Thomas Fuchs Arminius

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Inhaltsangabe zu „Arminius“ von Thomas Fuchs

Der historische Roman über das Leben des legendären und ersten deutschen Freiheitskämpfers Arminius, schnell, spannend, komisch und zugleich bildend erzählt von Thomas Fuchs wie ein Asterix & Obelix-Band für Erwachsene. Arminius oder Hermann der Cherusker, der legendäre Germanenfürst, der im Teutoburger Wald drei römische Legionen auslöschte und somit nach gängiger Lesart die vollständige Kolonisierung Germaniens durch das Römische Reich verhinderte, ist zu einem Mythos geworden, der seit der Neuzeit das nationale Gedächtnis der Deutschen beschäftigt. Man war sich lange Zeit nicht sicher, wo die Schlacht stattgefunden hat – dem Interesse und der Verehrung tat das keinen Abbruch. Die Heldenbeweihräucherung nahm teilweise absonderliche Formen an. So ist der germanische Recke heute vor allem als Namenspate des Fußballklubs Arminia Bielefeld präsent; ein Verein, der bislang kaum durch spektakuläre Siege aufgefallen und gegen ein Team aus Rom vermutlich noch nicht einmal angetreten ist. Arminius erzählt den Aufstieg, den Triumph und die Tragik des anti-römischen Rebellen originell und zeitgemäß. Der spannende Stoff, der keinen Vergleich mit Fantasy-Sagas wie „Game of Thrones“ scheuen muss, wird hier auf seine Substanz zurückgeführt und dabei von jenem Schwulst und der Patina befreit, mit der er im Laufe der Jahrhunderte aus verschiedensten Gründen überbacken wurde. Arminius ist dort historisch, wo es sein muss. Aber oft ergeben sich verblüffende Parallelen zur Gegenwart – ironisch und spannend.

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    Arminius
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. July 2015 um 16:09

    "Dieser - und nur dieser - Wahrheit fühlt sich der ... Text verpflichtet." So steht es im Vorwort des Autors, und daran hat sich Thomas Fuchs gnadenlos gehalten. Nun könnte man bei einem Gag-Schreiber und Titanic-Autor schnell auf die Vermutung kommen, dass er es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt oder vielleicht sogar herumblödelt. Doch das tut Fuchs keineswegs. Vielmehr schrieb er einen Arminius-Roman, der befreit von Schwulst und anderem Ballast locker immer wieder die Frage provoziert, was sich eigentlich seit dieser Zeit im Handeln der Menschen verändert hat. Fuchs bemüht sich deshalb auch konsequent nicht, dem Ganzen irgendeine zeitgemäße Aura zu verpassen. Seine Figuren führen ein Stück aus der Vergangenheit auf und sparen dabei gelegentlich auch nicht mit Anspielungen auf aktuelle Schwierigkeiten, wenn sie denn den damaligen verblüffend ähneln oder sich einfach anbieten. Fuchs folgt dabei jedoch im Wesentlichen dem, was man heute unter der historischen Wahrheit der Arminius-Legende versteht. Zu verdanken haben wir diese Auffassung allerdings nicht den Cheruskern, denn die kannten schriftliche Aufzeichnungen nicht, sondern dem römischen Schriftsteller Tacitus. Inwieweit sie den Tatsachen entspricht, wird man nicht mehr ermitteln können. Schon allein deshalb ist wohl künstlerische Freiheit unter Beachtung gewisser Grenzen keineswegs schädlich. Das Buch ist - wie angekündigt - tatsächlich ein völlig untypischer historischer Roman, der frisch und originell die Arminius-Geschichte in eine Handlung eingebettet so erzählt, wie man sie wohl kaum erwartet: witzig, spannend, sehr unterhaltsam und immer wieder das Gefühl vermittelnd, dass sich seit dieser Zeit außer der historischen Dekoration weder auf noch hinter der Bühne irgendetwas wirklich wesentlich verändert hätte. Fuchs erzählt die Arminius-Geschichte so, wie er sie heute sieht. Und das birgt in der Tat viel Reiz und Vergnügen.

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