Thomas Frank Arme Milliardäre!

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Arme Milliardäre!“ von Thomas Frank

Macht die Reichen noch reicher! Mit diesem Programm wird man mitten in der Krise keine Wähler gewinnen, möchte man meinen, und doch ist den US-Republikanern genau das gelungen: Breite Wählerschichten begeistern sich für eine Verschärfung der neoliberalen Wirtschaftspolitik, unter deren Folgen sie selbst am meisten leiden. Wer wissen will, wie politischer Populismus funktioniert, kann von Amerika lernen: Arbeiter, rettet den Kapitalismus! – das ist eine Umdeutung der jüngsten Geschichte, wie sie absurder nicht sein könnte. Warum funktioniert sie trotzdem? In hautnahen, ebenso gruseligen wie witzigen Reportagen beschreibt einer der brillantesten Journalisten Amerikas die rhetorischen Kniffe und Strategien, mit denen eine skrupellose Rechte die Sehnsucht nach der guten alten Zeit schürt und sich zugleich selbst als radikaler Reformer gebärdet. Staatliche Unterstützung für die Armen wird als sozialistisches Teufelszeug gebrandmarkt, von dem im Zweifelsfall nur der faule Nachbar profitiert. Und die Abneigung vieler gegen Bürokratie und Regulierung lässt sich bestens für die Interessen der Großbanken und Zocker an der Wall Street instrumentalisieren. Mit grimmigem Humor untersucht Thomas Frank eine entfesselte Rechte, die noch aus dem Desaster Kapital schlägt und in genialer Mimikry versucht, die Entmachteten zum Eintritt in den Fanclub der Milliardäre zu bewegen. Ein unentbehrliches Buch zum Verständnis Amerikas, ein Lehrstück in politischem Populismus.

Stöbern in Sachbuch

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

Homo Deus

Hararis Buch polarisiert, regt zum Nachdenken an und lässt kaum jemanden kalt.

Bellis-Perennis

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Arme Milliardäre!" von Thomas Frank

    Arme Milliardäre!
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    10. September 2012 um 09:27

    Immer wieder um die Präsidentschaftswahlkämpfe in den USA erwacht auch in Europa und in Deutschland für zumindest kurze Zeit das Interesse an einem etwas vertieften Verständnis der amerikanischen Politik und ihrer Grundlagen. Vor vier Jahren war es die Hype um den ersten schwarzen Präsidenten, an den sich überall auf der Welt Hoffnungen knüpften, die schon damals jeder als übertrieben erkennen konnte, und die dann ja auch sich bald zerschlugen. Weder hat Obama Guantanamo geschlossen, noch hat er mit dem Kriegführen aufgehört. Was ihm innenpolitisch das Leben schwer gemacht hat und was ihn in diesem Jahr vermutlich die zweite Präsidentschaft kosten wird, ist ein Sammelsurium von rechten Gruppierungen innerhalb der republikanischen Partei und noch weit rechts von ihr, die in einer beispiellosen Kampagne versuchen, die öffentliche Meinung zu drehen. Es ist ihnen gelungen, breite Wählerschichten zu begeistern für eine Verschärfung der neoliberalen Wirtschaftspolitik, unter deren Folgen sie selbst am meisten leiden und immer weiter verarmen. Aus unserer Sicht grenzt das an politischen Wahnsinn, kopfschüttelnd nehmen wir die semireligiösen Dimensionen der Nominierungsparteitage beider großer Parteien zur Kenntnis, und starren mit unseren Journalisten dennoch gebannt über den großen Teich, denn das, was dort passiert oder nicht, hat massive Auswirkungen auf Europa und die Welt. Das Buch von Thomas Frank ist in den USA ein Bestseller. Es gelingt ihm in der deutschen Übersetzung auch für den Leser des Alten Kontinents eine treffende und nachvollziehbare Analyse zu geben eines total enthemmten politischen Populismus, der doch tatsächlich Mitleid zu erregen weiß mit den „armen Milliardären.“

    Mehr