Thomas Gatzemeier Morgen, morgen, wird alles zum guten Ende kommen!

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Inhaltsangabe zu „Morgen, morgen, wird alles zum guten Ende kommen!“ von Thomas Gatzemeier

Edgar Wünschel, studierter Mathematiker, arbeitete in der DDR als Friedhofsgärtner, ging mit seiner Frau nach Westdeutschland und fand keinen angemessenen Job. Sie verließ ihn, weil er trank, und er wurde, nach einem Besuch des Gerichtsvollziehers, Aktienhändler an der Frankfurter Börse. Wieder in Leipzig, nun als Leiter des »Eigenhandels« einer großen Bank, dreht er ein erfolgreiches, aber auch hochriskantes Rad. Er hat schnellwechselnde Frauenkontakte, einen Porsche, eine Designerwohnung und einen Kühlschrank, der zu jeder Zeit Eiswürfel für Drinks bereithält. Edgar ist vom rational-mathematischen Denker zum Spekulanten geworden und frönt den Insignien des Erfolgs. Auf einem Segel-Törn verletzt er sich und wacht im Krankenhaus neben einem ehemaligen hohen Funktionär der SED auf. Die erste Finanzkrise beginnt. Ihm wird klar, welchem Trug alle aufgesessen sind und mit welchen Methoden die Bank gearbeitet hat. Edgars jugendlich rebellischer Geist bricht wieder hervor. Er ersteigert liegengebliebene Gepäckstücke und schüttet den darin befindlichen Unrat im Büro seines Vorstandsvorsitzenden aus. Die karrierebewußte Tochter eines schwäbischen Bankers, mit der er gern geschlafen hätte, beschimpft ihn als Verräter. Edgar fährt zu seinem Jugendfreund. Zieht sich am darauffolgenden Morgen, noch unter Alkohol stehend, einen alten sowjetischen Trainingsanzug an. Geht in die Bank, kündigt und handelt mit dem inzwischen ausgetauschten Vorstand eine beachtliche Abfindung heraus, geht in sein Büro zurück und sieht auf den Monitoren die Zeit gekommen, wieder ganz groß in den Markt einzusteigen ...

Nicht ganz einfach geschrieben, aber hervorragend recherchiert.

— Lua23

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  • Rezension zu "Morgen, morgen, wird alles zum guten Ende kommen!" von Thomas Gatzemeier

    Morgen, morgen, wird alles zum guten Ende kommen!

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. August 2012 um 22:12

    Protagonist Edgar ist studierter Mathematiker und arbeitet als Aktienhändler für eine große Bank. Dabei beherrscht er die Zahlen der internationalen Finanzmärkte wie kaum jemand sonst und geht immer höhere Risiken ein. Für ihn scheint alles nur ein Spiel zu sein, bei dem er die Schwachstellen seiner Gegner erkennt und sie bis auf das letzte Hemd auszieht. Privat ist Edgar alles andere als ein Beziehungsmensch, sondern liebt die Abwechslung. Allerdings spielt er dabei mit offenen Karten und macht seinen Geliebten keine Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, auch wenn ich besonders zu Anfang manche Sätze zweimal lesen musste, um alle Informationen mitzunehmen. Doch als ich mich erst mal eingelesen und an diesen detaillierten und komplexen Stil gewöhnt hatte, hat das Lesen großen Spaß gemacht. Der Autor vermittelt durch seine Sprache, dass er sich sehr gut an der Börse auskennt. Für Laien ist es daher manchmal schwierig zu folgen, doch im großen und ganzen versteht man eigentlich immer, worum es geht. Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Leider verrät der Klappentext schon den Rahmen der Geschichte und sogar Teile vom Ende, was sehr schade ist. Trotzdem gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Morgen, morgen, wird alles zum guten Ende kommen!" von Thomas Gatzemeier

    Morgen, morgen, wird alles zum guten Ende kommen!

    Themistokeles

    16. August 2012 um 11:19

    Ich bin eine Frau und bei dem Roman hier hieß es damals vom Autor, dass es einige Leute gab, die meinten, er sei eindeutig ein Männerroman, mit dem Frauen nicht so wirklich viel anfangen könnten. Jetzt, nach dem lesen, kann ich sagen: »Ich konnte mit dem Roman nur wenig anfangen! «. Ob das jedoch mit meinem Geschlecht in irgendeiner Verbindung steht, kann ich nicht beurteilen. Ganz sicher weiß ich jedoch warum der Roman nicht wirklich meins war. Die Hauptaugenmerke des Romans liegen auf zwei Dingen, zum einen auf Edgars Liebesleben und seiner sexuellen Einstellung. Zum anderen auf Aktien, dem Aktienmarkt und allem, was irgendwie mit Aktienhandel, der Börse und ähnlichem zu tun hat. Man könnte jetzt denken: »Gut, der Roman soll ja eher etwas für Männer sein, also scheint der Knackpunkt in Edgars Einstellung zu Frauen und seinem sexuellen Verhalten zu liegen!«. Denkt man das jedoch, liegt man, was meine Einschätzung angeht ziemlich daneben, denn mein Problem lag deutlich sichtbar an der Börse. Die Beschreibungen hinsichtlich Edgars Transaktionen an der Börse werden nämlich äußerst ausschweifend und für Menschen, die mit der Börse, der Finanzwirtschaft und dem Aktiengeschäft allgemein nur wenig bis gar nichts zu schaffen haben, sind diese Ausschweifungen oftmals vollkommen unverständlich. Zudem nimmt sie zwischen der Hälfte und einem Drittel des Romans ein, so dass das Thema einen sehr hohen Stellenwert in diesem Roman hat, den man auch nicht ignorieren kann. Außerdem neigt der Autor noch dazu, dass er gern Fremd- und Fachwörter nutzt, die das Verständnis, zusätzlich zu komplexen und komplizierten Satzstruktur, noch deutlich verschlimmern. Positiv zu sehen ist jedoch, wie gut Edgars Charakter herauskommt, denn der ist in jeder Situation seines Lebens ein echter Spieler und Zocker, wobei er mir meist doch bei allem was er tat ein wenig zu gut weg kam und immer Glück zu haben schien, zumindest im Endeffekt. Insgesamt also einige Punkte, die mich gestört haben, die aber wohl eher allgemein sind, als durch mein Geschlecht zu kommen und die wohl jeder andere auch vollkommen anders sehen könnten, denn ich wette, dass wenn man sich selbst sehr für den Aktienmarkt etc. interessiert und da auch stärkere Kenntnisse besitzt, das ganze Buch besser verstehen wird, denn zumindest ein sehr gutes Grundwissen in diesem Bereich, hätte bestimmt auch mir noch sehr geholfen.

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  • Rezension zu "Morgen, morgen, wird alles zum guten Ende kommen!" von Thomas Gatzemeier

    Morgen, morgen, wird alles zum guten Ende kommen!

    Linny

    13. June 2012 um 10:32

    Es holt einen alles mal ein Vor allem wenn man selber am wenigsten daran denkt. Edgar hat sein Leben eigentlich durchgeplant. Nichts ist dem Zufall überlassen. Das trifft auf ihn in erste Linie beruflich zu. Da ist er ein Blender, kann seinen Mitmenschen alles verkaufen. Bis ein Unfall ihn in die Knie zwingt. Alles geht mit der Zeit den Bach runter, beruflich wie privat. Ein nachdenklicher Roman, wo man selber ins Grübeln kommt. Ob dieser ganze Schein heut wirklich sein muss oder was ist wichtig im Leben?

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