagegen wirkt der Schwarzwald anziehend und zugleich verwirrend, nur bruchstückenhaft bekommt man Anhaltspunkte, was in ihm vor geht, aber eigentlich bleibt man bis zum Schluss genauso unwissend wie am Anfang. Von dieser Geschichte geht ein ganz eigenartiger, fast schon nebliger Sog aus.

    Fazit

    „Das Lied der Wächter Das Erwachen“ ist ein Trilogie Auftakt, mit einer sehr interessanten, spannenden, realistischen Idee. Ein Atomunfall im Schwarzwald, der diesen zu einem Sperrgebiet macht, trotzdem geht das Leben drumherum weitestgehend alltäglich normal weiter. Das wirft Fragen auf. Auch der Schwarzwald an sich, bleibt die gesamte Zeit über eine undurchschaubare, kaum greifbare Unbekannte in der Handlung. Da sind Ursachen und Gründe, die nur angekratzt, allerdings in diesem Band nicht erklärt werden, so das ich am Ende wenigstens etwas das Gefühl habe, der Nebel lichtet sich. Selten war ich am Ende so unschlüssig, ob mich ein Buch in seinen Bann gezogen hat und ich wissen möchte, wie es weitergeht oder ob ich mich selbst im Ungewissen lassen soll. 3 Sterne.
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    © Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
    © Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

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    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Spannender und unterhaltsamer Auftakt mit kleinen Schwächen. Fantasy konnte ich hier nicht wirklich erkennen.
    Mysteriöser und abenteuerlicher Schwarzwald – Spannend und atmosphärisch

    Nadja und ihr Mann Martin sind auf einer Wandertour im Schwarzwald unterwegs, als etwas Schreckliches passiert. 16 Jahre später weiß man, dass ein verheerender Atomunfall den Schwarzwald unbewohnbar gemacht hat. Ein Teil der Bevölkerung konnte evakuiert werden, dann wurde die gesamte Region zur Sperrzone erklärt. Viele Menschen sind bis heute spurlos verschwunden, auch Nadja und Martin zählen zu den Vermissten. Niemand ahnt, dass die Regierung seit Jahren versucht, das wahre Geheimnis des Schwarzwaldes zu vertuschen. Denn nicht nur die Strahlung ist gefährlich, es gibt noch etwas anderes, etwas Großes und Unerklärliches…


    Meine Meinung:
    Obwohl ich normalerweise eher selten Fantasy lese, hat mich der Roman „Das Lied der Wächter – Das Erwachen“ von Thomas Erle neugierig gemacht. Der Schwarzwald als Schauplatz in einem Fantasy-Roman klingt interessant, zumal die beliebte Touristen-Region für mich in knapp einer Stunde erreichbar ist. Es handelt sich hier um den ersten Teil einer Trilogie, der mir spannende und abenteuerliche Lesestunden beschert hat.

    Im ersten Kapitel, einer Art Prolog, begleitet man das Ehepaar Nadja und Martin auf ihrer Wanderung durch den Schwarzwald als ein Unglück passiert, das weder die beiden Wanderer noch der Leser wirklich einschätzen können. 

    Nach dem bereits spannenden Einstieg gibt es einen Zeitsprung von 16 Jahren. Das Unglück von damals ist als schwerer Atomunfall bekannt, der Schwarzwald gilt seitdem als Sperrzone. Der 16jährige Felix lebt einen ganz normalen Teenageralltag, als er von seiner Mutter erfährt, dass er adoptiert ist und seine leiblichen Eltern seit der Katastrophe im Schwarzwald als vermisst gelten. Felix erhält brisante Informationen und beschließt in der Sperrzone nach seinen Eltern zu suchen.

    Thomas Erle erzählt die Story spannend und sehr atmosphärisch. Fast schon ein bisschen zu ausschweifend beschreibt er die verlassene und raue Landschaft des Schwarzwaldes und lässt klare Bilder im Kopf der Leser entstehen. Auf der Suche nach Antworten um das Geheimnis, dass sich in der Sperrzone verbirgt, fliegt man förmlich durch die Seiten, doch Vieles bleibt natürlich noch rätselhaft und unbeantwortet, was das Lesens stellenweise etwas langatmig macht. Hier hätte ich mir ein klitzekleines bisschen mehr Feuer in Form von Informationen gewünscht.

    Der Hauptprotagonist Felix ist ein typischer Teenager, er handelt oft unüberlegt und intuitiv. Obwohl seine Aktionen mir immer wieder Stirnrunzeln bescherten, so wirkt er gerade deshalb auch authentisch. Ich bin gespannt, wie sich Felix im Laufe der Story noch entwickeln wird.

    Mein Fazit:
    „Das Lied der Wächter – Das Erwachen“ von Thomas Erle ist der erste Teil einer Fantasy-Trilogie mit spannendem und ungewöhnlichem Plot. Das Setting, der Schwarzwald, wird atmosphärisch und intensiv beschrieben. Stellenweise waren mir die Ausführungen zu langatmig und dieser erste Teil der Reihe las sich für mich eher wie Jugendabenteuer und weniger wie ein Fantasyroman. Dennoch hatte ich packende und unterhaltsame Lesestunden. Der Roman lässt mich voller Neugier und Erwartung auf den zweiten Teil der Trilogie zurück. Ob Fantasy-Fans hier allerdings wirklich auf ihre Kosten kommen, wage ich etwas zu bezweifeln, von mir gibt’s jedoch fürs Erste eine Leseempfehlung.

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 17 Tagen
    Spannender Fantasy-/Abenteuermix

    Nadja und ihr Mann Martin sind begeisterte Wanderer, doch seit der Geburt des kleinen Felix haben sie noch keine Zeit dazu gefunden. Aber heute ist es soweit und die beiden brechen auf zu einer kleinen Tour durch den Schwarzwald, während ihre Freundin Veronika auf den kleinen Felix aufpasst. Während der Wanderung jedoch schlägt das Wetter um, ein regelrechtes Unwetter bricht über sie herein und das ist nicht das einzige, was über sie hereinbricht. Sechzehn Jahre später weiß man, dass es sich damals um einen Unfall mit einem Atomreaktor handelte. Seitdem ist der Schwarzwald absolute Sperrzone. Streng bewacht von Soldaten kommt niemand hinein und niemand hinaus. Warum wird dieses Gebiet nur so streng bewacht?
    Meine Meinung
    Auf dieses Buch wurde ich dank des Gmeiner Verlages selber aufmerksam und ich muss sagen: zum Glück, denn bis dato hatte ich noch nichts von dieser Geschichte gehört.
    Schon der Klappentext machte mich sehr neugierig, denn er klang spannend mit einer Mischung aus Dystopie, Geheimnissen und Fantasy und ich kann gleich vorweg behaupten, es wurde auch absolut spannend.
    Schon auf der ersten Seite zog mich Autor Thomas Erle in den Bann seiner Geschichte. Sehr flüssig, aber auch sehr bildgewaltig beschreibt er zu Beginn von den beiden Wanderern, die die Katastrophe eher unbewusst miterleben. Es ist sprachlich modern und lässt sich angenehm leicht und flüssig lesen, so dass ich kaum merkte, wie schnell die Seiten an mir vorbei zogen.
    Das erste Kapitel ist absolut spannend und interessant, da ich als Leser bereits den Klappentext kannte, wusste ich, was hier wirklich passiert ist und doch konnte es mich völlig vereinnahmen, zu lesen, wie es den beiden Personen geht, die nichts von ihrem Unglück erahnen. Dann gibt es einen Zeitsprung von sechzehn Jahren und hier erfährt man auch direkt, was damals wirklich geschehen ist. Das grobe kann man ja bereits dem Klappentext entnehmen, ich möchte an dieser Stelle aber nicht mehr verraten, denn diese Geschichte müsst ihr einfach selber lesen.
    Ganz besonders gut gefallen hat mir hier die Atmosphäre der Geschichte, allein dadurch, dass die Geschichte in Deutschland spielt, fühlte man sich dem Setting bereits näher. Auch wenn ich seit meiner Kindheit nicht mehr im Schwarzwald war, wurde durch die Erwähnung von bekannten Gegenden alles noch einmal mehr realer und greifbarer und verursachte ein gelungenes Kopfkino. Man spürt hier, dass der Autor intensiv die Gegenden im und um den Schwarzwald herum erkundet hat und die real existierenden Orte mit in seine Geschichte einbaut. Ich für mein Teil war auch sehr überrascht, wie weitläufig die Gegend rund um den Schwarzwald wirklich ist. Viele Orte habe ich googeln müssen, um mir einfach auch mal einen Eindruck davon machen zu können.
    Durch den Erzähler in dritter Person erleben wir die Geschichte mit, doch dieser beschreibt das Geschehen so lebendig und intensiv, dass auch Gefühle und Empfindungen der Charaktere ebenfalls lebendig werden.
    Man erhält immer nur Kleinigkeiten als Erklärungen, so dass man einfach mehr wissen will, mehr darüber was geschehen ist, was mit den Menschen ist, die im Schwarzwald geblieben sind etc. Meine Neugier und die Suche nach Antworten trieb mich regelrecht mit durch die Seiten. Natürlich bleibt der Autor noch genügend Antworten schuldig, auf deren Auflösung ich wirklich gespannt bin. Es gibt eine Menge Geheimnisse, vieles ist unerklärlich und manches mysteriös, fast schon magisch und alles nicht richtig erklärbar.
    Auch die Charaktere, die eigentlich recht überschaubar blieben, waren durchdacht und glaubwürdig. Gerade Protagonist Felix, aus dessen Sicht wir hier einen großen Teil der Geschichte verfolgen, war mir sympathisch. Ich habe ihn bei seiner Suche intensiv begleiten und mit ihm mitfiebern und hoffen können. Neben Felix spielt hauptsächlich Lena noch eine sehr wichtige Rolle, denn diese ist mit dem Geschehen im Schwarzwald sehr vertraut. Aber auch bei ihr bin ich mir sicher, dass ich noch lange nicht alles erfahren habe. Kurze Einblicke in Felixs Leben bei Veronika, Zusammentreffen mit gefährlichen Personen im Schwarzwald und einen ersten Blick auf Lenas Familie lassen die Geschichte glaubwürdig und authentisch erscheinen.
    Mein Fazit
    Für mich war dieser Roman eine absolute Überraschung, aber eine positive. Ich bin mit keinen großen Erwartungen an die Geschichte herangegangen und bekam dafür ein wirklich spannendes und unterhaltsames Buch geliefert. Charaktere, Setting, Handlung, alles konnte mich überzeugen und abholen und ich wurde hier tief in die Geschichte gezogen und durfte dank der intensiven und bildlichen Beschreibungen am Geschehen teilhaben. Ich hoffe, dass diese Geschichte noch ganz viel Aufmerksamkeit erhält, denn sie ist absolut lesenswert. Schade, dass es jetzt bis März dauert, bis ich weiterlesen kann.

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    An-chans avatar
    An-chanvor 18 Tagen
    Spannender Auftakt der Trilogie

    "Das Erwachen" ist der Auftakt einer All-Age-Fantasy-Trilogie und spielt im Schwarzwald. Das Setting allein fand ich schon ansprechend und Thomas Erle schafft es, die Landschaft durch stimmungsvolle Beschreibungen lebendig werden zu lassen - auch wenn man noch nie im Schwarzwald war.

    Im ersten Kapitel erleben wir direkt das Unglück aus Sicht zweier junger Eltern, die ein halbes Jahr nach der Geburt ihres Sohnes das erste Mal wieder nur zu zweit Wandern gehen. Natürlich wissen die beiden so abgeschieden von der Zivilisation nicht, was genau passiert, aber die Naturphänomene, die sie erleben, lassen schlimmes erahnen. Dieser Start in das Buch war direkt spannend, mysteriös und fesselnd und baute eine dichte, bedrückende Atmosphäre auf, die neugierig auf die weitere Handlung im Schwarzwald machte.

    Nach dem gelungenen Auftakt folgte ein Zeitsprung von 16 Jahren und der Leser begegnet Felix, einem Teenager kurz vor seinem 17. Geburtstag. Es wird berichtet, dass der Vorfall im Schwarzwald auf ein Reaktorunglück zurückzuführen ist und der Schwarzwald seitdem wegen der radioaktiven Strahlung mit Mauern und Zäunen abgesperrt ist und streng bewacht wird. Das alles ist für die Anwohner in den angrenzenden Orten Alltag geworden und kein besonderes Ereignis mehr. So macht auch Felix sich kaum Gedanken um das Geschehen in der abgesperrten Zone und wir erleben zuerst einmal seinen Alltag kurz vor dem Geburtstag - ein ganz normaler Teenageralltag mit typischen jugendlichen Problemen.

    Alles ändert sich als seine Mutter ihm offenbart, dass er adoptiert ist und seine Eltern damals während des Unfalls im Schwarzwald wandern waren... Die Ereignisse überschlagen sich und kurzentschlossen begibt Felix sich in die Gefahrenzone...

    Etwa die Hälfte des Buches spielt entsprechend innerhalb des Schwarzwaldes und Felix muss einige seltsame Begebenheiten erfahren, die das Rätsel um den Vorfall noch vertiefen. Was geht dort im Schwarzwald tatsächlich vor sich? Diese Frage zieht sich durch den ganzen Roman und schürt die Spannung, obwohl vordergründig tatsächlich eher wenig passiert. Stellenweise wurde die Handlung auch etwas langatmig und man erfährt vorerst nur wenig rund um das große Geheimnis, sondern begleitet Felix mehr oder weniger beim Wandern. Angesichts des spannenden Einstiegs hatte ich da ein bisschen mehr erwartet, bin aber ziemlich sicher, dass es ab Band zwei noch mysteriöser und intensiver wird. Band 1 ist in der Hinsicht eher als Einleitung zu betrachten.

    Felix als Protagonist handelt zu Beginn oft unüberlegt und sprunghaft. Das mag der Pubertät zuzuschreiben sein, machte ihn aber leider in einigen Situationen schwer nachvollziehbar. Über mögliche Gefahren im Schwarzwald, der immerhin radioaktiv verseucht sein soll, macht er sich kaum Gedanken und bereitet sich auch sonst kaum auf das Abenteuer vor. Ohne Hilfe - die ihm zu seinem Glück von mehreren Seiten zukommt - wäre sein Vorhaben ein totales Himmelfahrtskommando geworden. Auch sonst hatte ich oft das Gefühl, dass Felix für sein Alter recht wenig weiß und oft die falschen Fragen stellt. Mich zumindest hätten an einigen Stellen im Buch andere Fragen mehr beschäftigt als ihn. Dafür ist er für sein Alter wiederum sehr mutig und entschlossen, zieht sein Vorhaben konsequent durch und macht innerhalb des Schwarzwaldes eine ordentliche Entwicklung durch, lernt Verantwortung zu übernehmen und besonnenere Entscheidungen zu treffen.

    Fazit: "Das Erwachen" ist ein solider Auftakt einer Trilogie, der viele Fragen aufwirft, jedoch noch kaum Antworten liefert, und überwiegend ruhig verläuft. Die erste Hälfte beginnt dabei als recht typisches Jugendbuch und erst später treten immer wieder dystopische/fantastische Elemente auf. Trotz einiger langatmiger Phasen war die Handlung durchweg spannend und fesselnd und lässt für die Folgebände eine mysteriöse, dichte Atmosphäre mit einigen Gefahren und Geheimnissen erwarten, auf die ich unglaublich gespannt bin!

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    MarthaMvor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Spannung, Fantasy, Entwicklungsroman, Jugendbuch, Verschwörungsthriller? Ein bisschen von jedem und auf jeden Fall lesenswert!
    Neugierde weckender Auftakt mit Schwächen

    In "Das Lied der Wächter - Das Erwachen" erwacht vor allem Neugierde beim Leser. Nach einem fast schon atemberaubend spannenden Auftaktkapitel zeigt der Autor Thomas Erle bereits erstmals sein Talent, richtig fiese Cliffhanger zu verfassen - ein Zeitsprung um 16 Jahre lässt den Leser mit der Frage zurück, was aus dem jungen Paar wohl geworden sein mag, das am Tag des verhängnisvollen Atomunfalls im Schwarzwald verschwand. Und aus all den anderen Menschen, die größtenteils wohl evakuiert wurden, zum Teil aber ebenfalls als verschollen gelten.

    Nun ist jedenfalls der Sohn des Paares, damals noch ein Baby, ein 16-Jähriger mit diversen pubertären Problemen und Sorgen, der am Tag vor seinem Geburtstag erfährt, dass seine Eltern nicht seine Eltern, sondern Onkel und Tante sind (bzw. waren) und erhält einen Schlüssel zu einem Bankschließfach, dessen mysteriöser Inhalt ihn dazu bewegt, in die tödlich bedrohliche Sperrzone, den Schwarzwald, einzudringen und herauszufinden, ob seine leiblichen Eltern vielleicht doch noch am Leben sind. Damit ist er dann auch den gesamten Verlauf dieses ersten Teils der Trilogie beschäftigt. Es gibt spannende und mysteriöse, interessante und etwas langatmigere Passagen.
    Wirklich langweilig wurde mir beim Lesen jedoch nie. Thomas Erle nimmt sich bemerkenswert viel Zeit für seine Figuren, besonders für den Teenager Felix, der begreift, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufbaut (und das zunächst hochgradig emotional, dann aber fast schon zu selbstverständlich hinnimmt). Noch mehr Zeit nimmt Erle sich für den Schwarzwald, den er vom Urlaubsparadies zur stillen, nicht greifbaren Bedrohung werden lässt - und dies gelingt ihm ganz meisterhaft. Die Langsamkeit und Ruhe des Erzählstils lassen oft an einen Reise- oder Entwicklungsroman denken, was mich durchaus fesseln konnte. Die Mystery-Elemente sind sparsam, aber effektvoll dosiert und die Story braucht ihre Zeit, nimmt dann aber doch an Fahrt auf und lässt den Leser wie schon nach dem ersten Kapitel wieder unwissend zurück, sodass - wenn man dem ersten Teil denn erlegen ist - man gespannt auf den zweiten Band wartet.

    Massiv gestört hat mich die Häufung von nicht korrigierten Fehlern. Zu viele Sätze, in denen ein Wort fehlt, zu viele kleinere Tippfehler und nervige Wortwiederholungen und -häufungen. Das mag zum Teil dem Autor anzulasten sein, zum Teil scheint hier aber auch das Lektorat geschlafen zu haben. Nun mag das bei einer Erstauflage weitgehend normal sein, unglücklich ist es aber trotzdem und führt bei kritischen Lesern sicher zu einer zumindest kleinen Trübung des Lesevergnügens.

    Insgesamt ist das Buch ein fesselnder, ungewöhlicher Lesestoff mit viel Lokalkolorit, das durch die bedrohlichen Mystery-Elemente gerade in seiner Vertrautheit sehr spannend neu konnotiert wird.

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    JenniferKriegers avatar
    JenniferKriegervor 19 Tagen
    Kurzmeinung: [4/5] Spannende, mysteriöse Geschichte. Hatte mich vom ersten Kapitel an. Durch detaillierte Beschreibungen entsteht viel Atmosphäre.
    [Rezension] Das Lied der Wächter 1: Das Erwachen – Thomas Erle

    Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.

    Rezension

    Der Klappentext des Buches hat mich so neugierig gemacht, dass ich schon von der ersten Seite an gar nicht schnell genug lesen konnte. Ich musste unbedingt wissen, was damals bei dem Unfall genau geschehen ist und welches Geheimnis die Regierung nun verbirgt. Da das erste Kapitel dann direkt beschreibt, wie vor 16 Jahren der Unfall stattgefunden hat, war ich von Anfang an gespannt dabei. Diese Spannung hat sich das ganze Buch über gehalten, denn es wurden nach und nach immer mehr mysteriöse Aspekte offenbart. Über Protagonist Felix gab es zunächst einen Eindruck davon, wie die Region mit der Sperrung des Schwarzwaldes umgeht. Viel interessanter fand ich jedoch, das Leben innerhalb der Sperrzone kennen zu lernen. Sowohl die Beschreibungen der Veränderung der Umgebung als auch die neuen Gesellschaftsstrukturen haben mich fasziniert. Darüber hinaus werden natürlich auch langsam Informationen darüber geliefert, welche Gefahr denn nun eigentlich in der Sperrzone lauert und wie sich der Vorfall damals auf die Menschen dort ausgewirkt hat. Das alles lernt Felix aus eigener Erfahrung, sodass es viele überraschende und brenzlige Situationen gibt. Über die Hintergründe wird zwar bis zum Schluss nicht viel offenbart, aber das macht mich nur umso neugieriger auf den nächsten Teil.


    Ebenfalls schon im ersten Kapitel ist mir aufgefallen, wie bildlich das Buch geschrieben ist. Der Autor hat sich so viel Zeit für ausführliche Beschreibungen genommen, dass ich die Umgebung, die Dörfer und den langsamen Verfall praktisch vor mir gesehen habe. Dabei beschreibt er gleich auf zwei Ebenen sehr detailliert: Zum einen werden einzelne Objekte, Gebäude und Pflanzen genau betrachtet, zum anderen gibt es auch immer einen Blick auf die Umgebung. Es wird nicht nur das verfallende Haus in allen Einzelheiten beschrieben, sondern auch die vom Gras aufgebrochene Straße und das geisterhafte Dorf, in dem dieses Haus steht. Durch diese detailreichen Beschreibungen hat das Buch sehr viel Atmosphäre. Die Schönheit der Natur hat mich in gleichem Maße ergriffen wie mich die halb verfallenen, in aller Eile verlassenen Häuser bedrückt haben.


    Allerdings ist in den vielen Details die Handlung manchmal etwas verloren gegangen. Ich persönlich war schon auf dem Feldberg, am Titisee und in Hinterzarten, deshalb kannte ich mich dort etwas aus. Nichtsdestotrotz hätte ich mir an manchen Stellen mehr Ereignisse in der Geschichte gewünscht statt noch eine Beschreibung eines verlassenen Dorfes in einem Tal, das genauso aussieht wie das vorherige Tal mit seinen verlassenen Dörfern und Bauernhöfen. Es handelt sich beinahe mehr um bildliche Beschreibungen des Schwarzwaldes, in die eine Geschichte eingebaut ist, als andersherum. Zwar gibt es Informationen über das Leben in der Sperrzone, Felix kommt der dortigen Gefahr ein wenig auf die Spur und trifft andere Menschen, aber so richtig viel schlauer bin ich noch nicht.


    Fazit

    Das Buch hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Die Handlung war spannend und hat mich neugierig gemacht. Besonders interessiert haben mich das Leben in der Sperrzone und die mysteriöse Gefahr, die dort lauert. Alles ist sehr bildlich und ausführlich beschrieben, sodass ich die Dinge regelrecht vor mir gesehen habe. Durch die Details entsteht viel Atmosphäre. Hin und wieder verliert sich die Handlung allerdings etwas in den ausführlichen Beschreibungen. „Das Lied der Wächter – Das Erwachen“ ist ein interessanter Auftakt und hat mich sehr neugierig auf den zweiten Band gemacht, sodass ich vier Schreibfedern vergebe.


    Ich bedanke mich beim Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

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    Buchperlenblogs avatar
    Buchperlenblogvor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Starker Start, flacht danach aber leider ab. Das Ende lässt allerdings auf einen besseren zweiten Teil hoffen!
    Etwas holprig

    Inhalt

    Ein verheerender Atomunfall bewirkt, dass der sonst so idyllische Schwarzwald ein verlassenes Gebiet wird. Sechzehn Jahre später macht sich Felix auf die Suche nach seinen Eltern, die damals an jenem schrecklichen Unglückstag im Schwarzwald unterwegs waren und seitdem nicht mehr auftauchten. Doch die Regierung scheint gelogen zu haben, die Bedrohung ist völlig anderer Natur als bisher angenommen.

    Rezension

    Lebenslange Lügen

    Die Geschichte startet mit einem jungen Paar. Zum ersten Mal seit der Geburt ihres Sohnes wagen sie sich wieder hinaus in die Wildnis des Schwarzwaldes. Es soll eine schöne Wanderung werden, sie genießen die vertraute Umgebung. Doch ein Unwetter kommt auf und sie schaffen es nicht mehr rechtzeitig genug den Berg hinunter. Was dann geschieht, kann man nur noch spekulieren. Ich muss sagen, das erste Kapitel hat mir wirklich unglaublich gut gefallen. Es war spannend, unheimlich, ich wollte unbedingt wissen, was dort passiert ist!

    Doch dann gibt es einen Cut, denn die Geschichte setzt erst sechzehn Jahre später wieder ein. Felix erfährt an seinem Geburtstag, dass seine leiblichen Eltern bei dem damaligen Atomunfall wohl ums Leben gekommen sind. Oder vielleicht auch nicht, denn vielleicht haben sie überlebt, sich so lange Zeit versteckt. Doch warum sollte man sich vor seinem eigenen Sohn verstecken? Felix geht der Spur nach, findet Hinweise über ihren Verbleib. Doch irgendwie war die Luft raus. Der Auftakt war so stark, dass ich ungeduldig verfolgte, wie Felix immer tiefer in den Schwarzwald gerät, Freund und Feind kennenlernt. Immer wenn die Frage aufkam, was denn nun eigentlich wirklich passierte – Schweigen. Und keinerlei vehementes Nachfragen seitens des Protagonisten. Im Gegensatz zu Felix regte mich dieses Unwissen fürchterlich auf. Außerdem geschieht über weite Strecken nichts sonderlich aufregendes, an mancher Stelle hatte ich sogar das Gefühl, dem Autor wäre seine eigene Geschichte etwas entglitten. Erst die letzten Seiten haben mich dann wieder mit der Idee des Romans versöhnt. Es wird wieder spannend  und entlässt einen mit einem unguten Gefühl in den nächsten Band.

    Doch ach, so viele Seiten wurden meines Erachtens nach nichtssagend gefüllt. Manche Zufälle waren mir arg zu konstruiert. Der Schwarzwald nennt durchaus eine stattliche Fläche sein eigen, doch wenn dort nur wenige Überlebende weiterhin wohnen, sollten sie doch innerhalb von sechzehn Jahren das Gebiet größtenteils durchforstet haben. Dann sollte man vielleicht auch wissen, wer noch überlebt hat. Man könnte eine Hilfe für Felix sein. Und hilfebedürftig kam mir Felix die meiste Zeit vor, recht unreif agiert er für einen 16-jährigen und stellt nicht zuletzt selbst fest, dass ihn Lena – eine der Überlebenden – eher wie einen kleinen Jungen behandelt.

    Das Ende lässt nun natürlich jede Menge Raum für Spekulationen und ich bin gespannt, wie Thomas Erle die Geschichte rund um die geheime Kraft weiterentwickeln wird.

    Fazit

    Der Gedanke der Story hat mich aufhorchen lassen und sie beginnt auch sehr spannend. Danach sollte man jedoch ein wenig mehr Wegzehrung einpacken, denn die Wanderung durch den Schwarzwald ist lang und zäh. Das Ende versöhnt ein wenig und lässt auf einen spannenderen zweiten Teil hoffen.

    Bewertung im Detail

    Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Handlung ★★☆☆☆ ( 2 / 5 )

    Charaktere ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

    Sprache ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

    Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

    =3 ★★★

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    Flaventusvor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Dieses Fantasybuch ist ein guter Einstieg eine Welt, die der Leser zwar kennt, durch die Katastrophe dann aber doch so anders ist.
    Ungewöhnlicher Fantasyroman

    Das ist ein Fantasy-Buch? Nach einem kurzen und packenden Prolog, der einen Vorgeschmack auf das Kommende liefert, beginnt das Buch eher wie ein Jugendroman, bei dem der 16-jährige Felix sich mit dem Alltag außerhalb der Zone herumschlagen muss.

     

    Genrefragen

    Dieser Einstieg ist wichtig, um dem Leser einen Eindruck von der Normalität zu vermitteln, die 16 Jahre nach einem Reaktorunfall in dem Ort direkt vor dem Sperrgebiet vorherrscht. Lediglich ein bewachter Zaun zeugt davon, dass der Schwarzwald unbewohnbar geworden ist. Scheinbar leben die Deutschen wie gehabt.

    Nur so kann der Bruch innerhalb der Realität vom Leser derart intensiv wahrgenommen werden, wenn sich das Wesen des Buchs nach und nach ändert. Mehr und mehr halten dystopische Elemente Einzug in diese Geschichte, immer gepaart mit einigen phantastischen Passagen. Einem bestimmten Genre möchte sich dieses Buch nicht zugehörig fühlen.

     

    Ruhige Erzählung

    Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie und führt den Leser lediglich rudimentär in die Haupthandlung ein. Wesentliche Aspekte werden in diesem ersten Band lediglich angerissen, ohne dass der Leser etwas über die Hintergründe in Erfahrung bringen kann. Der Fokus liegt in der Entwicklung der Charaktere, hier insbesondere des Protagonisten Felix. Thomas Erle gibt dieser Charakterentwicklung ebenso viel Raum wie der Darstellung der Umgebung. Eine Umgebung, die dem hiesigen Leser nicht fremd sein dürfte, auch wenn er noch nicht im Schwarzwald war. Ich persönlich mag es, wenn Autoren das Szenario in hiesigen Gefilden ansiedeln und nicht immer nach Übersee schielen.

    Sprachlich hat mich das Buch durchaus erreicht, hin und wieder driftet das Buch jedoch immer wieder in Richtung Jugendbuch. Das betrifft nicht nur die sprachlichen Ausführungen, sondern auch die Handlungen des jugendlichen Protagonisten. Manchmal hat mich dieser Mix etwas verwirrt, in Summe konnte er mich allerdings überzeugen.

     

    Fazit

    Dieses Fantasybuch ist ein guter Einstieg eine Welt, die der Leser aufgrund der Lokalisierung im Schwarzwald zwar kennt, durch die Katastrophe dann aber doch so anders ist. Der Autor reißt hierbei die übergeordnete Handlung in diesem ersten Teil lediglich an, so dass sehr viele Fragen nach Beendigung des Buchs offen bleiben. Um ehrlich zu sein, weiß ich als Leser nach dieser Lektüre lediglich das gröbste und werde mit einem massiven Cliffhanger zurückgelassen. Hier wird die Geduld des Lesers arg strapaziert, denn der zweite Teil wird erst in einem halben Jahr erwartet.

    Wer sich daran nicht stört, der kann gerne zugreifen und sich an diesem ungewöhnlichen Fantasyroman erfreuen.

    Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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    AberRushvor 2 Monaten
    Ich wurde heiß gemacht auf das Buch. Werde es wohl lesen müssen 🤷🏼‍♂️
    Kommentare: 1

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