Thomas Görden

 4 Sterne bei 881 Bewertungen
Autor von Die Krypta, Nachtauge und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Thomas Görden

Thomas Görden, geboren 1964 in Wuppertal, wurde bekannt durch seine Mystery-Romane um die Kölner Kommissarin Susanne Wendland und die Schamanin Chris Adrian - "Schattenwölfe", "Die Krypta", "Nachtauge" und "Das Delphinorakel". Er schrieb den in Dresden und im Rheinland spielenden Thriller "Die Seelenlosen" und den historischen Roman "Der Mönch und die Jüdin". Görden verfasst außerdem Erzählungen und Gedichte. Sein neues Buch, der Erzählband "Feinsteins Mühle", erscheint im November 2014. Thomas Görden lebt mit seiner Frau, der Künstlerin Sarah Thomsen, in Linz am Rhein.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Die Prophezeiungen von Celestine (ISBN: 9783793424215)

Die Prophezeiungen von Celestine

Neu erschienen am 27.09.2021 als Hardcover bei Allegria.
Cover des Buches Schlüssel zu Bonhoeffers Haus (ISBN: 9783579062136)

Schlüssel zu Bonhoeffers Haus

 (3)
Neu erschienen am 23.08.2021 als Hardcover bei Gütersloher Verlagshaus.

Alle Bücher von Thomas Görden

Cover des Buches Die Hütte (ISBN: 9783548284033)

Die Hütte

 (599)
Erschienen am 30.09.2011
Cover des Buches Mörderische Renovierung (ISBN: 9783946503491)

Mörderische Renovierung

 (73)
Erschienen am 26.10.2018
Cover des Buches Der Weg (ISBN: 9783548285979)

Der Weg

 (46)
Erschienen am 06.02.2015
Cover des Buches Wahre Kraft kommt von Innen (ISBN: 9783793421894)

Wahre Kraft kommt von Innen

 (22)
Erschienen am 09.09.2010
Cover des Buches E² (ISBN: 9783548746234)

 (21)
Erschienen am 06.02.2015
Cover des Buches Der Pilot (ISBN: 9783548745916)

Der Pilot

 (22)
Erschienen am 12.07.2013
Cover des Buches Die Krypta (ISBN: 9783942035149)

Die Krypta

 (20)
Erschienen am 07.06.2011
Cover des Buches So kommst Du mit dem Leben klar (ISBN: 9783793422211)

So kommst Du mit dem Leben klar

 (13)
Erschienen am 08.03.2012

Neue Rezensionen zu Thomas Görden

Cover des Buches Schlüssel zu Bonhoeffers Haus (ISBN: 9783579062136)M

Rezension zu "Schlüssel zu Bonhoeffers Haus" von Laura M. Fabrycky

Empathische, fundierte und sehr verständliche Annäherung an Person und Denken
michael_lehmann-papevor 6 Tagen

Man mag sicherlich noch Stichworte um den Mann, Theologen und Pfarrer Dietrich Bonhoeffer noch kennen.

 

Verehrt als einziger „protestantischer Heiliger“ in der Westminster Abbey in letzter Ruhe liegend.

Teil der „bekennenden Kirche“.

Nach langem, innerem Ringen dazu entscheiden, dass auch ein Christ unter bestimmten Umständen zum letzten Mittel des politischen Mordes greifen darf, wenn es keinen anderen Weg mehr gibt.

Einer, der die sichere Zuflucht freiwillig aufgegeben hat, um im dritten Reich, angesichts bereits größter Gefährdung des eigenen Wohls und Lebens nach Deutschland zurückkehrte, um sich den Kräften um von Stauffenberg mit anzuschließen (und, nach Scheitern des Attentats, dann auch in den letzten Kriegstagen noch hingerichtet zu werden).

Einer auch, der der Welt tiefe Texte menschlicher Not und menschlicher Tiefe hinterlassen hat, schon im Angesicht des Todes im Gefängnis („Von guten Mächten wunderbar geborgen“.

 

Dass dies alles aber begründet liegt im theologischen Denken Bonhoeffers, dass er in erster Linie Theologe und Pfarrer, Ausbilder junger Theologen und theologischer Denker auf „neuen Wegen“ („Kirche ist nur Kirche, wo sie Kirche für andere ist“.), das geht im Lauf der Jahre doch ein stückweit verloren und war schon zu Hochzeiten Bonhoeffers ein stückweit natürlich mit eingeschlossen in der „theologischen Welt“ der evangelischen Kirche.

 

Gut gewählt somit ist bereits der Einstieg ins Buch, in dem Fabrycky zunächst einen tabellarischen Lebenslauf Bonhoeffers bevor Augen führt, so dass der Leser den Mann und Menschen sofort in die entsprechenden Zeitbezüge einordnen kann. Denn wer genau dieser Mann war, was sein theologisches Denken und dessen Überführung in das reale, praktische kirchliche Leben ausmachte (als Ausbilder junger Vikare hatte Bonhoeffer zu Zeiten sein berufliches Feld mit Hingabe gefunden).

 

Wobei, und auch das ist als sehr gelungen anzusehen, Fabrycky eben nicht abstrakt und theologisch sich Bonhoeffer nähert, sondern mit einer gewissen persönlichen Begeisterung aus ihrem eigenen Leben heraus dieses zu Bonhoeffers Leben in Beziehung setzt, den Leser am eigenen Suchen und Finden, beginnend im Bonhoeffer-Haus in Berlin, teilhaben lässt. So ist dies am Ende nicht nur eine sachgerechte Darstellung der wesentlichen Züge von Person und Werk, sondern auch ein Einblick in das eigene Leben der Autorin, in die eigene Suche, die eigenen Überzeugungen.

 

„Was Dietrich anging, hatten wir nicht lange suchen müssen. Wir waren in seine Stadt (Berlin) gezogen und hatten schnell sehr präsente Spuren gefunden“.

 

Was wie ein Thema sich durch das Buch zieht, dieses „Präsenz“. Auch wenn genaues Wissen kaum mehr abrufbar im Raum steht, die Person Bonhoeffer ist auch nach Jahrzehnten „lebendig“. 

 

Schritt für Schritt nun folgt das Werk systematisch Bonhoeffers Spuren, eschöpft sich aber nicht in rein biographischen Darstellungen, sondern zeiht dabei jeweils Verbindungen zur persönlichen Entwicklung des Theologen.

 

„Wie sind, wer wir sind, weil wir zu Menschen und Orten gehören“.

 

So ist es angemessen, mit der Herkunftsfamilie und dem Umfeld des Aufwachsens ein Fundament zu legen, auf dem dann viele spätere Gedanken und Entwicklungen Bonhoeffers erst vollständig nachvollziehbar werden.

Was dann auch je für den eigenen Lebensweg und die engen Vertrauten im Leben und Denken galt.

 

„Diese Verbundenheit Bonhoeffers war bedeutsam für seine Identität“. Imme rund auf jeder Station seines Lebens.

 

Eine Identität, die von Jugend an und immer stärker werdend vor allem in den biblischen Texten, einer strikten Bibellektüre und tiefem Nachdenken ihren Weg suchte und fand. Ein Weg, der auch heute noch teils wie ein Rätsel vor den Augen des Betrachters liegt. Denn „Er hätte wirklich ein viel leichteres Leben führen können, ein viel sichereres Leben….Sein Glaube an Gott forderte von ihm, auf diese Privilegien zu verzichten….auf alles…Alles wurde ihm genommen. Er gab sogar sein Leben“.

 

Zunächst bedarf es einer gewissen Gewöhnung, wie persönlich Fabrycky an die Person Bonhoeffers herangeht und wie manches (Bonhoeffers Bibellese-Methode) dann auch ins eigene familiäre Leben mit übernommen wird.

 

Seite für Seite aber wird klarer und deutlicher, dass dies eine sehr anregende Form der Auseinandersetzung mit der Gedankenwelt Bonhoeffers ist, denn dem Leser wird unmittelbar deutlich, welche Kraft für das ganze persönliche, alltägliche Leben Bonhoeffers Denken und Person und der Glaube an sich in ganz unprätentiöser Weise zu geben vermag.

 

„Wir können nicht Bonhoeffer sein, aber wir können uns mit ihm anfreunden „. Ein Prozess, den Fabrycky für sich und damit stellvertretend für den Leser anhand des besten Freundes Bonhoeffers, Eberhard Bethge, im letzten Kapitel des Buches sich und dem Leser mit auf den Weg gibt. Und damit in bester Weise dem Leser einen Weg des weiteren Nachsinnens eröffnet, auf dem durchaus reiche Frucht zu finden sein wird. 

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Cover des Buches Die Hütte (ISBN: 9783548284033)R

Rezension zu "Die Hütte" von William Paul Young

Bringt zum Nachdenken
readingsarahvor 13 Tagen

Die Hütte beschreibt den Weg eines Mannes zu Gott, allerdings ist es auch für unreligiöse Leser sehr empfehlenswert, da es gute Denkanstöße gibt und Halt in einer Zeit in der vieles haltlos ist.


Mack ist ein Mann mittleren Alters. Er ist verheiratet, hat einen Job und 4 Kinder. Alles wirkt wie ein normales Leben, allerdings leidet Mack an der „großen Traurigkeit“, was sich mit einer Depression gleich setzen lässt. Ausgelöst wurde diese durch den tragischen Verlust seiner jüngsten Tochter Missy. Diese wurde bei einem Campingausflug entführt und ermordet.

Drei Kahre danach erhält Mack einen mysteriösen Brief von Gott, der ihn an den Ort des Geschehens einlädt. Getrieben von Neugier und Wut entschließt sich Mack der Einladung zu folgen. Die Erlebnisse dieses Wochenendes mit Gott lassen ihn allerlei hinterfragen. Er vergibt, lässt Gefühle zu und söhnt sich letztendlich mit Gott aus, was dazu führt, dass all seine Beziehungen an Tiefe gewinnen und er den Verlust seiner Tochter verarbeiten und die Depression besiegen kann.


Das Buch ist wunderbar geschrieben. Man fühlt direkt mit dem Protagonisten. Vor allem die Szenen, wo Missy entführt wird, sind mir als Mutter sehr ans Herz gegangen. Beim Lesen hinterfragt man auch seine eigenen Beziehungen und lernt so einige Dinge über sich selbst.


Mich hat vor allem der religiöse Aspekt lange abgeschreckt das Buch zu lesen, aber ich bin froh es dennoch getan zu haben. Man benötigt nicht unbedingt einen Bezug zu Gott um viel Gutes aus dem Buch zu ziehen.

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Cover des Buches Schlüssel zu Bonhoeffers Haus (ISBN: 9783579062136)M

Rezension zu "Schlüssel zu Bonhoeffers Haus" von Laura M. Fabrycky

Ein erfüllender Inhalt!
Margarete_Spitzervor 2 Monaten

Als ich dieses Buch das erste Mal in meinen Händen hielt, war es, als würde ich in eine andere Welt eintauchen. Die Aufmachung hatte mich sofort begeistert. Doch meine hohen Erwartungen an die Darstellung Dietrich Bonhoeffers, seiner inneren Einstellung und seines Lebensweges, wurden anfangs enttäuscht. Ich kannte seinen Namen seit Jugendzeiten durch sein berührendes Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Genauso emotional wollte ich von diesem Buch berührt werden. Zu Beginn fand ich es schwierig, mich mit dem sachlichen Schreibstil der amerikanischen Autorin auseinanderzusetzen. Doch nach den ersten Seiten fand ich dann doch langsam hinein in ihre ganz eigene und letztendlich sehr interessante Weise, dem Leben Bonhoeffers auf die Spur zu kommen.

Die Autorin ist eine Amerikanerin, die durch die Arbeit ihres Mannes an der US-Botschaft für drei Jahre in Berlin gelandet ist. Bald beginnt sie sich für Dietrich Bonhoeffer zu interessieren. Durch ihre hervorragende Recherche schafft sie es, dem Leser die Möglichkeit zu geben, die allgemeine Lebenssituation, in der Bonhoeffer heranwuchs, intensiver kennenzulernen und auch die wirtschaftlichen und politischen Umstände aufzuzeigen.

Sie informiert den Leser über die letzten Jahrhunderte, um eine Erklärung zu finden, inwieweit diese weit zurückliegenden Jahre das deutsche Volk bereits geprägt hatten. So dass in der Zeit des Nationalsozialismus der Großteil der Menschen sich unkritisch jenem Menschen, der sich ermächtigte, sich als „Führer“ zu bezeichnen, unterwarf und nachfolgte. Ebenso ermöglicht die Autorin einen kritischen Blick auf die Kirche Deutschlands zu werfen und ihrem Verhalten jenen gegenüber, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.

Dieses Buch ist wie eine imaginäre Landkarte. Für jeden Aufenthalt Bonhoeffers steckt die Autorin einen imaginären Pin auf diese Karte, scheut keine Mühe, alle Orte, die für Bonhoeffer eine Bedeutung hatten, aufzusuchen, um sich in sein Wesen besser hineinfühlen und denken zu können.

Mit ihrer ehrlichen Art hat sie keine Scheu in aller Öffentlichkeit dazu zu stehen, dass sie vorhergehende Fehleinschätzungen in Bezug auf Bonhoeffer korrigieren muss. Das ist für mich nicht nur staunenswert, sondern ebenso berührend.

Wer bereit ist, von dem emotionalen Lied Bonhoeffers wegzugehen, sich auf sachliche und interessante Informationen einzulassen, macht mit diesem Buch einen großen, persönlichen Gewinn. Am Ende steht vielleicht die Erkenntnis, wie Bonhoeffers Leben ein Stück weit nachgelebt werden kann, doch für mich auch die Neugier, von diesem besonderen Menschen noch mehr zu erfahren. Die anfangs fehlende Emotionalität habe ich in feinen Nuancen entdeckt.

Am Schluss bin ich mir gewiss, dieses Buch ein zweites, vielleicht auch ein drittes Mal zu lesen, da es beim ersten Mal nicht möglich ist, die Fülle, die die Autorin dem Leser weitergibt, aufzunehmen.


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