Thomas Fuchs Alleingelassen

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Inhaltsangabe zu „Alleingelassen“ von Thomas Fuchs

Der 13-jährige John lebt seit einiger Zeit mit seinen beiden kleinen Geschwistern und seiner alleinerziehenden Mutter in einer neuen Stadt. Sie sind schon oft umgezogen, gescheitert – diesmal soll es klappen. Als die Mutter wieder ihren Job verliert und es bergab zu gehen scheint, versucht John, die Fassade intakt zu halten. Auch, als die Mutter schwanger wird und zu ihrem neuen Freund zieht ... (Quelle:'Flexibler Einband/07.09.2010')

Ein aufrüttelndes Buch, das allen Lesern ab 15 helfen kann, Warnsignale vernachlässigter Kinder schneller zu erkennen.

— Barbara62
Barbara62

Dieses Buch bringt mich heute noch zum nachdenken .

— Barkley17
Barkley17

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Basierend auf einer wahren Begebenheit ....

    Alleingelassen
    GabiR

    GabiR

    08. January 2016 um 13:36

     schreibt Thomas Fuchs sehr flüssig in der Ich-Form die Geschichte des knapp 13-jährigen John und seiner beiden Halbgeschwister. Die Mutter trennt sich nach und nach von drei Männern, nicht ohne jedes Mal ein weiteres Kind zu haben. Völlig unfähig, ihr Leben in die Hand zu nehmen, ergreift John die Initiative und verschafft der Familie ein neues Leben --> die Mutter hat Arbeit, der kleine Bruder besucht die Waldorfschule, John und seine Schwester gehen in eine öffentliche Schule und haben keine Schwierigkeiten mehr, finden Freunde. Es scheint aufwärts zu gehen für die Familie, bis .... ja bis die Mutter einen neuen Mann kennen und lieben lernt. Zunächst scheint das Leben sich wirklich positiv zu entwickeln .... aber das scheint nur so. Die in der Umgebung der Kinder lebenden Menschen bemerken nichts, wie sie selber zu Beginn jeden Kapitels zugeben. Mitschüler erklären, dass *sie* immer "normal" waren, auch Markenklamotten trugen *sie*, hatten immer Pausenbrot dabei, waren eben wie die Klassenkameraden auch. Als Mutter dreier - inzwischen erwachsener - Kinder in ähnlicher Konstellation wie die Familie in Thomas Fuchs' Buch hatte ich lange zu knabbern an dieser Geschichte. Meine Hochachtung vor den Kindern, vor allem vor John, der viel zu lang den Kopf in den Sand steckte, um seine Geschwister nicht von ihm getrennt zu wissen. Traurig aber auch, dass es überhaupt so kommen konnte ....

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  • Genauer hinsehen

    Alleingelassen
    Barbara62

    Barbara62

    28. August 2015 um 08:10

    Wie kann es passieren, dass Kinder, von ihren Eltern verlassen, unbemerkt wochenlang in verwahrlosten Wohnungen hausen? In Alleingelassen hat Thomas Fuchs sich genau dieser Problematik angenommen. Im Mittelpunkt steht der 13-jährige John (Vater unbekannt), ein intelligenter Junge, der längst die Führung der Familie übernommen hat, zu der die 10-jährige Carmen (Vater Soldat, verschwunden), der 7-jährige Maik (Vater Ingenieur, verschwunden) und eine schwache, naive Mutter gehören. Gerade hat die Familie auf Johns Druck wieder einmal die Stadt gewechselt und dieses Mal scheint alles besser zu gehen: Die Mutter hat einen Job in einer Gärtnerei, die Wohnung liegt in einem besseren Viertel und die beiden Kleinen werden im Hort betreut. Doch gerade als das normale, langweilige Leben, nach dem John sich so sehnt, zum ersten Mal Wirklichkeit geworden ist, wird die Mutter wieder schwanger, zieht zu ihrem neuen Freund und John steht alleine da. Verzweifelt versucht er, die Fassade so lange wie möglich aufrecht zu halten... Ein aufrüttelndes Buch, das allen Lesern ab 15, vor allem aber auch Lehrern und Erziehern helfen kann, Warnsignale vernachlässigter Kinder schneller zu erkennen.

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  • Rezension zu "Alleingelassen" von Thomas Fuchs

    Alleingelassen
    JED

    JED

    26. April 2009 um 14:15

    "Alleingelassen" von Thomas Fuchs ist eigentlich ein Buch, das sich primär an Jugendliche richtet, aber meiner Meinung nach auch von Erwachsenen gelesen werden kann. Ich habe es jedenfalls an einem Tag durchgelesen, da es mich unheimlich berührt und erschüttert hat. Und das nicht nur, weil dieses Buch auf Tatsachen beruht: 2007 hat eine Frau von 4 Kindern in Berlin diese einfach monatelang allein in der Wohnung gelassen, während sie zu ihrem neuen Freund zog und sich - bis auf gelegentliche Geldzuwendungen - überhaupt nicht mehr um diese kümmerte. Der entsprechende Zeitungsartikel findet sich auch noch im Anhang des Buches. Ich kann mich noch gut erinnern, das auch in der Zeitung gelesen zu haben. Natürlich schüttelt man ungläubig den Kopf, aber wirklich bewusst macht man sich nicht, was das für diese Kinder in all den Monaten bedeutet haben muss. Genau dieses Bewusstsein schafft das Buch. Es wird aus Sicht des ältesten Sohnes, des 13jährigen John erzählt (der in Wirklichkeit übrigens erst 12 war!). Thomas Fuchs schreibt in solch einer Authentizität, dass man wirklich das Gefühl hat, hier erzählt der 13jährige, auch wenn er für sein Alter recht weit scheint. Aber diese Entwicklung MUSS er genommen haben, wie nach und nach deutlich wird, denn er war schonmal aus seiner Familie genommen worden, musste als ältestes Kind ins Heim und tut nun alles dafür, damit dies nicht wieder passiert und um dies seinen Geschwistern zu ersparen. Denn tatsächlich bekommt seine Mutter nichts gebacken, ist mit allem völlig überfordert, so dass John die Erwachsenenrolle übernimmt, zu allem Ämtern geht, sich um seine Geschwister kümmert etc. - und dabei nicht mehr selbst Kind ist. Diese Aufgabe überrollt ihn mehr und mehr, als die Mutter zum Freund zieht und einfach nicht wieder kommt. Sie findet immer wieder Ausreden, während er es einfach nicht mehr schafft, wirklich für alle da zu sein und dabei noch sein eigenes Leben zu leben. Und dennoch will er keine Hilfe von außen, aus Angst, was dies für die Familie bedeuten würde. Ein sehr nachwirkendes Buch. Zumal auch jedes Kapitel mit einem kurzen Interview von Bekannten/Schulfreunden/Nachbarn beginnt, die alle nichts mitbekommen haben. Da eben der Schein gewahrt wurde. Und offenbar niemand genauer hinsehen wollte.

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  • Rezension zu "Alleingelassen" von Thomas Fuchs

    Alleingelassen
    Daniliesing

    Daniliesing

    05. December 2008 um 21:05

    Schockierend und leider auch Realität Das Buch "Alleingelassen" von Thomas Fuchs erzählt die Geschichte von John und dessen Familie. Es wird aus Johns Perspektive erzählt. Nachdem John und seine Familie bereits früher von Sozialhilfe bzw. Hartz IV leben mussten und John sogar zeitweise im Heim war, beschließt er für sich, dass soetwas nach dem kürzlichen Umzug nun nie wieder vorkommen wird. Erst scheint auch alles zu funktionieren - sie leben ein "normales" Leben - dann lernt jedoch Johns Mutter einen neuen Mann kennen und wird schwanger. Sie zieht aus - angeblich nur für kurze Zeit - lebt bei ihrem neuen Lebensgefährten, gibt ihren Job auf.... John lebt nun mit seinen 2 Geschwistern allein und muss von Schul- bis zu Geldproblemen alles selbst regeln. Er möchte nicht, dass jemand erfährt, wie es bei ihnen zugeht. Nie wieder möchte er so leben wie früher und so tut er alles - viel mehr als man einem 13-Jährigen zutrauen würde - um den Schein aufrecht zu erhalten. Aber ohne Geld gestaltet sich das schwierig und hinzu kommt ja, dass John auch für den ganzen Haushalt und seine Geschwister verantwortlich ist und nebenbei noch zur Schule geht. Am Ende des Buches wird dann noch kurz über einen ähnlichen realen Fall aus Berlin berichtet, wo 4 Kinder ein dreiviertel Jahr allein lebten. Unter dem Gesichtspunkt, dass dies tatsächlich eine Geschichte ist, die so passieren könnte bzw. passiert, ist das Buch schon sehr schockierend und man kann John nur bewundern wie er alles meistert, auch wenn es natürlich zum Scheitern verurteilt ist. Die Bücher aus dieser Reihe (Arena LIFE) werden allesamt ab 12 Jahren empfohlen, ich würde sie allerdings eher ab 14 empfehlen, obwohl man das natürlich nicht pauschal sagen kann. Auf jeden Fall ein sehr gelungenes Buch das einem die Augen öffnet.

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