Thomas Fritz Blick und Beute

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(3)
(6)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Blick und Beute“ von Thomas Fritz

Jan Horvath hat nicht gerade eine Glückssträhne. Auf dem Weg zur Arbeit glaubt er, Zeuge eines Mordes zu werden und macht ein Foto des Täters. Doch die Polizisten nehmen ihn nicht ernst und entziehen ihm die Fahrerlaubnis wegen Trunkenheit am Steuer. Als sie schließlich von der Entführung erfahren, sind sie natürlich hinter Horvath her. "Blick und Beute" erzählt von den tragikomischen Helden unserer Zeit: Ganoven, die den Ermittlern immer einen Schritt voraus sind und dabei selbst Getriebene des Geschehens sind. Streifenpolizisten, die auf Abwege geraten, um ihre Pensionsansprüche zu retten. Und ein Jan Horvath, der um seinen Führerschein und seine Tochter kämpft - und dabei immer mehr ins Visier der Entführer gerät.

Ein Krimi voller liebevoller Chaoeten, denen einiges aus dem Ruder läuft.

— Merlin_Verlag
Merlin_Verlag

Stöbern in Krimi & Thriller

Fiona

Ein spannender Krimi mit einer interessanten Ermittlerin, die für viele Überraschungen sorgt.

twentytwo

Wildfutter

Handlung geprägt von zu vielen Nebensächlichkeiten, was schnell in Langatmigkeit ausartet

Buchmagie

Durst

Durst, das klingt nach Blut trinken Durst nach Blut, oder Durst nach mehr Morde, oder Durst nach mehr Polizeitarbeit.

Schlafmurmel

Todesreigen

Teil 4 der Serie um den skurilen Ermittler Maarten S. Sneijder und seine Kollegin Sabine Nemez. Spannend. Selbstmorde bei hohen BKA-Beamten.

makama

Wildeule

Wieder unterhaltsam, aber für mich etwas schwächer als Kaninchenherz und Fuchskind

lenisvea

Die Mädchen von der Englandfähre

Guter Plot, schwaches Ende, Übersetzungsfehler.

Juliane84

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Blick und Beute" von Thomas Fritz

    Blick und Beute
    Merlin_Verlag

    Merlin_Verlag

    Inhaltsangabe von "Blick und Beute" Jan Horvath hat nicht gerade eine Glückssträhne. Auf dem Weg zur Arbeit glaubt er, Zeuge eines Mordes zu werden und macht ein Foto des Täters. Doch die Polizisten nehmen ihn nicht ernst und entziehen ihm die Fahrerlaubnis wegen Trunkenheit am Steuer. Als sie schließlich von der Entführung erfahren, sind sie natürlich hinter Horvath her. "Blick und Beute" erzählt von den tragikomischen Helden unserer Zeit: Ganoven, die den Ermittlern immer einen Schritt voraus sind und dabei selbst Getriebene des Geschehens sind. Streifenpolizisten, die auf Abwege geraten, um ihre Pensionsansprüche zu retten. Und ein Jan Horvath, der um seinen Führerschein und seine Tochter kämpft - und dabei immer mehr ins Visier der Entführer gerät ...

    Mehr
    • 172
  • Rezension zu "Blick und Beute" von Thomas Fritz

    Blick und Beute
    buecherbiene72

    buecherbiene72

    26. July 2012 um 16:13

    Inhalt Jan Horvath kämpft sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Eines Tages wird er zufällig Zeuge eines Verbrechens. Hinzu kommt, dass er von dem Täter mit seinem Handy ein Foto gemacht hat und auf einen sündhaft teuren Oldtimer aufgefahren ist. Als zwei Verkehrspolizisten auftauchen wird Jan wird von dem Unfallgegner Trunkenheit am Steuer vorgeworfen und leider hat er tatsächlich Restalkohol im Blut. Jan versucht sich zu erklären, aber dieses Unterfangen ist erfolglos und sein Führerschein erst mal weg. Die ist für ihn eine mittlere Katastrophe, da er jeden Tag seine Tochter zur Schule fahren muss. Als sich Jans Geschichte auch noch als Bestandteil einer Entführung heraus kristallisiert, nimmt das Chaos seinen Lauf. Meine Meinung "Blick und Beute" ist wunderbar geschrieben. 20 Jahre nach der Wende spielt das Ost-West-Gefälle zwar eine Rolle, die jedoch nicht in den Fokus rückt. Man kann diesen Roman einerseits als Vater-Tochter-Geschichte anderseits als Ost-West-Krimi lesen. Es gibt teilweise groteske Momente, aber der Witz der Handlung überwiegt. Dank der kurzen Kapitel, kann man das Buch zügig lesen. Thomas Fritz gelingt es an das Geschehen zu fesseln und hat mich häufig zum Schmunzeln gebracht. Die Figuren sind perfekt gezeichnet und insbesondere Jan Horvath finde ich einfach großartig. Fazit Wer authentische Figuren und witzige Dialoge mag, sollte sich Blick und Beute nicht entgehen lassen. Ich hatte amüsante Stunden mit Jan und Co.

    Mehr
  • Rezension zu "Blick und Beute" von Thomas Fritz

    Blick und Beute
    AnjaKoenig

    AnjaKoenig

    20. July 2012 um 12:20

    ein wirklich schönes buch. teilweise krimi, aber auch anderen genren zuordenbar. interessante charaktere die nett beschrieben sind. witzig, spannend, interessant, nachdenklich, fesselnd, erfrischend, komisch, gut geschrieben - kurzum auf alle fälle empfehlenswert eigentlich für jeden.

  • Rezension zu "Blick und Beute" von Thomas Fritz

    Blick und Beute
    Lutra

    Lutra

    12. July 2012 um 15:40

    Jan Horvath, leipziger Fotoarchivar und passionierter Beobachter, fährt seine Tochter zur Schule und beobachtet auf dem Rückweg ein verdächtiges Handgemenge im Auto hinter ihm. Fließt da etwa Blut? Schnell macht er ein Bild mit seiner Handykamera - und kracht auf das Auto vor ihm. Damit beginnt eine Seire von Verwicklungen, denn Jan ist kein ganz unbescholtener Autofahrer und der Angegriffene im anderen Auto auch kein Ottonormal-Bürger. Die Geschichte dreht sich um ein zufällig beobachtetes Verbrechen, dass einen eher passiven Menschen unfreiwillig aus seinem eingerichteten Kokon befördert und ihn zu Entscheidungen zwingt. Außerdem wird beschrieben, was man sich als Entführer so alles einbrocken kann. Wie das Zitat im Buchdeckel schon andeutet: "Ich habe einen Gefangenen gemacht; er lässt mich nicht mehr los." Mehrere Geschichten und die dazugehörigen Figuren verwickeln sich in dem lebendigen und sehr glaubwürdigen Roman von Thomas Fritz in- und umeinander. Die Figuren wirken unheimlich echt, weil nicht stereotyp sondern wie im wirklichen Leben - mit vielen Charakterzügen und Launen - beschrieben: ängstlich, großspurig, tollpatschig, gutgläubig, mutig, kleinkariert, großherzig. Vor allem hat jeder Charakter seine Fehler und Motive, die die Ereignisse oft stark beeinflussen. "Blick und Beute" ist ein Bisschen wie ein Woody-Allen Film in Leipzig, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung. Es wird viel geredet, das Genre ist eigenltich egal und man sieht zu wie die Protagonisten von einem Durcheinander ins nächste stolpern. Dabei ist er keineswegs zu seicht oder klamaukhaft, dafür sorgen die Rückblenden und die immer wieder aufblitzende Ost-West-Thematik. Ein Buch, das einen gut unterhält, aber nicht ausschließlich unterhaltsam ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Blick und Beute" von Thomas Fritz

    Blick und Beute
    mecedora

    mecedora

    11. July 2012 um 09:31

    Jan Horvath ist nicht wirklich glücklich in seinem Leben, er lebt von Frau und Tochter getrennt, vereinsamt ein wenig allein in seiner Wohnung, trinkt zu viel und kann seine Kreativität nicht mehr so leben wie früher. Alles in allem eher ein Leben auf Sparflamme, eintönig, langweilig, beschwerlich und vor allem unbefriedigend. Bis er eines Tages morgens im Berufsverkehr mit seinem Handy ein Photo macht - ein Photo vom Geschehen im Auto hinter ihm. Dort findet ein ruppiger Kampf statt, eine Pistole wird gezogen, ein Schuss abgefeuert, ein Mann sackt zusammen - ein Mann, den Jan Horvath vage zu kennen meint. Dieser Mann ist Gregor de Kooning, Industrieller und prominente Figur im Leipziger Stadtbild. Und er wurde, wie kurze Zeit später bekannt wird, entführt. Und plötzlich ist Jan Horvath mittendrin in einem verwickelten Fall. De Koonings Angehörige, diverse Polizisten, Jan und auch die Entführer kommen zu Wort und liefern sich ein Katz-und-Maus-Spiel. Thomas Fritz schreibt mit "Blick und Beute", seinem Erstling, eine sehr gelungene und sehr ungewöhnliche Mischung aus Komödie, Tragödie, zeitgenössischem Roman und Krimi. Alle auftretenden Figuren sind nicht gerade Helden ihres Alltags, nicht gerade auf der Überholspur und nicht gerade wunschlos glücklich - es sind die kleinen Leute, Menschen mit Problemen und Befindlichkeitsstörungen, mit Charakterschwächen und Ängsten, mit einer großen Portion Resignation und ganz viel Ironie, die sein Personal bilden. Und diese Figuren sind wirklich gut gezeichnet - bärbeißig und verschroben, intelligent und tollpatschig, feige und wagemutig, bemitleidens- und bewundernswert. Allein die Figuren machen die Lektüre zu einem großen Spaß und einem interessanten Erlebnis - von der verwickelten Geschichte einmal ganz abgesehen. Gut konstruiert und mit einigen spannenden Passagen entwickelt sich ein Kriminalfall ohne unendlich viel Blut und Brutalität, aber auch ohne einen einseitigen Fokus auf die Ermittler und ihre Ermittlungen. Der Fokus ist viel weiter gestreut, weshalb auch nicht wirklich und ausschließlich von "Krimi" zu reden ist. Sprachlich ist das Buch wirklich gelungen, anspruchsvoll und manchmal ein wenig verschwurbelt, aber nie langweilig oder seicht. Mir hat auch und vor allem Thomas Fritz' Stil viel Freude bereitet, ist es doch etwas, worauf ich bei meiner Lektüre Wert lege. Was mich ein wenig gestört hat, sind die vielen Kursivsetzungen im Text, die für mich den Lesefluss an so einigen Stellen ein wenig ausgebremst haben. Sinn und Intension des Autors bezüglich dieser Stellen sind klar, ich finde die Lösung allerdings nicht unbedingt gelungen. Alles in allem: ein empfehlenswertes Buch für alle, die gerne Zeitgenössisches lesen, Charakterstudien, ironisch-komische, aber auch sehr ernsthafte Geschichten aus dem hier und jetzt, gewürzt mit einer großen Portion. Von mir gibt es für "Blick und Beute" vier Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "Blick und Beute" von Thomas Fritz

    Blick und Beute
    Herr_Buecherwurm

    Herr_Buecherwurm

    26. June 2012 um 14:19

    Jan Horvath mogelt sich, so gut es eben geht, durchs Leben. Alles ändert sich, als plötzlich Zeuge eines Verbrechens wird und zu allem Überfluss die Tat auf seinem Handy festhält. Die Gauner selbst haben es auch nicht leicht. Sie sind keine Profis, verfolgen kein höheres Ziel und haben eigentlich von nichts eine Ahnung. Natürlich geht alles schief, was sie anpacken. "Blick und Beute", ein zeitloser, witziger und spannender Krimi für jedermann. Er bietet einfach alles, was man sich vorstellen kann, für jeden Geschmack ist etwas dabei und zwischendurch weiß gar nicht mehr, welches Genre die Geschichte eigentlich bedient. Erfrischend und humorvoll, fesselnd und nachdenklich, traurig und spannend. Einfach eine tolle Mischung.

    Mehr
  • Rezension zu "Blick und Beute" von Thomas Fritz

    Blick und Beute
    tweedledee

    tweedledee

    Pleiten, Pech und Pannen Gregor De Kooning, der Chef eines Elektrokonzerns wird entführt, von der Familie wird ein Lösegeld gefordert. Der Protagonist Jan Horvarth, geschieden, der momentan in einer Lebenskrise steckt, hat ein ausgefallenes Hobby. Wenn er im Auto Langeweile hat, an einer Ampel oder im Stau steht, macht er mit seinem Handy Schnappschüsse von anderen Autofahrern. An diesem Morgen steht er im Stau und beobachtet zufällig im Rückspiegel, wie es im Wagen hinter ihm zu einem Handgemenge kommt. Er sieht den Beifahrer plötzlich zusammenbrechen, etwas rotes breitet sich auf seiner Brust aus und er drückt auf den Auslöser seines Handys. Just in diesem Moment ist Jan durch die Geschehnisse abgelenkt und rumst auf den Wagen vor ihm. Ausgerechnet auf einen Oldtimer, einen seltenen Bentley. So nimmt die Geschichte ihren Lauf. Der erboste Oldtimerbesitzer ruft die Polizei, Jan versucht sich mehr recht als schlecht aus der Affäre zu ziehen und erzählt den beiden Beamten von seiner Beobachtung. Doch diese glauben ihm nicht, halten es für eine Ausrede. Pechvogel Jan hat noch Restalkohol im Blut und wird seine Pappe erst mal los..... Die Geschichte um Pechvogel Jan ist turbulent, rasant und wie aus dem Leben gegriffen, dazu tragen vor allem die detailliert gezeichneten, lebendigen Charaktere und die Dialoge bei. Im Mittelpunkt steht Jan, der seine Frau betrogen hat, die Scheidung dann aber nur schwer verkraftet. Immerhin hat er guten Kontakt zu seiner Tochter, die er täglich zur Schule fährt. In seinem Leben passiert nichts wirklich aufregendes, doch dann stolpert er mir nichts dir nichts in eine Entführungsgeschichte und wird vom Beobachter zum Gejagten. Da er auf seinen Führerschein angewiesen ist, will er sich zu allem Überfluss auch noch auf eine krumme Sache mit den Verkehrspolizisten einlassen, die letztlich doch noch scheitert. Die Jagd nach den Entführern wird zum Katz und Maus Spiel zwischen Polizei, De Koonings Ehefrau Jenny und den Entführern. Die Möchtegern-Ganoven stellen sich cleverer an als gedacht und sind der Polizei immer eine Nasenlänge voraus, die Familie des Entführten handelt eigenmächtig und läßt die Polizei im Regen stehen. Leipzig wird Schauplatz wilder Verfolgungsjagden. "Blick und Beute" ist ein kurzweiliges, spannendes und vergnügliches Buch, das einfach Spaß macht. Die Mischung aus Krimi, Komödie und Tragödie ist humorvoll erzählt, gewürzt mit einer Portion Ironie. Dabei kommen die Hintergründe und Beweggründe der einzelnen Personen auch nicht zu kurz und machen sie sehr menschlich. Die verschiedenen Handlungsstränge werden dabei gekonnt miteinander verknüpft, so dass sich eine stimmige glaubwürdige Story ergibt. Und auch das Ende hat mir gut gefallen, weil es in sich stimmig ist. Mein Fazit: unbedingt lesen!

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Blick und Beute" von Thomas Fritz

    Blick und Beute
    dorli

    dorli

    17. June 2012 um 11:39

    Jan Horvath, Fotoarchivar des Stadtgeschichtlichen Museums in Leipzig, ist auf dem Weg zur Arbeit, als er im Rückspiegel seines Autos beobachtet, wie im Bentley hinter ihm ein Mann erschossen wird. Jan macht mit seinem Handy ein Foto und fährt, abgelenkt von der dramatischen Szene, prompt auf den Wagen vor ihm auf. Zwei Verkehrspolizisten erscheinen auf der Bildfläche, Jan wird von seinem Unfallgegner Trunkenheit am Steuer vorgeworfen, die Polizisten stellen Restalkohol fest. Als Jan die Gründe für seine Unaufmerksamkeit erklärt, glaubt ihm niemand, sein Führerschein ist erst mal weg. Eine Katastrophe für ihn, muss er doch täglich seine bei seiner Exfrau lebende Tochter quer durch die Stadt zur Schule fahren. Als Jans Geschichte sich als Teil eines Entführungsdramas herausstellt, nehmen die Verwicklungen ihren Lauf… In diesem Roman treffen mehrere ganz unterschiedliche Geschichten aufeinander, die durch ein einfaches Handy-Foto miteinander verknüpft werden. Dabei werden die einzelnen Fäden der Handlung so geschickt miteinander verwoben, dass die Geschichte an keiner Stelle konstruiert wirkt. Die Verkettung all dieser unglücklichen Umstände hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und manchmal auch den Kopf schütteln lassen. Ich habe mich amüsiert über ein Ermittlerteam, das immer ein paar Meter hinterherhinkt; über Streifenpolizisten, die aus Eigenschutz lieber den Mund halten; über Jan Horvath, der von einer vertrackten Situation in die nächste stolpert. In diversen kleinen Rückblicken erfährt man mehr über die Lebensumstände der einzelnen Personen, ihr derzeitiges Handeln wird darin nachvollziehbar erklärt. Ausgangspunkt dieser Rückblenden ist das Jahr 1989, geschildert werden die unterschiedlichen Lebenswege nach dem Mauerfall. Die kurzen Kapitel lassen sich angenehm zügig lesen. Thomas Fritz erzählt diese Geschichte ganz hervorragend, die Glanzpunkte waren dabei für mich eindeutig die Dialoge. Lebendig und voller Schwung – einfach herrlich.

    Mehr
  • Rezension zu "Blick und Beute" von Thomas Fritz

    Blick und Beute
    Merlin_Verlag

    Merlin_Verlag

    23. April 2012 um 16:34

    „Eigentlich“ ist Jan Horvath Fotograf. Tatsächlich ist er leitender Angestellter des Museums für Fotografie in Leipzig. „Eigentlich“ hatte sich Armin Sylvester nach der Wende ganz und gar dem neuen System verschrieben und seine Chance gewittert. Nun lebt er von Hartz 4 und hat ein totes Entführungsopfer im gestohlenen Wagen ... In „Blick und Beute“ geht es sehr viel um das Durchwursteln des Menschen. Da sitzt z. B. dieser Jan Horvath am falschen Tag zur falschen Zeit im Auto. Er wird Zeuge einer Entführung und verursacht einen Auffahrunfall. Wie soll er ohne Führerschein seine Tochter in die Schule fahren? Ex-Frau Ute ist wenig begeistert. „Blick und Beute“ ist ein Krimi voll schwarzem Humor und feiner Ironie. Fritz erzählt die Geschichte einer spektakulären Entführung mit Sympathie für seine Figuren – für ihre Schwächen, aber auch für ihr trotziges Weitermachen. Diese Erzähl-Haltung hat mich von Anfang an für diese Tragikomödie eingenommen. Und: Es versteht sich von selbst, dass die Geschichte der Nachwendezeit selten so charmant, komisch und dabei so ernsthaft erzählt wurde: Chapeau!

    Mehr