Thomas Geiger Luftsprünge

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Inhaltsangabe zu „Luftsprünge“ von Thomas Geiger

Fast 35 Autoren aus ebenso vielen Ländern erzählen vom dem Leben heute, von ihrem Land, von unserer Zeit. Erzählungen und Gedichte über das Schicksal der einzelnen Menschen und die großen Umbrüche, über Traditionen, Kulturen und Hoffnungen. Ein ganz neuer Blick auf das alte Europa, auf seine Landschaften und Metropolen und vor allem auf die Menschen und die Art, wie sie heute leben, leiden, lieben. Mit aktuellen Texten z.B. von Colm Tóibín, Aris Fioretos, Juri Andruchowytsch, Eva Menasse, Melinda Nadj Abonji, Rafael Chirbes, Georgi Gospodinov oder Orhan Pamuk.

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  • Kompendium der europäischen Gegenwartsliteratur

    Luftsprünge
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    03. June 2015 um 12:48

    Kompendium der europäischen Gegenwartsliteratur Kurze Geschichten und Lyrik sind die beiden Elemente, die Thomas Geiger in diesem europäischen Lesebuch vereinigt und das zu gleichen Teilen. Ein geistiger Streifzug durch dieses Europa, dass zum einen miteinander mehr und mehr verbunden worden ist in den letzten Jahrzehnten, dass zum anderen deutliche Fliehkräfte durchaus noch erkennen lässt. „Über reale, aber auch über Sprachgrenzen hinweg“ bietet das Lesebuch hierzu eine große Breite und Vielfalt des literarischen Schaffens von Bekannten, aber auch außerhalb ihrer Landesgrenzen weitgehend unbekannten Autoren. Autoren, die mit aktuellen Texten im Buch vertreten sind (wenn auch nicht, zum größten Teil, mit exklusiven Texten). John Burns mit seinem Traum vom Fliegen und dem finden der erholsamen Stille auf einem Flughafen irgendwo am Rande der europäischen Zivilisation bietet allerdings eine Erstveröffentlichung im Buch, ebenso, wie Ales Steger und Arnau Pons. Eine Sammlung von sehr unterschiedlichen Themen und Herangehensweisen. In Teilen dringen die Ereignisse seit 1989 durch die Texte hindurch (der Balkankrieg, der Konflikt um die Ukraine), in anderen Betrachtungen finden sich Hinweise auf das „Leben in der Gegenwart“ in Houellebecq´s „Kriminalfall“ im „Dorf der sauberen (antiseptischen) weißen Häuser) während der ein oder andere lyrische Text zeitlos das Leben an sich zu fassen versucht. Klar erzählte Geschichten (der „Ruhm“ der irischen Band und der Verlust, den das Leben mit sich bringt, auch innerlich von Colm Tolbin) stehen neben Erzählungen, bei denen der Leser stark ins Rätseln kommt über die verwendeten Symbole und Angesichts eines undefinierten, überaus offenen Endes (wiederum Houellebecq). So wird jeder Leser aufgrund der Vielfalt der Stile und Themen sowohl Momente der Erkenntnis und der Anregung im Buch erfahren, aber auch Irritation oder ein Befremden, das bei dem ein oder anderen Text verbleiben wird. Insgesamt eine gelungene, breite, interessante Schau auf die aktuellen Gegenwartsautoren mit ihrem je eigenen Stil, der den Leser (fast) ganz mit durch das moderne Europa nimmt und einen Eindruck der Vielfalt der gegenwärtigen Literatur mitsamt moderner Lyrik vermittelt. Eine empfehlenswerte, nicht immer einfach und nicht immer leicht zugängliche Lektüre.

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