Thomas Geiger Laute Verse

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Inhaltsangabe zu „Laute Verse“ von Thomas Geiger

Gedichte aus der Gegenwart Die Lyrik gilt derzeit als die Avantgarde der deutschen Literatur. So vital, so experimentierfreudig, so unterhaltsam, so klug wird derzeit nirgendwo sonst die Welt in Worte gefasst. Zwanzig Jahre nach der Wende hat sich eine neue Autorengeneration gebildet. ›Laute Verse‹ stellt 24 bedeutende junge Lyrikerinnen und Lyriker mit jeweils zehn Texten vor und bietet so einen profunden Überblick über die Lyrik der jüngeren Gegenwart. Zudem gibt jeder Autor mit der Interpretation eines seiner Gedichte einen Einblick in seine Schreibwerkstatt.Mit Gedichten von Henning Ahrens, Marcel Beyer, Nico Bleutge, Nora Bossong, Ulrike Draesner, Daniel Falb, Matthias Göritz, Durs Grünbein, Hendrik Jackson, Thomas Kling, Christian Lehnert, Steffen Popp, Marion Poschmann, Monika Rinck, Hendrik Rost, Silke Scheuermann, Kathrin Schmidt, Sabine Scho, Lutz Seiler, Volker Sielaff, Ulf Stolterfoht, Anja Utler, Jan Wagner und Uljana Wolf.

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  • Rezension zu "Laute Verse" von Thomas Geiger

    Laute Verse

    SV

    12. May 2009 um 16:59

    „Denn das Gedicht ist mehr als Quitte und Qualle“ – das ist eine ganz fatale Aussage (von Monika Rinck), die das Problem mit den Gedichten aufs Genaueste beschreibt: Die Quitte und die Qualle wären recht gut zu beschreiben, mit Bildern versehen könnte man sich eine brauchbare Vorstellung davon machen und könnte, Qitte und Qualle abgelegt, weil bekannt, zu anderen wichtigen Dingen übergehen. Aber die Behauptung „ … ist mehr als ….“ machts nicht so leicht, schnell landet man auch noch bei einer Aussage wie: „Das Gedicht weiß mehr als der Dichter“, einem Lyrikleser gut vertraut, aber dem schreckhaften Lyrik-Erkundungswesen vielleicht schon zu laut. Und gar „Laute Verse“, so heißt das vorliegende Buch – laut kann leicht stören, oder ist Lautmalerisches gemeint? das versteht man ja auch kaum. Dabei ist der Titel eine wahre Pracht! Laut gelesene, bei Gedichten immer empfehlenswert, lautmalerische, sprachspielerische (denkspielerisch dürfens auch sein) Gedichte sind einfach ein großes Vergnügen – etwas, das man bei Gedichten häufig unterschätzt, den Spaß, das Spielerische – und wenns beim Spielen bleibt ists auch gut, aber, heimtückisch laut wie sie sein können, die Gedichte, kann ein Vers sich festsetzen, grummeln, bohren, tatsächlich laut werden, zum Denken zwingen – einen Höllenlärm veranstalten. Also: allen Mut zusammengenommen und ran an dieses feine Buch. 24 Lyriker sind vertreten, mit jeweils etwa 10 Gedichten, es ist eine Auswahl der jüngeren Dichter, meist in den 60er, 70er Jahren geboren, und als interessante und hilfreiche, manchmal rätselhafte, immer lesenswerte Zugabe gibt es von jedem der Dichter einen Text zu einem der Gedichte – Entstehungsgeschichte, „Baugeschichte“ und poetologisches Statement in einem. Das ist ein guter Einfall des Herausgebers, eine gelungene Zusammenstellung der Autoren (über das „repräsentativ“ kann man immer geteilter Meinung sein), und die „Lauten Verse“ sollten wirklich nicht überhört werden! P.S.: Die Quitte und Qualle stammen aus einem Gedicht von Monika Rinck – und haben sie vielleicht auch selbst ein wenig überrascht.

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  • Rezension zu "Laute Verse" von Thomas Geiger

    Laute Verse

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. April 2009 um 16:29

    24 Lyriker mit jeweils einigen Gedichten. Und zu einem dieser ausgewählten Texte schreibt der Autor einen Kommentar. Ein Versuch der Erklärung? Manchmal, ja. Ein Interpretationsansatz? Vielleicht auch das in Ansporn an den Leser, den eben gelesenen Kommentar noch einmal beim wiederholten Lesen des Gedichtes auf sich wirken zu lassen. Eine Ansammlung von gehobenen Gedanken, die zu noch mehr Unverständnis führen? Nein, nein, das nicht. Hier kann man den Dichter im Selbstversuch erleben. Und einen Einlick in Texte erlangen, die man so für sich nicht eröffnet hätte. Unter den 24 Lyrikern finden sich Marcel Beyer, Silke Scheuermann, Jan Wagner, Thomas Kling, Durs Grünbein. Alle sind sie lesenwerst, die Kommentare natürlich im Besonderen, und sie machen Spaß und bringen bleibende Eindrücke. Man sehnt sich nach noch mehr Erklärungen, um dabei noch ein wenig tiefer einzusinken, und dann weiterzulesen, im ideengenährten Fluss der eigenen Hingabe.

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